Neue Musik: 4x Nürnberg, 1x Lauf, 1x Köln

MITTWOCH, 23. DEZEMBER 2020, NüRNBERG

#A Tale Of Golden Keys, #AnnenMayKantereit, #Jawmonks, #John Steam Jr., #Lokale Mukker, #Musik, #Neuerscheinungen, #The Black Elephant Band, #Trak Trak

Fakt: Ein Scheißjahr geht zuende für Musiker*innen aller Arten. Aber: Nicht wenige haben die leise Scheißzeit genutzt, um Songs zu schreiben und sich im Studio oder sonstwo zu verschanzen und aufzunehmen. Über diese Perlen, die uns bleiben werden, freuen wir uns daher umso mehr. Senore Tommy Wurm hat reingehört.

A Tale Of Golden Keys – The Only Thing That’s Real
Listenrecords / 30.10

Ein neues ATOGK Album und es ist toll und anders. Irgendwie griffiger und poppiger, was ich durchaus als Kompliment meine. Hier und da blitzen amerikanische Momente auf, auch Vampire Weekend kommt mir manchmal in den Kopf. Alles voll subjektiv, aber feststeht: es wird euch gefallen. Immer noch eine der, wenn nicht die beste Band der Stadt.
COLLEGE, KLAVIER, POP

 

Trak Trak – Sur Sur
Self / 30.10. 
Cumbia aus Nürnberg. Da musst du erst mal draufkommen. Trak Trak heißt die Formation mit u.a. ehemaligen Mitgliedern von Wrongkong und The Robocop Kraus. Die acht Stücke der Platte gehen allesamt gut in die Beine und die große Portion Psychedelica stimulieren den Geist. Ein durchaus sehr gelungenes Ding und eine Bereicherung für unsere und da doch recht provinzielle Stadt.
DANCE, DANCE, DANCE

 

The Black Elephant Band – A Masterpiece Of Indecision
Self / 20.11.
Schaut mal, ihr Lockdown-Heulsusen, so macht man das. 20 Wochen, jeden Sonntag einen Song auf Bandcamp stellen und dann hat man ein Album – und was für eins. Großartige kleine Songs voller Esprit, Witz und Energie. Auf eine gute Weise erinnert mich das hier und da an Voilent Femmes. Besser und kreativer kann man diese Scheißzeit kaum nutzen. Macht großen Spaß.
EINFACH, MAL, MACHEN



John Steam Jr. – Simple
Self / 04.12.
Auch John Steam Jr. hat die Zeit des Lockdowns für Reflektion und Songwriting genutzt, um diese neun Songs in die Welt rauszuschicken. Die minimale Instrumentierung aus Akustikgitarre und E-Gitarre lässt den Songs den nötigen Raum. Einzig die Vocals könnten hier und da ein wenig spannender in Szene gesetzt werden. Klingt vielversprechend und zeigt die Vielseitigkeit der regionalen Szene.
NASHVILLE, NÜRNBERG, AMERICANA

 

Jawmonks – All That Remains
Self / 30.10.
Jawmonks kommen aus Lauf an der Pegnitz und machen sauberen Punkpop. Die neue EP ist gut produziert und muss den Vergleich mit Genregrößen kaum scheuen. Alle sieben Songs schön uptempo, auf die Glocke und haben Gesangshooks, die hängen bleiben.  Gerade für eine Band aus diesem Genre ist es natürlich fatal, dass die Bühne verrammelt sind. Also, liebe Kollegen von Star FM – Jawmonks verdienen Airplays!
FIRE, SPASS, SCHNELL

 

AnnenMayKantereit – 12
Irrsinn Tonträger / 17.11.
Eine kurze PM an einem Dienstag im November. AMK veröffentlichen ein neues Album ohne großen Aufriss – den Zeiten durchaus angemessen. Es sind mehr Skizzen als Songs, die die Gedanken der Band in den jeweiligen Phasen der Pandemie einfangen. Ja,  extliche Metaebenen sucht man vergebens, aber so unvermittelt und ungebeten, wie die Corona-Sau in unser Leben getreten ist, so direkt berichten die Herrschaften davon. Als Experiment okay.
DURCH, DIE, BLUME (NICHT)
 




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MAGAZIN  04.08.2023
Trak Trak ist ein Nürnberger Musiker:innen-Kollektiv aus dem Heizhaus-Umfeld. Ihr Cumbia-Sound ist jetzt nicht gerade das, was man von einer hiesigen Band erwarten würde – und genau deshalb so spannend. Das neue Album “Fexible“ ist ein wunderbarer Anlass, dem Sextett rund um Frontfrau Romina ein paar Fragen zu stellen.  >>
NBG & THE WORLD. Little Dragon: Slugs Of Love
Ninja Tune / 07.07.
Das mittlerweile achte Album der schwedischen Band ist gar wunderbar geraten. Der musikalische Mix ist ganz schön wild. Von Drum&Bass über klassischen Soul bis hin zum 80er Elektro-Pop. Die zauberhafte Stimme von Yukimi Nagano, die auch schon für Gorillaz und Drake gesungen hat, hält alles zusammen. Dope stuff.
Laut, leise, <3


PJ Harvey: Autumn Terms  
Partisan Records / 07.07.
Zwei Mercury Musikpreise hat sie, einen Orden von Königin Elisabeth und eine Beziehung mit Nick Cave. Autumn Terms ist das 17. Album der britischen Ausnahmekünstlerin. Grundsätzlich macht Polly Jean Harvey das, was sie immer macht: wunderbare, oft dunkle Songs, die einen so oder so nicht kalt lassen.
Holz, Elektronik, UK


Bibiza: Wiener Schickeria  
Bibiza/Columbia / 12.05.
Das mittlerweile vierte Album von Bibiza ist auch als eine Ode an seine Heimatstadt Wien zu verstehen. Eine Ode an die eher dunkle Seite, ganz im Geiste des wunderbaren Falco. Musikalisch macht das Album richtig Spaß. Moderne Beats treffen auf 80er-Basslines . Alles Uptempo und glücklicherweise ohne Trap. Geiles Zeug aus Österreich und live beim diesjährigen NBG POP Festival!
Ö, Schmäh, Bezirk


Daft Punk: Random Access Memories (10th Anniversary Edition)  
Daft Life/Columbia / 12.05.
Dieses Album sollte ihr letztes sein und auch das erfolgreichste. Ein Album ohne Zeit, das aus den 70er oder eben auch aus den 2010er sein könnte. Warum jetzt eine Zusatzdisc mit mehr als überflüssigen Outtakes, Demos und unfertige Versionen ... verstehe ich nicht. Geld sollten die Kollegen doch mehr als genug haben. Sei’s drum. Einfach Disc 1 anhören.    
Reissack, China, umgefallen


Amilli: Soami
Mightkillya / 12.05.
Echt, das ist Amillis Debüt? Gefühlt geistert die Dame aus Bochum schon ewig durch Indiesoul-Deutschland. Und genauso lange fragt man sich, wann sie mal so richtig durchbricht. Das Potenzial ist riesig, die Songs wunderbar und ihre Stimme geht unter die Haut. Aber irgendwas stimmt wohl nicht. Sollte jemand wissen was, bitte Bescheid geben.
Soul, Sweetness, Pott


SBTRKT: The Rat Road
AWAL Recordings / 05.05.
SBTRKTs Debütalbum schlug 2010 wie eine Bombe ein. Songs wie Hold On mit Sampha oder Wildfire mit Little Dragon waren richtige Hits. Nach zehn Jahren Pause kommt mit The Rat Road Neues, und das kann sich durchaus hören lassen. Mein Anspieltipp ist Days Go By, dem Toro y Moi seine Stimme geliehen hat. Gutes Ding.    
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