Curts Quarantäne-Koller 4: Was tun, Elena, Isabelle, Akne Kid Joe?

MITTWOCH, 25. MäRZ 2020

#Akne Kid Joe, #Bands, #Corona, #coronasucks, #Elena Steri, #Gostner Hoftheater, #Instagram, #Musik, #Netflix

Für die einen ist es Homeoffice, für die anderen Zwangsurlaub oder die lange Durstrecke. So oder so: Corona zwingt uns alle, daheim zu bleiben. Und teilweise sogar, uns selbst zu beschäftigen. Es ist vielleicht das Positive an der Krise: Dass wir Zeit bekommen, uns Kulturprodukten zu widmen, die seit Jahren ganz unten im Bücherregal verstauben. Oder so. Wir fragen bei Leuten nach, die sich auskennen mit Kultur: Was soll ich mir jetzt reinziehen?

Akne Kid Joe, Nürnberg liebste Punkrock-Kids, verschanzen sich und probieren Videochat statt Antifa-Demo:

Die Band empfiehlt kollektiv:
 

- auf Netflix die Miniserien Bobby Kennedy for President und The Defiant Ones

- die Hammerhead Doku auf Youtube: Hammerhead - Die everyone!

- und im Anschluss daran mit Freund*innen videochatten, um das eben Gesehene ausführlich besprechen zu können
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Elena Steri, Singer-Songwriterin und magical an der Ukulele. Wäre jetzt eigentlich gern mit dem tollen Projekt Songs from her(e) auf Tour gegangen. Was machst du stattdessen, Elena?

Ich höre jeden Tag mindestens einen Song, den ich noch nicht kenne. Mir hilft das, über meinen musikalischen Tellerrand zu schauen und man kann hervorragend Zeit damit füllen. Deswegen höre ich mir jetzt alle CD's und Platten an, die ich in den letzten Monaten gekauft oder mit anderen Musikern getauscht habe, die aber in den letzten Monaten im Regal liegengeblieben sind, weil nie ausreichend Zeit für aufmerksames Durchhören war. Am liebsten mit einem Gin Tonic nebendran, weil sich die Zutaten so gut im Kühlschrank halten! Meine Empfehlungen: American Football, schubsen, Maffai, Like Lovers, Akne Kid Joe, Tomberlin und Adam Melchor
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Isabelle Pyka, junge Chefin des ältesten Privattheaters in Nürnberg, dem guten, alten, coolen Gostner Hoftheater. Wie Isabelle uns bereits im Interview verriet, ist sie Expertin in Sachen Internetkultur.

Isa ist auf Insta:

Irgendwie lande ich immer auf Insta, wenn ich eigentlich was lesen wollte. Damit die Bildung dabei nicht zu kurz kommt, hier paar Accounts, denen man definitiv folgen sollte: @wirmuesstenmalreden, @mine_undclaudia, @fraugehlhaar & #risikogruppe, @fembroidery, @jean.paul.fartre, @reductress, @gemmacorrell, @missymagazin, @hannahwitton, @bodyposipanda & @gretathunberg. Und natürlich @gostnerhoftheater, um zu wissen, wann wir wieder spielen!
 


 




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Für viele Freiberufler im Kunst- und Kulturbereich waren die vergangenen Wochen nicht nur mit finanziellen Schwierigkeiten, sondern auch mit großer Unsicherheit verbunden: Wo kann ich was beantragen, bin ich antragsberechtigt, wann kommen die 1.000 Euro pro Monat oder doch nicht oder für wen? Ein Teil Unsicherheit wird auch in den kommenden Tagen bleiben, dafür ist die Lage einfach zu neu und komplex und scheiße. Klar ist aber nach der heutigen Pressekonferenz von Markus Söder und Kultusminister Bernd Sibler, dass der Rettungsschirm vergrößert wird: 200 statt 90 Millionen kommen in den Topf. Das ist nötig, damit auch Menschen, die nicht in der Künstlersozialkasse versichert sind, Zugriff darauf haben. Dazu gehören dann zum Beispiel Techniker, Maskenbildner aber auch freie Journalisten, etc. Die Zahl der Begeünstigten verdopple sich von 30.000 auf 60.000. Nachzuweisen ist ein substantieller Beitrag zum Einkommen aus der freien künstlerischen Arbeit.

50 Millionen Euro stehen außerdem für “Spielstätten” (Söder) bzw. “Veranstaltungsbetriebe” (Sibler) bereit, die bis zum Jahresende unterstützt werden sollen. Söder nannte explizit 700 kleine und mittlere Theater und 260 Kinos. Sibler sprach von “Kleine und mittlere Spielstätten aus den Bereichen Theater, Kunst, Kleinkunst, Musik und Kabarett.” Musikschulen und Laienmusikgruppen wie Chöre können ebenfalls je 1.000 Euro beantragen, für sie stehen insgesamt 10 Millionen Euro zur Verfügung. Söder: “Es ist der Versuch, Kultur in der Breite durch Förderung zu erhalten.” Außerdem gibt es einen ersten Hoffnungsschimmer für die Rückkehr von kulturellen Veranstaltungen: "Wir glauben, dass wir Perspektiven für die Zeit nach Pfingsten entwickeln sollen”, so Söder. Man wolle sich dabei an den Hygieneschutzmaßnahmen in Kirchen orientieren. Am 20. Mai soll die Ministerpräsidentenkonferenz über ein solches, bundesweites Konzept entscheiden.

Die Software, so Sibler, ist installiert, die Anträge können auf den Weg gebracht und ab nächster Woche heruntergeladen werden.
Die entsprechenden Anträge findet man, sobald es sie gibt hier:
https://www.stmwk.bayern.de/index.html

Einen guten Überblick über die Hilfsprogramme findet ihr hier:
https://bayern-kreativ.de/aktuelles/corona-erste-hilfe/

Die gesamte Pressekonferenz zum Nachschauen:
https://youtu.be/9zf-x75-YOQ


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