Absage: NueJazz 2020

FREITAG, 13. NOVEMBER 2020, INTERNET

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ANKÜNDIGUNG: NUEJAZZ-DIGITAL-EDITION.
Pressetext: Auf Grund der neuen Corona-Maßnahmen muss das NueJazz 2020-Festival in der geplanten Form abgesagt werden. Mit der live produzierten NueJazz Digital Edition präsentieren die Veranstalter mehr als ein musikalisches Trostpflaster. Festivalleiter Frank Wuppinger: „Es tut uns in der Seele weh, aber wir blicken trotzdem nach vorne. Mit der Digital Edition bieten wir Jazz-Fans eine attraktive Alternative.“

Nürnberg, am 31. Oktober 2020 – Es war angerichtet. Mehr als das. Die Bands waren gebucht und voller Vorfreude, die Helfer instruiert und motiviert, das Hygiene-Konzept akribisch ausgetüftelt und: sämtliche Karten waren im Vorverkauf vergriffen. Doch drei Tage, bevor das Preisträger-Konzert des Bruno Rother-Wettbewerbs am 3. November das achte NueJazz-Festival eingeläutet hätte, kam die Hiobsbotschaft: das Event muss auf Grund des besorgniserregenden Pandemie-Verlaufs in seiner geplanten (und ohnehin schon abgespeckten Form abgesagt werden. „Es tut uns in der Seele weh“, sagt Festivalleiter Frank Wuppinger, „aber es hilft nicht. Die Maßnahmen sind auf Grund der aktuellen Entwicklung aber auch nachvollziehbar.“
Digitales Jazz-Erlebnis, vom BR-Klassik unterstützt: die NueJazz Digital Edition

Dass man bei den Veranstaltern des noch jungen Jazz-Events nicht gewillt ist, in Selbstmitleid zu versinken, zeigt die eilig konzipierte Festival-Alternative: die NueJazz Digital Edition. Gemeinsam mit dem BR/Studio Franken soll ein attraktives Jazz-Format produziert werden. Dabei geben am 13. November vier bis fünf junge Jazz-Acts in der Nürnberger Kulturwerkstatt „Auf AEG“ 30- bis 45-minütige Konzerte. Im Anschluss auf die vom BR/Studio Franken aufgezeichneten Shows bittet Beate Sampson, Jazz-Expertin bei BR-Klassik, zum Musiker-Talk. Noch offen ist, wann die Sendung ausgestrahlt wird. Fest steht aber schon jetzt: Wer wissen möchte, wie die junge deutsche Jazz-Szene tickt, sollte sich die NueJazz Digital Edition nicht entgehen lassen. Und: Das schnell auf die Beine gestellte Format beweist erneut die Innovations-Freudigkeit der Nürnberger Festival-Macher – eine Mentalität, die sich stets auch im NueJazz-Programm spiegelt. Weitere Infos finden sich auf der NueJazz-Facebook-Seite.

Den Käufern der Tickets wird der Eintritt selbstverständlich zurückerstattet.

Die Bands waren gebucht, die Location, Kulturwerkstatt, war vorbereitet, durchgewischt und desinfiziert: Alles bereit für die Rückkehr des NueJazz nach einem Jahr Pause. Was soll man noch sagen: Für diese ostersonntagmäßige Wiederauferstehung hat sich das Team ausgerechnet das denkbar am beschissenst geeignete Jahr ausgesucht. Kurz vor Festivalstart zerhagelt der zweite Lockdown die Planung. NueJazz will trotzdem stattfinden, digital halt. „Es tut uns in der Seele weh“, sagt Festivalleiter Frank Wuppinger, „aber es hilft nicht. Die Maßnahmen sind auf Grund der aktuellen Entwicklung aber auch nachvollziehbar.“ 

Der Alternativplan schaut folgendermaßen aus: In Zusammenarbeit mit dem BR produziert NueJazz die Digital Edition. Am 13. November geben vier bis fünf junge Jazz-Acts aus Nürnberg 30- bis 45-minütige Konzerte in der Kulturwerkstatt auf AEG. Im Anschluss an jedes Konzert findet ein Musik-Talk mit BR-Jazzexpertin Beate Sampson statt. Die Nürnberger Jazz-Show wird von den Fernsehprofis aufgezeichnet, ein Ausstrahlungstermin steht noch nicht fest. 

Für Frank Wuppinger und Team und vor allem für das Publikum soll diese digitale Variante mehr sein, als nur ein Trostpflaster. Ehrlicherweise muss man aber schon sehen, wie bitter diese neue Wendung der Geschichte des NueJazz 2020 ist. Für unsere Print-Ausgabe haben wir Frank noch in der Annahme des Stattfindens interviewt. Darin erzählte er uns unter anderem von seiner großen Vision für das diesjährige Festival, 25 Acts auf Basis einer gemeinsamen europäischen Anstrengung, eine Art “Jazz-Erasmus”. Dieses Line-up stand im März bereits. 

”Erst hat ja keiner so genau gewusst, wie lange das Ganze dauern würde und wir dachten, dass sich die Lage bis zum November wieder beruhigen würde. Je mehr Zeit dann verging, umso klarer wurde es, dass wir das Festival entweder absagen müssen, oder eben komplett um- bzw. neu planen. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir uns aber schon schrittweise an die neue Situation „gewöhnt“, bzw. es wurde immer klarer, dass auch im Herbst keine Normalität zu erwarten ist.”

Zusammen mit Bands, Agenturen, Kooperationspartnern entstand in den kommenden Wochen und Monaten ein neues, sehr hygienisches und, logicherweise, weniger internationales Konzept. 03. bis 08. November, jeden Abend ein Doppelkonzert im Saal plus Kunstausstellung und Konzert im Opernhaus. 

”Natürlich ist es wahnsinnig schade, dass wir den ursprünglichen Plan nicht umsetzen können und die Lage für Kulturveranstaltungen ziemlich mies ist, aber wir alle müssen uns gerade mit der Situation arrangieren und deshalb ist es einfach nur schön, dass wir überhaupt was machen können”, sagte Frank uns noch im September.

Die neue Situation ist eine andere, die jetzt wahnsinnig viele Künstlerinnen und Künstler trifft. Und im Fall eines Festivals natürlich zusätzlich alle Mitarbeitenden und Dienstleister, alle angeschlossenen Gewerbe. Auch wenn die Maßnahmen letztlich verständlich sind und wahrscheinlich zum richtigen Zeitpunkt kommen, ist jede Form der Verbitterung und Resignation jetzt nur zu verständlich und nachvollziehbar. Wir freuen uns, dass das NueJazz nicht den Weg in die Stille gewählt, sondern entsprechend schnell eine Alternative in den Hut rein und dann rausgezaubert hat. 

Noch einmal Frank Wuppinger aus dem von der Realität überholten Interview: “In ein bis drei Jahren wird man vielleicht sehen, welches kreative Potenzial die aktuelle Krise hervorgebracht hat. Jetzt ist’s einfach nur für alle sehr schwierig und für manche Musiker, die nicht unterrichten und hauptsächlich vom Spielen leben, auch eine große Lebenskrise mit teilweise existenziellen Ausmaßen. Umso mehr freuen wir uns, unseren Bands und Livemusikern mit dem Festival eine Präsenz geben zu können!”

Immer auf dem Laufenden bleiben bei uns und auf:
www.nuejazz.de 
  




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NüRNBERG. curt ist Medienpartner und fühlt sich deshalb stolz und geradezu mitnominiert: Das NUEJAZZ Festival, das in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen feierte (großes Interview mit Festivalchef Frank Wuppinger hier), ist für den Deutschen Jazzpreis in der Kategorie Festival des Jahres nominiert. “Wir denken, allein diese Nominierung ist schon eine tolle Sache. Auch, dass ein bayerisches Festival dabei ist, ist bemerkenswert, machen es in dieser Kategorie sonst Berlin, Köln, Hamburg und Moers unter sich aus”, schreibt Frank. Ebenfalls nominiert ist die Queen of Big Band, straight outta Langenzenn, Monika Roscher. Und zwar gleich doppelt! In der Kategorie Album Of The Year für Witchy Activities And The Maple Death und in der Kategorie Composition/Arrangement Of The Year für 8 Prinzessinnen. Hier gehts zu unserem großen Monika-Roscher-Interview.

Die Vergabe findet am 18.04. in Köln statt. curt findet: Da kann  es keine zwei Meinungen geben, NUEJAZZ und Moni Roscher für Jazzpreis, ja!

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