Erwachsenencomics mit und ohne Zensur: Das war Schwermetalt

SAMSTAG, 15. JUNI 2024, KüNSTLERHAUS

#Ausstellung, #Comics, #Das war Schwermetall, #Erwachsenencomics, #Künstlerhaus

Im Künstlerhaus läuft seit dem 24.05. eine neue Ausstellung: DAS WAR SCHWERMETALL. Wider Erwarten geht es nicht um tonnenschwere Schweißarbeiten oder Bronzeskulpturen, sondern um das legendäre Comic-Magazin Schwermetall, das von 1980 bis 2000 veröffentlicht wurde und in der Welt der Erwachsenen-Comics immer noch einen echten Kultstatus hat. Zusammen mit seinem Schwestermagazin U-Comix war Schwermetall ein riesiger Hit im deutschsprachigen Raum und hat vielen Künstler:innen ihre erste große Chance auf Veröffentlichung gegeben.

Die Ausstellung zeigt die Geschichte des Magazins, von seinen Anfängen im Volksverlag über den Wechsel zum Alpha-Comic-Verlag in Nürnberg bis hin zur Edition Kunst der Comics in Sonneberg. Besonderer Augenmerk liegt auf der Entwicklung der Underground- und Erwachsenen-Comics und die ständigen Kämpfe mit der Zensur, denn den Herausgeber:innen wurden immer wieder von übereifrigen Staatsanwält:innen Steine in den Weg gelegt. 

Bei der Vernissage am 24.05. war Achim Schnurrer zu Gast. Er war lange Jahre Herausgeber und Chefredakteur von Schwermetall, ist als Comic-Chronist bekannt und hat den Erlanger Comic-Salon mitgegründet. Ganz frisch aus dem Druck kommt auch seine zweibändige Biografie "Das war Schwermetall". Er gibt dabei exklusive Einblicke hinter die Kulissen des Magazins, erzählt von der Entstehungsgeschichte und den dramatischen Ereignissen, die letztlich zum Ende von diesem Kultmagazin führten. 

Die Ausstellung läuft noch bis Sonntag, den 16. Juni, und ist von Dienstag bis Sonntag jeweils von 10 bis 18 Uhr auf Deck 1 des Glasbaus im Künstlerhaus zu sehen. Der Eintritt ist frei. 

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Ausstellung Das war Schwermetall
bis 16.06. im Künstlerhaus im KunstKulturQuartier, Deck 1
Finnissage: 15.06. mit Timur Vermes und Heiner Lünstedt
www.kunstkulturquartier.de 
Unterstützt wird die Ausstellung von der Stadt Nürnberg, dem Geschäftsbereich Kultur der 2. Bürgermeisterin, dem Künstlerhaus im KunstKulturQuartier, Ultracomix, dem kommkino und Arne Marenda.

Biografie das war Schwermetall
Band 1 + Band 2
Aus der Reihe Texte zur Graphischen Literatur in der Edition Alfons. 
Zwei Bücher im Softcover, Format je 17 x 24 cm, je 248 farbige Seiten




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KRAKAUER HAUS. Seit 30 Jahren stärkt das Krakauer Haus mit seinem Programm den kulturellen Austausch zwischen Nürnberg und Krakau. Besonders voll ist daher in diesem Sommer das Programm. 

Ganz neu im Krakauer Haus ist die Hinwendung zum Format Comic. Die seit Mai laufende, erstmals vergebene COMIC Residenz verwandelt das Haus in ein lebendiges Atelier, zu Gast war die Künstlerin Marianna Serocka ist zu Gast. Die nächste Residency folgt auf dem sprichwörtlichen Fuße, sie wird bereits zum dritten Mal vergeben: STUDENT in Kooperation mit der Jan Matejko Akademie der Bildenden Künste in Krakau. Die ausgewählten Künstler:innen bekommen die Möglichkeit, ihre Kunst in Nürnberg weiterzuentwicklen und ihre Prozesse öffentlich zu machen. 

Die Feierlichkeiten zum 30. Geburtstag finden rund um die alljährliche Inselkunst vom 09. is 11.07. statt. Zunächst eröffnet am 09.07. aber nicht auf der Insel, sondern in der
Kreis Galerie eine Gruppenausstellung von Krakauer und Nürnberger Künstler:innen zum Thema Zeichnen. Am 10.07. geht’s dann open air weiter. Die Inselkunst verwandelt die Insel Schütt zum neunten Mal in ein künstlerisches Feld für Skulptur und Klang. In diesem Jahr befragen Arbeiten von Filip Rybkowski (PL) und Michael Akstaller (DE) den Stadtraum hinsichtlich seiner Qualitäten als Träger von Erinnerung, Bedeutung und Wahrnehmung. Zur Vernissage gibt es ab 18 Uhr diverse Klanginterventionen von Michael Akstaller, Paulina Owczarek, Peter Orins und Talaj Szőke. Von Artist in Residence Piotr Urbaniec kommt ein audiovisuelles Projekt, eine Aktion für Kinder von Stephan Schwarzmann. Die Ausstellung bespielt neben der Insel selbst den Hohen Steg, den Andreij-Sacharow-Platz, die Fischergassen, die Steubrücke und das Krakauer Haus und ist bis zum 20.09. zu sehen.

Das Jubiläum des Krakauer Hauses ist auch der Startschuss des projekts PORTAL: eine Plattform für die Zusammenarbeit zwischen Galerien und Off-Spaces aus Krakau und Nürnberg. In Nürnberg nehmen das Heizhaus und die Kreis Galerie an der ersten Ausgabe teil. Zwischen 18.09. und 27.09. wird es von den neu vernetzten Künstler:innen Performances und spontane künstlerische Aktionen zwischen Krakauer Haus, Kunstvilla und Heizhaus geben.

Alles sehr spannend, und hier im Blick zu behalten:
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Die Spieler des Theater4 haben ein Händchen für philosophisch-komische Gegenwartsstücke, die in der Region noch nicht zu sehen waren. Jetzt hat Regisseur Reinhard Weirauch das Endzeit-Stück Anschluss entdeckt, das der tschechische Autor Jaroslav Rudis fürs Staatsschauspiel Dresden schrieb. In einem abgehängten Grenzland-Kaff warten vier Übriggebliebene vor verschüttetem Tunnel und toten Gleisen auf den Anschluss an die weite Welt. Theater4 abstrahiert von dieser Szenerie, die Bühne ist nur ein aus Bierkästen zusammengezimmerter Wartesaal. Dort vertreiben sich drei Frauen und ein Mann die endlose Wartezeit mit Rückschauen in die weite Vergangenheit (auch Jesus kam einst hier vorbei). Sie ignorieren den Stillstand und den drohenden Kollaps des Planeten mit Geplapper, Schweigen oder pseudophilosophischen Durchhalteparolen. Die Menschheit steckt in der Sackgasse, ohne Zukunft, ohne Strategien für ein sinnvolles Weiterleben. Aber wir machen mal einfach weiter. Aus solchen deprimierenden Ausgangslagen dennoch mit viel Spielwitz und Sinn fürs Schräge unterhaltsames und kluges Theater zu machen, ist die vielfach bewiesene Stärke des Theaters aus dem Nürnberger Land. Regisseur Weirauch verspricht: „Wir baden mal wieder in absurden Bildern, verlassen uns auf die Kraft der Sprache und hoffen, dass das Konzept des endzeitlichen Humors aufgeht.“ Das knallige Ende wird nicht verraten.

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Theater4: Anschluss
10. bis 14. April im Künstlerhaus. 
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