curts Bücherstapel

MONTAG, 31. OKTOBER 2022

#Bücher, #Buchtipps, #Literatur

curt empfielt drei Bücher – mit Regionalbezug – für den Herbst, um es sich innen gemütlich zu machen.

Achim Bogdahn: 
Unter den Wolken

Achim Bogdahn
kennt man landauf landab als Bayern-2-Moderator (Zündfunk etc.) und Sechzig-Fan. Bodgahn ist aber ein Mann von noch viel mehr Talenten und auch Schauspieler, Theologe, Fußballschiedsrichter und Wanderer/Autor! In den vergangenen zwei Jahren hat er die höchsten Berge aller 16 Bundesländer bestiegen. Wobei sich die Herausforderung des Besteigens natürlich krass unterscheidet: Die Erhebung im Bremer Friederhorstpark misst 32,5 Meter, die Zugspitze 2926 Meter, da muss man vielleicht anderes Schuhwerk anziehen. Um beim Wandern nicht so allein zu sein, hat Bogdahn Personen der Öffentlichkeit aus den jeweiligen Bundesländern gebeten, ihn zu begleiten. Mit dabei sind unter anderem Mehmet Scholl (Ba-Wü), Rocko Schamoni (Schleswig-Holstein) oder Margot Käßmann (Niedersachsen).
Herausgekommen ist ein Buch, das freundlich und entspannt auf dieses Land blickt, auf seine Menschen und seine Berge. 

Achim Bogdahn: Unter den Wolken. Meine Deutschlandreise auf die höchsten Berge aller 16 Bundesländer
Heyne Hardcore, 416 Seiten, 22 Euro. 

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Ursula Schmid-Spreer:
Welche Farbe hat die Angst?

Ursula Schmid-Spreer
ist in der Vergangenheit als Autorin von Regionalkrimis in Erscheinung getreten. Nun hat sie sich mit viel Herzblut einem Sozialprojekt gewidmet: Für Welche Farbe hat die Angst? sprach die Autorin mit Menschen, die sich am gesellschaftlichen Rand befinden: Obdachlose, Suchtkranke, Prostituierte und besuchte die Orte, an denen sich ihre Interviewpartner*innen aufhalten. Schmid-Spreer möchte mit diesem Buch Aufklärungsarbeit leisten, über das Leben auf der Straße, den Suchtdruck und die Realität in den Schlafstätten. „Was war das Mutigste, das du jemals gesagt hast?“ – „Ich brauche Hilfe.“ (Robert B. - leider mittlerweile verstorben) Das Buch gibt‘s bei der Autorin, der Erlös kommt caritativen Einrichtungen zugute.

Ursula Schmid-Spreer: Welche Farbe hat die Angst?
Adakia Verlag, 261 Seiten, 14 Euro. 

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Christian Vittinghof:
Ansichten einer Bescholtenen Stadt

Christian Vittinghoff
ist ein wichtiger kultureller Player dieser Stadt, auch wenn seine Arbeit häufig im Hintergrund stattfindet. Als Bühnenbildner am Gostner Hoftheater z.B. oder als Gründer des Kunstraums der Lebenshilfe. Jetzt veröffentlicht Vittinghoff im Erlanger homunculus Verlag ein Buch mit Gemälden, die seinen sehr subjektiven Blick auf Nürnberg festhalten: Ansichten einer bescholtenen Stadt zeigt diese Stadt in verwaschenen Farben von ihrer nicht-touristischen Seite und rückt die unscheinbaren Ecken und übersehenen Plätze in den Fokus. Für das Buch hat sich der Künstler 25 Autor*innen mit ins Boot geholt, die sich von den Gemälden zu Texten inspirieren ließen. Dazu gehören Literaturstars wie Nora Gomringer und Fitzgerald Kusz, einige curt-Schreibkrise Autor*innen wie Elmar Tannert, Tobias Falberg und Matthias A. J. Dachwald und die geballte curt-Redaktions-Power von Matthias Egersdörfer, Marian Wild und Andreas Thamm. In diesem poetischen Zusammenspiel entsteht ein ganz neues Panorama unserer alten, bescholtenen Stadt. Besser geht kaum. 

Christian Vittinghof feat. Various Artists: Ansichten einer bescholtenen Stadt. 
homunculus Verlag, 100 Seiten, 32 Euro. 
www.homunculus-verlag.de
 




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Z-BAU. Bis Oktober 2022 war Moritz Hürtgen Chefredakteur des legendären Satiremagazins Titanic – eine Aufgabe, die offenbar noch genug Zeit übrig lässt, um auch noch als Autor für das ZDF Magazin Royal von Jan Böhmermann zu arbeiten und als wär das nix, auch noch einen formidablen Roman zu schreiben. Boulevard des Schreckens handelt von einem jungen Journalisten, Martin Kreutzer, der ein Interview mit einem angesagten Künstler, Lukas Moretti, gefälscht hat. Fälschen musste, muss man korrekterweise sagen, denn der aufgeblasene Künstler wollte mit seinem ehemaligen Kommilitonen nix mehr zu tun haben. Der liefert ein Interview ab, so gut als wäre Moretti dabei gewesen. Doch als der Künstler wenig später tot aufgefunden wird, nimmt die Geschichte eine neue Wendung. Kreutzers Zeitung setzt ihn auf die Story an und schickt ihn nach Kirching, den Münchner Vorort, wo alles anfing und enden wird.

Moritz Hürtgen liest am 02.02., 19.30 Uhr im Z-Bau.  >>
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