Kult und Tumult: Das Festival, das Probleme löst

3. SEPTEMBER 2021 - 4. SEPTEMBER 2021, KULTURWERKSTATT AUF AEG

#Auf AEG, #Ausstellung, #Festival, #Kult & Tumult, #Kulturwerkstatt Auf AEG, #Kunst, #Performance

Das war schön, voriges Jahr, als das Kult und Tumult zum ersten Mal stattfand und die Kulturwerkstatt gleich vier Wochen lang beglückte. Das Kult und Tumult wollte zwar Kunst zeigen und Musik, aber auch Probleme kommunizieren und auf der Bühne  z.B. über Freiräume für die Kulturschaffenden sprechen. In diesem Jahr geht‘s weiter. Nun sind die Lösungen dran und Thema der von Kollektiven gestalteten Ausstellung und des Liveprogramms. curt fragte nach bei Basti Schulze aus dem Orga-Team.

CURT: Ihr habt euch in der Ausstellung und den Diskussionen im vergangenen Jahr mit den Problemen der freien Szene auseinandergesetzt: Welche wurden denn da vor allem identifiziert?
BASTI: Konkret „neu identifiziert“ in dem Sinne wurden keine. Vielmehr war und ist unser Ziel auf die vorhandenen und bereits bekannten Probleme aufmerksam zu machen und sie nach außen zu kommunizieren. Dabei ging es z.B. um Finanzierung, Kommunikation zwischen Stadt und Subkultur und vor allem um das Thema Freiraum. Letztes Jahr noch der Blick in die Zukunft und jetzt ganz aktuell: Künstler müssen das Nordareal auf AEG räumen, der BBK muss aus den Gebäuden der Designoffices raus, Kulturoasis e.V. sucht neuen Raum und Projekt 31 kämpft auch gerade darum, in ihrem Haus bleiben zu dürfen. Es ist also klar, dass Raum momentan absolute Mangelware ist. Wenn wir hier nicht gemeinsam aktiv werden, ist Nürnberg zukünftig kein attraktiver Boden für freie Kulturschaffende mehr.

Jetzt soll es in diesem Jahr um Lösungen gehen.
Genau. Letztes Jahr hat es das Fuzzi Kollektiv schon vorgemacht und ein Konzept für ein gemeinsames Zusammenleben zwischen Skatern und Anwohnern im öffentlichen Raum entwickelt. Das fanden wir gut und wollten dieses Jahr „Lösungsfindung“ zu unserem Kernthema machen. Für das Thema „Raum“ ist letztes Jahr der Raumkompass ins Leben gerufen worden, der leerstehende Räume für Kultur sichtbar macht. Um das Thema Kommunikation anzugehen, war ein Nachtbürgermeister im Gespräch, ob da was Konkreteres in Planung ist, weiß ich leider nicht. Kult und Tumult soll natürlich auch Teil der Lösung sein. Wir wollen vernetzen, Raum schaffen und auch finanzieren. Letztes Jahr hatten wir mit N2025 natürlich Glück und konnten durch eine größere Fördersumme einiges an die Künstler weitergeben. Dieses Jahr werden wir mehr auf die Hilfe der Besucher angewiesen sein und deshalb an den Veranstaltungstagen auch Eintritt verlangen.

Die Ausstellung, die sich mit den Lösungen auseinandersetzt, wird von Nürnberger Kollektiven gestaltet. Wie weit ist die Planung?
Wie auch letztes Jahr um diese Zeit ist noch fast alles auf Null. Wir gehen momentan auf Kollektive und freie Kulturschaffende zu und fragen, ob und inwiefern sie sich beteiligen wollen. Da geht es aber nicht nur um die Ausstellung, die dieses Jahr etwas weniger Raum einnehmen wird, sondern auch um Workshops, die wir tagsüber anbieten wollen und um Live-Performances in Form von Musik, Tanz, darstellender Kunst und vieles mehr. Momentan kann man es sich noch raussuchen, in welchem der drei Bereiche man etwas zu KultUndTumult beitragen will. Wer gerne teilnehmen will, kann uns ganz einfach über unseren Instagram-Kanal kontaktieren oder uns eine Mail senden.

Als Eröffnung gibt es ein Wochenende lang Festival, Details übers Programm folgen. Worauf dürfen wir uns freuen?
Wie auch letztes Jahr wird es ein bunt gemischtes Programm aus Tanz, Theater und Musik geben. Dabei wird der gesamte Innenhof der Kulturwerkstatt bespielt. Wir sind da ja auch schon im Gespräch, wie Ihr euren Teil dazu beitragen könnt ... (grinst) Mehr kann ich hier wirklich noch nicht sagen, einfach aus dem Grund, weil wir noch mitten in der Planung sind und noch nichts fest steht.

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Kult und Tumult
1 Wochenende Festival, 4 Wochen Ausstellung.
Los geht‘s am 3. und 4. September. curt ist auch dabei, irgendwie (tba).
Kulturwerkstatt Auf AEG, Fürther Str.244 D.

Du willst/ihr wollt dabei sein?
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Ausstellung im
Defethaus, Nbg, bis 08.10.

OUTPUT
Fotoszene Open-Air geht in eine neue Runde: Im Rahmen der diesjährigen FreiLuftGalerie Fürth zeigt die fotoszene nürnberg e.V.* - forum freier fotografen, wieder Kunst im öffentlichen Raum, diesmal im Stadtpark Fürth. „Not macht erfinderisch“ besagt eine Redewendung, wenn wichtige Dinge fehlen und besondere Ideen vonnöten sind, um dennoch zum Ziel zu kommen. So waren die durch die Corona-Pandemie bedingten Einschränkungen Grund dafür, dass die fotoszene nürnberg e.V.* den öffentlichen Raum für sich und die Fotografie als Präsentationsplattform entdeckt hat. Beginnend mit einer großen Ausstellung anlässlich des Internationales Fotofestival Nürnberg 2021 im Nürnberger Stadtpark, folgte deren Präsentation im Stadtgarten Roth. Der Gedanke, im Freien einen „white cube“ zu installieren, das heißt, ein Ausstellungsforum einzurichten, das den Interessierten in den Weg gestellt ist und ohne Schwellenhemmnis betreten werden kann, führte schließlich zu neun Open-Air-Ausstellungen an einem Bauzaun rund um die St.Lorenzkirche in der Innenstadt Nürnbergs.
Doch das war mal, der Bauzaun steht längst nicht mehr. In der FreiLuftGalerie Fürth sind Arbeiten von James Edward Albright jr., Mile Cindric, Günter Distler, Tim Händel, Stefan Hippel, Steffen Kirschner, Lena Mayer, Jutta Missbach, Rudi Ott und Jens Wegener zu sehen.
Open-Air-Ausstellung im Stadtpark Fürth, noch bis 25.09.

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fotos zene nürnberg*
www.die-fotoszene.de
Festivalhomepage: www.fotofestivalnuernberg.de


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