Staatstheater Solo mit Kontrabass und Spazierend in Gostenhof

8. APRIL 2023 - 31. MAI 2023, STAATSTHEATER

#Der Kontrabass, #Gostfreundschaft, #Nürnberger Staatsphilharmonie, #Orchester, #Staatstheater Nürnberg, #Theater

Recherchearbeiten, Solostück und ein Audiowalk: Der Frühling im Staatstheater zeigt Theater in all seiner wunderbaren Vielfalt.

Der April am Staatstheater beginnt mit einem Solo am großen Gerät: Schauspieler Sascha Tuxhorn zeigt sich von seiner musikalischen Seite und gibt Patrick Süskinds Der Kontrabass. Die Einakter-Komödie des Das-Parfüm-Autors handelt von einem Mann Mitte 30, Mitglied an einem Staatsorchester, der dem Publikum von seinem vorzüglichen Instrument vorschwärmt. Im Laufe des Monologs jedoch kippt die Stimmung und die Einsamkeit und Verbitterung eines versoffenen, mittelmäßigen Musikers tritt immer deutlicher zutage. Sascha Tuxhorn begibt sich in dieses Psychogramm eines Verzweifelten. Premiere: 8. April.

Ab Ende des Monats bewegt sich das Staatstheater dann nach draußen, auf die Straße. Nach der Altstadt und Langwasser bekommt nun auch Gostenhof seinen eigenen Audiowalk: Gostfreundschaft von Paulina Neukampf ist die künstlerische Erforschung eines schillernd-schönen Viertels, das die Realität seiner Bewohner*innen theatral verarbeitet. Premieren: 30. April, an diesem Tag wird gleich fünf Mal durch Gostenhof spaziert.

Sasha Marianna Salzmann gehört zu den spannendsten Autor*innen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. In ihrem aktuellen Roman Im Menschen muss alles herrlich sein erzählt sie die Migrationsgeschichte von vier Frauen aus zwei Generationen, von den Repressalien in der Sowjetunion, dem Leben in der Ukraine und im deutschen Exil. Die Dramatisierung dieses Stoffs wirft einen Blick auf die Spannungen zwischen den Generationen, die über Jahrzehnte hinweg untrennbar miteinander verstrickt sind. Für die Regie holte man Martina Gredler, die vielfach am Wiener Burgtheater inszeniert hat. Premiere: 13. Mai.

Mit einem neuen Rechercheprojekt hat sich außerdem Hausautor Philipp Löhle auf die Spuren einer Nürnberger Band begeben. Orbit waren, so wird behauptet, von den 70ern bis in die 90er-Jahre aktiv, fanden größtenteils in Probekellern statt und schrieben doch ein Stück regionaler Musikgeschichte. Denn ihre Songs seien ihrer Zeit weit voraus gewesen. Die Geschichte von Orbit und ihrer Mitglieder entfaltet auch zwei Jahrzehnte wechselhafter Historie der Bundesrepublik. Komödienspezialist Christian Brey (in Nürnberg zuletzt: Schtonk!), ehemals Teammitglied der Harald-Schmidt Show, inszeniert diese Abend auf wahren Begebenheiten. Das Theaterensemble formiert auch die Liveband der Aufführungen. Premiere: 20. Mai.

Die Staatsphilharmonie, Mitbegründerin des nachhaltigen Orchestervereins Orchester im Wandel, sammelt derweil weiter Geld für das Ackerkonzert. Am 22. Juli wird das Nürnberger Orchester auf dem Biohof Hofgut Rengoldshausen am Bodensee Beethoven spielen. Das besondere Event soll mehr Bewusstsein für das Thema Bodenfruchtbarkeit herstellen. Crowdfunding: www.wemakeit.com/projects/ackerkonzert

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Staatstheater Nürnberg
Richard-Wagner Platz 2-10, Nbg,
www.staatstheater-nuernberg.de




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MAGAZIN  
 
Thomas Köck hat, das hört man eher selten, ein Stück geschrieben, das nicht zum Nachdenken anregen soll. Es zeige einfach nur die Fakten auf. Fast resigniert klingt dementsprechend der Titel: Und alle Tiere rufen: dieser Titel rettet die Welt auch nicht mehr zeigt die Konsequenzen der Existenz und Dominanz des Menschen auf diesem Planeten auf. Regie führt Christoph Dechamps, auf der Bühne steht Thomas Witte. Premiere am 19. April. Das nächste Gostner-Endzeit-szenario folgt dann im Mai: Monte Rosa erzählt von drei Bergsteigern auf den Weg zu den Gipfeln. Für diese drei zählt nichts als der Aufstieg, alle zwischenmenschlichen Beziehungen sind zweckmäßig gedacht. Theresa Dopler hat eine Dystopie geschrieben, in der das Konkurrenzdenken unserer Zeit auf die Spitze getrieben wurde. Premiere: 4. Mai.

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Gostner Hoftheater   
Austraße 70, Nbg.



Salz+Pfeffer
 
Mord im Theater Salz+Pfeffer! Beziehungsweise, schon im Theater Salz+Pfeffer, aber eigentlich in der kleinen Pension Monkswell-Manor in England. Zwei alte Damen hören von dem Fall im Radio und fühlen sich dazu berufen, der Sache nachzugehen und ihn aufzuklären, klar. 
Zum Glück bringen die beiden neben einer Menge englischen Humor auch ausreichend kriminalistisches Gespür mit. Mausefalle ist ein typischer Krimiabend nach Agatha Christie. Paul und Wally Schmidt schlüpfen selbst in die Rollen der ermittelnden Damen. Die verdächtigen Figuren stammen von Ralf Wagner und Uschi Faltenbacher. Termine: 16., 21. und 22. April. 
Und apropos alte Dame: Der Besuch der alten Dame nach Friedrich Dürrenmatt läuft im Salz+Pfeffer in April und Mai ebenfalls weiterhin. Ein Welterfolg des Nachkriegstheaters, in Puppen übersetzt in der Maskenwerkstatt Marianne Meinl.

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Theater Salz+Pfeffer
Frauentorgraben 73, Nbg.

 
 
Ungewöhnliche Produktionen, gerade im Tanzbereich, finden einen Ort in der Tafelhalle. Z.B., wenn man nicht nur mit Menschen performt, sondern auch drei autonom fahrende Soundroboter mit auf die Bühne holt. Mit zwei Tanzenden zusammen bilden die Robos in Alexandra Rauhs Tanz-Performance mit Soundinstallation Glitching Bodies einen Gesamtorganismus, der die Frage aufwirft, wer hier eigentlich von wem beeinflusst wird. Am 21. und 22. April nochmal anschauen. Und dann gleich am 23. April wiederkommen, wenn der liebe Herr Egi Egersdörfer in der Tafelhalle seine Geschichten aus dem Hinterhaus darbietet. Das Ensemble Kontraste ist außerdem gleich zwei Mal zu Gast: Am 29.04. mit Debussy, Bartok und Ravel für vier Hände, an Klavier und Schlagwerk. Am 07.05. dann lädt Schauspielerin Adeline Schebesch ins Dichtercafé, die uns mitnimmt auf Goethes italienische Reise. Dazu hören wir gerne Mozart. 

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Tafelhalle 
Äußere Sulzbacher Str. 62, Nbg.

 
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