HEY HEY BAR. Gepflegtes Trinken und Sichaneinanderreiben ist nicht drin in der Hey Hey Bar momentan, also bietet die ClubKneipe das genaue Gegenteil an: Gemüse. In Zusammenarbeit mit Das Gemüse, einem Zusammenschluss von insgesamt 16 Familienbetrieben aus dem Nürnberger Norden, ist hier der coolste Pop-Up-Laden der Coronazeit entstanden, ein wahrer Vitamintempel. Die Ware kommt frisch vom Feld in die Bar, statt Gin Tonics gibts Erdbeerla, Spargel, Tomaten, Rettich ... Die Betriebe, die bei Das Gemüse mitmachen, legen Wert darauf, dass nur absolut reife Ware geerntet und vorher ohne Gentechnik und Schadstoffe gegärtnert wird. Der Weg zum neuen Verkaufsort ist erfreulich kurz. 

Geöffnet hat Nürnbergs neuer Gemüseladen Mo. bis Sa., 11.30 bis 20 Uhr. Und weil das Ganze in der Hey Hey Bar stattfindet, versüßen euch regionale DJs den Einkauf mit ihren frisch ins Ohr geraspelten Sets. Im Juni u.a. Alba, Xylotrip und Jazz:pa. Alle Termine und Lineups von Einkaufen mit Musik findet ihr auf der Facebook-Seite.  >>
KATHARINENRUINE. Schöne Musik in schönster Kulisse: Das Slow Down Festival gehört zu den Nürnberger Jahreshighlights. Club Stereo und st. katharina open air kooperieren für einen Abend und holen regionale und überregionale KünstlerInnen und Bands in die Ruine mit der gerühmten und berühmten Akustik. Hört sich toll an, aber nicht zu früh gefreut: In 2020 wird es kein Slow Down Festival geben. Dafür steht das Line-up fürs kommende Jahr. Dem Club Stereo ist es gelungen, alle bereits gebuchten KünstlerInnen davon zu überzeugen, in 2021 dabei zu sein, wenn Corona, hoffentlich, nur noch eine seltsame Erinnerung ist. Line-up bleibt also gleich, neuer Termin: 26. Juni 2021.

Mit dabei sind:
Sons Of The East, die Australier mit Indiefolk-Hymnen im Gepäck.
Sean Koch, der südafrikanische Gitarrist mit Surfer-Boy-attitude.
We Brought A Penguin, die gewieften Indie-Pop-Lokalhelden.
Lienne, die junge Augsburgerin des opulenten Electro-Pops.

Wir sind also trotzdem voller Vorfreude, die eben etwas länger währt.
Alle Infos zum Festival: https://www.club-stereo.net/konzert/slow-down-festival-2021/  >>
NüRNBERG. Der 17. Mai ist der Internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Trans- und Interphobie. Zwar können etliche Aktionen coronabedingt nicht stattfinden, die Stadt Nürnberg setzt aber trotzdem ein Zeichen und beflaggt das Rathaus am Sonntag mit Regenbogen. Mit der Aktion wolle man für ein solidarisches Miteinander werben. „Damit will Nürnberg als Stadt des Friedens und der Menschenrechte ein sichtbares Zeichen für Vielfalt setzen. Es ist wichtig, immer wieder gemeinsam aufzustehen und für Menschenrechte einzustehen“, sagt Marcus König von der CSU, die sich im Landtagswahlkampf noch damit hervorgetan hatte, gleichgeschlechtliche Paare als unnormal zu deklarieren. Sollte nicht unerwähnt bleiben.

Die Aktionstage queer mit Comicausstellung und queerem Poetry Slam fallen nun leider aus, ihr wisst warum. Die Idee der lebenden Bibliothek, also die Möglichkeit sich Gesprächspartner*Innen statt Bücher “auszuleihen”, verlagert die Stadtbibliothek dafür ins Netz. Persönliche Videos von schwulen, lesbischen, bisexuellen oder transidenten Menschen wird es auf www.lsbti.nuernber.de und www.stadtbibliothek.nuernberg.de zu sehen geben. Der Dialog, das Kennenlernen soll Vorurteile abbauen helfen.

Christine Burmann von der städtischen Stabsstelle Menschenrechtsbüro und Gleichstellungsstelle sowie Koordinierungsstelle LSBTI : „Auch in Deutschland ist es trotz weitreichender rechtlicher Gleichstellung nicht überall möglich, sich zu seiner Homosexualität zu bekennen, in einem anderen Geschlecht zu leben oder Geschlechtergrenzen zu überschreiten. Nach wie vor erleben Menschen, die sich outen, Ablehnung bis hin zu Gewalt, sei es im Familien- oder Freundeskreis, am Arbeitsplatz oder in der Öffentlichkeit und im Internet.“  >>
NüRNBERG. Vier Wochen lang HipHop auf die Ohren: Mit HipHub meldet sich die Szene im Online-Corona-Business an. Dahinter stehen Marko Meth, Veranstalter und DJ in Nürnberg und Alba Wilczek, Musikjournalistin beim Zündfunk, mit ihrem Netzwerk. Die beiden haben es geschafft, mal eben ein Festival auf die Beine zu stellen, das fast vier Wochen lang ein exquisites Programm aus Live-Acts, Dj-Sets und anderen anderen Aktionen rund um HipHop an den Start bringt. Präsentiert wird die vielfältige Nürnberger HipHop-Szene!

Gestreamt wird entweder aus der Wohnung der jeweiligen KünstlerIn oder aus den Locations, die mit den Einnahmen des Festivals mit unterstützt werden sollen. Der Eröffnungsfreitag mit
MelaSoul, Andi Chillmatic und Jazz:pa findet beispielsweise in der Harlem Bar statt. Am Samstag, 16.05., geht es dann aus dem Z-Bau weiter mit den ersten Live-Acts: Giuseppe Amore um 19 und die Hartz Angels um 20 Uhr. Die Angels präsentieren ihr neues Album “Euch die Arbeit, uns das Vergnügen”!

Alle weitere Events findet ihr immer bei Facebook: https://www.facebook.com/nbghiphub
Und Tickets gibt es hier: https://www.startnext.com/nbghiphub-online-festival
In gewisser Weise sind die natürlich symbolisch, andererseits aber vor allem eine gute solidarische Sache: 50 Prozent der Einnahmen gehen an die Kulturliga, 20 jeweils an die Stadtmission und die mudra Dorgenhilfe, die restlichen 10 an Locations, die beteiligt, aber nicht Teil der Kulturliga sind. Für 10 Euro Spende bekommt man außerdem den Sampler “Fragmente der Stadt”, auf dem sich ausschließlich unveröffentlichte Tracks von Künstlern aus Nbg und Umgebung finden.

Alle Streams findet man zur jeweiligen Uhrzeit unter diesem Link: www.twitch.tv/nbghiphub
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Für viele Freiberufler im Kunst- und Kulturbereich waren die vergangenen Wochen nicht nur mit finanziellen Schwierigkeiten, sondern auch mit großer Unsicherheit verbunden: Wo kann ich was beantragen, bin ich antragsberechtigt, wann kommen die 1.000 Euro pro Monat oder doch nicht oder für wen? Ein Teil Unsicherheit wird auch in den kommenden Tagen bleiben, dafür ist die Lage einfach zu neu und komplex und scheiße. Klar ist aber nach der heutigen Pressekonferenz von Markus Söder und Kultusminister Bernd Sibler, dass der Rettungsschirm vergrößert wird: 200 statt 90 Millionen kommen in den Topf. Das ist nötig, damit auch Menschen, die nicht in der Künstlersozialkasse versichert sind, Zugriff darauf haben. Dazu gehören dann zum Beispiel Techniker, Maskenbildner aber auch freie Journalisten, etc. Die Zahl der Begeünstigten verdopple sich von 30.000 auf 60.000. Nachzuweisen ist ein substantieller Beitrag zum Einkommen aus der freien künstlerischen Arbeit.

50 Millionen Euro stehen außerdem für “Spielstätten” (Söder) bzw. “Veranstaltungsbetriebe” (Sibler) bereit, die bis zum Jahresende unterstützt werden sollen. Söder nannte explizit 700 kleine und mittlere Theater und 260 Kinos. Sibler sprach von “Kleine und mittlere Spielstätten aus den Bereichen Theater, Kunst, Kleinkunst, Musik und Kabarett.” Musikschulen und Laienmusikgruppen wie Chöre können ebenfalls je 1.000 Euro beantragen, für sie stehen insgesamt 10 Millionen Euro zur Verfügung. Söder: “Es ist der Versuch, Kultur in der Breite durch Förderung zu erhalten.” Außerdem gibt es einen ersten Hoffnungsschimmer für die Rückkehr von kulturellen Veranstaltungen: "Wir glauben, dass wir Perspektiven für die Zeit nach Pfingsten entwickeln sollen”, so Söder. Man wolle sich dabei an den Hygieneschutzmaßnahmen in Kirchen orientieren. Am 20. Mai soll die Ministerpräsidentenkonferenz über ein solches, bundesweites Konzept entscheiden.

Die Software, so Sibler, ist installiert, die Anträge können auf den Weg gebracht und ab nächster Woche heruntergeladen werden.
Die entsprechenden Anträge findet man, sobald es sie gibt hier:
https://www.stmwk.bayern.de/index.html

Einen guten Überblick über die Hilfsprogramme findet ihr hier:
https://bayern-kreativ.de/aktuelles/corona-erste-hilfe/

Die gesamte Pressekonferenz zum Nachschauen:
https://youtu.be/9zf-x75-YOQ


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