72. Musikfest ION: Große Musik an Orten mit grosser Aura

23. JUNI 2023 - 2. JULI 2023, NüRNBERG

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St. Sebald, St. Lorenz, die Karthäuserkirche des Germanischen Nationalmuseums, St. Egidien, St. Elisabeth, St. Martha – das 72. Musikfest ION bringt vom 23. Juni bis 2. Juli große Musikaufführungen in sakrale Räume mitten in Nürnberg. Das Festivalprogramm unter der Leitung von Moritz Puschke ist gewohnt hochkarätig und international. Um sich daran zu erfreuen, muss man weder religiös noch Klassiknerd sein, es reichen Begeisterungsfähigkeit für Musik, für schöne Orte und ein wenig Open Mindedness.

Halt lautet das vieldeutige Motto des diesjährigen Musikfests. Denn die Musik soll mehr sein als nur Berieselung, sie soll Anlass liefern, über gesellschaftliche Fragen nachzudenken und ins Gespräch zu kommen: Die wankende Welt braucht Halt, Entwicklungen in die falsche Richtung verlangen nach Einhalt, bestimmte Themen nach Haltung. Das Konzept des Festivals holt Musik mit all ihren überzeitlichen Botschaften aus der Tiefe der Geschichte und überführt sie an auratischen Orten in eine spannende Zukunft.

Das Programm setzt sich aus 22 Konzerten unterschiedlichster Art zusammen, hinzu kommen Festgottesdiente und Begleitprogramm. Wir haben ein paar Programmpunkte ausgewählt:
Ganz am Anfang steht die Arbeit der Dirigentin und Musikpädagogin Friedhilde Trüün, die mit einem Chor aus 230 Nürnberger Kindern ein Bach-Programm erarbeitet, das in St. Lorenz aufgeführt wird (23.06 und 24.06.). Natürlich dürfen auch große „Klassiker“ der abendländischen Musikgeschichte beim Musikfest nicht fehlen: Die Audi Jugendchorakademie und die Akademie für Alte Musik Berlin interpretieren das Elias-Oratorium von Felix Mendelssohn-Bartholdy mit über 100 stimmgewaltigen Mitwirkenden in St. Sebald (24.06.). Und das Ensemble Polyharmonique, internationales Künstler*innenkollektiv aus sechs Sänger*innen, widmet sich in in St. Lorenz Claudio Monteverdis Marienvesper (01.07.), ein, wie man so schön sagt, Epoche-machendes Werk der Barock-musik. Spannend: Bei der Aufführung erklingen historische Instrumente wie etwa Dulzian, Barockharfe und Viola da gamba.

MUSIKFEST ION heißt auch, dass in Nürnberg neue Kooperationen entstehen. Die vor 50 Jahren gegründeten Tallis Scholars gelten als einer der besten Chöre der Welt. In einem Workshop werden sie die jungen Sänger des Windsbacher Knabenchors coachen und mit ihnen gemeinsam Werke von Johann Sebastian Bach und William Byrd nach St. Sebald (26.06.) bringen.
Im Nightflight in St. Egidien (24.06. um 23 Uhr) demonstrieren sechs Frauen, wie mit A-cappella-Gesang ein schwereloser Sound entstehen kann: Sjaella sind nach ihrem umjubelten Streamingkonzert 2020 endlich wieder in Nürnberg. Sie demonstrieren, wie das Alte und das Neue in ungeahnten Harmonien zusammenfinden.
Ähnlich Masaa, Gewinner des Deutschen Jazzpreises, die in der Kartäuserkirche zeigen, was passiert, wenn Jazz auf arabische Verse trifft (27.06.). Und auch wenn der Pianist Kaan Bulak in St. Sebald auf den Regisseur Tristan Braun trifft, soll etwas völlig Neues herauskommen. Salz nennt sich die Forschungsarbeit auf der Suche nach der Essenz des Glaubens. Im Rahmen des Wandelkonzerts (28.06.) werden auch die Organistin Sylvia Ackermann, die Sopranistinnen Viola Blache und Beate von Hahn sowie die Lyrikerin Susanne Middendorf zu hören sein.
Aus der Künstlerresidenz in der Elbphilharmonie kommt das Ensemble Resonanz nach Nürnberg, das sich als experimentierfreudiges und intermedial arbeitendes Künstlerkollektiv einen Namen gemacht hat. In St. Egidien (30.06.) verknüpft das Ensemble europäische Barockmusik mit modernen Instrumentalwerken, einem ganz neuen Werk der amerikanischen Komponistin Chaterine Lamb und der traditionellen Musik der korsischen Vokalgruppe A Filetta.
Aber auch der gute alte Pop bekommt seinen Platz beim Musikfest ION: Drei Sängerinnen und Multiinstrumentalistinnen widmen sich einem der wichtigsten und berührendsten Alben der Musikgeschichte: „Blue“ von Joni Mitchell. The Joni Project ist der Nightflight in der Kirche St. Martha (30.06.).
Ganz und gar aus der Reihe fallen die sechs Männer von Metaklapa, die in Lederjacken und Iron-Maiden-Shirts auf ihrem Bandfoto posieren, als hätten sie sich im Festival geirrt. Haben sie aber nicht! Die Kroaten bringen in der Nacht (01.07.) ihre Version von A-Cappella-Musik, in der die Musikkultur ihrer Heimat mit ihrer Liebe zum Heavy Metal zusammenkommt, nach St. Egidien.

Jedoch nicht nur in den Kirchen wird das Musikfest ION präsent sein. Eine besonders spektakuläre Installation kann schon ab 21.06. und bis Festivalende am Hauptmarkt besucht werden. Mittels Virtual Reality wird hier die Himmelsburg wieder aufgebaut, also die Weimarer Schlosskapelle, in der Johann Sebastian Bach himself als junger Mann als Organist arbeitete. Die Schlosskapelle wurde beim Schlossbrand 1774 zerstört – dank der digitalen Technik kann man sich auf ihren Bänken niederlassen und dem Bachchor lauschen. Der Eintritt ist frei, eine Tour dauert 10 Minuten.
Für das Abschlusskonzert am 02.07. in St. Sebald konnte man eine der bekanntesten Bands ihrer Art gewinnen: die NDR Bigband. Der Jazzmusiker und Komponist Geir Lysne vereint die Bigband, das Vokalensemble St. Lorenz und Florian Weber an der Orgel von St. Sebald. Mit seinem neuen Werk macht sich der Norweger LYSNE auf die Suche nach dem Klang der Sehnsucht nach Frieden.
Diese Sehnsucht haben wir sicherlich alle. Wir sind gespannt, wie sie sich anhört!

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Diese und alle weiteren Fragen kann uns Moritz Puschke beantworten. Er gestaltet Seit 2019 das Programm des Musikfests ION, erst als Künstlerischer Leiter, seit 2021 als Geschäftsführender Intendant.

Moritz, was erwartet uns bei der ION?
Die kurze Antwort wäre: Zehn Tage Glück! Es ist wirklich so, dass wir immer wieder beobachten, wie Leute zu uns kommen, reingehen in die Kirchen, eine oder zwei Stunden sich total in die Musik hineinbegeben, sich fallen lassen … Und dann kommen sie berührt, beseelt und, ja: glücklich raus. Dafür muss man kein Klassik-Experte sein oder religiös oder so. In der Aura dieser Räume, mit der Akustik, mit leidenschaftlichen Künstler:innen aus ganz Europa, da muss man sich nur öffnen und wird beschenkt von Klängen. Deswegen will ich auch gar nicht die einzelnen Konzerte alle aufzählen. Ja, es kommen echte Weltstars, es gibt Gipfelwerke der klassischen Musik, es gibt unglaublich schönen A-cappella-Gesang, das Jazzkonzert im GNM mit Masaa ist schon ausverkauft! Wir werden Songs von Iron Maiden in der St. Egidien hören, a cappella gesungen im traditionellen dalmatinischen Stil.
In St. Martha nachts um 11 gibt es eine Hommage an Joni Mitchells Album „Blue“ mit drei Musikerinnen, die sonst mit BAP oder Udo Lindenberg auf der Bühne stehen oder wie neulich vor dem englischen König Beatles-Songs spielen! Am besten wirklich einfach vorbeikommen und ausprobieren. Und wer unsicher ist oder Infos braucht, kann uns ja einfach schreiben oder anrufen. Wir finden dann schon den richtigen Abend.

Was ist neu bzw. anders?
Neu, nun ja, das Programm hat es so noch nicht geben. Und etliche Künstler:innen sind das erste Mal überhaupt in Nürnberg. Wirklich neu ist eine Zusammenarbeit mit dem Deutschen Musik-Rat und dem Forum Dirigieren. Irrsinnig begabte Dirigent:innen aus Deutschland, Litauen und Südkorea kommen zu uns zu einer Masterclass. In Nürnberg werden Meister:innen gemacht! Und dieser Baustein fehlte uns bisher noch. Jetzt binden wir Dritt- und Viertklässler bei SingBach ein, initiieren Workshops und Coachings für die Jugendlichen der Jugendkantorei Nürnberg und die Jungs vom Windsbacher Knabenchor und jetzt eben auch noch die junge Dirigier-Elite. Auch Kantoreien sind mit im Boot. So haben wir eine musikalische Rundum-Versorgung für Nürnberg geschaffen, wie ich sie mir immer gewünscht habe.  Exzellenz UND Breitenwirkung in einem. Dass wir diese Festival-Architektur in wenigen Jahren und trotz Corona so entwickelt haben, finde ich großartig.
Der Punkt ist, dass wir von Jahr zu Jahr lernen, wohin sich das Musikfest entwickeln muss. Ich verstehe die Stadt besser, komme mit sehr vielen Menschen in Berührung, höre zu, diskutiere, probiere aus und so nimmt das Festival organisch einen bestimmten Weg. Wir haben da im Team eine herrliche Gesprächskultur entwickelt, gehen im Spätsommer auch gern in Klausur ins Kloster, um immer wieder Neues zu entwickeln, Marketingstrategien zu verfeinern, Kommunikationswege zu erweitern oder neue zu erschließen. Wir bauen unser digitales Angebot aus und gehen den Medienwandel mit und nehmen ihn für unsere Arbeit an. Und so, wie die Resonanz ist in der Stadt, bei den Künstler:innen, in der Kulturpolitik, glaube ich, dass unsere Idee zeitgemäßer Festivalkultur richtig ist. Zumindest entwickelt sich das Musikfest ION wirklich gut. Ich meine, wir hatten letztes Jahr trotz bundesweiter Konzert-Krise 25% mehr Konzertbesucher:innen als vor der Pandemie und auch dieses Jahr sieht es echt gut aus im Vorverkauf!

Was macht das neue Refugium mit euch?
Das ist echt ein Traum! Und ein Geschenk. Diese Räume sind inspirierend. Wir merken, dass sie auch sehr kommunikativ sind, wie eine Insel der Möglichkeiten inmitten der Stadt. In den neuen Räumen in der Winklerstraße 13 in einem der ältesten Häuser der Stadt können wir richtig gut arbeiten. Und Leute einladen. Wir haben auch einige Ideen für das Haus, wie wir über das Festival hinaus Begegnungsorte schaffen können. Aber die erzähle ich ein andermal. Sicher ist, dass ich einfach gern mit anderen Menschen in den Dialog gehe – mal offen, mal geschützt und privat. Mir tun Begegnungen gut und sie beflügeln mein Denken und meine Arbeit. Und das geht in der Winklerstraße einfach besonders gut. Und als neulich erstmals die Frühlingssonne in den Innenhof strahlte, das war einfach magisch und da habe ich innegehalten und gemerkt: ja, hier bin ich richtig glücklich.

Was macht das regionale Netzwerk?
Das wächst und verfestigt sich. Es tun sich immer neue Verbindungen auf. Meine Vorstellung von Kultur ist ja eh sehr stark dialogisch. Ich weiß schon genau, was ich will und kämpfe für meine Ideen und Überzeugungen. Aber ich weiß auch, dass wir in einer Stadt nur etwas bewegen können, wenn sich Menschen unterschiedlichster Art zusammentun. Nur Freigeister an einem Tisch, das geht auch schief. Aber wenn zu dem Freigeist eine Expertin für Organisationsstrukturen kommt oder ein Innenarchitekt mitdenkt oder ein Anwalt dazwischengrätscht oder wenn Menschen mit Ideen auf Menschen mit finanzieller Stärke treffen, dann ist es zwar erstmal anstrengender, weil man viel Zeit braucht, um sich aufeinander einzuschwingen, aber am Ende kann ich nur so wirklich große Ideen verwirklichen. Und da habe ich noch eine Menge im Kopf. Mal sehen, was wie und wann gelingt.

Wo geht die Reise hin – bei der ION. In Nbg an sich?
Für das Musikfest kann ich das konkret machen: Wir werden weiter unseren Kultur- und Musikbegriff öffnen und durchlässig machen. Was ist spirituelle Musik? Was suchen oder finden Menschen bei Konzerten in Kirchen, das sie im Club oder Konzertsaal so nicht haben? Und da kommt eben nächstes Jahr Wolfgang Niedecken zu uns und gibt einen sehr persönlichen Abend – in einer Kirche. Oder der crazy Organist, queere Aktivist und Modeikone Cameron Carpenter wird aus der Orgel in St. Sebald alles rausholen, was geht. 2025 wird uns „80 Jahre Kriegsende“ beschäftigen und wir werden dieses Themenfeld künstlerisch durchdringen. Und 2026 wird das Musikfest ION 75 Jahre alt. Da werden wir einen richtigen Jubiläumsjahrgang entwickeln, der zeigt, wohin wir uns als Festival dann seit 2019, als ich hier angefangen habe, entwickelt haben. Wir führen ja permanent mit uns selbst eine Qualitätsdebatte als Zukunftsdebatte. Weil ich überzeugt bin, dass diese künstlerische Qualität die Voraussetzung z.B. für Kulturförderung sein sollte.

Und die Reise in Nürnberg, oder besser: von Nürnberg?
Ich laufe durch die Innenstadt, sehe Leerstand, verbunden mit Krisengefühlen. Gleichzeitig ist überall diese Sehnsucht nach Verweilen, nach Zusammenkommen, nach naturnaheren Orten in der Innenstadt. Und parallel dazu gibt es Menschen, die über Musik, Architektur, Natur und Wandlungsprozesse mit hoher Expertise nachdenken. Irgendwie sind diese beiden Felder noch nicht miteinander verbunden. Was wir Kulturschaffenden nun mal einbringen können, ist freies, auch utopisches Denken, verbunden mit der Fähigkeit zur Inszenierung, mit Vorstellungen davon, wie man Menschen versammelt und glücklich macht. Wir als Innenstadt-Festival möchten uns da gern einbringen und uns mit den vielen guten Köpfen Nürnbergs vernetzen und echt was bewegen. Weil es ohne Bewegung nicht gehen wird.
Vielleicht ein Beispiel: Vor fünf oder zehn Jahren konnte natürlich niemand ahnen, dass das Galeria-Gebäude 2023 geschlossen werden würde. Jetzt ist es aber so gekommen. Ich laufe am Tag der Nachricht da lang und sehe natürlich sofort die riesen Chance, ein modernes Konzerthaus, ein Stadtteilhaus und Kreativitätszentrum mit Saal, Probenräumen, Gastro, modularen Konzepten und so weiter da reinzubauen. Einmal frei gedacht würde ich sagen: alle bisherigen Pläne auf Halt setzen, Luft holen, nachdenken und dann diese Chance ergreifen! Und ich bin mir ziemlich sicher, dass da was Großes mit hoher Akzeptanz entstehen würde. So könnten Entwicklungen eben auch laufen, wenn das „wilde Denken“ mehr Gehör finden würde. Die Menschen dafür sind jedenfalls da.


72. Musikfest ION
Vom 23. Juni – 2. Juli 2023
in den Kirchen St. Egidien, St. Lorenz, St. Martha, Kartäuserkirche, St. Elisabeth und St. Sebald.

CURT VERGIBT JE 2x2 FREIKARTEN für:
SJAELLA am Samstag, 24.06., 23:00, Egidienkirche 
und
METAKLAPA am 01.07., 23:00, Egidienkirche

Schickt uns einfach eine Mail mit dem Betreff “ION SJAELLA” oder “ION METAKLAPA” sowie euren vollständigen Namen an Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, du musst Javascript aktivieren, damit du sie sehen kannst und wir schicken euch auf’s Konzert!

 




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