Journalismus im Museum für Kommunikation: Wie die Nachrichten in die Welt kommen

SAMSTAG, 1. APRIL 2023, MUSEUM FüR KOMMUNIKATION

#Ausstellung, #Journalismus, #Medien, #Museum für Kommunikation, #News

Das Museum für Kommunikation eröffnet einen neuen Bereich, der das behandelt, was uns besonders am Herzen liegt, denn es ist Teil unserer Berufung: Medien und Journalismus. Die Branche an sich ist in den vergangenen Jahren massiven Veränderungen unterworfen. Der Konsum hat sich zu einem Großteil auf digitale Ausgabeformate verlagert und im digitalen Raum sind zahllose neue Player hinzugekommen, welche die Deutungshoheit der klassischen Medien infrage stellen. Bestes Timing für eine genauere Betrachtung, die das MfK in der ständigen Präsentation, Bereich Kommunikation mit Schrift, integriert hat.

Der Zeitstrahl der Ausstellung schaut zurück auf die Entwicklung der Nachrichten. Von der mündlichen Überlieferung zur Verschriftlichung, durch Innovationen im Druck und der Technik vergrößerte sich die Reichweite der Nachrichtenmacher*innen – die ersten Massenmedien entstanden. Die Geschichte der Medien wird täglich neu geschrieben. Der Bereich Medienkonsum wirft ein Schlaglicht darauf, wie und wo wir die Erzeugnisse von Journalist*innen rezipieren. Im 21. Jahrhundert hat sich der Medienkonsum radikal diversifiziert. Neuigkeiten gibt's in der Zeitung und im Radio, aber auch in Blogs, Podcasts, Social Media ... Algorithmen versorgen die Konsument*innen mit den auf sie zugeschnittenen Inhalten und wer nicht die notwendige Medienkompetenz mitbringt, versinkt im Fake-News-Rabbithole. Eine relativ neue Gefahr, mit der wir noch keinen guten Umgang gefunden zu haben scheinen (Grammatik, Alter!).

Diese Allgegenwart von News heißt auch: Die globale Nachrichtenlage ist zu jeder Zeit kostenfrei abrufbar. Vieles bezahlen wir heute nicht mehr mit Geld, sondern mit unseren Daten, die von den entsprechenden Seiten getrackt werden. Der Ausstellungsbereich Finanzierung wirft einen Blick auf den Datenschatten der Konsument*innen im Netz und auf Strategien der Medienhäuser, ihre Inhalte trotz wegbrechender Anzeigenerlöse und Abonnements zu finanzieren.

Trotz aller Schwierigkeiten, mit denen der Journalismus zu kämpfen hat, handelt es sich natürlich nach wie vor um den schönsten Beruf der Welt. Die Vitrine Medienmacher*innen stellt vor, wie sich das Arbeiten von Redakteur*innen seit den 1970er Jahren entwickelt hat – mit einem Blick auf die immer kleinen und kompakter werdenden Arbeitsgeräte von Schreibmaschine und Diktiergerät bis hin zum Smartphone, das Influencer*innen überall ihre Arbeit ermöglicht.

Am News Desk schließlich kann man sich auch mit den journalistischen Qualitäten der KI auseinandersetzen. Hier kann man versuchen, Fake News auf die Spur zu kommen, die Museumszeitung layouten, zum Thema Pressefreiheit recherchieren und mehr über die Arbeit des Presserats lernen. Denn wo liegen die Grenzen seriöser journalistischer Arbeit? curt-Leser*innen stehen da grundsätzlich schon mal auf der richtigen Seite. Wisst ihr eigentlich, dass bei curt ein Hund das Hirn ist? Jetzt wisst ihr es: HI!

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Museum für Kommunikation
Neuer Ausstellungsbereich: Journalismus und Medien.
 




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MUSEUM FüR KOMMUNIKATION. Natürlich gibt's das alles, strenggenommen, schon länger hinter den Kulissen und auf unseren Telefonen und überhaupt. Und trotzdem hat man ja ein bisschen das Gefühl, die Künstliche Intelligenz sei quasi gestern erschienen und ist seitdem omnipräsent. In Rekordzeit habe das Museum für Kommunikation auf die massenhafte Verbreitung dieser Technik reagiert, erklärt Direktorin Dr. Annabelle Hornung. "Uns war klar, wir müssen das jetzt machen, sonst ist der Moment vorbei." Maren Burghard und die KI haben eine Ausstellung innerhalb von drei Monaten aus dem digitalen Hut gezaubert, die klein ist, aber erstaunlich und Horizont erweiternd. curt begleitet (euch) dabei.  >>
MUSEUM FüR KOMMUNIKATION. Gamer*innen wissen es: Lara Croft, Super Mario oder der Werwolf im Fantasy-Rollenspiel – Avatare, also steuerbare Figuren, sind wichtige Elemente in digitalen Spielen. Sie tragen zum Erzählen von Geschichten bei, verkörpern verschiedene Identitäten und mit ihnen können Handlungen in der jeweiligen Spielwelt ausgeführt werden.
Noch bis Frühjahr 2023 dreht sich im
Museum für Kommunikation alles um Avatare – in der Ausstellung „WhoAmIWantToBe – Avatare in digitalen Spielen“. Sie entstand in Kooperation mit dem Institut für Theater- und Medienwissenschaft der FAU Erlangen-Nürnberg und präsentiert studentische Arbeiten rund um die virtuellen Personifikationen aus medien- und kulturwissenschaftlicher Sicht. Wir haben uns mit Dr. Peter Podrez, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Theater- und Medienwissenschaft der FAU Erlangen-Nürnberg, und Museumsdirektorin Dr. Annabelle Hornung unterhalten.
 
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KRAKAUER HAUS. Seit 30 Jahren stärkt das Krakauer Haus mit seinem Programm den kulturellen Austausch zwischen Nürnberg und Krakau. Besonders voll ist daher in diesem Sommer das Programm. 

Ganz neu im Krakauer Haus ist die Hinwendung zum Format Comic. Die seit Mai laufende, erstmals vergebene COMIC Residenz verwandelt das Haus in ein lebendiges Atelier, zu Gast war die Künstlerin Marianna Serocka ist zu Gast. Die nächste Residency folgt auf dem sprichwörtlichen Fuße, sie wird bereits zum dritten Mal vergeben: STUDENT in Kooperation mit der Jan Matejko Akademie der Bildenden Künste in Krakau. Die ausgewählten Künstler:innen bekommen die Möglichkeit, ihre Kunst in Nürnberg weiterzuentwicklen und ihre Prozesse öffentlich zu machen. 

Die Feierlichkeiten zum 30. Geburtstag finden rund um die alljährliche Inselkunst vom 09. is 11.07. statt. Zunächst eröffnet am 09.07. aber nicht auf der Insel, sondern in der
Kreis Galerie eine Gruppenausstellung von Krakauer und Nürnberger Künstler:innen zum Thema Zeichnen. Am 10.07. geht’s dann open air weiter. Die Inselkunst verwandelt die Insel Schütt zum neunten Mal in ein künstlerisches Feld für Skulptur und Klang. In diesem Jahr befragen Arbeiten von Filip Rybkowski (PL) und Michael Akstaller (DE) den Stadtraum hinsichtlich seiner Qualitäten als Träger von Erinnerung, Bedeutung und Wahrnehmung. Zur Vernissage gibt es ab 18 Uhr diverse Klanginterventionen von Michael Akstaller, Paulina Owczarek, Peter Orins und Talaj Szőke. Von Artist in Residence Piotr Urbaniec kommt ein audiovisuelles Projekt, eine Aktion für Kinder von Stephan Schwarzmann. Die Ausstellung bespielt neben der Insel selbst den Hohen Steg, den Andreij-Sacharow-Platz, die Fischergassen, die Steubrücke und das Krakauer Haus und ist bis zum 20.09. zu sehen.

Das Jubiläum des Krakauer Hauses ist auch der Startschuss des projekts PORTAL: eine Plattform für die Zusammenarbeit zwischen Galerien und Off-Spaces aus Krakau und Nürnberg. In Nürnberg nehmen das Heizhaus und die Kreis Galerie an der ersten Ausgabe teil. Zwischen 18.09. und 27.09. wird es von den neu vernetzten Künstler:innen Performances und spontane künstlerische Aktionen zwischen Krakauer Haus, Kunstvilla und Heizhaus geben.

Alles sehr spannend, und hier im Blick zu behalten:
Krakauer Haus | Kulturzentrum Krakauer Haus - Veranstaltungen, Ausstellungen  >>
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