Im Künstlerhaus: Mit den Omas gegen Rechts die Demokratie feiern

SAMSTAG, 21. MäRZ 2026, KüNSTLERHAUS IM KUKUQ

#Demokratie, #Künstlerhaus, #Omas Gegen Rechts

Die Omas gegen Rechts Nürnberg laden zu ihrem 2. Demokratiefest ins Künstlerhaus ein. Zwei Wochen nach der Kommunalwahl bringt das pralle Programm bei freiem Eintritt von 14 bis 23 Uhr auf die Bühne, was die Mehrheit der Stadtgesellschaft ausmacht – kreativ, gemeinsam und optimistisch Haltung zeigen. Am 21. März, dem Internationalen Tag gegen Rassismus, ist die mehr denn je gefragt. 
Text: Ilse Weiss

Unüberhörbar, dazu jung und fröhlich, startet der Tag im Festsaal mit der Samba-Gruppe der Maria-Ward Realschule. Überhaupt zeigt sich, dass die Omas gegen Rechts gerade von vielen jungen Kreativen, Künstlerinnen und Künstlern unterstützt werden. Das war schon beim Benefizkonzert mit neun Bands und 850 begeisterten Gästen Ende Dezember 2025 im Z-Bau eindringlich zu erleben. Und auch 2026 bleibt die Solidarität ungebrochen.

Klar, dass beim Feiern dann auch an die Jüngsten gedacht wird. Das Theater Salz & Pfeffer zeigt am Nachmittag um (geplant) 14:45 Uhr Spuk in der Kuschelburg für Kinder ab drei Jahren – und für alle Großen, die mal wieder erleben wollen, wie man mit vermeintlich bösen Gespenstern effektiv umgehen kann.

Politische Beiträge, Musik, Poetry Slam, Improtheater, Lesungen und Informationen über die Omas gegen Rechts stehen ganz groß im Programm. So will das Team der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus mit einem Vortrag und anschließender Diskussion zur „neuen Rechten“ aufklären und ermutigen. Die Mobile Beratung unterstützt kostenfrei und vertraulich alle, die mit Rechtsextremismus, Antifeminismus, Verschwörungserzählungen und anderen Herausforderungen unserer demokratischen Gesellschaft zu tun haben und sich dagegen engagieren wollen. 

Der feinsinnige Schwabacher Poetry-Slammer Thomas Schmidt kommt nach seinem umjubelten Auftritt beim ersten Demokratiefest erneut auf die Bühne – das wird sicher wortgewaltig! Auch Nürnbergs erster Lesbenchor, die Tinitussis werden mit witzigen, selbstgeschriebenen Texten die Bühne kapern – Fräulein Sandmann und der Anti-AfD-Song Wonderful World gehören selbstredend zum Repertoire. Das fünfköpfige Improtheater Die Tagträumer ist ebenso dabei wie Barbara Wolf, die Gedichte bedeutender Lyrikerinnen und Lyriker liest. Johanna Steinhauser und Thomas Witte vom Gostner Hoftheater präsentieren eine szenische Lesung mit Tiefgang.

Alle Besucherinnen und Besucher können sich den ganzen Tag über ganz einfach auch selbst kreativ einbringen: Was für jede und jeden Demokratie bedeutet, darf geschrieben, gemalt und gerne bunt auf langen Papierrollen festgehalten werden. 

Am Abend stehen zuerst die Edlen Brüder, dann die Disco Dolphins auf der Bühne, sensationelles Booking. Ganz sicher gibt es zudem einen Infostand mit Material der Omas gegen Rechts. Druck gegen Rechts gehört ganz praktisch dazu: Die beliebten Buttons von „Oma schickt mich“ bis „Kein Platz für Rassismus“ können von Besucherinnen und Besuchern selbst gepresst werden. 
 
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2. Demokratiefest der Omas gegen Rechts Nürnberg
Samstag, 21.03.2026, 14–23 Uhr im Künstlerhaus Nbg / Festsaal.
Das genaue Programm mit allen Uhrzeiten findet ihr auf www.omasgegenrechts-nuernberg.de 
und auf Instagram @omasgegenrechtsnbg

Die Initiative Omas gegen Rechts wurde 2017 in Österreich gegründet, kurz danach in Deutschland. Heute sind hierzulande zahlreiche Regionalgruppen über das Deutschland-Bündnis miteinander vernetzt. So auch die Nürnberger Omas, die regelmäßig mit Mahnwachen gegen Rechts aktiv sind, aber auch in Schulen, Jugendeinrichtungen und bei diversen politischen und kulturellen Veranstaltungen für die Erhaltung der parlamentarischen Demokratie in einem gemeinsamen Europa eintreten. 

Die Omas (und auch Opas!) wollen insbesondere eine gemeinsame starke Stimme für die Zukunft aller Kinder und Enkelkinder sein. Wie ermutigend, dass Studierende der Fakultät Design an der TH Ohm die Nürnberger Omas gegen Rechts bei der Vorbereitung des Demokratiefestes und weiterhin strategisch und medial unterstützen. Alt sein bedeutet halt nicht, in der politischen Landschaft alt auszusehen.




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www.allianz-gegen-rechtsextremismus.de  >>
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