Für eine barrierefreie Kunstwelt: Idyllerei Festival auf AEG

12. JUNI 2026 - 14. JUNI 2026, KULTURWERKSTATT AUF AEG

#Festival, #Idyllerei, #Kulturwerkstatt Auf AEG, #Lebenshilfe Nürnberg, #Outsider Art

Der Kunstraum der Nürnberger Lebenshilfe aka Idyllerei hat sich in den vergangenen Jahren mit großer Liebe zur Sache als internationaler Player in Sachen Brut Art/Outsider Kunst etabliert. Zum dritten Mal findet Auf AEG das Idyllerei Festival statt, diesmal mit einem durch persönliche Kontakte natürlich gewachsenen Schwerpunkt auf Osteuropa. Vom 12. bis 14. Juni werden auf AEG sämtliche Barrieren abgebaut – für mehr Zugang und mehr Durchlässigkeit auf dem Kunstmarkt!

Denn: Idyllerei ist mehr als eine Kunstschau. Dahinter stehen zwei wichtige Erkenntnisse. Erstens, dass Menschen mit Behinderung im allgemeinen Kulturbetrieb in der Regel ausgegrenzt werden. Zweitens, dass das ein Verlust für alle ist. Diesen Künstler:innen eröffnen sich durch ihre Lebensumstände andere Erfahrungswelten als 
Nichtbehinderten. In der Outsider Kunst findet all das statt: die Schmerzen, die Angst, die andere Wahrnehmung des Selbst und der Welt. Bei der Idyllerei haben alle die Möglichkeit, mit dieser Kunst in Kontakt zu kommen, das Publikum und die Galerien und Institutionen, die ein Interesse daran haben, ihre Barrieren abzubauen. 

Das vielgestaltige Festivalprogramm setzt sich zusammen aus bildender Kunst in den Ausstellungsräumen, Theatervorstellungen und Konzerten inklusiver Gruppen/Bands, Workshops, Vorträgen und Dokumentarfilmen. Christian Vittinghoff und Lutz Krutein haben in den vergangenen Monaten ihr Netzwerk auf Konferenzen und Ausstellungen erweitert, unter anderem im tschechischen Brno und der slowakischen Hauptstadt Bratislava, beides Zentren der osteuropäischen Art Brut. Sie kehrten nicht nur beeindruckt von der Arbeit der Kolleg:innen zurück, sondern auch mit jeder Menge Adressen. 

Durch diesen Austausch ergibt sich der Osteuropa-Fokus der diesjährigen Idyllerei mit Beiträgen u.a. aus Prag, Bratislava und Krakau. Ein besonderes Highlight der Ausstellung erreichte den Kunstraum bereits im April, unkommentiert zwischen zwei Pappdeckel gelegt: Meisterwerke aus dem legendären Studio Riera in Havanna, Kuba, die zuletzt auf der documenta15 zu sehen waren. "Wir konnten nicht glauben, was wir da in den Händen hielten", so Lutz Krutein. 

Schon am Eröffnungsabend gibt es eine berühmte Truppe des italienischen Straßentheaters zu sehen: Das teatro due Mondi aus Faenza spielt seit 47 Jahren. Das wortlose Stück Die neun Gebote wird im Innenhof der Kulturwerkstatt gezeigt. Am Samstag bieten die Theaterkünstler:innen auch noch einen Workshop an. Außerdem gibt's Musik auf die Ohren: Metzer 58 ist eine sechsköpfige Band aus Münster, die sich aus Menschen mit und ohne Behinderung zusammensetzt und mittlerweile deutschlandweit tourt. Schaut auf die Uhr: Ihre Konzerte dauern immer 58 Minuten! 

Am Abend wird es noch einmal die Gelegenheit geben den Live-Theater-Science-Fiction-Film The Beginning zu sehen, der aus einer Zusammenarbeit des Brachland Ensembles mit den Lebenshilfen Nürnberg und Region Kassel entstanden ist. Ein magischer Programmpunkt am Sonntag: Das Theater Thikwa aus Berlin zeigt "Mehrjungmann", ein Tanz von Addas Ahmad und Kaveh Ghaemi, der nur mit den Körpern von Angst und Mut, Wut 
und Toleranz, Ungerechtigkeit und Diskriminierung erzählt. 

Die ganze Zeit, ab Samstag, 13 Uhr, wächst derweil die Murmelbahnvon Stephan Schwarzmann und Anett Langer, an der jeder und jede mitbauen darf. Sie ist nicht nur ein Spielzeug, sondern vielmehr ein gemeinsames Kunstwerk voller Leichtigkeit. Kunst kommt überhaupt aus aller Welt nach Nürnberg zur Idyllerei, aus Indien, Thailand, Serbien ... Viele Arbeiten sind zum ersten Mal in Deutschland zu sehen. Die Idyllerei: Garantiert horizont-, wenn nicht gar bewusstseinserweiternd! 

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Idyllerei – Barrierefreies Festival 
12. bis 14. Juni, in der Kulturwerkstatt, Auf AEG
 




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#Festival, #Idyllerei, #Kulturwerkstatt Auf AEG, #Lebenshilfe Nürnberg, #Outsider Art

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ZUKUNFTSMUSEUM / AEG. Das Brachland-Ensemble zieht bei seiner neuesten Produktion alle technischen Register, sie findet nämlich im Zukunftsmuseum statt. Interspecies Families ist vieles: ein Theater-Performance-Talk, Infotainment, TechNovela. Bezugspunkt ist die Familie, die sich nicht mehr nur aus Mensch und Tier zusammensetzt, auch die KI ist Teil des Haushalts. Wir haben Theo Fuchs zur Premiere geschickt, er schreibt: "Es bleibt letzten Endes der Mensch und seine Körperlichkeit im Mittelpunkt. Der bodennahe Ausdruckstanz, den Sarah Plattner im Duett mit einem der Regenwürmer auf dem Körper improvisiert, während Ludger Lamers das Winden und Wälzen filmt, hinterlässt wohl den stärksten visuellen Eindruck der Vorführung." Ganze Besprechung HIER. Weiter geht's mit der TechNovela am 26.04. Dann monatlich bis Oktober. Gäste und Inhalte wechseln, es lohnt sich also, jede Folge zu sehen.

Etwas wieder ganz Anderes präsentiert Brachland in der Kulturwerkstatt auf AEG. Am 09.05. feiert dort The Beginning Premiere, ein inklusives Projekt in Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe, das Science Fiction und Dokumentation, Performance und Film vermischt. Das Projektteam hat sich mit dem Ende der Menschheit auseinandergesetzt, mit dem Weiterleben der Spezies auf fernen Planeten, mit realen Szenarien für die Erde. Auf der Leinwand werden Expert:innen-Interviews zu sehen sein. Auf der Bühne setzt sich die Gesellschaft zusammen, eine mixed-abled Gruppe, die eine Zukunft eerdenkt und vielleicht neue konstruktive Lösungen entwerfen kann. Weitere Aufführungen am 10. und 11.05.

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Brachland-Enssemble
Im Zukunftsmuseum und in der Kulturwerkstatt Auf AEG
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IDYLLEREI. Die Idyllerei-Zentrale, Kunstraum für Menschen mit geistiger Behinderung, zeigt ab 24. Oktober die Arbeiten eines Nürnberger Kultfigur, die manche:r vielleicht über die tolle Doku der Medienwerkstatt kennengelernt hat. Stanley Schulten aka. Mr Wolf. in: Wild and Free – von Wölfen und Autos. Mr Wolf gehört sowohl dem queeren als auch dem autistischen Spektrum an. Mit weiblichen Geschlechtsmerkmalen geboren, identifiziert er sich heute als Mann, häufig aber nicht als Mensch, sondern als Wolfscharakter. Diesen Wolf erweckt er auf Leinwand, in Animationen und vor allem in Comics zum Leben. Momentan arbeitet Schulten an einer zusammenhängenden Geschichte über ein Stiefkind mit Asperger Syndrom: Der Wolf und die Stiefmutter. Lutz Krutein, Leiter der Idyllerei sagt: “Ich habe nie gesehen, dass er an irgendeiner Stelle korrigiert hätte, sondern er hat die Bilder „druckfertig“ im Kopf und zeichnet sofort ins Reine.”

Gelegenheit diesen besonderen Künstler kennenzulernen, bietet ab 24.10. die Ausstellung in der Idyllerei, die auch versucht, der spannenden Frage nachzugehen: Wie kann man etwas werden, was man offensichtlich nicht ist? Vernissage ab 18.30 Uhr. Die Ausstellung läuft bis zum 09.11. und ist den Öffnungszeiten der Idyllerei zu sehen: Do. bis Sa., 14-18 Uhr.

www.idyllerei.de
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AUF AEG. Ein Kunstfestival für all die Kunst, die im tradierten, hochoffiziellen Sektflöten-Betrieb nicht stattfindet. Outsider Art oder Art Brut nennen die Veranstaltenden der Idyllerei das, was vom 31. Mai bis 2. Juni in der Kulturwerkstatt auf AEG gezeigt und stattfinden wird. 
Mit dabei sind natürlich die Künstler:innen aus dem Kunstraum der Lebenshilfe, aber auch viele, viele internationale Gäste.   >>
KULTURWERKSTATT AUF AEG. Seit das Lineup des diesjährigen It Isn’t Happening Festivals öffentlicht ist, sind wir ganz unruhig. Das Team das Livemusik-Clubmusik-bildende Kunst-Experimental-Mashup-Festivals holt Künstler*innen nach Nürnberg, die faszinieren und begeistern und Sachen anders machen. Tolles Ding. Wir haben mit Antares Igel aus der Festivalorga über das diesjährige Konzept, die Kirterien von IIH und das Sitz-Tanz-Feeling gesprochen.   >>
Kultur  13.11.2020
INTERNET . ANKÜNDIGUNG: NUEJAZZ-DIGITAL-EDITION.
Pressetext: Auf Grund der neuen Corona-Maßnahmen muss das NueJazz 2020-Festival in der geplanten Form abgesagt werden. Mit der live produzierten NueJazz Digital Edition präsentieren die Veranstalter mehr als ein musikalisches Trostpflaster. Festivalleiter Frank Wuppinger: „Es tut uns in der Seele weh, aber wir blicken trotzdem nach vorne. Mit der Digital Edition bieten wir Jazz-Fans eine attraktive Alternative.“

Nürnberg, am 31. Oktober 2020 – Es war angerichtet. Mehr als das. Die Bands waren gebucht und voller Vorfreude, die Helfer instruiert und motiviert, das Hygiene-Konzept akribisch ausgetüftelt und: sämtliche Karten waren im Vorverkauf vergriffen. Doch drei Tage, bevor das Preisträger-Konzert des Bruno Rother-Wettbewerbs am 3. November das achte NueJazz-Festival eingeläutet hätte, kam die Hiobsbotschaft: das Event muss auf Grund des besorgniserregenden Pandemie-Verlaufs in seiner geplanten (und ohnehin schon abgespeckten Form abgesagt werden. „Es tut uns in der Seele weh“, sagt Festivalleiter Frank Wuppinger, „aber es hilft nicht. Die Maßnahmen sind auf Grund der aktuellen Entwicklung aber auch nachvollziehbar.“
Digitales Jazz-Erlebnis, vom BR-Klassik unterstützt: die NueJazz Digital Edition

Dass man bei den Veranstaltern des noch jungen Jazz-Events nicht gewillt ist, in Selbstmitleid zu versinken, zeigt die eilig konzipierte Festival-Alternative: die NueJazz Digital Edition. Gemeinsam mit dem BR/Studio Franken soll ein attraktives Jazz-Format produziert werden. Dabei geben am 13. November vier bis fünf junge Jazz-Acts in der Nürnberger Kulturwerkstatt „Auf AEG“ 30- bis 45-minütige Konzerte. Im Anschluss auf die vom BR/Studio Franken aufgezeichneten Shows bittet Beate Sampson, Jazz-Expertin bei BR-Klassik, zum Musiker-Talk. Noch offen ist, wann die Sendung ausgestrahlt wird. Fest steht aber schon jetzt: Wer wissen möchte, wie die junge deutsche Jazz-Szene tickt, sollte sich die NueJazz Digital Edition nicht entgehen lassen. Und: Das schnell auf die Beine gestellte Format beweist erneut die Innovations-Freudigkeit der Nürnberger Festival-Macher – eine Mentalität, die sich stets auch im NueJazz-Programm spiegelt. Weitere Infos finden sich auf der NueJazz-Facebook-Seite.

Den Käufern der Tickets wird der Eintritt selbstverständlich zurückerstattet.  >>
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