KURZNACHRICHTEN

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Musik  01.08.-03.08.2014, NüRNBERG
Locations  
Klaragasse 24, 90402 Nürnberg
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Das ging aber hurtig: Kurz nachdem der Vorgänger “Moser” geschlossen hat, reiht sich nun die Hey Hey Bar in die illustre gastronomische Nachbarschaft rund um die Klaragasse ein. Erste Lebenszeichen wurden am Freitag, 25.07. gefunkt, und was man so hörte, klang doch schon mal ganz gut, nicht zuletzt wegen der Herrschaften jazz:pa, Funkee Flow und Matzekatze, die sich am Mischpult einfanden.
Oder, wie es ein Gast auf der Facebook-Pinwand des Ladens ausdrückte: “Wo Harry drauf steht, steckt Qualität drinnen.“

Wir werden berichten, wie es weiter geht.

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Claudias Welt  

Kinderfilme helfen bei Realitätsverlust, rücken die Welt wieder gerade. Schlimm, wenn das notwendig ist, noch schlimmer, wenn es kein Kinderfilm ist.



Geplant war dieser Text vor zwei Wochen, denn nach über 50 Fußballspielen wollte ich mal wieder was anderes sehen. Kinderfilme rücken die Welt gerade, helfen bei Realitätsverlust ... Doch dann stand dieses 7:1 auf der Anzeigentafel, wir fegten Brasilien weg und ich vergaß ins Kino zu gehen. Der Realitätsverlust wurde schlimmer. Und dann kam obendrauf dieser Weltmeistertitel. Volley von Berlin nach Nürnberg gen Bubenreuth, rein in den Flieger, raus aus dem Flieger, volley zur Gartenfeier, Punktlandung zum Finale. Dann habe ich geguckt und dann habe ich gebraucht, diesen ganzen Trubel zu verkraften. Hatte ne Freublockade. Wer ähnliche Erfahrungen gemacht hat und mit mir eine Selbsthilfegruppe zum Thema gründen mag, RUF BITTE AN. Zurück zum Thema: Da trabste ins Kino, willst den lauschigen Abend mit einem Kinderfilm erfreuen und dann stellste bei “Jack und das Kuckucksuhrherz” fest: Ein Kinderfilm ist das nicht. Eher ein Tim-Burton-Ableger, der mit einem kleinen Horrorausflug beginnt, als die junge Frau fast erfroren zur verrückten Hebamme des Ortes geht, die dem Frischgeborenen ein Uhrwerk einbaut. Und dann haut die Mutter auch noch ab. Ich hab mir das so süß vorgestellt, weil der Kleine sich nicht verlieben darf, sonst haut es ihm im wahrsten Sinne den Kuckuck raus. Natürlich trifft er ein bezaubernd süßes Mädchen, das ihrerseits auch ein Handicap hat, sie sieht kaum was – was das Wiedersehen der beiden schwierig macht. In einem fernen Zirkus, einer Freakshow von speziellen Menschen, findet Jack sein halbblindes Mädchen wieder, doch das Happy End, das bleibt ziemlich aus. Der Film ist ab 6 Jahren freigegeben, Heidewitzka, das würd ich jetzt so nicht sagen. Die Animation ist super, oft düster, aber toll durchgeknallt. Und ich habe noch nie so echte Haare gesehen bei einer Trickproduktion. Auch was. “Jack und das Kuckucksuhrherz” läuft im Cinecitta täglich um 15.40 Uhr Und das nächste Mal erzähl ich Euch was über Wacken. WACKEN!  >>
MAGAZIN  26.07.2014, VOLKSPARK MARIENBERG
curt kann jetzt auch Kunst! Das verdanken wir unserer Freundin Natalie de Ligt. Die hat das nicht nur studiert, sondern auch fünf Jahre lang das Museum für Moderne Kunst in Mainz geleitet - was uns als Referenz ausreicht.

Andreas Oehlert: visavis Zwei der interessantesten Ausstellungsorte für zeitgenössische Kunst in Nürnberg befinden sich im selben Gebäude (Oechsner Galerie, Atelier- und Galeriehaus Defet) und haben sich zusammengetan, um Arbeiten des ebenso interessanten Fürther Künstlers Andreas Oehlert zu zeigen. Alle drei stehen für Qualität, Sinn und Verstand. Eine leicht dionysische Ausgelassenheit und angenehme Kunstbeflissenheit lag über dem bumsvollen Eröffnungsabend, in dessen Verlauf mehrere Langzeit-Singles einen Partner fürs Leben fanden. Was wieder einmal zeigt, wie nahe Kunst und Liebe beieinander liegen. Beides ist meist schwer in Worte zu fassen und hat nur bedingt mit Geschmack zu tun, sondern geht viel tiefer. Bis zum 26. Juli ist Andreas Oehlerts Ausstellung visavis noch in den beiden Räumen der Galerie und des Instituts zu sehen. Es ist eine äußerst klare, durchaus ästhetisierte Präsentation geworden. Zum Beispiel hat der Künstler seine Zeichnungen der Serie memory nicht einfach in klassischer Manier an die Wand gehängt, sondern an filigranen Stangen befestigt, die locker im Raum verteilt sind - wie ein paar Tänzer auf einer Bühne. Die Zeichnungen selbst sind ein Ausbund an Akribie, Struktur und Farbe. Sie zeigen unterschiedliche Phantasiemuster, von deren anfänglicher Ordnung aber abgewichen wird, als würden sie beginnen, sich zu verselbständigen oder, wie der Künstler sagt, „wie von selbst organisieren“. Die Blätter besitzen eine schöne Ausgewogenheit zwischen Ordnung und Unordnung, die ihnen eine faszinierende Leichtigkeit verleiht. Die eigens für die Ausstellung entstandene Vitrinen-Arbeit Pracht ist in der Tat prächtig. Sie besteht aus zigtausend farbigen und schwarzen Pailletten, die, aufgezogen auf 314 Fäden, als dichter Verbund in ihrer Plexiglas-Haube schweben. Nun steht sie da und schillert mal gedeckt, mal farbig. Je nach Standpunkt ist sie kompakt oder durchlässig wie ein Schleier. Die Arbeit betört wie ein Ballkleid, das alle Blicke auf sich zieht und sich der Aufmerksamkeit aller Anwesenden vollständig bewusst ist. Und ohne Unterlass fordert sie uns auf, uns in ihr selbst zu spiegeln. Hier zeigt sich Andreas Oehlerts Vorliebe und Faszination dafür, Dingen einen glamourösen und ästhetischen Auftritt zu bereiten.      Noch expliziter arbeitet der Künstler das in den Fotografien der Serie stagebeauty heraus, bei denen er besonderen Dekor-objekten, die sich ästhetisch zwischen Kitsch und Kleinod bewegen, eine Bühne bereitet, die das bisherige Dasein der Gegenstände verändert, sie in einem anderen Licht erscheinen lässt: Oehlert wählt einen Gegenstand aus seinem Fundus, verfremdet, manipuliert ihn, ordnet ihm ein weiteres Requisit zu und schafft ein Arrangement, wie ein Bildhauer eine Skulptur. Das Ganze wird von der Fotografin Annette Kradisch festgehalten. Das Ergebnis zeigt, dass aus dem Profanen und Kitschigen etwas Luxuriöses, Glamouröses geworden ist, das sich, durchaus ein wenig selbstverliebt, im schwarzen Glanz der Bühne spiegelt. Die Wahnsinns-Ästhetik der Fotografien ist hierbei Teil der Gradwanderung, die Andreas Oehlert beschreitet. Einerseits bereitet er den Dingen einen grandiosen Auftritt und zugleich bricht er das Dekorative durch die Überformung. Ein Besuch dieser Ausstellungs lohnt sich sehr. Besonders am Samstag, 19. Juli. Da wird um 19 Uhr der neue Werkkatalog von Andreas Oehlert präsentiert. Und bereits ab 17 Uhr kann man sich im gesamten Atelier- und Galeriehaus umtun. An dem Tag findet nämlich auch das jährliche Sommerfest statt.   Oechsner Galerie und Institut für Moderne Kunst Nürnberg im Atelier- und Galeriehaus Defet. Gustav-Adolf-Str. 33, Nürnberg. Mi.-Fr. 14-18 Uhr, Sa. 11-15 Uhr. oechsner-galerie.de, moderne-kunst.org Text: Natalie de Ligt Fotos: Annette Kradisch    >>
MAGAZIN  06.07.2014, AB 12 UHR IN MüHLHOF
Lasertag? Kennt man (bisher) fast nur aus amerikanischen Sitcoms. Im Grunde wie Paintball ohne Farbkugeln, sondern mit Infrarot. Der perfekte Anlass, um uns in unsere heißgeliebten Wildwest-Outfits zu schmeißen: Unser Termin im neuen "ActionPark Lasertag"!

Ganz ohne Schmerzen, ohne Dreck, ohne Protektoren, Helme und Schutzbrillen ... Lasertag braucht nur einen Sender, also quasi das "Schießgewehr" und einen Empfänger, den man sich in Form einer Sensorweste um den Leib schnallt. Da kann man also problemlos auch in Businessanzug, Hotpants, Bikini oder curt-Merchandise-Textilien antreten. Wir staffierten uns aus als Cowboys. Mehr oder weniger. Und auch Fotograf David schälte sich in die Chaps. Eigentlich, um im redaktionellen Aufrag das Beste aus uns und dem Actionpark rauszuholen. Im Endeffekt hat er dann aber deutlich öfter auf den Abzug seines Infrarot-Markierers gedrückt, als auf den Auslöser seiner Spiegelreflex - Lasertag zieht selbst die abgebrühtesten Fotografen in seinen Bann. In der nagelneuen Halle im Nürnberger Südwestpark gibt es zwei Areas: die kleinere ist labyrinthartig, weniger überschaubar und kommt in Stein-und-Dschungel-Ambiente daher. Hier muss man vermutlich viel taktieren. Auch schön, aber wir hatten uns ja schon im Vorfeld für das Western-Surrounding entschieden. Diese Halle ist deutlich größer, für bis zu 20 Spieler gleichzeitig geeignet und bietet Platz für Verstecken, Rennen, Taktieren, Einkreisen, Umzingeln, Rückzug, Angriff, Sieg und Niederlage. Alles ganz sportlich, aber trotzdem spielerisch-martialisch, wenn das überhaupt geht. Ein Spiel dauert 20 Minuten, die sich länger anfühlen und anstrengend sind, weil man ständig in Bewegung ist. Man schreit viel, wird getroffen, trifft andere, muss wieder nachladen, seine Teamkameraden aufladen, und immer das eigene Equipment kontrollieren. Wenn das Spektakel beendet ist, dann trifft man sich verschwitzt beim Sheriff, gibt die Knarren ab und wertet gemeinsam aus, wer am besten gespielt hat, die meisten Schüsse abgegeben oder Treffer kassiert hat, wer defensiv, offensiv, tricky oder erfolglos taktiert hat. Auch das ist noch mal spannend und lässt tief in die dunklen Ecken der Seelen der Protagonisten blicken ... oder so ähnlich. Bei uns gewann übrigen ein Underdog: ein Pazifist mit Hang zur Gewaltlosigkeit, halbvegan und dem Alkohol entwöhnt. Wurde er auf dem Spielfeld zur Bestie? Oder zeigt es nicht viel mehr, dass Lasertag - auch ohne Ausbildung bei der GSG9 - einfach nur ein großer Spaß für jeden sein kann?! O-Ton unseres pazifistischen Underdogs: „Ich habe das Hirn ausgeschalten und wurde eins mit meinem Laser. Das war leicht - schon als Kind jagte ich gerne Ameisen mit dem Brennglas.“ Ganz ehrlich ein großer Spaß, bereits ab 9,90 Euro pro Spiel – in der mit circa 1.800 qm vielleicht größten Lasertag-Halle Deutschlands. Hiermit von uns empfohlen und mit güldenem curt-Spaßabzeichen versehen! ActionPark Lasertag. Georg-Hager-Str. 7, 90439 Nürnberg. Di-Fr 14-22, Sa+So 10-22h. actionpark-nuernberg.de  >>
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Gastropartner aus dem Magazin