Bardentreffen: Zieh, Harmonika!

26. JULI 2019 - 28. JULI 2019

#Bardentreffen, #Essen / Trinken, #Familie, #Konzert, #Musik, #Nürnberg

200.000 Menschen waren im vergangenen jahr da. Berechtigte Annahme: Im verbreitungsgebiet musst du niemandem erklären, was das ist, das Bardentreffen. Aber dann doch in kurz, für alle zugezogenen und Öffentlichkeitsverweigerer: Drei Tage lang ist Musik in jeder Ecke der Innenstadt. Und weil das nix kostet, ist dieses Event das größte UMSONST- UND DRAUSSEN-FESTIVAL Deutschlands. 

Wir erwähnten es bereits: Das Bardentreffen 2019 huldigt dem Akkordeon, der Ziehharmonika, und will auch den Beweis antreten, dass das kein angestaubtes Instrument für Wirtshaushinterzimmerstuben ist, sondern ein geradezu weltläufiges Gerät vielfältigster Klangfarben. Die Quetschn zieht sich faltenhaft durch das gewohnt unüberschaubare Programm (zu dessen Bühnen-Teil ja auch noch die Straßenmusik hinzukommt, die den wilden Charme ausmacht). Zu hören gibt´s Akkordeons unter anderem, wenn DANIEL KAHN & THE PAINTED BIRD am Samstag, 27. Juli, die Insel Schütt aufsuchen. Kahn, aus Detroit stammend, macht mit seiner internationalen Berliner Band Klezmer, zum Teil altes jüdisches Liedgut, neu entdeckt, spannend. Größter Verzückungsanlass für Akkordeonfreunde, die einen Blick ins Programmheft werfen (dessen Erwerbung wir grundsätzlich empfehlen), ist sicherlich KIMMO POHJONEN. Der finnische Akkordeon-Punk kommt am Freitag, 26. Juli, ebenfalls auf die Insel Schütt, am Samstag dann zum Künstlergespräch ins Herrenschießhaus, denn im Anschluss läuft auch noch die Pohjonen-Doku „Soundbreaker“. Ganz und gar ohne Faltinstrument steht NIELS FREVERT am selben Abend auf der Bühne am Sebalder Platz. Frevert macht deutschsprachige Popmusik mit Gitarre, aber – aufgepasst – in klug. Dafür steht der Mann schon seit Jahren mit seinem guten Namen. Hektisch wird‘s unter Umständen, wenn man auch die Jungs von SCHUBSEN sehen will. Die Noise-Punk-Helden sind in Nürnberg ja generell gern gesehen, spielen allerdings überschneidungsverdächtig eine Stunde früher am Lorenzer Platz. Man wird halt wieder nicht alles sehen können. Unmöglich ist es zum Beispiel, am Sonntagabend sowohl VINCENT PEIRANI & LIVING BEING (St. Katharina) als auch MARTIN SPENGLER UND DIE FOISCHN WIENER (Sebalder Platz) zu lauschen. Ersterer, ein Franzose, nimmt sein Akkordeon, um damit Led Zeppelin, aber auch Bach zu huldigen. Die Zweiteren versetzen das klassische Wienerlied mit Jazz und Blues. Auch hier wieder: Ziehharmonika, Ehrensache.
Gleichermaßen für Entscheidungszwang sorgen am Freitag beispielsweise LALALA NAPOLI, die am Sebalder Platz mediterran geprägte Weltmusik mit Firelefanz und Wehmut machen, dass einen die Italiensehnsucht fast übermannt, während zur exakt selben Zeit HOLLER MY DEAR, die Bühne am Trödelmarkt entern. Dahinter verbirgt sich unter anderem die Grazerin Laura Winkler, die sich fröhlich klimperndem Folkpop verschrieben hat. Ach ja, auch hier, auch an diesem Abend, beides mit Quetschn. Am besten wird es sein, man lässt all die Musik- und Anspieltipps, die Vorlieben und das Wolltichschonimmermalsehen hinter sich und daheim und lässt sich von Musikwölkchen zu Musikwölkchen treiben, folgt einfach dem Klang, der lockt, ohne sich zu zerreißen und zerreiben zu lassen. Und bleibt da hängen, wo man es am wenigsten erwartet hätte.

BARDENTREFFEN.
26. bis 28. Juli, verschiedene Orte in der Altstadt.
Programm im Programmheft und auf: www.bardentreffen.nuernberg.de

BARDENTREFFEN
Freitag, 26.07.2019 // 12:00-23:00h

INNENSTADT




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