Staatstheater: Back on stage!

MITTWOCH, 9. JUNI 2021, STAATSTHEATER

#Ballett, #Goyo Montero, #Joana Mallwitz, #Nürnberger Staatsphilharmonie, #Oper, #Schauspiel, #Staatstheater Nürnberg, #Theater

Das Staatstheater kehrt, wenn es die Inzidenzen zulassen, nicht nur ein bisschen zum Präsenzbetrieb zurück. Bayerns größtes Mehrspartenhaus feuert aus allen drei Sparten. Der Juni-Spielplan kommt flugs aus der Schublade. Er startet am 09.06. Theaterfreund*innen bringen die Maske mit und außerdem den negativen Test, den Genesungs- oder Impfbescheid.

Das Programm ist sofort wieder so umfangreich, dass uns hier der Platz fehlt, um es in Gänze aufzubereiten. Allein im Juni bekommt Nürnberg vom Staatstheater sieben Premieren in Oper und Schauspiel, ein Philharmonisches Konzert in der Meistersingerhalle und eine öffentliche Probe im Ballett. Und das ist nur der Teil, der drinnen stattfindet. Ja, ja: Das Staatstheater baut sich zudem eine Sommerbühne vor seinen Eingang. Damit kann man ein bisschen ausgleichen, dass die Sicherheitsmaßnahmen stark zulasten der Kapazität gehen: Ins Schauspielhaus dürfen 170, in die Kammerspiele 46 und vor die Sommerbühne 84 Personen.

Los geht‘s am 09.06. mit gleich zwei Premieren. Im Schauspiel läuft Isola an, das neue Stück von Hausautor Philipp Löhle in Regie von Direktor Jan Philipp Gloger. Löhle hat eine Art schauerromantisches Horrdrama geschrieben, in dem sich eine Festgesellschaft auf einer Burg vor dem mordenden Unbekannten verschanzt. Oder aber wir gehen in die Oper und sehen dort eine Art Doppelaufführung: Pimpinone/Herzog Blaubarts Burg von Georg Philipp Telemann bzw. Béla Bartók. Regisseurin Ilaria Lanzino stellt ein komisches Commedia-dell‘arte-Intermezzo einem düster-psychologischen Märchen aus Ungarn gegenüber.

Nach der Premiere der Operette Im Grand Hotel am 11.06. folgt das Schauspiel mit Phädra von Jean Racine am 13.06.. Die titelgebende Heldin liebt ihren Stiefsohn. Das ist verzwickt. Als dann Phädras Mann Theseus stirbt, eröffnen sich politische Zwänge und amouröse Möglichkeiten ... Regisseurin Anne Lenk untersucht am antiken Stoff die Mechanismen der Unterdrückung weiblichen Begehrens. Auch in der Oper begeben wir uns am selben Abend in die Antike, wenn im alten Rom die Sitten verfallen und nur die Generalsgattin Lucretia ihren unbefleckten Ruf bewahrt: The Rape Of Lucretia von Benjamin Britten.
Die Kammerspiele bekommen ihre Back-to-halbwegs-normal-Premiere am 22.06.: Kluge Gefühle von Maryam Zaree handelt von der Anwältin Tara, die versucht, sich der Vergangenheit ihrer Mutter zu stellen. Tara wurde in einem iranischen Gefängnis des Chomenei-Regimes zur Welt gebracht. Am Tag darauf, 23.06., wird es erstmal bunt und vielleicht sogar schrill auf der erwähnten Sommerbühne: Christian Brey inszeniert Jane Austens Stolz und Vorurteil als Pop-Komödie mit Musik und acht Frauen in 15 Rollen! Auch sehr schön: Es geht musikalisch weiter auf der Sommerbühne, wenn es am 24.06. Nah bei dir heißt: Das Ensemble singt, die Stimmen erwachen aus dem Winterschlaf. Es gibt Songs aus Stücken und Ausblicke auf kommende Produktionen, präsentiert und moderiert von Vera Mohrs und Kostia Rapoport.

Ballett und Philharmoniker begrüßen wir am 25.06. zurück auf der Bühne. Die Philharmoniker unter Leitung von Joana Mallwitz spielen Beethoven, das Ballett zeigt in einer Uraufführung Choreografien von Marco Goecke, Jacopo Godani, Goyo Montero. Der Vorverkauf läuft, der Andrang wird nicht zu unterschätzen sein. 
___
Staatstheater Nürnberg
Richard-Wagner-Platz 2-10




Twitter Facebook Google

#Ballett, #Goyo Montero, #Joana Mallwitz, #Nürnberger Staatsphilharmonie, #Oper, #Schauspiel, #Staatstheater Nürnberg, #Theater

Vielleicht auch interessant...

STAATSTHEATER. Goyo Montero im Interview mit Andreas Radlmaier

Frisch dekoriert mit dem bayerischen Verdienstorden „Pro meritis“ steuert
Goyo Montero (47) mit der Retrospektive „Boîte-en-valise“ (13. bis 17. Juli) und der Internationalen Tanz-Gala (21./22. Juli) im Opernhaus ins (ausverkaufte) Grande finale seiner „Jubiläumssaison“. 15 Jahre ist der Madrilene Ballettchef in Nürnberg. Jubiläum hin oder her – eine Ära Montero ist das bislang sicherlich. Medien sprechen respektvoll vom „Nürnberger Ballettwunder“. Das kann man mindestens noch fünf Jahre bewundern. So lange läuft Monteros Vertrag, also bis zum 20. Jubiläum. Andreas Radlmaier sprach mit Montero über seine „Heimat“, den Ballettsaal, seine Oase Nürnberg und Pläne zwischen Hermann Hesses „Steppenwolf“ und der ersten Opern-Inszenierung.  >>
20240401_Pfuetze
20240401_Stadttheater_Fürth
20240401_Staatstheater
20240401_PolnFilmwoche
20240201_VAG_D-Ticket
2024041_Berg-IT
20240401_ION
20240401_Wabe_1
20240401_Theater_Erlangen
20240201_mfk_PotzBlitz
20240411_NbgPop_360
20240401_Neues_Museum_RICHTER
20240401_Idyllerei
20240401_Comic_Salon_2
20230703_lighttone
20240401_D-bue_600