Theaterwegweiser im September

SONNTAG, 1. SEPTEMBER 2019

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Endlich wieder ganz grosse Verdi-Oper in Nürnberg, Sing meinen Song bei Erlanger Bombenstimmung und das Maxim köpft den Champagner bis auf weiteres bei Heissman & Rassau neben dem Fürther Bahnhof.

ÄRGER MIT DEN ALTEN GRIECHEN,
KRIEGSSHOW IM URWALD,
ABER DAS „GOSTNER“ FEIERT FRIEDLICH 40. GEBURTSTAG
VOM HINTERHOF DER AUSTRASSE BIS NACH GIBITZENHOF


Jetzt geht also das ganze Theater wieder los, zunächst ausgewogen geist- und kalorienreich: Mit einem „Spielzeit-Eröffnungsfest“ des Staatstheaters auf der Schauspielinsel am 21. September (öffentliche Probe zwischen ebensolchem Kaffeetrinken, Kochshow und Szenen-Potpourri mit Saison-Perspektive), einem „Spielzeiteröffnungs-Brunch“ samt gemischtem Probensalat am 22. September im Erlanger Markgrafentheater, dem „Tag der offenen Tür“ mit Grill und Zapfhahn zur gleichen Zeit im Fürther Stadttheater und eine Woche vorher mit der vermutlich von „knallharten Champagner-Feten“ umstellten Jubelfeier für „40 Jahre Gostner Hoftheater“ am 14. September im Hubertussaal/Gibitzenhof. Erst danach beginnt die Tagesordnung der Spielpläne.
Das waren noch Zeiten, als ein zugereister Fürther Theaterdirektor im Herbst anno dazumal sein erstes Programm ohne Sachkenntnis der übergriffigen Straßenkirchweih-Bedeutung machte und verblüffte  Abonnenten eine Woche lang die Mietklassik mit gratis Karussell-Soundtrack, fröhlich live von draußen wie eine akustische Soße über der Tragödie, erleben ließ. Fast so schlimm wie der einstige Erlanger Bühnenchef, der zu Pfingsten der Bergkirchweih trotzend die andere Kultur anzapfen wollte und vereinsamt die Massen zielsicher vorbei an seinem Haus zum bzw. zur wahren Maß der Dinge pilgern sah. Inzwischen sind diesbezüglich die Kraftverhältnisse geklärt, wo die Stimmung lokalpatriotisch steigt, macht die Kunst lieber diskret Sendepause. In Nürnberg brauchte die jährliche Erweckung der spätsommerlich dahingedämmerten Szene für den ersten Sprung ins Neue seit jeher pädagogische Hilfestellung – aus der nach den großen Ferien zögernd wieder formierten Pauschalbeglückung der Schulplatzmiete, was den offiziellen Starttermin der Theatermacher diskret immer weiter in den Oktober rutschen ließ. Erst das Team um Staatsintendant Jens Daniel Herzog und Schauspieldirektor Jan Philipp Gloger nutzte im Vorjahr zwangsläufig wieder den September, um eine Menge anstehender Neuinszenierungen schnellstens unterzubringen und legt jetzt in der zweiten Runde mit zwei frühen Großpremieren nach. Auch Erlangen meldet sich per Uraufführung früh zurück, aber Türöffner der Premieren-Saison bleibt traditionell das Gostner Hoftheater.     


STAATSTHEATER NÜRNBERG

MUSIKTHEATER – Eine ganze Opern-Saison ohne Verdi, das war im ersten Jahr der neuen Nürnberger Intendanz von Jens-Daniel Herzog eine spektakuläre Schwachstelle. Nun gibt es Salben für die Wunde, neben der Neuinszenierung der anspruchsvollen Grand-Opera-Alternative „Don Carlos“ ist die Wiederkehr jener kurios unterhaltsamen „Nabucco“-Deutung angekündigt, in der zur Überraschung des Publikums vor neun Jahren das Bibelspiel samt schunkelndem Gefangenenchor von augenzwinkernder Stummfilm-Ästhetik umgarnt wird. Dagegen müssen nun die kundigen Wagnerianer, die für die Folgesaison schon mobile  „Meistersinger“, geformt von Herzogs Händen bei den Osterfestspielen an der Salzach, auf dem Umweg von Salzburg über Dresden fest im Blick haben, ein Jahr lang heilfasten. Die Lust auf Raritäten wird umfassend vielsprachig bedient: italienisch barock (mit Cavallis „La Calisto“), französisch gefühlig (Werthers „Manon“), russisch schwermütig (Rubinsteins „Der Dämon“), englisch dramatisch (Brittens „Peter Grimes“), deutschsprachig zeitgenössisch (Parras „Die Wohlgesinnten“) – und mit Leonard Bernsteins „West Side Story“, die einst deutsche Erstaufführung in Nürnberg hatte, steht der Kassenknüller der Saison wohl auch schon fest. Die latente Suche nach dem Operettenwunder schwenkt vom Revue-Berlin um den „Ball im Savoy“ ins britische Nonsens-Museum, wo das Duo Gilbert & Sullivan (Autor & Komponist) lange vor den Monty Pythons die Albernheit zum Entertainment-Prinzip erhob. „Die Piraten von Penzance“ lassen Polizisten und höhere Töchter mit Seeräubern um Pointen und schmissige Melodien ringen. Sie gelten daheim als Kulturerbe. Der Ruf des Jux-Stückes ist in Deutschland bislang theoretisch besser als der Erfolg der wenigen Aufführungsversuche – da könnte Nürnberg also Pionierarbeit leisten.

TANZTHEATER – Es gibt keinen Choreographen von Rang, der beim Blick auf Strawinskys LE SACRE DU PRINTEMPS nicht im Innersten zucken würde. Auch Goyo Montero konnte kaum länger widerstehen, arbeitet an der Uraufführung seiner Deutung der Skandalhistorie. Er holt als Partner Douglas Lee, den er schon 2014 zu „Made for us“ für Nürnberg entdeckte, zum Puppenspiel PETRUSCHKA für den Doppelabend STRAWINSKY. Vor der Dezember-Premiere steht ab 11. Oktober das Comeback für die wunderbar gelungene Gender-Trilogie KYLIAN/GOECKE/MONTERO an, wo ein Frauen-Ensemble, eine Männer-Compagnie und die gemischte Formation nacheinander souverän springbereit Antworten auf tausend Fragen umkreisen. Zuvor noch im September das Begrüßungsritual: Montero stellt den Fans sein aktuelles Ensemble vor.

SCHAUSPIEL – Am Ende der Saison wird schon wieder Shakespeares Komödie „Was ihr wollt“ stehen (sahen wir zuletzt in Regie von Stefan Otteni, zuvor von Peter Hathazy und Wolfram Mehring), der Anfang gehört mit den „Bakchen“ des Euripides dem Versprechen, die lang vernachlässigte Antike für und in Nürnberg zu pflegen. Ibsens „Nora“ und Kleists „Amphitryon“ sind die weiteren Klassiker-Grundpfeiler im ansonsten auch beim Rückgriff in die Vergangenheit absolut der Gegenwart zugewandten Sortiment. Neben den Ur- und Erstaufführungen an den kleineren Spielstätten dürfte im großen Haus von Boris Nikitin (er setzte vor einem Jahr mit seiner „Gefälschten Predigt über das Sterben“ zwei Gospelchöre in Bewegung)  „1999.2000. Erste Staffel“ mit der Textkombination aus Orwell, Tschechow und Reality-TV das heftigste Experiment werden. Sofern nicht zwei Unternehmungen des Hausherrn mit unbewusster Rückkoppelung für Furore sorgen. Gloger öffnet die weite Szene für Peter Handkes Kammerspiel KASPAR (was Günther Büch kurz nach der Uraufführung mit dem spanischen Pantominen José Luis Goméz denkwürdig sensationell um 1968 realisierte) und holt für Arthur Schnitzlers lange Jahre mit Bühnenverbot belegtes Erotik-Ringelspiel DER REIGEN (was Hansjörg Utzerath gleich nach der späten Freigabe in Berlin und Nürnberg inszenierte) die Kollegin „Hausregisseurin“ Anne Lenk zur Duo-Regie für den kompetenten Doppelblick auf „Weiblichkeit“ und „Männlichkeit“ im einst so sehr als schlüpfrig verrufenen Text mit den Pünktchen zu gewissen Anlässen. Sollten Fragen offen bleiben, steht das Recherche-Projekt SEX ARBEIT bereit. Gelächter wird auch wieder straff geplant: In „The Legend of Georgia McBride“ muss ein Elvis-Imitator auf Drag-Queen umschulen, was der Travestie-Show jedes Scheunentor öffnet.

ZUR ERSTEN RUNDE DER SAISON

BALLETTPRÄSENTATION – Seine wieder neu formierte Compagnie aus 22 Tänzer*innen stellt Spartenchef Goyo Montero in einer 90-Minuten-Matinee vor. Die nach Selbsteinschätzung „ereignisreiche“ Spielzeitplanung ebenfalls: Vier Welturaufführungen, sieben Gastchoreographen, elf Produktionen, eine Gala – alles sorgfältig nachgezählt. Und dazu die Philharmoniker-Chefin höchstpersönlich am Pult, die ihre frisch gesammelte Erfahrung mit Strawinskys Frühlingsopfer danach auch für Konzertgastspiele mit den Philharmonikern der Stuttgarter Staatsoper weiterverwertet.
Termin: 28. September um 11.30 Uhr im Opernhaus.

PREMIERE – Der meistgespielte deutsche Gegenwartsautor Roland Schimmelpfennig, mit seinen Stücken „Besuch bei dem Vater“ und „Der Goldene Drache“ schon in Nürnberg zu sehen, hat die zeitlos durch tausende Jahre Theatergeschichte zirkulierenden „Bakchen“ des Euripides neu in deutsche Sprache übertragen und schickt sie als DIE BESESSENEN in eine weitere Untergangsrunde. Regisseur Jan Philipp Gloger knüpft damit an seine höchst respektablen „Troerinnen“ vom Oktober 2018 an. Gezeigt wird eine beispielhafte Gesellschaft, die mit festem Griff von Pentheus und seiner Mutter (es spielen Sascha Tuxhorn, Ulrike Arnold) auf Kurs gehalten wird, radikal in der Tren-nung zwischen Männern und Frauen, unnachsichtig im tyrannischen Klassenbewusstsein, auf Machterhalt und Systembestätigung  getrimmt. Doch Dionysos und sein Fanclub der Mänaden (Annette Büschelberger, Anna Klimovitskaya, Cem Lukas Yeginer) durchbrechen die scheinheilige Ordnung mit Bosheit und Lust. Der Stoff liegt im Trend, in München war Tanzgröße Wim Vandekeybus dran, am Wiener Burgtheater entsteht parallel zu Nürnberg eine Version von Bühnenmaschinenstürmer Ulrich Rasche. Alleinstellungsmerkmal am Schauspielhaus sind die Überschreibungspoesie und der knallige Titel von Roland Schimmelpfennig.
Premiere: 28. September. Weitere Aufführungen 29. September, 1., 3., 5., 9. Oktober im Schauspielhaus.

PREMIERE – „Sie hat mich nie geliebt“, wehklagt der alte König in tiefstem Bassisten-Schmerz. Herzergreifend schmettern der Infant und sein treuer Gefährte im Herren-Duo Tenor/Bariton ihr schmachtendes Ehrenwort. Im Klassik-Wunschkonzert waren und bleiben das Favoriten. Das mächtige Verwirrspiel von Friedrich Schiller, seinem Privatleben und Staatsaktion (der Thronfolger im Wartestand  hat seine Verlobte plötzlich als Stiefmutter und bei Hofe steigt das politische Verlangen nach Menschenrechten) zum Tableau stilisierenden Drama DON CARLOS, hat im Lebenswerk des genialen Musikers Giuseppe Verdi gewaltigen Raum eingenommen. Die Opern-Adaption, in zwei Jahrzehnten gärend, die er in mehreren Fassungen und zwei Sprachen mit vielen Korrekturen hinterließ, war auch die Herausforderung der eigenen Erfolgskonvention und gilt trotz beifallumrauschter Aufführungsserien den Kennern als ewig „Unvollendete“. Die Neuinszenierung, mit der die junge Dirigentin Joana Mallwitz zwar in Nürnberg die erste, aber in ihrem steilen Karriere-Jahrzehnt nach „Macbeth“, „Aida“ und „Rigoletto“ insgesamt bereits vierte Verdi-Oper einstudiert, beruft sich auf die französische Urfassung in fünf Akten. Nur mit „großen Leidenschaften“ sei das in dieser Breite zu bewältigen, warnte damals ein Chronist. Dem Manne konnte geholfen werden. Der populäre Komponist mit dem stürmischen Drang zum anspruchsvolleren Musikdrama jenseits des obligaten M-tata hat das Werk des Dichters mit großen Arien, überwältigenden Duetten und leuchtenden Orchesterfarben aufgeladen. Verdi-Regisseur Jens-Daniel Herzog hatte sein Nürnberg-Debüt schon 2009 als Gast mit einer umstrittenen „Aida“-Regie. Nur Nicolai Karnolsky (jetzt der alternde König Philipp) ist vom damaligen Ensemble noch im Einsatz. Tadeusz Szlenkier, der in Puccinis „Madama Butterfly“ hier 2018 seinen höhensicheren Einstieg feierte, singt die Titelpartie, Sangmin Lee als Rodrigo alias Marquis Posa hat sich im ersten Nürnberger Jahr schon bestens als durchschlagend heldischer Bariton in „Krieg und Frieden“ und „Lohengrin“ profiliert, und Emily Newton, die der sopranhellen Königin zwischen den Familien-Fronten tragische Figur und Stimme gibt, gilt seit Turnages Busenwunder „Anna Nicole“ und Wagners jungfräulicher „Lohengrin“-Elsa bereits als Frau für alle Fälle.
Premiere: 29. September. Weitere Aufführungen 4., 8., 13. Oktober im Opernhaus.

PREMIERE – Keine schöne Bescherung, eher explosives Wortfeuerwerk als silbriges Lametta. Der Bestsellerautor Daniel Kehlmann, dessen kritische Liebe zum Theater derzeit weithin mit der Bühnenfassung seines aktuellen Wälzers „Tyll“ geprüft wird, hat 2017 mit HEILIG ABEND ein Dialog-Duell geschrieben. Ausgerechnet zur Stillen Nacht lässt er einen Polizei-Ermittler und eine mutmaßliche Terroristin im Verhörraum gegeneinander antreten, um in letzter Sekunde das befürchtete große Unglück zu verhindern. Es geht um eine Bombe, die irgendwo um Mitternacht explodieren soll. Was Kehlmann an seinem Projekt besonders reizte, ist die Echtzeit-Situation, denn die 90 Minuten dauernde Aufführung gibt sich als Dokumentation ohne künstliche Wirkungsstoffe, Bio-Thriller sozusagen. In den aktuellen Spielplan geriet das verbale Gefecht um das Spannungsfeld von Freiheit und Sicherheit erst nachträglich – vermutlich auch, weil zwei passende Ensemble-Mitglieder bei der Planung der Saisoneröffnung „übrig“ waren. In der Inszenierung von Mirjam Loibl ist Adeline Schebesch die linksradikale Philosophie-Professorin unter Verdacht und Thomas Nunner attackiert sie als personifizierte Staatsgewalt mit Hang zur Willkür.  
Premiere: 2. Oktober in der 3. Etage Schauspielhaus. Weitere Aufführungen am 13., 19. Oktober.
   
PREMIERE – Ein Waschsalon, nicht unbedingt ein wunderbarer, ist der Treffpunkt für fünf junge Leute, die auf die gesellschaftliche Entwicklung ihrer Heimat nicht mit Fluchtreflex antworten wollen. In Ceren Erkans Stück I LOVE YOU, TURKEY!, das beim Theaterfestival in Istanbul 2017 als Bühnenessay mit klarer Haltung gefeiert wurde, geht es voller Wut und Energie um das Problem, das eigene Land weiter zu lieben, obwohl die Macht der Politik jeden Individualismus niederwalzen will. Ein Stoff, eigentlich wie fürs multikulturell führende Berliner Maxim-Gorki-Theater gemacht, hier in deutscher Erstaufführung inszeniert von Selen Kara, die 2018 beim Nürnberg-Porträt „Die Musik war schuld“ Regie führte.
Premiere: 5. Oktober. Weitere Vorstellung 9. Oktober, in den Kammerspielen.

COMEBACK – Aus dem Fantasy-Nachlass von E.T.A. Hoffmann lag DER SANDMANN immer weit  vorne im Trend der mutwillig abgedunkelten Dark-Dichtung. Die gespenstische Novelle aus dem „Schauerroman“-Zyklus von 1816 gehört zu den bedeutendsten Werken des vielseitigen Künstlers, nicht nur mit besonderem Appetit von Jaques Offenbachs Oper „Hoffmanns Erzählungen“ geschluckt, auch bis in die jüngste Vergangenheit als Stoff für Musical, Film, Schauspiel, Ballett und Popkultur einschließlich Rabiat-Rock von Rammstein ausgewertet. Schauerliche Poesie, die den kleinen Nathanael bis ins Liebesleben verfolgt: Die beruhigende Bürgertochter Clara und der erregend puppige Automat Olimpia umschlingen ihn konkurrierend. Letztere ist in der Nürnberger Neuproduktion der jungen Regisseurin Clara Weyde, die als letzte Premiere die vorige Saison beschloss, die mechanische Schwester der Internet-Begleiterin Alexa, also was zum An- oder Ausknipsen. Fürs große Schaudern reicht das wie an einer Wäscheleine schaukelnde Bildertheater aus Szenenkompositionen nicht, für den kleinen Aha-Effekt durchaus.
Aufführungen: 14. und 21. September, wieder am 2., 6., 12. Oktober im Schauspielhaus.

DAUERLÄUFER – Seit 2012 gibt es diese Inszenierung von Jan Philipp Gloger, seit 2018 mit personellen Korrekturen in Nürnberg. DAS DING von Philipp Löhle hatte Uraufführung als Produktion des Schauspielhauses Hamburg bei den Ruhrfestspielen und der Regisseur brachte den Dramatiker in seine erste Direktion hierher als „Hausautor“ mit und ergänzte mit dem neuen Stück „Am Rand“ (ab 11. Oktober wieder zu sehen). Dass die Wiederaufnahme die Kammerspiele-Saison eröffnet (17. September) darf als Signal verstanden werden, denn mit „Andi Europäer“ wird im Januar ein weiteres, herausfordernd „Völkerschau“ genanntes Stück uraufgeführt. Womit dann – Rekord! Rekord! – erstmals drei Titel eines Zeitgenossen in der gleichen Saison zu sehen sind. +++ Auf inhaltliche Wendungen kommt es bei der im Pointen-Schleudern sehr britischen KOMÖDIE MIT BANKÜBERFALL ebenso wenig an wie auf den Verbraucherschutz gegen würgend kalauernde Dialoge. Es wird übermütig dahingejuxt, was man in Abwehrhaltung nervend oder schenkelklopfend lustig finden kann. Die Quote an der Abendkasse war jedenfalls überragend, der Nonsens-Regisseur Christian Brey darf ab Januar neben einer weiteren Haudrauf-Comedy, diesmal mit Elvis-Imitator und  Drag-Queen, nahtlos auch nebenan im großen Opernhaus eine (übrigens britische) Operette inszenieren. Ab 8. Oktober dann wieder der Urknall am Tresor.  +++  Eigentlich wollte der legendäre Münchner Theatermacher Dieter Dorn (83) für sein spätes Nürnberger Debüt gerne Becketts gedankenreiches Sandkastenspiel „Glückliche Tage“ mit dem seltener aufgeführten Grotesken-Einakter HERZLICHES BEILEID von Georges Feydeau kombinieren. Becketts allzeit strenge Erben untersagten die originelle Idee, man konzentrierte sich zwangsläufig auf den giftigen Spaß des französischen Komödianten und lässt in dieser Klamauk-Kleinkunst einen Hauch von Beckett-Absurdität ahnen. Legitim, denn der „Godot“-Schöpfer war, im Gegensatz zu seinen Erben, ein Feydeau-Verehrer. Ulrike Arnold, Thomas Nunner, Yascha Finn Nolting und Süheyla Ünlü treffen sich zum nächtlichen Disput am Bett, wo die Botschaft vom plötzlichen Tod der Schwiegermutter in Schadenfreudentänze mündet. „Ein kleines Juwel ringt um Fassung“ stand über der Kritik. Die Hommage an die Banalität ist ab 11. Oktober wieder auf der Erfolgsspur.

STAATSTHEATER NÜRNBERG
Richard-Wagner-Platz 2-10, Nbg
staatstheater-nuernberg.de


GOSTNER HOFTHEATER

PREMIERE   Das Gostner Hoftheater wird 40 Jahre alt, wühlte in den Abenteuer-Chroniken der eigenen Geschichte, streußelt Anekdoten nach Langzeitgedächtnisstütze drüber und feiert mit einer maßgeschneiderten Revue DIE 40TY EVER YOUNG GOSTNER SHOW von Christine Mertens und Rebecca Kirchmann ab 20. September das Jubiläum. Eine Hommage an die jüngere Stadtgeschichte, musikalisch von Budde Thiem angefeuert, wird das nebenbei auch. Neben den beiden Autorinnen und Helwig Arenz (Rollenzuweisung: zwei Moderatorinnen und ein smarter Assistent) hat Regisseur Gerd Beyer einen „Bürgerchor“ auf der Bühne, wo Showtreppe und Talksofa für Glamour-Möblierung stehen. Versprochen sind auch „Ausschnitte aus Highlight-Produktionen“, als man mit der Straßenbahn fuhr oder am Imbiss-Stand rezitierte, und dazu gibt es Anekdoten aus dem Geheimarchiv.
Premiere: 20. September. Weitere Aufführungen 21., 24.-27. September, 2.-4. und 8.-11. Oktober

GOSTNER HOFTHEATER
Austr. 70, Nbg
gostner.de


HUBERTUSSAAL

GASTSPIELE – Als Musical-Diva war die große HELEN SCHNEIDER schon mehrfach im Fürther Theater, jetzt stellt die Königin der Nuancen, bei der jeder Song ein Theaterstück ist, mit Gitarrist Jo Ambros ihr Album „Movin´On“ am 21. September im Hubertussaal vor. +++ Dort werden auch die vier Musik-Komödianten von GANKINO CIRCUS mit ihrem aktuellen Bühnenspektakel DIE LETZTEN IHRER ART am 27. September Station machen. +++ Zum Vornotieren und Karten sichern: Die Wiederkehr des zeichnenden, faltenden, insofern in mancherlei Hinsicht vielfältigen italienischen Papierstau-Virtuosen ENNIO MARCHETTO mit der neuesten Variante von „The Living Paper Cartoon“ (am 5. Oktober) ist ein inoffizielles, garantiert unterhaltsames Ersatzangebot  zwischen zwei Figurentheater-Festivals.

HUBERTUSSAAL
Dianastr. 28, Nbg
gostner.de


TAFELHALLE

COMEBACK – Einen Wertekatalog von zehn Geboten fürs perfekte Image haben sich fünf Tänzer*innen im Ensemble CO-LABS unterworfen. Die Aufführung GOLDEN RULES – EINE ÜBERLEBENSERFAHRUNG stellt die Sehnsucht nach Tugend, Anstand und Demut gegen Konsum, Leistungsdruck und Ignoranz. Beate Höhn inszenierte das Ende 2018 mit ihrem Team als Kritik  am Selbstoptimierungsdrang moderner Gesellschaften. Für zwei Abende und eine Bilanz-Diskussion kehrt die Vorstellung zurück.
Aufführungen: 26. und 27. September in der Tafelhalle.

SAISONERÖFFNUNG ist in der Tafelhalle erst nach der Saisoneröffnung. Zum TAFELN MIT NÜRNBERGER KÜNSTLER*INNEN wird da geladen. Auf der Bühne des Hauses trifft man sich gesellig bei Brot und Schinken, Wein und Wasser, vor Tellern und Gläsern. Nebenbei erfährt man Neuigkeiten über die anlaufende Spielzeit von denen, die sie vorbereiten. Die „freie Szene“, die in der Tafelhalle mit gutem Grund ihr Treibhaus sieht, hält die Fäden in der Hand. Der Rest ist Gruppendynamik. Das Platzkontingent verspricht freien Eintritt, bleibt allerdings begrenzt, da muss man rechtzeitig bei der „Kulturinformation“ im Kopfbau des Künstlerhauses anfragen.
Termin: 28. September in der Tafelhalle.

TAFELHALLE
Äußere Sulzbacher Str. 62, Nbg
tafelhalle.de


THEATER PFÜTZE

NÜRNBERGER PREMIERE – Nach der Aufführungsserie im Fürther Kulturforum kommt die musikalische Fabel DIE BESSEREN WÄLDER auch ins Stammhaus des Theater Pfütze. Eine Wolfsfamilie wird auf der Flucht erschossen, nur der Junior überlebt als Adoptivkind eines Schafspaares – und wird zum Modellschaf Ferdinand erzogen. Aber ist er wirklich gegen seine Natur friedlich geblieben? Kann man Wölfen trauen? Eine durchgebissene Kehle lässt Vorurteile rasen. Eigentlich scheint Martin Baltscheits  Erzählung wie für die Disney-Fabrik gemacht, aber mit Dominik Vogls Sound (der Komponist befehligt live sieben Musiker*innen als Klangrahmen für das Spiel) entsteht in Jürgen Deckes Inszenierung ein eigener Live-Stil. Akteure des Fürther Theaters und des Theater Pfütze spielen gemeinsam.
Premiere: 9. Oktober. Weitere Aufführungen am 11., 12., 13., 15., 16., 17., 18., 19., 20. Oktober.

THEATER PFÜTZE
Äußerer Laufer Platz 22, Nbg
theater-pfuetze.de


THEATER ERLANGEN

PREMIERE – Eine TV-Show direkt aus dem Dschungel Vietnams, mit Popstar-Format, wie es grade in Deutschland bei VOX unter „Sing meinen Song – das Tauschkonzert“ durchgenudelt wird. Eine Ansammlung von Hitparaden-Idolen versucht sich in der Revue BOMBEN-HITS ´68 – REVOLTE, RAUSCH UND LIEDERTAUSCH an Ruhm-Mehrwert auf Gegenseitigkeit, indem jeder die Erfolge der Konkurrenten neu interpretiert. Um Kunst und Kommerz geht es in der Erlanger Uraufführung, die an einer Evergreen-Pyramide entlang klettert und mit dem Einbruch der Realität ins Urwald-Studio alle Optionen zwischen Polit-Thriller und „Lasst mich hier raus“ hat. Die Ensemble-Ressourcen für Entertainment waren in den letzten Jahren in Erlangen immer erstaunlich, Regisseur Dominik Günther hatte ein sicheres Händchen. Bleibt nur zu hoffen, dass seine Inspirationsquelle für Song-Pingpong nicht nach dem Modell Xavier Naidoo sprudelt.
Premiere: 27. September. Weitere Aufführungen 10., 11., 19., 20. Oktober im Markgrafentheater.

COMEBACK – In die sechste Saison startet dieser rekordverdächtige Spielplan-Dauerläufer, den Regisseur Eike Hannemann hinterlassen hat. Max Mehlhose-Löffler ist jetzt (in dritter Besetzung) der Melancholiker in Goethes gefühlvoll tragischem Briefroman DIE LEIDEN DES JUNGEN WERTHER. Das junge Publikum und/oder die an ihre jungen Jahre zurück denkenden Deutschlehrer bleiben dran.
Aufführungen: Ab 28. September in der Garage.

PREMIERENFRISCH – So nah kommt man der Rechtsprechung selten. Als „ein Scherbengericht“ ist Kleists unverwüstliches klassisches Lustspiel DER ZERBROCHNE KRUG in der Erlanger Neuinszenierung von Intendantin Katja Ott angekündigt. Wie der korrupte Dorfrichter Adam die eigenen Verfehlungen vertuschen und seinen Prozess nach Gewohnheitsrecht „bauernschlau“ manipulieren will. Ein zertrümmerter Krug, eine blutige Schürfwunde, viele Ausreden – und der zweifelhafte Sieg durch den Eingriff „von oben“. Das raffiniert konventionelle, in der Tradition fest verwurzelte Werk gerät unter die Lupe. Man kann die Bruchstellen in Keramik, Moral und Rechtsprechung aus nächster Nähe betrachten, denn das sprachlich unvermindert reizvolle Komödien-Kunstwerk wird mit nachgerücktem Publikum wie eine intime Verhandlung auf der Hinterbühne gespielt. Ralph Jung gibt den Adam, der die Eve nicht verführen kann. Mit der Floskel „Dem Amte wohlbekannt“ schraubt er an der Wahrheit bis es knirscht.
Aufführungen: 3., 4., 5., 6. Oktober im Markgrafentheater

GASTSPIEL – Nach dem Stück über die Beatles in Hamburg (Juli-Gastspiel) macht nun Johnny Cash Station auf Durchreise in Erlangen. Weit hat er es nicht, denn Volker Ringe vom immer wieder gerne in Pop- und Musical-Nostalgie schürfenden Hofer Theater hat für RING OF FIRE, die fränkisch unterfütterte Hommage an die Country-Legende, die Protagonisten-Rolle übernommen. „I Walk the Line“ wird er auf alle Fälle singen.
Termin: 30. September im Markgrafentheater.

WEITER IM SPIELPLAN – Als vorweggenommenes Stück zur „#metoo“-Debatte hat David Mamets OLEANNA derzeit Spielplan-Ehrenrunden an etlichen Theatern. Die Erlanger Aufführung gilt als gelungener Beweis für die Haltbarkeit des zeitgenössischen Dramas um echte oder vermeintliche sexuelle Belästigung auf Universitäts-Ebene, das am 8. und 9. Oktober wieder in der Garage Diskussionsstoff ausrollt. +++ Live-Theater als Kinosimulation, Aufführungsrealität in der Fake-Dramatik von Dreharbeiten. Für die Inszenierung von Orwells FARM DER TIERE, dieser klassenkämpferischen Fabel mit der unvergesslichen Zeichentrickumsetzung, versucht die Erlanger Regie von Klaus Gehre eine  eigene Version von Live-Film-Inszenierung. Die Tiere, die gegen die ständige Ausbeutung durch Menschen eine Rebellion wagen, haben nichts mit „Bambi“-Niedlichkeit zu tun. Schweine sind hier besonders klug, und der theoretische Menschheitstraum von der besseren Welt rückt dem Kampfslogan „Alle Tiere sind gleich“ samt der angewachsenen Pervertierung „… aber manche sind gleicher“ sehr nah. Wieder ab 15. Oktober im Markgrafentheater.

THEATER ERLANGEN
Theaterplatz 2, Erlangen
theater-erlangen.de


THEATER FÜRTH

PREMIERE – Wenn die Kärwa tobt, das Stammhaus unbespielbar und das Stammpublikum unerreichbar ist, bleibt dem Fürther Theater immerhin ein Ausweichmanöver. Kindertheater im grade mal eine U-Bahn-Station entfernten Kulturforum als Saison-Vorspiel. Thomas Stang inszeniert mit seinem Jungen Ensemble DIE ZERTRENNLICHEN von Fabrice Melquiot für Besucher ab 10 Jahren aufwärts. Die beiden Hauptdarsteller, vereinsamte Kinder einer Hochhaussiedlung, sind ein Jahr jünger. Romain galoppiert auf einem Schaukelpferd der Fantasie hinterher, Sabah trägt als bekennende Sioux-Indianerin eine Feder im Haar. Wenn sich ihre Blicke durch Zufall treffen, ist das ein nachbarschaftliches Entwicklungsprojekt, denn anders als die abgrenzenden Eltern sind die jungen Nachbarn vorurteilsfrei – bis die Erwachsenen die Beziehung zerstören. Der Autor gewann 2018 für den Text sowohl in Frankreich wie in Deutschland Kindertheater-Preise. Hannah Candolini und Boris Keil spielen.
Premiere: 29. September. Weitere Vorstellungen für Schulen sowie am 5. und 6. Oktober im Freiverkauf im Kulturforum Fürth.

PREMIERE – Wiedersehen macht Freude bei einer vielseitigen Künstlerin, die mit eigenen Tanz-Stücken, Musical-Inszenierungen sowie einem tatsächlich lachbaren Schiller-Lustspiel in Erinnerung blieb, nachdem sie in Nürnberg das Opernhaus-Ballett und das „Tanzwerk“-Experiment inspirierte: Regisseurin/Choreographin Jean Renshaw kehrt im großen Gastier-Bogen über Wien und Köln zurück nach Fürth und inszeniert dort Alfred Jarrys schrille Groteske KÖNIG UBU, die als Katapult fürs moderne Theater gilt. Der schreckliche Titelheld, das Abziehbild eines dreisten Tyrannen, wird zum mobilen Stellvertreter in der Galerie der gierigen Machtmonster, die Spießer und Diktatoren in Personalunion sind. Erst in der Kriegsschlacht gehen sie unter. Vier Livemusiker um Norbert Nagel geben bei Renshaws Interpretation des schrägen Schauspiels fürs Ensemble den Ton an.  
Premiere: 11. Oktober. Weitere Aufführungen bis 19. Oktober.

STADTTHEATER FÜRTH
Königstr. 116, Fürth
stadttheater.fuerth.de


COMÖDIE FÜRTH

PREMIERE – Die Lust auf Operette hat die Fürther Komiker Heißmann & Rassau seit ihren Nürnberger Opernhaus-Auftritten zwischen „Die Fledermaus“ und „Im weißen Rössl“ nicht mehr losgelassen. Nun stürzen sie sich tollkühn auf Franz Lehars DIE LUSTIGE WITWE, das denkbar größte, melodienstabilste und bedeutungssüchtigste Vehikel der immer noch fragmentarisch populären Sparte (vorige Saison hat Star-Sopranistin Marlis Petersen die Titelrolle in Frankfurt unter der Leitung von Nürnbergs Generalmusikdirektorin Joana Mallwitz gesungen), das sie unter dem Etikett „Jazz-Operette“ als Eigenproduktion mit sich selbst ankündigen. Die Hannah Glawari springt in der Neufassung von der Uraufführung 1905 ein halbes Jahrhundert in die 60er-Jahre, wo Bandleader Thilo Wolf mit hausgemachtem Klangextrakt nach Originalmelodien wie „Ja das Studium der Weiber ist schwer“ und dem Slogan „Klassik trifft Swing“ wartet. Mal sehen, ob „Lippen schweigen, ´s flüstern Geigen“ auch elektronisch funktioniert. Volker Heißmann lenkt seinen fränkischen Charme auf Graf Danilo und ins Maxim (siehe auch: Johannes Heesters) und Martin Rassau übernimmt die erfreulich arienfreie Komiker-Rolle des Njegus, die vor zwei Jahren in Nürnberg der Schauspieler Pius Maria Cüppers belebte. Kerstin Ibald (sie sang schon mal ein Duett mit Udo Jürgens und war bei „Cats“ auf der Luisenburg Wunsiedel) kommt für die Titelrolle. Die Österreicherin Stephanie Schimmer, Regisseurin und Kampfchoreographin, die seit 2014 vom „Broadwoarschdwalzer“ bis  „Charleys Tante“ schon ein Dutzend Produktionen vor Ort betreute, muss zwangsläufig auf rauschenden Erfolg zielen – die Produktion soll vier Monate im Spielplan bleiben.
Premiere: 19. September. Weitere 20./21./22./24./25./26./27./28./29. September, 1./2./3./4./5. Oktober und dann bis 26. Januar.

COMÖDIE FÜRTH
Comödienplatz 1, Fürth
comoedie.de


DEHNBERGER HOF THEATER

DAUERLÄUFER – Eine Eigenproduktion mit sechs Mitwirkenden, das ist fürs Dehnberger Hof Theater das denkbar größte Format. Stammregisseur Marcus Everding ordnete den Edel-Boulevard von Francis Vebers DINNER FÜR SPINNER zur allseits beschmunzelten Spaßmacherei am Pointen-Spalier.
Aufführungen: 28./29. September, wieder am 25. Oktober.

PREMIERE – Von einem Requisiteur, der wegen Schauspieler-Ausfall unerwartet vor dem Publikum steht und den Zuschauern endlich mal sagen kann, was da los ist mit der Bühnenkunst. Das war auch mit Rainer Lewandowskis „Heute weder Hamlet“ ein Dauererfolg (hundertfach in Nürnberg), aber in der Version DIE STERNSTUNDE DES JOSEF BIEDER wurde das Thema noch populärer, weil das der legendäre Otto Schenk über Jahrzehnte zur autobiografischen Solo-Show machte. In Dehnberg schwingt sich der Bamberger Arnd Rühlmann, der auch bei „Dinner für Spinner“ dabei ist, aufs Anekdoten-Karussell.
Premiere: 4. Oktober. Eine weitere Aufführung am 5. Oktober.

DEHNBERGER HOF THEATER
Dehnberg 14, Lauf/Pegnitz
dehnberger-hof-theater.de


 




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