Lesungen im Dezember + Januar

1. DEZEMBER 2023 - 31. JANUAR 2024, NüRNBERG

#Gostner Hoftheater, #Lesungen, #Literatur, #Literaturhaus, #Uwe Timm, #Wladimir Kaminer

In der Vor- und Nachweihnachtszeit sind wir ohnehin im Lesemodus. Aber es muss ja nicht immer die Geschichte von der Herbergssuche und Ochs und Esel sein. Große Erzähler*innen kommen in die Stadt, die viel mehr zu bieten haben.

Martin Beyer
Gostners SuppKultur #17:
We Love Georg Trakl
05.12. / 20.00 Uhr / Gostner Loft
Der Bamberger Autor ist mit seinen jüngsten beiden Romanen so richtig bekannt geworden. Schon 2009 erschien sein zweiter Roman Alle Wasser laufen ins Meer, der von der obsessiven Beziehung des Dichters Georg Trakl zu seiner Schwester handelt. Perfekt, weil curt-Redakteur Andi im Rahmen seiner SuppKultur-Reihe diesem düsteren Dichter des deutschen Expressionismus schon lange einen Abend widmen wollte. Martin Beyer liest aus Alle Wasser ... und Orignaltexte und erzählt von dieser faszinierenden Figur. Dazu spielt der Nürnberger Bratschist Michael Falter, bekannt u.a. vom Orchester Ventuno und dem ensemble katharsis. Eine, natürlich, herausragende Kombination.

Reihe Trans Angst
Maren Behrensen
Die Rückkehr der Terfs
07.12. / 20.00 Uhr / Kantine
Vor dem Hintergrund von mehr Sichtbarkeit von Transmenschen in der Öffentlichkeit, formiert sich ein Backlash, der immer lauter und auch gewaltbereiter wird. Dabei handle es sich um eine internationale, politische Kampagne, die von rechten und religiösen Kräften getrieben wird. Sagt Maren Behrensen, Assistenzprofessor:in für Philosophie an der Universität Twente, Enschede, Niederlande. Behrensen forscht zu queerer Technikethik sowie zu sozialen Identitäten udn Populismus. Sie spricht in der Kantine im Rahmen der Reihe Trans Angst.

Waldimir Kaminer
Schöne Bescherung
21.12. / 20.00 Uhr / Hubertussaal
Es ist kurz vor Weihnachten, Highseason of Stress und Last-Minute-Shopping: Geschenke, Essen, Deko, Weihnachtsbaum, jetzt alles noch besorgen, das muss so sein, das gehört dazu. Wladimir Kaminer lädt uns in dieser Zeit ein, innezuhalten und einen Abend lang nur zuzuhören, wenn er seine Weihnachtsgeschichten verliest. Ein letztes Mal lachen vorm Fest!

Köstner + Kirschneck
... lesen vor und zeigen Filme
18.01. / 20.00 Uhr / Z-Bau
11 Freunde sollt ihr sein und aber auch lesen, weil es sich dabei nach wie vor um ein hervorragendes Magazin für Fußballkultur handelt. Chefredakteur Philipp Köster und Chef vom Dienst Jens Kirschneck bringen die lustigen, schmerzhaften, anrührenden Seiten des schönsten Sports auf die Bühne, lesen ihre besten Texte, erzählen ihre irrsten Anekdoten und zeigen Filme von dreisten Schwalben und absurd-komischen Interviews. Eine überragende Kombination.

Tobias Lemkuhl
Der doppelte Erich. Erich Kästner im Dritten Reich
17.01. / 20.00 Uhr / Literaturhaus
Seine erfolgreichste Zeit hatte Erich Kästner in der Weimarer Republik. Emil und die Detektive erschien 1929, Pünktchen und Anton 1931, Das fliegende Klassenzimmer dann schon im Jahr der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933. Die Nazis verbrannten seine Bücher und trotzdem blieb Kästner in Deutschland und kam irgendwie über die Runden. Aber wie und zu welchem Preis?
Der Kulturjournalist Tobias Lemkuhl widmet sich in seinem Buch Der doppelte Erich dem widersprüchlichsten Kapitel im Leben dieses großen Autors. Eine literaturhistorisch-psychologische Neubetrachtung.  

Reihe Tans Angst
Lia Becker
Schnitte durch die zweite Haut
18.01. / 20.00 Uhr / Soft Spot
Lia Becker arbeitet als wissenschaftliche Referent:in zu Hegemonie, Krisenanalysse und linken Transformationsperspektiven, seit 2023 bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung und ist Miterhausgeberin von Bite back! queere Prekarität, Klasse und unteilbare Solidarität, einem Band, der 2024 in der Edition Assemblage erscheint. In der Reihe Trans Angst des Musikvereins spricht Becker darüber, warum liberale Anerkennungspolitik zu kurz greift, wenn es um Trans*feindlichkeit, strukturelle Gewalt und Prekarität geht und warum Klassen- und Identitätspolitik einander nicht ausschließen.

King Rocko Schamoni
Dummheit als Weg
19.01. / 20.00 Uhr / Hubertussaal
Dummheit als Weg – damit rennt der Herr Schamoni aus Schleswig-Holstein bei curt natürlich offene Türen ein. Das Multitalent wurde bekannt als Bestseller-Autor (Dorfpunks, etc.), Mitglied des legendären Studio Braun und infolgedessen bei Fraktus, Pudel-Klub-Betreiber, Musiker und Schmuckdesigner. Seit über einem Jahr erscheint im Rolling Stone seine Kolumne, in der er alle Aspekte der menschlichen Dummheit beleuchtet und seziert. Die einzige Medizin gegen das Grausen bleibt natürlich das Gelächter.

Monika Martin
Schleuse 72
19.01. / 19.00 Uhr / Kulturladen Gartenstadt
Ganz in der Nähe vom Ort dieser Lesung, nämlich auch in der Gartenstadt, an der Schleuse 72, zerstört der Fund einer Leiche vor vorstädtische Idylle. Gibt es eine Verbindung zum kürzlich eröffneten Spirituellen Zentrum St. Wolfgang? Oder zum Filmteam, das eine Dokumentation über den Kanal dreht? Monika Martins Hauptkommissarin Charlotte Gerlach ermittelt zum sechsten Mal, diesmal am alten Kanal.  

Anette Röckl, Julia Kempken, Michael Stahl
Abenteuer mit der Kneipen-Katze
21.01. / 18.00 Uhr / Theater Rote Bühne
Hinter jeder erfolgreichen (Kneipen-)Kaze steckt eine starke Frau. Zum Beispiel NN-Journalistin und Autorin Anette Röckl, die aus einem Best-of ihrer Samstagskolumne über ein haariges und chaotisches Leben liest. Musikalisch wird sie begleitet von der Sängerin und Steptänzerin Julia Kempken und Michael Stahl am Klavier.

Uwe Timm
Alle Meine Geister
26.01. / 20.00 Uhr / Literaturhaus
Als Uwe Timm 15 war, schickte ihn sein Vater in die Ausbildung zum Kürschner. Fast 70 Jahre später ist Uwe Timm nicht Kürschner, sondern einer der wichtigsten Schriftsteller der deutschen Nachkriegs- und Gegenwartsliteratur. In seinem neuen Roman Alle meine Geister lässt er diese Lehrjahre lebendig werden. Es ist auch die Zeit, in der der Jugendliche die Politik, die Mädchen und den Jazz für sich entdeckt.  

Paul Maar
Schiefe Märchen und schräge Geschichten
01.02. / 19.30 Uhr / Stadtbibliothek
Paul Maar, sagt ihr, klar, das Sams, Herr Taschenbier, blaue Wunschpunkte, top. In die Stadtbibliothek kommt dieser herausragende Erzähler jedoch mit einem besonderen Programm für Erwachsene: Im Schiefe-Märchen-Trio lässt Maar zusammen mit den Musikern Wolfgang Stute und Konrad Haas seine Geschichten mit Musik lebendig werden. Fürs Publikum bedeutet das eine besondere Reise durch fantastische Welten. 

 




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Kultur  01.02.-31.03.2024
Nü, Fü, ERL. Tafelhalle
Nach der aufregenden, installativen Tanz-Performance Wer lebt, der lügt des Kollektivs co>labs folgt schon im Februar die nächste Premiere in der Tafelhalle: Katharina Simons inszeniert in Exit Through The Inside mit ihrem Team CUTTY SHELLS einen kollektiven Ritus zur Transzendenz. Der Choreografin geht es inhaltlich um das Gefühl der Sehnsucht nach grenzenloser Verbundenheit und dem Wunsch nach eskapistischen Erfahrungen. Diesen emotionalen Topoi verleihen die Performer:innen mit einem ekstatischen Tanz der Liebe, Harmonie und Zerstörung Ausdruck und entführen das Publikum auf diesem Wege in Sehnsuchtsorte und einsame Schattenwelten. Der Arbeit ging eine intensive Recherche in Sachen Technoschamanismus und Transmedialität voraus. Premiere: 22.02. Weitere Aufführungen: 24.02., 15.03., 16.03. Zudem sei noch der Hinweis auf das ensemble Kontraste gestattet, das am 17.02. einen Abend unter dem Titel Augenblick und Ewigkeit gestaltet. Auf dem Programm steht Morton Feldmans Piano and String Quartett, kombiniert mit einer Installation der Fotokünstlerin Awoiska van der Molen.

Gostner Hoftheater
August Strindberg, geboren 1849, schrieb über 60 Dramen, malte und fotografierte, übte sich in Alchemie, war dreimal verheiratet, psychotisch veranlagt und sein Leben lang von Wahnvorstellungen gequält. Eine faszinierende Figur der Kulturgeschichte, dessen bedeutendes Ehedrama Totentanz zuletzt im Gostner zu sehen war. Wiederaufnahme im noch lange lebendigen ältesten Privattheater Nürnbergs bestimmt möglich. Das Crowdfunding ist mit fast 50.000 Euro beendet worden, ihr könnt natürlich aber weiterhin jederzeit spenden. Es folgen Wochen der Gastspiele und Konzerte und am 27.02. folgt die 5. Episode der Gostner-Soap Ko(s)mische Intrigen. Steffen Radlmaier & Band bereiten sich derweil schon auf eine große Hommage für einen großen Musiker vor: Die Billy Joel Story als Gesprächskonzert am 09.03. im Hubertussaal. Und dann winkt von fern auch schon die nächste Premiere, eine sehr besondere: Früher war auch schon immer alles besser ist das Abschiedsstück von, mit und für das 1-Mann-Ensemble Thomas Witte, der sich, undenkbar aber wahr, in die Rente verabschiedet.

Stadttheater Fürth
Rosie hat die Welt gesehen – oder eher nein, sie wollte die Welt sehen, dann kehrte die 19-Jährige ins sichere Nest ihrer Kindheit zurück. Auch für ihre älteren Geschwister, Pip, Mark und Ben bedeutete das liebevolle Heim der Eltern Bob und Fran einst die Welt. Jetzt müssen sie alle ihren Platz in der echten Welt da draußen finden und ringen dabei mit den Erwartungen ihrer Eltern, die sie nicht mehr erfüllen können oder wollen. Auch Bob und Fran steht eine Krise bevor, wenn das letzte Kind dieses Heim erstmal verlassen hat. Die Familie in Dinge, die ich sicher weiß von Andrew Bovell, wird von großer Liebe zusammengehalten, was nicht heißt, dass darunter nicht komplexe Schichten unausgesprochener Konflikte vor sich hinschwelen würden. Das Stück wurde 2016 in Australien uraufgeführt und ist seitdem ein internationaler Erfolg. Die freie Regisseurin Bettina Rehm holt es nach Fürth. Sie hat zuletzt an der Berliner Vagantenbühne und am Landestheater Schwaben inszeniert. Premiere: 16.02.  

Theater Erlangen
Kleider machen Leute – Uniformen erst recht. Den ultimativen Beweis erbrachte ein Schuhmacher und Ex-Häftling namens Wilhelm Voigt. 1906 war das, als dieser Voigt in Berlin in ausrangierte Uniformen stieg – und sich in den Hauptmann von Köpenick verwandelte. 1931 machte Carl Zuckmayer aus diesem irrsinnigen Stoff ein Theaterstück, das später auch noch mit Heinz Rühmann verfilmt wurde. Ein Klassiker über Status, Klasse und Untertänigkeit. Und heute? Sind die Dresscodes doch eigentlich kaum noch relevant, oder? Im Theater Erlangen befragt Regisseurin Antje Thoms, seit vergangener Spielzeit Schauspiel-Chefin in Regensburg, den Klassiker auf Gegenwärtigkeit. Die nächste Premiere in Erlangen wird dann ein Live-Hörspiel sein. Der in Erlangen immer gern gesehene und sowieso Live-Hörspiel-Experte Eike Hannemann inszeniert Douglas Adams' Per Anhalter durch die Galaxis mit rasanten Dialogen und einer Geräuschkulisse, die die Schauspielenden mit Alltagsgegenständen entstehen lassen. Zu sehen ab 23.02.




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GOSTNER HOFTHEATER. Nachdem der Schimmelreiter am 2. Dezember ein vorerst letztes Mal über die Gostner Bühne gehoppelt ist, kriegen wir vorm Jahreswechsel noch eine Wiederaufnahme zu sehen. ...und alle tiere rufen: dieser titel rettet die welt auch nicht mehr von Thomas Köck war die zusätzliche, Crowdfunding-unterstützte Premiere der vergangenen Spielzeit und Regiedebüt für Gostner-Peergroup-Leiter Christoph Dechamps. Tolle Inhouse-Talentförderung vom Gostner! Das Stück setzt sich mit der Ausbeutung der Natur durch den Menschen auseinander, In allen Rollen: Thomas Witte, der Mann, der sich auf seinem letzten Theaterritt vor der Rente befindet.
Ab 6. Dezember.
Und noch eine Wiederaufnahme ab 20. Dezember: How To Date A Feminist, das schlagfertige, saukomische Beziehungsgefecht von Samantha Ellis in der Regie von Sarah Speiser. Die nächste Premiere steht dann am 11. Januar im Kalender: Ein Ehepaar verhakt sich im Festungsturm, die Großmutter aller Ehedramen, August Strindbergs Totentanz.

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