E-Werk: Immer weiter auf allen Kanälen

DIENSTAG, 27. APRIL 2021, E-WERK

#E-Werk, #Erlangen, #Kino, #Konzert, #Kurzfilm, #Lesung, #Literatur, #Sarah Lesch, #Shida Bazyar, #Streaming

Wir hatten uns das alles anders vorgestellt und sind nun alle wieder mit Hoffen beschäftigt. Da muss man nicht mehr viele Worte verlieren. In Erlangen zum Beispiel hofft man im E-Werk auf die Möglichkeit ab Juni im Garten kleine Konzertchen zu veranstalten. Juni, okay, gut, solange würden wir jetzt mal noch aushalten und bis dahin gibt’s ja trotzdem Programm aus dem E-Werk – und drumherum. 

Es sind kleine flackernde Lebenszeichen, die ab Mitte Mai auf dem und ums E-Werk zu sehen sein werden. Denn das E-Werk ist ja nicht bloß Livebühne, sondern auch Kino und in beiden Funktionen nach wie vor zu. Das Kino wartet, wie die Betreiber*innen schreiben “geduldig, demütig, aber natürlich auch immer wieder etwas verzweifelt auf den Restart.” Stühle aufstellen und Menschen reinlassen geht nicht, was aber geht ist, eine Leinwand auf dem Vorverkauf aufzubauen und dort täglich von 20 bis 22 Uhr internationale Kurzfilme zu loopen. Die Filme im Programm stammen aus Deutschland, Großbritannien und den Niederlanden und erzählen von einem Glückskeks auf Reisen, von den Staren in den Lüften und vom Wind. 

Weitere Bildschirme kommen zwischen das E-Werk und den Kaufland-Parkplatz. Sie sind für regionale Bands reserviert, die sich darauf präsentieren werden.

Noch im April geht es aus Erlangen weiter mit dem Streamingprogramm. Am 29.04., 20 Uhr kommt eine der erfolgreichsten Liedermacherinnen deutscher Sprache ins E-Werk: Sarah Lesch, die in ihren Songs beständig für weniger Ich, mehr Wir wirbt und den Einsamen eine Trösterin sein möchte.
Zum kostenfreien Konzert geht’s bei YouTube und Facebook.

Am 06.05., 20 Uhr folgt dann der nächste Termin im LeseSalon, der E-Werk-Reihe für Gegenwartsliteratur, yeah: Shida Bazyar liest aus ihrem zweiten Roman Drei Kameradinnen. Darin erzählt sie von drei Frauen. Hani, Kasih und Saya, die seit ihrer gemeinsamen Jugend in der Siedlung eine tiefe Freundschaft verbindet. Jahre später treffen sie sich wieder, um an die gemeinsame Zeit anzuknüpfen, besuchen eine Hausbesetzerparty und lungern auf der Bank vorm Späti herum. Doch: Die Ungeheuerlichkeiten der Gegenwart, Sprüche, Hass, rechter Terror, lassen sich nicht mit Sterni wegspülen. Eine dramatische Nacht bringt alles ins Wanken. Shida Bazyar erzählt anhand dieser Freundschaftsgeschichte, was es bedeutet, aufgrund seiner Herkunft immer und überall in Frage gestellt zu werden.

„Uns gibt es in dieser Welt nicht. Hier sind wir weder Deutsche noch Flüchtlinge, wir sprechen nicht die Nachrichten und wir sind nicht die Expertinnen. Wir sind irgendein Joker, von dem sie noch nicht wissen, ob sie ihn einmal zu irgendetwas gebrauchen können.“

Den Stream findet ihr dann zu gegebener Zeit auf der Facebookseite des E-Werks.

Kulturzentrum E-Werk
Fuchsenwiese 1, Erlangen.




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