Staatstheater: Open-Shutdown-Diskussion mit Andrea Maria Erl und Ewald Arenz

MITTWOCH, 17. FEBRUAR 2021, STAATSTHEATER NüRNBERG

#Andre Maria Erl, #Ewald Arenz, #Open Shutdown, #Podiumsdiskussion, #Staatstheater Nürnberg, #Theater Mummpitz

Schon zum siebten Mal streamt das Nürnberger Staatstheater eine feine Diskussionsrunde zum Thema Open Shutdown: Was macht das mit uns? Die Reihe lässt Menschen aus der Kulturbranche zu Wort kommen und beobachtet auf die Weise neue Entiwcklungen eines Wirtschaftszweigs, einer Szene in der Krise.

Am Mittwoch, 17.02., holt sich das Staatstheater Andrea Maria Erl, künstlerische Leiterin des Theater Mummpitz, und Ewald Arenz, Schriftsteller zu Moderator Andreas Jungkunz von der NN aufs Podium. Im Rahmen des Gesprächs wird beleuchtet, wie es mit der Kultur jetzt möglicherweise weitergeht, was der Lockdown mit dem Künstler, der Künstlerin anstellt und was die kulturelle Stille für eine Stadtgesellschaft bedeutet. Das Publikum kann sich über den YouTube-Chat live an der Diskussion beteiligen.

Zur Vorbereitung auf das Event empfehlen wir:
Andre Maria Erl im curt-Interview zum Thema 40 jahre Theater Mummpitz

Den Livestream findet ihr ab 18.30 bei YouTube
Und danach dauerhaft im Digitalen Fundus.


 




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THEATER MUMMPITZ. Man kann ja nie früh genug mit der Gruppen-Therapie der German Angsthasen und ihrer immerwährenden Vollkasko-Mentalität anfangen. Also schickt das Nürnberger Theater Mummpitz zum Auftakt in die 46. Saison die Generation 6+ mit der hausgemachten Uraufführung Schlimm Schlimm aufs heilende Chaka-Karussell zwischen Schießbude und Geisterbahn. Ja, wenn’s hilft, lautet die sanft blinkende Botschaft.

Der Plüsch-Angsthase erobert symbolisch die Kulisse und Aufmerksamkeit, noch bevor nostalgischer Schallplatten-Sound, wie von Geisterhand in Gang gesetzt, durch die fahle Kinderzimmer-Szenerie knistert. Am Ende überlistet die trostreiche Absicht dieses durchweg leichtfüßigen Mutmachwerks doch glatt die Logik der Wirklichkeit. Dann ist der ganze Spuk in der Geisterbahn Schlimm Schlimm vorbei. Und mit ihr die Ängste, die die neunjährige Luzie mit Vorliebe im Bett umstellen. Ob Mörder, Monster oder Marder, Nacktschnecken oder schlechte Noten, Phantasie-Monster oder Schulflegel – das Gruselige ist immer und überall: Lauert unterm Teppich und dem Bett, als Skelett im Bühnen-Hintergrund oder als handfester Raufbold auf dem Pausenhof.

Meist hilft da eine Stinkbombe oder ein Handkantenschlag zur Bereinigung der bedrohlichen Situation. Manchmal aber auch, den Angstgegner einfach wegzuzwinkern. Weiß die schnelle Eingreiftruppe aus den Erinnerungsfetzen der Filmgeschichte, die mit allen Ticks und Tricks arbeitet und dem Mädchen zur Seite steht. Die Geisterjäger, die man rief, leisten denn auch ganze Komödiantenarbeit. Judy Punk (Sabine Zieser im fließenden Rollentausch zwischen Kraft-Punk und Luzie-Leidensdruck), CoolCool7 (Michael Schramm im James-Bond-Smoking mit Schuhtelefon und Cocktailglas) und Herr Dutschke (Özgür Kantar als schlappohriger Gefühlsanker) treiben diese Suche nach dem Selbstvertrauen voran. Lustigsein verscheucht die Monster in uns und macht gute Laune.

Regisseurin Andrea Maria Erl hat mit dem Trio und Bühnenbildnerin Maria Pfeiffer ein typisches Mummpitz-Stück geschaffen, das Musik und Moral, Humor und Bildwitz vereint. Luzies Bett mutiert zur Riesenrad-Gondel, dient als Schießbude oder fährt als Geisterbahn-Wagen durch den Kleiderschrank. Die Inszenierung setzt mit Schlagzeug, Gitarre und Sax auf den Charme des Dilettantischen und kitzelt auch sonst an den Nerven, legt sie aber nicht blank. Da gerät auch der Schrecken der Geisterbahn zum Schauplatz einer Verwandlung und macht aus Luzie einen ganz neuen, mutigen Menschen. Das Leben könnte so einfach sein. Man müsste einfach mehr auf den Rummelplatz gehen. Diese Besuche sind bekanntlich immer Mutproben.

Die Mummpitz-Gemeinde feierte die Schlimm Schlimm-Premiere jedenfalls. Auch wenn dieses Mal das Ergebnis hinter der Idee zurückblieb. Glanzleistung hin oder: Illusionen dürfen sich weiter lohnen. 

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Theater Mummpitz: Schlimm, schlimm (6+)

Termine

Di 13.10.2026, 10:00 Uhr
Mi 14.10.2026 10:00
Do 15.10.2026 10:00
Fr 16.10.2026 10:00
Sa 17.10.2026 16:00
So 18.10.2026 15:00
Di 20.10.2026 10:00
Mi 21.10.2026 10:00
Do 22.10.2026 10:00
Fr 23.10.2026 10:00
Sa 24.10.2026 16:00
So 25.10.2026 15:00
Mo 26.10.2026 10:00
Di 27.10.2026 10:00
Mi 28.10.2026 10:00
Do 29.10.2026 10:00

Eine Wiederaufnahme ist für Mai 2027 geplant.

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NüRNBERG. Alle zwei Jahre kann man beim Kindertheaterfestival panoptkum aufregende und neue Produktionen aus Bayern und ganz Europa entdecken. In diesem Jahr hat das Theater Mummpitz Schüler:innen der 11. Jahrgangstufe des Labenwolf Gymnasium Nürnberg gebeten, für uns Stücke anzuschauen und Kritiken dazu zu schreiben. Begleitet vom erfahrenen Theaterkritiker und Publizisten Prof. Manfred Jahnke konnten Sie sich ausprobieren und schufen eine Vielzahl von Texten, von denen eine Auswahl jetzt hier zu lesen ist. Danke ans Mummpitz und die jungenden Schreibenden für ihre tollen Kritiken!   >>
STAATSTHEATER. Eine dreiteilige Produktion eröffnet am 15.11. die Ballett-Saison am Staatstheater Nürnberg. Noise Signal Silence präsentiert dem Publikum die Bandbrete des Schaffens des neuen Balltt-Direktors Richard Siegal und seines “Ballett of Difference”. Eröffnet wird der Abend von Unitxt, das 2013 vom Bayerischen Staatsballett uraufgeführt wurde. Inspiriert von der Musik Alva Notos zeigt die Choreografie eine futuristische Gesellschaftsvision. Eine Uraufführung feiert an diesem Abend das Stück Lilac Time, eine Arbeit, in der Siegal zur Musik von Lorenzo Bianchi Hoesch und Benjamin Clementine ältere Choreografien an die Identität seines neuen Ensembles angepasst hat. Abgerundet wird die Vorstellung von Oval, einer Choreografie, die 2019 für das Staatsballett Berlin entstanden ist und die die Rolle des Körpers und seine Kommunikationsmöglichkeiten im digitalen Zeitalter erforscht. Auch hier stammt die Musik von Alva Noto.
Richard Siegal über seinen Karriere-Step Nürnberg: „Unser neuer Name ‚Staatstheater Nürnberg Ballet of Difference‘ steht sowohl für Erneuerung als auch für Verpflichtung – für die Kunstform, die wir schätzen, und für den Geist der Offenheit und Neugier, der unsere Gemeinschaft auszeichnet. ‚Difference‘ tragen wir nicht nur im Namen, sondern es ist auch unser Leitprinzip. Es lebt im internationalen Charakter unseres Ensembles, in der Vielfalt unserer künstlerischen Stimmen und im Dialog, den wir zwischen Tradition und Innovation schaffen.“

Noise Signal Silence Choreografien von Richard Siegal
Premiere: 15.11., 20 Uhr  >>
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