25 Jahre Sternenhaus

2. DEZEMBER 2023 - 23. DEZEMBER 2023, HEILIG-GEIST-HAUS

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Seit 25 Jahren funkelt und glitzert das Heilig-Geist-Haus in der Vorweihnachtszeit auf besonders verheißungsvolle Weise und wird für knapp vier Wochen zum Sternenhaus. Kinder mit glänzendsten Augen werden hineingeführt und haben ein weihnachtlich vorfreudiges Erlebnis mit Musik, Tanz, Theater oder auch dem Christkind. Das tägliche Programm ist so umfangreich, da sollte für jedes Kind ab drei Jahren etwas dabei sein. Eine herrliche Tradition! Wir sprechen darüber mit der Sternenhaus-Leiterin Kiki Schmidt vom Amt für Kultur und Freizeit.

CURT: Hallo Frau Schmidt, das Sternenhaus feiert 25-jähriges Jubiläum. Wie lange sind Sie schon dabei?
KIKI SCHMIDT: Ich bin tatsächlich schon seit dem zweiten Sternenhaus dabei. Das Sternenhaus wurde ja 1999 im Zuge des 950. Stadtjubiläums ins Leben gerufen. Ich habe es danach übernommen und auch mit ins KUF genommen.

Was macht diesen Ort so besonders?
Beim Sternenhaus stimmt einfach ganz viel. Die Weihnachtsstadt Nürnberg, Kinderkultur, Vorweihnachtszeit, alles geballt an einem Ort, das ist eine Super-Kombination. Nürnberg hat ohnehin eine reichhaltige Szene für Kinderkultur und viele freischaffende Künstler*innen in dem Bereich. Wir vom KuF lieben es, Teilhabe daran zu ermöglichen, deswegen gibt es immer die Schiene für Kindergärten und Schulen plus das offene Programm für Familien. Und alles relativ erschwinglich. Mir selbst war das gar nicht so bewusst, aber mir wurde immer wieder von Expert*innen zurückgemeldet: Ein so dickes Programm der Kinderkultur mit allen Sparten von Tanz über klassische Musik und Rock, eine hohe Dichter an Erzähler*innen, Theater, Zauberei ... das ist deutschlandweit einmalig.

Hat es sich über die Jahre stark verändert?
Nein, das Sternenhaus ist, wie Weihnachten selbst, im besten Wortsinn eine schöne Tradition. Es ist immer eine Mischung aus 40 bis 50 Künstler*innen und Ensembles, die das Programm gestalten. Gott sei Dank gibt es immer wieder neue Namen, aber im Wesentlichen ist das Sternenhaus unverändert geblieben.

Wann beginnt bei Ihnen und Ihrem Team die Planung? Müssen Sie das ganze Jahr über in Weihnachtsstimmung bleiben?
Es ist wie beim Fußball: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Wir haben im Februar die Auswertung der Saison, wo wir darüber sprechen, was gut lief und wen wir wieder einladen wollen. Um Pfingsten herum steht das Programm und nach den Sommerferien wird das Programmheft gemacht. Ab dann sind wir wirklich voll in Weihnachtsstimmung. Es begleitet uns also das ganze Jahr über, aber natürlich machen wir in der Stabsstelle Kinderkultur auch noch ganz viele andere Sachen neben dem Sternenhaus.

127 Vorstellungen in diesem Jahr. Sind das vor allem alte Bekannte?
Sowohl, als auch. Neu ist zum Beispiel Jouri Kostew, der macht Peter und der Wolf. Oder eine neue Zaubershow, die vielleicht auch die Eltern anspricht. Das Theater Kuddelmuddel kommt mit Funkelndes Rambazamba, das Theater Purzeltraum hat mit Thevo zusammen ein neues Stück extra fürs Sternenhaus erarbeitet. Die Kindertheater sind natürlich alle wieder dabei, Pfütze, Mummpitz, Rootslöffel, Kuckucksheim, mit den Vorstellungen, die bei uns mit schnellen Umbauten möglich sind. Wir wollen da auch gar keine Konkurrenz sein, sondern uns gegenseitig befruchten und die Kolleg*innen berichten mir auch immer wieder, dass im Sternenhaus andere Familien einen Zugang finden. Das Sternenhaus ist aber immer auch der Ort, wo Ballettgruppen große Produktionen umsetzen können. Das Nürnberger Tanztheater zeigt ganz klassisch den Nussknacker – hier sind fast 40 Darsteller*innen auf der Bühne. Das Programm ist zum Zuhören und Zuschauen, ganz oft darf aber auch mitgemacht werden. Wir geben Altersempfehlungen, die sind wichtig, aber natürlich sind die Kinder sehr unterschiedlich. Im vergangenen Jahr, nach Corona, haben wir gemerkt, dass mehr Kinder Angst bekommen haben, als es dunkel wurde. Die waren noch nie an einem Ort mit Theateratmosphäre und haben bei uns zum ersten Mal diese Erfahrung gemacht.

Und wird dieses Jubiläum noch besonders gefeiert?
Es wird eine Feier geben, aber weniger fürs Publikum. Der Oberbürgermeister wird einen Empfang für uns ausrichten, was wir als tolle Wertschätzung empfinden. Fürs Publikum gibt es wie immer ein rundum schönes Programm und wir und unsere Sponsoren N-ERGIE, Sparkasse Nürnberg, wbg Nünberg Immobilien, STAEDTLER-Stiftung und die Alexander Beck Kinderfondsstiftung hoffen, dass viele kleine und große Gäste hier etwas finden, um gemeinsam Schönes zu erleben und eine gute Zeit zu haben.

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Sternenhaus Nürnberg
Kinderprogramm in der Vorweihnachtszeit im Heilig-Geist-Haus, seit 1999.
Täglich ab Samstag, 2. Dezember 2023.
 




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HEILIG-GEIST-HAUS. Aus Heilig-Geist-Haus wird in der Vorweihnachtszeit traditionell das Nürnberger Sternenhaus, das ein reichhaltiges Programm aus Theater, Geschichten, Musik, Ballett und der Märchenstunde mit dem Nürnberger Christkind bereithält. Veranstaltungen gibt es hier täglich. Unter anderem mit: Der Zauberer von Oz, eine abenteuerliche Reise in ein magisches Land, inszeniert von der Musical Company. Brummkönig und Teigprinzessin, eine mehlstaubige Geschichte über eine Prinzessin, die keinen Pfefferkuchen backen kann, von Thomas Herr (Theater Rootslöffel). Kleiner Ärger, riesen Zorn, Geschichten und Momente zu einem wichtigen, aber schwierigen Gefühl, erzählt vom Theater Morgenroth & Schwester. Die Prinzessin, die nicht schlafen konnte, Ines Honsel erzählt von einem seltsamen Wesen, das Träume zum Abendbrot verspeist. Endlich gute Kinderlieder - mit Toni Komisch (El Mago Masin) und vieles, vieles mehr. Der Besuch im Sternenhaus lässt sich wunderbar mit der Nürnberger Kindeweihnacht verbinden – die findet nämlich direkt vor der Tür statt. Das gesamte Programm findet ihr online: www.sternenhaus.nuernberg.de  >>
Eine Weihnachtsvorgeschichte

Wir konnten es in diesem Jahr gar nicht oft genug erwähnen: curt feiert 25 Jahre! Doch was geschah eigentlich in unserem Gründungsjahr, an diesem Ort, zu jener Zeit? Welche Ereignisse und Persönlichkeiten können wir überhaupt noch mit unserer Geburtsstunde in Verbindung bringen? Vielleicht saß im Dezember 1997 ein vom Punsch berauschter curt-Redakteur mit rosigen Backen auf dem Schoß des Weihnachtsmannes und fuchtelte mit seinem kleinen, neuen Partyplaner. „Ich wünsche mir, dass dieses Magazin für die Ewigkeit besteht und eine Kiste Bier!“ Eine von vielen, schönen Geschichten rund um die Legende curt. Ihre Glaubhaftigkeit bestätigen könnte jedoch nur der Weihnachtsmann selbst oder eine einzige Zeitzeugin, die damals von ihrer Empore mit wachen Augen auf die funkelnde Stadt blickte: Das Nürnberger Christkind. 

In der Redaktion waren wir uns einig und selten so nah: Wir müssen das Christkind aus dem Jahre 1997 finden und fragen, was sich damals zugetragen hatte. Staubige Akten des Stadtarchives führten uns auf unserer Suche auf falsche Fährten. In Parsberg stießen wir schließlich auf die exakt gleichnamige Stiefmutter, was uns in unserer hektischen, aufopferungsvollen Recherche maximal verwirrte. Und die Stiefmama ebenso, als sie von ihrem Chef erfuhr, dass wir sie suchten. 
Aber so kam es dann doch noch, dass uns – gänzlich unerwartet – ein güldener Brief aus dem fernen Kanada erreichte, der vertraut nach Nürnberger Lebkuchen duftete. Das Christkind von 1997 hatte UNS gefunden, der lieben Stiefmutter sei Dank. 
Auf seidenem Geschenkpapier standen weihnachtliche Grußworte geschrieben, wertvoller als jede alte curt-Anekdote und gerichtet an uns, an euch liebe Leser*innen. An alle.  >>
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