Panoptikum: Keine Chance für den bleichen Baron!

3. FEBRUAR 2026 - 8. FEBRUAR 2026, NüRNBERG

#Festival panoptikum, #Jugendtheater, #Kindertheater, #Theater, #Theater Mummpitz

Alle zwei Jahre wird Nürnberg zur Hochburg des internationalen Kinder- und Jugendtheaters. Initiiert und durchgeführt vom Theater Mummpitz bringt das Festival Panoptikum zehn Produktionen aus acht Ländern in die ganze Stadt, die sofort von einem märchenhaften Glitzer überzogen wird. 

Das Sichtungsteam hat die herausragenden Produktionen für junges Publikum gesucht und wurde fündig in: Frankreich, Belgien, den Niederlanden, Italien, Dänemark, Luxemburg, Österreich und Schweden und Bayern. Hinzu kommen Stücke der ohnehin herausragenden Nürnberg Häuser für Kinder- und Jugendtheater. 
Das ganze Programm ist so umfangreich, dass es hier den Rahmen sprengen würde. Wir schauen auf einzelne Produktionen, die wir für besonders interessant halten. Eine tagesaktuelle Zusammenfassung von Tim Steinheimer gibt´s in Collab auf Insta @curt_magazin_nfe.


Cheminements – Unterwegs (6+) / 03.02. + 04.02. / Mummpitz
Die Festivaleröffnung kommt von der französischen Compagnie F.L.O.P. Mit Licht und Schatten erzählt sie von den poetischen Geheimnissen, denen ein einsamer Wanderer im Wald auf die Spur kommt. 

Pembo – Halb und halb macht doppelt glücklich (10+) / 04.02. / Tafelhalle
Vom Jungen Theater Ingolstadt und nominiert bei den Mühlheimer Theatertagen: Pembo muss aus der Türkei ins graue Hamburg ziehen. Nach und nach lernt sie, aufs Neue zuzugehen und aus Halb und Halb ein rundes, glückliches Leben zu formen.

Gretel (6+) / 04.02. / Festsaal Künstlerhaus
Die Compagnie Quattrox4 aus Italien zeigt Kindertheater zwischen zeitgenössischem Zirkus, Tanz und Manipulation von Objekten und nimmt uns mit auf Gretels Suche nach einem neuen Zuhause. 

De bleke Baron – Der bleiche Baron (8+) / 05.02. / Pfütze
Der bleiche Baron ist der Anführer eines Unterwasserstaates. Er schnappt sich immer das letzte Stück Kuchen und mag keine Dichter. Eine musikalische Fabel über die Freundschaft zwischen zwei Musikern in einem Regime, das alles verfolgt, was nicht nützlich ist. Aus Belgien aber auf Deutsch.

Minuit – Mitternacht (7+) / 05.02. + 06.02., Kulturwerkstatt/AEG
Ein illustriertes Konzert zeigen uns Rotondes aus Luxemburg, inspiriert von Italo Calvinos «Der geteilte Visconte». Wie die Gegensätze in uns prallen auf der Bühne Schatten und Licht aufeinander. Dazu erklingt eine Soundkulisse zwischen Jazz und elektronischer Musik. 

Ginger (4+) / 06.02. – 08.02. / Theater Mummpitz
Eine belgische Produktion ohne Worte: Ives und Jonke möchten endlich einmal miteinander spielen. Sie ist schnell und stark, er etwas älter und sanft. Eine Tanz-Inszenierung, die Fred Astair und Ginger Rogers zitiert und Genderklischees sprengt. 

Am Tag, als Said zu uns kam (6+) / 06.02. / Salz+Pfeffer
Das Junge Theater Augsburg erzählt uns von Ida und Said: Erst scheitern sie daran, einander zu verstehen, dann lernen sie die Sprache des anderen – und werden Freunde. 


Panoptikum – Europäisches-bayerisches Kindertheaterfestival
3. bis 8. Februar, verschiedene Spielstätten in Nürnberg 


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und vergibt 5x 2 Tickets – schriebt eine Mail an Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, du musst Javascript aktivieren, damit du sie sehen kannst , Stichwort: Panoptikumfestival




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#Festival panoptikum, #Jugendtheater, #Kindertheater, #Theater, #Theater Mummpitz

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THEATER MUMMPITZ. Man kann ja nie früh genug mit der Gruppen-Therapie der German Angsthasen und ihrer immerwährenden Vollkasko-Mentalität anfangen. Also schickt das Nürnberger Theater Mummpitz zum Auftakt in die 46. Saison die Generation 6+ mit der hausgemachten Uraufführung Schlimm Schlimm aufs heilende Chaka-Karussell zwischen Schießbude und Geisterbahn. Ja, wenn’s hilft, lautet die sanft blinkende Botschaft.

Der Plüsch-Angsthase erobert symbolisch die Kulisse und Aufmerksamkeit, noch bevor nostalgischer Schallplatten-Sound, wie von Geisterhand in Gang gesetzt, durch die fahle Kinderzimmer-Szenerie knistert. Am Ende überlistet die trostreiche Absicht dieses durchweg leichtfüßigen Mutmachwerks doch glatt die Logik der Wirklichkeit. Dann ist der ganze Spuk in der Geisterbahn Schlimm Schlimm vorbei. Und mit ihr die Ängste, die die neunjährige Luzie mit Vorliebe im Bett umstellen. Ob Mörder, Monster oder Marder, Nacktschnecken oder schlechte Noten, Phantasie-Monster oder Schulflegel – das Gruselige ist immer und überall: Lauert unterm Teppich und dem Bett, als Skelett im Bühnen-Hintergrund oder als handfester Raufbold auf dem Pausenhof.

Meist hilft da eine Stinkbombe oder ein Handkantenschlag zur Bereinigung der bedrohlichen Situation. Manchmal aber auch, den Angstgegner einfach wegzuzwinkern. Weiß die schnelle Eingreiftruppe aus den Erinnerungsfetzen der Filmgeschichte, die mit allen Ticks und Tricks arbeitet und dem Mädchen zur Seite steht. Die Geisterjäger, die man rief, leisten denn auch ganze Komödiantenarbeit. Judy Punk (Sabine Zieser im fließenden Rollentausch zwischen Kraft-Punk und Luzie-Leidensdruck), CoolCool7 (Michael Schramm im James-Bond-Smoking mit Schuhtelefon und Cocktailglas) und Herr Dutschke (Özgür Kantar als schlappohriger Gefühlsanker) treiben diese Suche nach dem Selbstvertrauen voran. Lustigsein verscheucht die Monster in uns und macht gute Laune.

Regisseurin Andrea Maria Erl hat mit dem Trio und Bühnenbildnerin Maria Pfeiffer ein typisches Mummpitz-Stück geschaffen, das Musik und Moral, Humor und Bildwitz vereint. Luzies Bett mutiert zur Riesenrad-Gondel, dient als Schießbude oder fährt als Geisterbahn-Wagen durch den Kleiderschrank. Die Inszenierung setzt mit Schlagzeug, Gitarre und Sax auf den Charme des Dilettantischen und kitzelt auch sonst an den Nerven, legt sie aber nicht blank. Da gerät auch der Schrecken der Geisterbahn zum Schauplatz einer Verwandlung und macht aus Luzie einen ganz neuen, mutigen Menschen. Das Leben könnte so einfach sein. Man müsste einfach mehr auf den Rummelplatz gehen. Diese Besuche sind bekanntlich immer Mutproben.

Die Mummpitz-Gemeinde feierte die Schlimm Schlimm-Premiere jedenfalls. Auch wenn dieses Mal das Ergebnis hinter der Idee zurückblieb. Glanzleistung hin oder: Illusionen dürfen sich weiter lohnen. 

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Theater Mummpitz: Schlimm, schlimm (6+)

Termine

Di 13.10.2026, 10:00 Uhr
Mi 14.10.2026 10:00
Do 15.10.2026 10:00
Fr 16.10.2026 10:00
Sa 17.10.2026 16:00
So 18.10.2026 15:00
Di 20.10.2026 10:00
Mi 21.10.2026 10:00
Do 22.10.2026 10:00
Fr 23.10.2026 10:00
Sa 24.10.2026 16:00
So 25.10.2026 15:00
Mo 26.10.2026 10:00
Di 27.10.2026 10:00
Mi 28.10.2026 10:00
Do 29.10.2026 10:00

Eine Wiederaufnahme ist für Mai 2027 geplant.

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NüRNBERG. Alle zwei Jahre kann man beim Kindertheaterfestival panoptkum aufregende und neue Produktionen aus Bayern und ganz Europa entdecken. In diesem Jahr hat das Theater Mummpitz Schüler:innen der 11. Jahrgangstufe des Labenwolf Gymnasium Nürnberg gebeten, für uns Stücke anzuschauen und Kritiken dazu zu schreiben. Begleitet vom erfahrenen Theaterkritiker und Publizisten Prof. Manfred Jahnke konnten Sie sich ausprobieren und schufen eine Vielzahl von Texten, von denen eine Auswahl jetzt hier zu lesen ist. Danke ans Mummpitz und die jungenden Schreibenden für ihre tollen Kritiken!   >>
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