Lachen im Frühling

10. APRIL 2024 - 5. MAI 2024, NÜ/FÜ/ER

#Burgtheater, #Comedy, #Kabarett, #lachen, #Rote Bühne, #Tafelhalle, #Theater Fiffty Fiffty

Nach der Winterpause ist vor der Sommerpause. Also noch schnell eine Humorbetankung sichern. Wir haben ein paar Tipps für euch. Viel SPaß beim Schenkelklopfen, ausprusten und zwerchfellschütteln!


Die Tatsache, dass Alfred Dorfer die Premiere seines neuen Stücks "Gleich" am 29.02.2024 aufführt, ist kein Zufall. Am 29.02.1984 hatte er und sechs weitere Nachwuchskünstler:innen die Chance, einen 15-minütigen Auftritt im Wiener Kabarett Niedermair zu spielen. Einer der sechs anderen war Joseph Hader. Der Rest ist große, österreichische Kabarettgeschichte. Sein neues Programm handelt thematisch von der Überalterung unserer westlichen Gesellschaft und der Idee, einfach ein Dorf nur für die Alten zu bauen. Fürs Entertainment in diesem Dorf ist er zuständig. Wie immer erwartet einen eine Mischung aus Kabarett und Bühnenstück. Was soll ich noch schreiben. Einer der Besten kommt nach Nürnberg.
 
Christine Teichmann: Links Rechts Menschenrecht
Christine Teichmann ist eine Autorin, Schauspielerin und Kabarettistin aus Graz. Dass der Zustand unserer Gesellschaft und Welt im Moment so ist wie sie ist, kommt natürlich nicht von ungefähr. Unser Lifestyle der vergangenen Jahrzehnte spielt hier eine vitale Rolle. Christine Teichmann zeigt in ihrem Programm mit leiser, aber durchaus spitzer Zunge so vieles auf, was wir uns im Grunde nicht eigenstehen wollen. Vom Kolonialismus, über die Ressourcenverschwendung durch den Kapitalismus bis hin zur gescheiterten, europäischen Flüchtlingspolitik und so vieles Schlimmes mehr. Menschen, die ins Kabarett gehen, wissen dies natürlich, aber wollen wir was ändern? 
 
Ohne Rolf: Jenseitig
Ohne Rolf sagen ganz viel, ohne dabei zu reden. Genau das Gegenteil von vielem, was wir gerade so konsumieren. Ohne Rolf sind die beiden Schweizer Jonas Anderhub und Christof Wolfisberg. Sie blättern einfach nur in Plakaten, auf denen Sätze, Wörter, Antworten, Fragen und allerlei mehr steht. Die wahre Kunst an ihrem Spiel ist die gefühlte Spontanität, die aber offensichtlich keine ist. 
Klingt jetzt für Ohne-Rolf-Noviz:innen einigermaßen verwirrend. Darum einfach mal hingehen – ist ein wirkliches Erlebnis.
 
Ulan & Bator: Zukunst
26. April / E-Werk, Erlangen
Ulan & Bator untertiteln ihr Programm mit dem Slogan “Neues aus Absurdistan“ und das trifft es genau. Egal, ob sie in einem Sportgeschäft keine Einbauküche für 15k kaufen oder ob sie in perfekter Zweistimmigkeit eine Ode an den Kapitalismus trällern – Ulan & Bator sind Komödianten der alten Schule. Der Vergleich zu Größen wie Monty Python oder auch Helge Schneider drängt sich sofort auf. 
Das alles ist höchst politisch, wenn man es so sehen will. Das Absurde fungiert hier als Spiegel unseres Daseins. Große Kunst und echter Klamauk. Und die Leichtigkeit ihrer Performance tut im Moment richtig gut.
 
Eva Karl Faltermeier: Taxi. Uhr läuft.
Die Oberpfälzerin macht Mundart-Comedy. Sie verwendet dabei Wörter aus dem Oberpfälzischem, die sie dem Publikum dann übersetzt. Das Programm dreht sich im Großen und Ganzen um ihre Heimat, den Stereotypen ihrer Heimat, erzählt anhand einer Begegnung mit einer Taxifahrerin. So wie ich das hier schreibe, scheint es gar nicht so lustig zu sein. Aber zum einen sind Geschmäcker ja höchst unterschiedlich und mit so zwei bis drei alkoholischen Getränken mag ihr Vortrag dann doch für den ein oder anderen Lacher gut sein.
 
Emmvee: M wie Comedy
2. Mai / Gutmann, nbg
Mariano Vivenzio aka Emmvee erzählt viel von den 90ern, vor allem vom HipHop aus dieser Zeit, seinen Erfahrungen, als Migrant aufzuwachsen und seinen Blick auf uns alle, egal, ob mit oder ohne Migrationshintergrund. Machen wir’s kurz: der Typ ist wirklich saulustig. Seine Beobachtungen aus den Clubs, seiner Schulzeit oder der Shishabar – alle wahr, wenn auch überaus überspitzt vorgetragen. 
Mein Tipp für leichte, aber großartige Unterhaltung.
 
Volle Möhre! Improkabarett
Volle Möhre Improkabarett gibt es schon sehr lange und das beweist, dass die Damen und Herren es können. Es geht um Spontanität, Dramatik, ungeahnte Tiefe und hoch-explosiven Humor – so steht’s auf jeden Fall auf der Homepage. Und das Publikum wird integriert. 
Wer also Spaß sucht und nicht nur passiv unterhalten werden will, dem sei ein Besuch geraten. 




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