Auszeichnung: Theater Nürnberg und Erlangen fahren nach Mühlheim!

MONTAG, 8. FEBRUAR 2021, STAATSTHEATER

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Das “Stücke”-Festival in Mühlheim lädt in jedem Jahr eine kleine Auswahl deutschsprachiger Theaterstücke, meist in der Uraufführung, ein, die als besonders sehenswert gelten dürfen und um den sehr renommierten Dramatikerpreis der Stadt Mühlheim konkurrieren. der ist mit 15.000 Euro für den/die Autor*in dotiert. In diesem Jahr finden Mühlheimer Theatertage, sagen wir mal planmäßig, vom 08. bis 29. Mai statt. Die Aufführungen dort werden sich wahrscheinlich unterscheiden, von dem was sonst im Rahmen des Festival zu sehen ist. Die Pandemie hat besondere Aufführungspraxen und neue Ästhetiken eingefordert und bewirkt. Gleich zwei Stücke aus unserer Region sind in diesem Jahr dabei.

Ein gutes Beispiel für eine neue Herangehensweise ans Theater ist sicherlich Erste Staffel. 20 Jahre Großer Bruder von Boris Nikitin, mit dem das Nürnberger Staatstheater in Mühlheim vertreten sein wird. Zwar gab es eine Bühnenfassung dieser Reflexion über den Geburtstag des wunderbaren TV-Formats Big Brother, zuvor allerdings existierte bereits eine Web-Serie: Die Schauspieler*innen hatten sich ins verwaiste Theater eingeschlossen, um das Stück unter Coronabedingungen und in Beobachtung durch die Kamera zu erarbeiten. Der Produktionsprozess wurde zum eigentlichen Projekt der Theatermachenden. Erste Staffel. 20 Jahre Großer Bruder bleibt als kreatives Resultat eine wichtige Hinterlassenschaft der Pandemie – deshalb völlig zurecht eingeladen und hoffentlich bald ausgezeichnet.

Hier geht’ zu allen neun Folgen der Serie:
Erste Staffel. 20 Jahre Großer Bruder im digitalen Fundus

Auch das Erlanger Markgrafentheater fährt im Mai nach Mühlheim. Die beiden Häuser stehen allerdings nicht in direkter Konkurrenz zueinander, denn die Erlanger befinden sich mit Megafad oder Der längste Nachmittag des Universums im Wettbewerb KinderStücke. Auch hier gibts 15.000 Euro für den/die schlussendlich ausgezeichnete*n Autor*in, im Falle Megafad ist das Bernhard Studlar. Das Kinderstück konnte noch wenige Tage vor dem ersten Lockdown Premiere feiern. Bevor die Themen, die darin verhandelt werden, Stubenhockerei, Einsamkeit, Langeweile, relevanter denn je wurden. Um dieser Langeweile Herr zu werden erfinden Janina Zschernig und Charles P. Campbell Geschichten, Spiele und Lieder füreinander. Beste Lockdown-Inspiration. Megafad war eine Auftragsarbeit der Erlanger Theaters und ist für Kids ab 6 Jahren geeignet.

Alle Infos zum Stück:
Megafad oder Der längste Nachmittag des Universums Theater Erlangen




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MAGAZIN  
 
Thomas Köck hat, das hört man eher selten, ein Stück geschrieben, das nicht zum Nachdenken anregen soll. Es zeige einfach nur die Fakten auf. Fast resigniert klingt dementsprechend der Titel: Und alle Tiere rufen: dieser Titel rettet die Welt auch nicht mehr zeigt die Konsequenzen der Existenz und Dominanz des Menschen auf diesem Planeten auf. Regie führt Christoph Dechamps, auf der Bühne steht Thomas Witte. Premiere am 19. April. Das nächste Gostner-Endzeit-szenario folgt dann im Mai: Monte Rosa erzählt von drei Bergsteigern auf den Weg zu den Gipfeln. Für diese drei zählt nichts als der Aufstieg, alle zwischenmenschlichen Beziehungen sind zweckmäßig gedacht. Theresa Dopler hat eine Dystopie geschrieben, in der das Konkurrenzdenken unserer Zeit auf die Spitze getrieben wurde. Premiere: 4. Mai.

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Gostner Hoftheater   
Austraße 70, Nbg.



Salz+Pfeffer
 
Mord im Theater Salz+Pfeffer! Beziehungsweise, schon im Theater Salz+Pfeffer, aber eigentlich in der kleinen Pension Monkswell-Manor in England. Zwei alte Damen hören von dem Fall im Radio und fühlen sich dazu berufen, der Sache nachzugehen und ihn aufzuklären, klar. 
Zum Glück bringen die beiden neben einer Menge englischen Humor auch ausreichend kriminalistisches Gespür mit. Mausefalle ist ein typischer Krimiabend nach Agatha Christie. Paul und Wally Schmidt schlüpfen selbst in die Rollen der ermittelnden Damen. Die verdächtigen Figuren stammen von Ralf Wagner und Uschi Faltenbacher. Termine: 16., 21. und 22. April. 
Und apropos alte Dame: Der Besuch der alten Dame nach Friedrich Dürrenmatt läuft im Salz+Pfeffer in April und Mai ebenfalls weiterhin. Ein Welterfolg des Nachkriegstheaters, in Puppen übersetzt in der Maskenwerkstatt Marianne Meinl.

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Theater Salz+Pfeffer
Frauentorgraben 73, Nbg.

 
 
Ungewöhnliche Produktionen, gerade im Tanzbereich, finden einen Ort in der Tafelhalle. Z.B., wenn man nicht nur mit Menschen performt, sondern auch drei autonom fahrende Soundroboter mit auf die Bühne holt. Mit zwei Tanzenden zusammen bilden die Robos in Alexandra Rauhs Tanz-Performance mit Soundinstallation Glitching Bodies einen Gesamtorganismus, der die Frage aufwirft, wer hier eigentlich von wem beeinflusst wird. Am 21. und 22. April nochmal anschauen. Und dann gleich am 23. April wiederkommen, wenn der liebe Herr Egi Egersdörfer in der Tafelhalle seine Geschichten aus dem Hinterhaus darbietet. Das Ensemble Kontraste ist außerdem gleich zwei Mal zu Gast: Am 29.04. mit Debussy, Bartok und Ravel für vier Hände, an Klavier und Schlagwerk. Am 07.05. dann lädt Schauspielerin Adeline Schebesch ins Dichtercafé, die uns mitnimmt auf Goethes italienische Reise. Dazu hören wir gerne Mozart. 

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Tafelhalle 
Äußere Sulzbacher Str. 62, Nbg.

 
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