Urban Lab: Nordgarten

MITTWOCH, 8. MAI 2019

#Nordgarten, #Urban Lab, #Z-Bau

Der Nordgarten in der Südstadt? Was uns stadtgeographisch erst einmal stutzen lässt, begann schon im „alten“ Z-Bau vor der Grundsanierung. Schon damals als „Künstlerei“ mit offenen Angeboten für Kunstschaffende genutzt, wird das etwas in Vergessenheit geratene „Außengelände Nord“ des Kulturzentrums nun dank der EU neu belebt. 

Im Rahmen des Förderprogramms „Forget Heritage“ entsteht im „Außengelände Nord“ des Z-Baus zurzeit ein Gartenprojekt, dass geschichtliches Erbe hinter sich lassen und neben einer grünen Oase zu einem Ort der Begegnung und koproduktiver Stadtgestaltung werden soll. Das Amt für Kultur und Freizeit der Stadt Nürnberg steht Pate. Jenseits von kommerziellen Formaten und unter dem Vorzeichen „sinnstiftende Freizeitbeschäftigung“ finden Gartel-EnthusiastInnen, Kulturschaffende, BastlerInnen & Möchtegern-HeimwerkerInnen, TüftlerInnen und austauschwütige Kreativschaffende im Z-Bau-Nordgarten eine echte Spielwiese für gemeinwohlorientierte Projekte und Aktivitäten. 

Mit der Umsetzung betraut wurde die Stadtentwicklungs-Truppe Urban Lab, die seit 2017 im Z-Bau beheimatet ist und im Nordgarten eine gut eingerichtete Holzwerkstatt betreibt. Ausgestattet mit viel Know-How in Brachenaufwertung, Beteiligungsprozessen, Bauen und Projektmanagement wurde zusammen mit Mietern, Ehrenamtlichen und Nachbarn aus der Brachfläche ein Projekt. Es wurde Infrastruktur geschaffen, eine Organisationsstruktur aufgebaut. 

Und was heißt das nun praktisch? Obwohl das Projekt noch am Anfang ist, haben sich schon jede Menge Aktivitäten entwickelt, die sich grob in die Schwerpunkte Gärtnern, Werkstatt, Kunst und Veranstaltungen einteilen lassen: Im Nordgarten haben neben einer ganzen Armada von Stadtmöbeln unter anderem ein selbstgebautes Lastenfahrrad mit (geplantem) Discomodul und das fahrende Pop-up-Café der Gruppe N.Ort das Licht des Lebens erblickt. Die regelmäßigen Selbsthilfe-Werkstätten der Radl-Enthusiasten Schleudergang verhelfen deinem heruntergekommenen Drahtesel zu neuem Glanz. Neben dem „ganz normalen“ Gärtnern mit allem Drum & Dran tüftelt der Science Shop Nürnberg – das Mitmachlabor des Urban Lab – mit seiner Aquaponikanlage an der Landwirtschaft der Zukunft. In den Hopfenbeeten gedeiht feinstes Doldengold für den nächsten Nordgarten-Sud. Im Nordgarten-Depot können sich Mitglieder der solidarischen Landwirtschaft wöchentlich mit frischen bioregionalen Lebensmitteln versorgen. Eingebunden in Z-Bau-Veranstaltungen wird der Nordgarten wahlweise zu Bühne, Markt oder zentralen Chillout-Area mit viel Deko, Tischtennis, Soul Food und Akrobatik-Vorstellungen. 

Der AK Nordgarten trifft sich ab Mai mittwochs ab 18 Uhr und je nach Lust & Laune auch Samstag nachmittags. Am jeweils 3. Mittwoch des Monats gibt’s Planungstreffen, wo Bestehendes geplant und neue Projekte vorgestellt und besprochen werden können. Next Date: 15. Mai.

Du sprühst vor Ideen, hast den grünsten aller Daumen oder einfach nur Lust, etwas zu wuppen? Nordgarten want’s you, komm rum! 

NORDGARTEN IM Z-BAU. 
Nächstes Planungstreffen: Mittwoch, 15. Mai. Und alle kommen mit.

z-bau.com und facebook.com/urbanlabnue




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CELTISPLATZ. Das Was wäre wenn …?-Projekt des Urban Lab läuft ja bereits auf Hochtouren, bzw.: die Projekte, die sich im internen Wettbewerb durchgesetzt haben und im restlichen Jahresverlauf umgesetzt werden. Gleichzeitig soll aber auch der Rest der Stadtgesellschaft nochmal mit reingeholt werden, in die Aufgabe, sich auf die Klimakrise und auf das Jahr 2035 in Nürnberg vorzubereiten. Zu diesem Zweck steht der Urban-Lab-Container, das Amt für Ideen, noch bis 29.09. auf dem Celtisplatz (Bahnhof Südausgang)  >>
NüRNBERG. Anfang Juli fiel der Startschuss für insgesamt 14 Projekte, die auf unterschiedlichste Weise die Stadt klimaresilienter machen sollen. Gefördert und unterstützt werden sie im Rahmen des großen Urban-Lab-Jahresthemas Was wäre wenn ...?, das uns in den vergangenen Monaten (u.a. bei den texttagen in Zusammenarbeit mit curt!) die Hitze- und Dürre-geplagte Stadt im Jahr 2035 sozusagen heraufbeschworen hat. Nun soll es um Lösungen gehen, an denen sich die gesamte Stadtgesellschaft beteiligt, insgesamt 60.000 Euro werden dabei auf die 14 Projekte verteilt.

Mit dabei ist zum Beispiel der GoKultur-Verein, der mit dem Gartennetzwerk Nürnberg, der Essbaren Stadt und Bluepingu ein Team für 1000 Wassertanks für Nürnberg bildet. Die Tanks sollen die Bewässerung von Nürnbergs Grün durch Regenwasser erleichern. Derzeit läuft ein Designwettbewerb für die Tanks, es gibt 500 Euro zu gewinnen (
HIER ENTLANG).

Das Projekt FungiTownNbg sucht einen kühlen und trockenen Ort für eine nachhaltige Austernpilzproduktion mittels Kreislaufwirtschaft. Heißt: Für das Substrat, auf dem die Pilze wachsen, möchte das Team um Doanh Siu zum Beispiel Abfälle von Kaffeeröstereien nutzen. Im Zuge dessen würden außerdem inklusive Arbeitsplätze entstehen. Doanh ist zur Umsetzung derzeit nicht nur auf der Suche nach einem Arbeitsplatz, sondern zudem nach großen Gläsern mit Deckeln, Haarnetzen, Arbeitsschutz-Hemden, Rollcontainern und Eimern. Wer was weiß und dieses coole Projekt unterstützen möchte, meldet sich bei redaktion[a]bluepingu.de

Außerdem sollen im Rahmen von Was wäre wenn …? Litfasäulen und Plakatwände vertikal begrünt, ein Aktivspielplatz mit einer Außenküche erweitert, mindestens 100 tiefwurzelnde Bäume gepflanzt und der persönliche Wasserverbrauch per App gemonitored werden. Und noch viel mehr. Alle Projekte von Was wäre wenn ...? findet ihr auf: www.waswaerewenn2035.de

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