6 Tipps gegen Wochenendfadheit

16. OKTOBER 2020 - 18. OKTOBER 2020, NÜ/FÜ/ER

#Ausstellung, #Festival, #Führung, #Kindertheater, #Markt, #Nachhaltigkeit, #Silent Disco, #Theater, #Wochenende

curt hat euch zum Wochenendstart wieder 6 Empfehlungen gegen strukturelle Ödnis und Fadheit zusammengestellt. Mit Kino, Kunstführungen, Ausstellungen, Theater, was zum Tanzen und Lernen.

Freitag: 
Heute flaniert es sich gut am Wasser, im Rahmen von Hello Pegnitz. Das mobile Amt für Ideen des Quartier U1 ist ab 15 Uhr an der Fleischbrücke und wartet auf eure Ideen, wie man die Stadt ein bisschen besser machen kann. Erste Unterstützung, zur Umsetzung der Idee, gibt’s vom Personal mit dazu. Danach geht man besser nur kurz zum schnabulieren weg, denn ab 19 Uhr zeigt euch das mobile Kino sechs kurze Spiel- und Dokumentarfilme zum Thema Black Life. Außerdem habt ihr heute um 15 Uhr und 18 Uhr noch die Möglichkeit, bei einer Führung für 8€ durch den Stadtpark bei Lost&Found teilzunehmen.

Neue Spielregeln für Hello Pegnitz: Maskenpflicht auch auf den Plätzen, kein Cafebetrieb, aber Lebensmittel können trotzdem gerettet werden. Die mobile Sprechstunde vom Quartier U1 entfällt leider, das Kino findet statt.

Samstag:
Samstag ist man gut beraten, lange zu Schlafen, Brötchen zu holen und den Kaffee mit Milchschaum zu servieren. Am Abend sollte man nämlich fit sein. Entspannt geht es nach dem Frühstück ins Künstlerhaus zur Ausstellung Unique Items. Da werden Objekte gezeigt, die von der globalen Faszination des Spiels erzählen. Ein praktikantengroßer Gamingcontroller zum Beispiel. Ab 15 Uhr nimmt man dann die U1 Richtung Fürth in die Kapellenstraße zum Festivalmarkt All we need is less. Dort wird man bis zum Abend mit nachhaltigen Themen bespaßt und belehrt. Ab 22 Uhr zahlt sich dann das Ausschlafen aus, wenn man zu DJ Klabautermann in der Silent Disco abwackelt.

Samstag und Sonntag:
Das ganze Wochenende lang kann in der Kunstgaststätte in Fürth geschlemmt werden. Serviert werden Kunstspeisen, Visionenmähler, Betrachtungsimbisse und Zukunftsproviant.

Sonntag:
Der Sonntag gehört den Kids. Die Erwachsenen katern nach der Silent Disco eh erstmal aus, deshalb schickt man die kleinen Menschen in den Theatersaal. Im Theater Pfütze läuft nach der Premiere am Freitag, auch am Sonntag das Stück Duftwolke, was in Zusammenarbeit mit dem Nürnberger Staatstheater entstanden ist.

Egal wo ihr am Wochenende seid, auf den Spuren der Wildkräuter, im Gaming-Paradies oder verkatert neben euren Kindern im Theater: Haltet den Abstand zueinander ein und hustet nur euch selbst an. curt wünscht euch ein fulminantes Wochenende!




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AUF AEG. Ein Kunstfestival für all die Kunst, die im tradierten, hochoffiziellen Sektflöten-Betrieb nicht stattfindet. Outsider Art oder Art Brut nennen die Veranstaltenden der Idyllerei das, was vom 31. Mai bis 2. Juni in der Kulturwerkstatt auf AEG gezeigt und stattfinden wird. 
Mit dabei sind natürlich die Künstler:innen aus dem Kunstraum der Lebenshilfe, aber auch viele, viele internationale Gäste.   >>
THEATER MUMMPITZ. Man kann ja nie früh genug mit der Gruppen-Therapie der German Angsthasen und ihrer immerwährenden Vollkasko-Mentalität anfangen. Also schickt das Nürnberger Theater Mummpitz zum Auftakt in die 46. Saison die Generation 6+ mit der hausgemachten Uraufführung Schlimm Schlimm aufs heilende Chaka-Karussell zwischen Schießbude und Geisterbahn. Ja, wenn’s hilft, lautet die sanft blinkende Botschaft.

Der Plüsch-Angsthase erobert symbolisch die Kulisse und Aufmerksamkeit, noch bevor nostalgischer Schallplatten-Sound, wie von Geisterhand in Gang gesetzt, durch die fahle Kinderzimmer-Szenerie knistert. Am Ende überlistet die trostreiche Absicht dieses durchweg leichtfüßigen Mutmachwerks doch glatt die Logik der Wirklichkeit. Dann ist der ganze Spuk in der Geisterbahn Schlimm Schlimm vorbei. Und mit ihr die Ängste, die die neunjährige Luzie mit Vorliebe im Bett umstellen. Ob Mörder, Monster oder Marder, Nacktschnecken oder schlechte Noten, Phantasie-Monster oder Schulflegel – das Gruselige ist immer und überall: Lauert unterm Teppich und dem Bett, als Skelett im Bühnen-Hintergrund oder als handfester Raufbold auf dem Pausenhof.

Meist hilft da eine Stinkbombe oder ein Handkantenschlag zur Bereinigung der bedrohlichen Situation. Manchmal aber auch, den Angstgegner einfach wegzuzwinkern. Weiß die schnelle Eingreiftruppe aus den Erinnerungsfetzen der Filmgeschichte, die mit allen Ticks und Tricks arbeitet und dem Mädchen zur Seite steht. Die Geisterjäger, die man rief, leisten denn auch ganze Komödiantenarbeit. Judy Punk (Sabine Zieser im fließenden Rollentausch zwischen Kraft-Punk und Luzie-Leidensdruck), CoolCool7 (Michael Schramm im James-Bond-Smoking mit Schuhtelefon und Cocktailglas) und Herr Dutschke (Özgür Kantar als schlappohriger Gefühlsanker) treiben diese Suche nach dem Selbstvertrauen voran. Lustigsein verscheucht die Monster in uns und macht gute Laune.

Regisseurin Andrea Maria Erl hat mit dem Trio und Bühnenbildnerin Maria Pfeiffer ein typisches Mummpitz-Stück geschaffen, das Musik und Moral, Humor und Bildwitz vereint. Luzies Bett mutiert zur Riesenrad-Gondel, dient als Schießbude oder fährt als Geisterbahn-Wagen durch den Kleiderschrank. Die Inszenierung setzt mit Schlagzeug, Gitarre und Sax auf den Charme des Dilettantischen und kitzelt auch sonst an den Nerven, legt sie aber nicht blank. Da gerät auch der Schrecken der Geisterbahn zum Schauplatz einer Verwandlung und macht aus Luzie einen ganz neuen, mutigen Menschen. Das Leben könnte so einfach sein. Man müsste einfach mehr auf den Rummelplatz gehen. Diese Besuche sind bekanntlich immer Mutproben.

Die Mummpitz-Gemeinde feierte die Schlimm Schlimm-Premiere jedenfalls. Auch wenn dieses Mal das Ergebnis hinter der Idee zurückblieb. Glanzleistung hin oder: Illusionen dürfen sich weiter lohnen. 

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Theater Mummpitz: Schlimm, schlimm (6+)

Termine

Di 13.10.2026, 10:00 Uhr
Mi 14.10.2026 10:00
Do 15.10.2026 10:00
Fr 16.10.2026 10:00
Sa 17.10.2026 16:00
So 18.10.2026 15:00
Di 20.10.2026 10:00
Mi 21.10.2026 10:00
Do 22.10.2026 10:00
Fr 23.10.2026 10:00
Sa 24.10.2026 16:00
So 25.10.2026 15:00
Mo 26.10.2026 10:00
Di 27.10.2026 10:00
Mi 28.10.2026 10:00
Do 29.10.2026 10:00

Eine Wiederaufnahme ist für Mai 2027 geplant.

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NüRNBERG. Alle zwei Jahre kann man beim Kindertheaterfestival panoptkum aufregende und neue Produktionen aus Bayern und ganz Europa entdecken. In diesem Jahr hat das Theater Mummpitz Schüler:innen der 11. Jahrgangstufe des Labenwolf Gymnasium Nürnberg gebeten, für uns Stücke anzuschauen und Kritiken dazu zu schreiben. Begleitet vom erfahrenen Theaterkritiker und Publizisten Prof. Manfred Jahnke konnten Sie sich ausprobieren und schufen eine Vielzahl von Texten, von denen eine Auswahl jetzt hier zu lesen ist. Danke ans Mummpitz und die jungenden Schreibenden für ihre tollen Kritiken!   >>
Kultur  04.02.-21.02.2026
KAUFHOF. Der Weltacker auf einem entsiegelten Parkplatz am Westpark ist ein maximal anschauliches Bildungsprojekt: Auf 2.500 qm zeigt der Bluepingu e.V., was auf der Welt zu welchen Anteilen angebaut wird, um uns alle zu ernähren. Eigentlich müssten 2.000 qm pro Mensch reichen, warum das nicht so ist, wer noch alles auf dem Acker lebt und welche Folgen die industrielle Landwirtschaft für die Welt hat – auch das wird in diesem Rahmen alles beantwortet. Stichwort: Ernährungsgerechtigkeit. 
Vom 04.02. bis 21.02. zieht die Weltacker-Ausstellung in den ehemaligen Kaufhof, genauer: in den ehemaligen Tabakladen, Pfannenschmiedgasse 13. Sie spannt einen Bogen von globalen Ernährungsfragen über Landnutzung, Wasserverbrauch, Biodiversität und hin zu Verteilungs- und Geschlechtergerechtigkeit. Am 12.02., 19 Uhr, findet hier die international besetzte Podiumsveranstaltung Women* in Agriculture statt. Die Gäste aus Forschung und landwirtschaftlicher Praxis widmen sich Fragen von Geschlechterrollen und -gerechtigkeit im Kontext der Landwirtschaft. An allen Ausstellungssamstagen werden die Bildungsinhalte des Weltackers durch Impulsvorträge vertieft. Zur Sprache kommen folgende Themen: Gendergerechtigkeit in der Landwirtschaft (07.02.), Boden als Lebensgrundlage (14.02.) und Wasser als globale Ressource (21.02.).
Öffnungszeiten der Ausstellung: Mittwoch bis Freitag 14–18 Uhr, Samstag 12–16:30 Uhr.  >>
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