KURZNACHRICHTEN

26.05.2020

Hey Hey Bar wird Vitamintempel

Gepflegtes Trinken und Sichaneinanderreiben ist nicht drin in der Hey Hey Bar momentan, also bietet die ClubKneipe das genaue Gegenteil an: Gemüse. In Zusammenarbeit mit Das Gemüse, einem Zusammenschluss von insgesamt 16 Familienbetrieben aus dem Nürnberger Norden, ist hier der coolste Pop-Up-Laden der Coronazeit entstanden, ein wahrer Vitamintempel. Die Ware kommt frisch vom Feld in die Bar, statt Gin Tonics gibts Erdbeerla, Spargel, Tomaten, Rettich ... Die Betriebe, die bei Das Gemüse mitmachen, legen Wert darauf, dass nur absolut reife Ware geerntet und vorher ohne Gentechnik und Schadstoffe gegärtnert wird. Der Weg zum neuen Verkaufsort ist erfreulich kurz. 

Geöffnet hat Nürnbergs neuer Gemüseladen Mo. bis Sa., 11.30 bis 20 Uhr. Und weil das Ganze in der Hey Hey Bar stattfindet, versüßen euch regionale DJs den Einkauf mit ihren frisch ins Ohr geraspelten Sets. Im Juni u.a. Alba, Xylotrip und Jazz:pa. Alle Termine und Lineups von Einkaufen mit Musik findet ihr auf der Facebook-Seite.  >>
19.05.2020

Egersdörfer: Der Vorstadtprinz im Livestream

Eigentlich ist uns der Egersdörfer in diesen Tagen näher denn je, denn fast täglich lauschen wir seiner lieblichen Stimme, die uns vom aktuellen Dasein im Hinternhaus erzählt. Trotzdem schade, dass es keine Lesungen und keine Theaterabende und keine Talks und Konzerte mit dem mürrischen Matze geben kann. Die Galerie Bernsteinzimmer macht dennoch. Die Zuschauer müssen zwar daheimbleibem, können aber von dort aus zuschauen, wie der Egersdörfer aus seinem sagenhaften Roman Vorstadtprinz liest. Das Internet ermöglicht dabei eine eigene Form der Interaktion: Carmen, best Sidekick von Welt, sitzt ebenfalls im Bernsteinzimmer und wird zumindest die erträglich Zuschriften verlesen.

Der Stream läuft am Donnerstag, 28. Mai ab 20.30 auf der Facebookseite vom Egers.

Hier überlegt der Egers schon, was er wohl anziehen soll:

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FORMULAR ZUM AUSDRUCKEN: HIER! Es erwischt uns alle. curt als Printausgabe wird es im April, Mai … nicht geben. Geschäfte und Geschäftsmodelle aller Art, ganz extrem in unserem Kultur- und Gastroumfeld, sind gerade auf Null gestellt. Zu. Leer. Abgesagt. Platt. Das ist schlimm.
GESUNDHEIT. Aber nicht vergessen, bei Corona geht es um die Gesundheit, und ums Überleben! Ältere, kranke Menschen, das wissen wir mittlerweile alle, sind in LEBENSGEFAHR. Striktes Zuhausebleiben ist für sie angesagt!

NACHBARSCHAFTSHILFE war demanach noch nie so umfangreich nötig wie jetzt. Alle, die gesund sind, sollten dort helfen, wo man helfen kann. Und das ist vielleicht genau nebenan, oben drüber oder unten drunter, bei der betagten Nachbarin oder dem kranken Nachbar. Bei der alleinerziehende Mutter mit den kleinen Kindern. Ältere Menschen kann man über Social Media nur schwer oder gar nicht erreichen, daher haben wir einen A4-Aushang vorbereitet, den IHR ausdrucken könnt. Tragt Euch ein und hängt den Zettel ins Treppenhaus, ans schwarze Brett, die Haustür, ins Haus nebenan … Eben dort hin, wo es die bedürftigen NachbarInnnen sehen können. Oder, wenn sie nicht mobil sind: Meldet euch direkt bei ihnen. Nicht an der Tür, sondern am besten anrufen! Helft ihnen dabei, NICHT aus dem Haus gehen zu müssen! Einkaufen, zur Post gehen, Medikament aus der Apotheke holen sollen sie nun NICHT, denn es ist gefährlich da draußen. Aber WIR können das. BIETET EURE HILFE AN! Das PDF zum Ausdrucken ist genau dafür da. Macht mit! DRUCK GEMEINSAM GEGEN WTF CORONA!  >>
Für viele Freiberufler im Kunst- und Kulturbereich waren die vergangenen Wochen nicht nur mit finanziellen Schwierigkeiten, sondern auch mit großer Unsicherheit verbunden: Wo kann ich was beantragen, bin ich antragsberechtigt, wann kommen die 1.000 Euro pro Monat oder doch nicht oder für wen? Ein Teil Unsicherheit wird auch in den kommenden Tagen bleiben, dafür ist die Lage einfach zu neu und komplex und scheiße. Klar ist aber nach der heutigen Pressekonferenz von Markus Söder und Kultusminister Bernd Sibler, dass der Rettungsschirm vergrößert wird: 200 statt 90 Millionen kommen in den Topf. Das ist nötig, damit auch Menschen, die nicht in der Künstlersozialkasse versichert sind, Zugriff darauf haben. Dazu gehören dann zum Beispiel Techniker, Maskenbildner aber auch freie Journalisten, etc. Die Zahl der Begeünstigten verdopple sich von 30.000 auf 60.000. Nachzuweisen ist ein substantieller Beitrag zum Einkommen aus der freien künstlerischen Arbeit.

50 Millionen Euro stehen außerdem für “Spielstätten” (Söder) bzw. “Veranstaltungsbetriebe” (Sibler) bereit, die bis zum Jahresende unterstützt werden sollen. Söder nannte explizit 700 kleine und mittlere Theater und 260 Kinos. Sibler sprach von “Kleine und mittlere Spielstätten aus den Bereichen Theater, Kunst, Kleinkunst, Musik und Kabarett.” Musikschulen und Laienmusikgruppen wie Chöre können ebenfalls je 1.000 Euro beantragen, für sie stehen insgesamt 10 Millionen Euro zur Verfügung. Söder: “Es ist der Versuch, Kultur in der Breite durch Förderung zu erhalten.” Außerdem gibt es einen ersten Hoffnungsschimmer für die Rückkehr von kulturellen Veranstaltungen: "Wir glauben, dass wir Perspektiven für die Zeit nach Pfingsten entwickeln sollen”, so Söder. Man wolle sich dabei an den Hygieneschutzmaßnahmen in Kirchen orientieren. Am 20. Mai soll die Ministerpräsidentenkonferenz über ein solches, bundesweites Konzept entscheiden.

Die Software, so Sibler, ist installiert, die Anträge können auf den Weg gebracht und ab nächster Woche heruntergeladen werden.
Die entsprechenden Anträge findet man, sobald es sie gibt hier:
https://www.stmwk.bayern.de/index.html

Einen guten Überblick über die Hilfsprogramme findet ihr hier:
https://bayern-kreativ.de/aktuelles/corona-erste-hilfe/

Die gesamte Pressekonferenz zum Nachschauen:
https://youtu.be/9zf-x75-YOQ


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Wer in Nürnberg schreibt und was auf sich hält, kommt an Eisenbart und Meisendraht nicht vorbei. Das Literaturmagazin auf Radio Z veröffentlicht ein mal pro Monat Texte regionaler Autorinnen und Autoren zu einem Thema, teils selbst verlesen, teils kümmern sich darum die Gastgebenden: Dr. Hartmut K. Eisenbart und Magdalena Eisendraht. Zum Mai-Thema “Hype” veröffentlicht neben anderen auch Jan “The Black Elephant Band” Bratenstein. curt hyped ab sofort EBMD und veröffentlicht als erstes genau dieses Gedicht aus der Bratenstein-Schreibstube.
 
Alle bisher veröffentlichten Texte können auf eisenbartmeisendraht.com nachgelesen und -gehört werden. 
 
Eisenbart und Meisendraht ist ein freies Format. Texteinsendungen zu folgenden Themen sind unter eisenbartmeisendraht@gmx.de willkommen.

Juli: Lügen
August: Sucht
September: Langeweile
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 20200522_Breuninger
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