Kunstkalender zur Heisszeit: Galerien, Museen, Outdoor

1. AUGUST 2022 - 30. SEPTEMBER 2022, NüRNBERG

#Ausstellung, #Design, #Freizeit, #Kolumne, #Kultur, #Kunst

Aus dem „schüchternen Anklopfen“ des Sommers ist ein wütender, schnauzbärtiger Schrebergärtner über 50 geworden, der dir „ACHTUNDDREISSIG GRAAAAD! SCHWITZ DICH WUND!“ ins Gesicht brüllt. That’s what we are now, wet, miserable people. Die deutsche Kartoffel gratiniert auf dem Acker, der Spargel donnert seine lila Köpfe auf die Erde, der Bärlauch dünstet im Wald aus. Hoch ist auch die Fieberkurve der Kunstszene im Artgust und Skulptember, mehr Eröffnungen als Wochentage gab´s ja in den letzten Wochen zeitweise. Es sei allen von Herzen gegönnt. Die folgende Liste ist darum höchstwahrscheinlich unvollständig, aber wir vom curt tun unser Bestes, um Euch sichtbar zu halten und zu informieren. Liebe Grüße von mir ans P31 übrigens, und Glückwunsch zum Kulturpreis!

Wir in der Nürnberger Kunst- und Kulturszene nehmen Russlands schockierenden, völkerrechtswidrigen Angriff auf die Ukraine sehr genau wahr: Kreative und Kunstschaffende unterstützen seit Monaten mit Ausstellungen, Benefizversteigerungen, Sachspenden und tatkräftigen Händen die Menschen in der Ukraine, die diesen barbarischen Krieg erleiden müssen. Dauerhaften Frieden schaffen wir am Ende nur alle zusammen, hoffen wir also gemeinsam auf so wenige Opfer wie möglich auf allen Seiten und auf einen baldigen Waffenstillstand. Haltet die Augen offen nach den entsprechenden Projekten!

Bis 21. August
HANS HOFFMANN – EIN EUROPÄISCHER KÜNSTLER DER RENAISSANCE
„Oh guck mal, Papa! Der Hase vom Dürer!“ Falsch, Rüdiger-Justinian. Dieser da ist von Hans Hoffmann. Der lebte später, aber hat manche Bilder mit der Signatur vom guten Albrecht Dürer unterschrieben, sogar nach dessen Tod. So ein Badass. Mehr vom Renaissance-Punk Hans Hoffmann gibt‘s in der ersten Einzelausstellung, die sein Lebenswerk in den Fokus rückt.
GERMANISCHES NATIONALMUSEUM
www.gnm.de

Bis 21. August
UNTER DRUCK NO. 2
Ausstellung mit einer Hommage an Toni Burkhart. Künstler: Toni Burkhart, Jan Brokof, Daniela Baumann, Michael Falkenstein, Roman Klonek.
IM BORGO-ENSEMBLE e.V.
www.borgo-ensemble.de

28. August, 11-12:30 Uhr
POEDU
PoeSIE ist doch eigentlich für so ein fröhliches Genre viel zu förmlich, darum hat die in Nürnberg tätige Philopoetin Sabine Burkhardt die ehrenwerte Aufgabe übernommen, großen und kleinen Sprachliebhaber*innen das PoeDU anzubieten. Die Sprachwerkstatt findet auf dem Erlanger Poet[*inn]enfest statt, genaue Standorte der 100 Veranstaltungen werden noch online veröffentlicht. Mehr dazu gibt´s HIER in unserem Artikel über das POEDU.
POEDU AUF DEM 42. ERL. POETENFEST
www.poetenfest-erlangen.de

Bis 28. August
GEORDNETE VERHÄLTNISSE
Struktur, Geometrie, das große Ganze: Die Ausstellung reflektiert das, was uns Menschen als Basis für unsere Weltbilder dient. Mit Werken von Hanne Darboven, Peter Dreher, Erwin Hapke, Toulu Hassani, Alex Müller und Sophia Pompéry.
KUNSTHALLE NÜRNBERG
www.kunsthalle.nuernberg.de

Bis 28. August
ABER ICH LEBE – DEN HOLOCAUST ERINNERN
Emmie Arbel überlebte als kleines Mädchen die Konzentrationslager Ravensbrück und Bergen-Belsen. David Schaffer entkam dem Genozid in Transnistrien, weil er sich nicht an die Regeln hielt. Die Brüder Nico und Rolf Kamp, von ihren Eltern getrennt, wurden vom niederländischen Widerstand an 13 verschiedenen Orten vor ihren Mördern versteckt. Nur wenige Überlebende des Holocaust sind heute noch am Leben. Damit kommt der Aufzeichnung ihrer Erinnerungen eine zentrale Rolle zu. Im engen Dialog mit den vier Überlebenden schufen die international bekannten Zeichner*innen Miriam Libicki, Gilad Seliktar und Barbara Yelin eine grafische Rekonstruktion der Erinnerungen. Durch diese Begegnungen sind Comics entstanden, die zeichnerisch den Fragen von Trauma, Erinnerung und Überleben nachgehen. (PM)
STADTMUSEUM ERLANGEN
www.stadtmuseum-erlangen.de

Bis 28. August
MANFRED PECKL – JADE FÜR JEDE, SALZ AUF DIE WUNDE, 1 2 3 MALEREI, DIE PHILOSOPHIE DER
PSYCHOLOGIE UND NOCH

Zur Ausstellung ist die Publikation Manfred Peckl: Salz auf die Wunder, herausgegeben vom Institut für moderne Kunst in Zusammenarbeit mit der Galerie Kai Erdmann, Hamburg, erschienen.
AUSSTELLUNGSRAUM DES INSTITUTS FÜR MODERNE KUNST
im Atelier- und Galeriehaus Defet
www.moderne-kunst.org

Bis 31. August
BLAU
Eine Kunstgalerie mit überraschendem Konzept hat sich in der Altstadt niedergelassen: Monatlich wird die globale Ausstellungsfarbe gewechselt, im Juli war es WEISS, zum September lassen wir uns überraschen, irgendwann wird´s ein Regenbogen, schätze ich. Gleichzeitig dient der Raum als Working Space und Collective Space für junge und jung gebliebene Nürnberger Kreative. Das Projekt entstand mit Unterstützung des städtischen Raumkompass.
W-I GALERIE
www.wiring-inspiring.com

Bis 11. September
KUNSTPREIS DER NÜRNBERGER NACHRICHTEN 2022
KUNSTHAUS NÜRNBERG
www.kunsthaus-nuernberg.de

Bis 18. September
VIELFRASS MEETS BUTTERKEKS. VON DER REISELUST DER WÖRTER
STADTMUSEUM ERLANGEN
www.stadtmuseum-erlangen.de

Bis 19. September
INSELKUNST – ALDONA KUTUND SEBASTIAN KUHN
Das Krakauer Haus präsentiert die nächste Runde seiner Installationsreihe auf der Insel Schütt, bei der Krakauer und Nürnberger Künstler*innen im Tandem und im Wechsel eingeladen werden.
IM UMFELD DES KRAKAUER HAUSES
www.krakauer-haus.de

21. September, 16-18 Uhr (Weltfriedenstag)
DAS UNENDLICHE GEDICHT
Was haben Wäscheleinen mit Poesie zu tun? Das entdeckt man im gemeinschaftlichen analog-digitalen Poesieprojekt, das uns sprachlich verbinden soll und kann. Autor*innen sind willkommen zum Sprühen, Schreiben, Texten, Kleben, ...
IM STADTPARK NÜRNBERG
Instagram: @das_unendliche_gedicht

Bis 22. September
DEBÜTANT:INNEN-AUSSTELLUNG 2022
Der Berufsverband Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK) Nürnberg Mittelfranken präsentiert in einer gemeinsamen Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Künstlerhaus im KuKuQ drei DebütantInnen, David Häuser, Simon Kellermann und Sabrina Zeltner.
KÜNSTLERHAUS – GLASBAU DECK 1
www.kunstkulturquartier.de/kuenstlerhaus

Bis 25. September
HIER GEBLIEBEN! KUNST FÜR DIE STADT
Die kunst galerie fürth wird 20, und wie das so ist, kurz nach der Volljährigkeit, man denkt über den weiteren Lebensweg nach. Optimalerweise hilft da all das, was man sich so vorher draufgeschafft hat. Die Jubiläumsausstellung gibt nun einen spannenden Blick auf das künstlerische Potential des Hauses frei, 40 Werke, die in den letzten vier Jahren von insgesamt 16 in Fürth ansässigen Kunstschaffenden erworben wurden. Enthalten sind Werke von Akbar Akbarpour, Günter Derleth, Julia Frischmann, Inge Gutbrod, Kathrin Hausel, Franz Janetzko, Anders Möhl, Anja Molendijk, Karsten Neumann, Andreas Oehlert, Jochen Pankrath, Susanne Roth, Stephan Schwarzmann, Andrea Sohler, Rainer Thomas und Fredder Wanoth.
KUNST GALERIE FÜRTH
www.kunst-galerie-fuerth.de

Bis auf Weiteres
OLIVER BOBERG – MEER
Täglich 24 Stunden
IN DEN FENSTERN DER KUNST GALERIE FÜRTH
www.kunst-galerie-fuerth.de

Bis auf Weiteres
GRAUZONEN. NÜRNBERGER KÜNSTLER:INNEN IM NATIONALSOZIALISMUS
Die Kunstvilla, Nachfolgeinstitution der
„Fränkischen Galerie“, widmet sich erstmalig,
in Kooperation mit den entsprechenden Archiven, den Lebensläufen, Handlungsstrategien und Fahrwassern der Nürnberger Künstler*innen zwischen 1933 und 1945. Gezeigt werden Plastiken, Gebrauchsgrafiken und verschiedene Zeitdokumente, Führungen komplettieren das Diskussionsangebot.
KUNSTVILLA
www.kunstvilla.org

Bis auf Weiteres
BRANDON LIPCHIK. MOONBEAMS OF ALLEGORY
Der US-amerikanische Mystiker dichtet, fabuliert, malt und remixt digitale Welten, man kann eintauchen in fremde, düstere, humorvolle Szenerien, die eher selten rein heterosexuell sind. Das Kunstpalais zeigt die erste institutionelle Einzelausstellung des Künstlers.
KUNSTPALAIS ERLANGEN
www.kunstpalais.de

Bis 30. September
UNENDLICH STILL… ZEITGENÖSSISCHE KUNST AUF EVANGELISCHEN FRIEDHÖFEN IN BAYERN
Auf insgesamt sechs evangelischen Friedhöfen in Bayern, von denen einer der Johannisfriedhof in Nürnberg ist, wird bis September die bemerkenswerte Zahl von 30 zeitgenössischen Kunstwerken erster Güte zu sehen sein. Das Großprojekt wird anlässlich des Erscheinens der Publikation „Evangelische Friedhöfe in Bayern“ ausgerichtet, begleitend gibt es einen Ausstellungskatalog.
UNTER ANDEREM AUF DEM ST. JOHANNISFRIEDHOF
im Atelier- und Galeriehaus Defet
www.kunst-kirche-bayern.de

Bis auf Weiteres
EMOTIONSREGULATOR – EIN MOBILES KUNSTPROJEKT
Die bunten Kabinen des von Winfried Baumann gestalteten Aktionsraums werden in den kommenden Monaten an verschiedenen Orten im Nürnberger Stadtraum auftauchen. Interessierte können sich in die Sitzplätze der Kabinen setzen und von der installierten Soundanlage in gewünschtem Maß emotional regulieren, ermutigen und zur Diskussion anregen lassen. Das Kunstprojekt ist in der Reihe „ClubKunst“ entstanden, in der Zusammenarbeit zwischen dem Künstler, dem 1. FC Nürnberg, dem Institut für moderne Kunst und Thomas Heyden vom Neuen Museum Nürnberg.
AN VERSCHIEDENEN ORTEN IM NÜRNBERGER STADTRAUM
www.emotionsregulator.de

Bis auf Weiteres
REMIXING SCHMIDT
Die Ausstellung bildet individuelle Perspektiven auf Nürnberg zu zwei unterschiedlichen Zeitepochen ab. Der Blick richtet sich auf Gegenwart und Vergangenheit und behandelt dabei bestehende sowie gewesene Lebenswelten. Im Dialog mit historischen Werken des Malers Georg Schmidt (1847-1922) und des Fotografen Ferdinand Schmidt (1840-1909) stehen aktuelle multimediale Beiträge
aus der Nürnberger Gesellschaft. (PM)
STADTMUSEUM IM FEMBOHAUS
www.museen.nuernberg.de/fembohaus

Bis auf Weiteres
SCHAUFENSTER 2.0
Das Atelier Sohler in der Fürther Theaterstraße zeigt endlich wieder im monatlichen Wechsel Kunstwerke im Straßenraum. Die pfiffige Präsentation im „kleinsten Ausstellungsraum der Metropolregion“ wechselt immer um die Mitte des Monats: Bis 15. Juli war Ilka Helmig zu sehen, bis Mitte August läuft die Präsentation „softshell“ von Anja Bramkamp. Die Sommerpause bespielt der Ateliernachbar Franz U. Janetzko, ab Mitte September geht es weiter mit Eleonora Kirchgessner.
Täglich 24 Stunden
FENSTER VOM ATELIER SOHLER
www.andrea-sohler.de

Ab 2. September
LILY ZOUMPOULI
Die 1994 in Thessaloniki geborene Fotografin sucht und findet die Schönheit und die gesellschaftliche Handschrift ihrer Generation in poetischen, auf den ersten Blick brutalen, auf den zweiten Blick von großer Verletzlichkeit erzählenden Portraits ihrer Freund*innen.
GALERIE GROSSKIND
www.grosskind.de

Ab 30. September
SUPERMART #10
Laurentiu Fellers beliebte „Guck-und-Kauf“-Kunstausstellung geht in die sagenhafte zehnte Runde. Mehr zu dem Nürnberger – muss man ja inzwischen schon sagen – Traditionsprojekt auf Seite 42.
OFENWERK
www.kunstsupermart.de

 




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