Stadtverführungen: Gemeinsam durchs Zeitfenster schauen

18. SEPTEMBER 2026 - 20. SEPTEMBER 2026, NüRNBERG

#Führungen, #Projektbüro, #Stadtverführungen, #Zeitfenster

Geradezu uralt ist die Stadt, in der wir leben und sind auch manche der Steine, über die wir gehen. Wenn man doch mal durch ein Zeitfenster schauen könnte, was z.B. die Ritters so alles veranstaltet haben. Ganz viele solcher Einblicke in andere Epochen/Lebenswelten/Arbeitsplätze/etc. öffnen sich vom 18. bis 20. September in Nürnberg und auch Fürth. Zeit für Stadt(ver)führungen. 

Die Stadt(ver)führungen finden in diesem Jahr mit über 1.000 Programmpunkten unter dem Motto Zeitfenster statt. Mit dem Stadt(ver)führungstürmchen kann man an so vielen Führungen teilnehmen, wie man nur mag. Wir planen mal mit euch und zeigen euch die Führungen von Freund:innen des curt-Hauses. 

Fr. 12:00 / Die Desi – Von der Desinfektionsanstalt zum Stadtteilzentrum
Warum heißt die Desi so? Weil es sich um eine Anstalt zur Seuchenbekämpfung handelte. Seit 1978 ist es einer der wichtigsten selbstverwalteten Kulturorte der Stadt. Sabine Limmer stellt ihn vor. 

Fr. 15:00, Sa./So. 10:00 + 16:00 / Die Kulturbaustelle Kongresshalle: Ausblick auf das Jahr 2028
Die größte Kulturbaustelle Europas darf im Programm nicht fehlen. Im Rahmen der Führung werden auch Bereiche gezeigt, die für Fußvolk wie uns sonst nicht zugänglich sind. 

Fr. 15:00 / Nürnberger Symphoniker – Einblicke und Aussichten
Das Orchester der Metropolregion öffnet den Backstage. Spannende Räumlichkeiten in der Kongresshalle und eine bewegte Geschichte, die direkt nach dem Krieg begann. 

Fr. 15:30 + 17:00 / Eingesperrt – Tripperburgen und Magdalenenheime
Im Namen von Moral, Medizin und Ordnung wurden Sexarbeitende vom 18. bis ins 20. Jahrhundert in sog. Tripperburgen und Magdalenenheimen interniert. Der Kassandra e.V. beleuchtet die historische Kontrolle weiblicher Sexualität. 

Fr. 16:00 + 17:00, Sa. 11:00 + 12:00 / Der Z-Bau – Ein Haus für Gegenwartskultur
Ein massiver Backsteinbau und Ex-Kaserne von außen, ist der Z-Bau innen das lebendigste Kulturbiotop mit Bühnen, Ateliers, Proberäumen, Werkstätten. Kann man sich alles mal genauer anschauen! 

Fr. 16:00 / Zeitfenster der Ruhe: Wo Pferde und Museums-Postkutschen Kraft schöpfen
Normalerweise kommen sie zum Museum, nun wird das mal umgedreht: Das Museum für Kommunikation lädt zu einer Exkursion zu den Pferden und Postkutschen der Familie Lehneis in Wetzendorf. 

Fr. 16:30 / Atelier auf Zeit
Möglich gemacht vom Raumkompass der Stadt, arbeitet die Künstlerin V. Bonina derzeit im temporären Studio Bonbon, Stöpselgasse 1, unterhalb der Burg. Einblicke in das Arbeiten in der Zwischennutzung. 

Fr. 17:00, Sa. 15:00 + 17:00 / Das ehemalige KZ-Außenlager am Südfriedhof
Heute erinnern nur noch Gedenk-Stelen daran, dass es am Südfriedhof ein KZ-Außenlager gab, in dem Frauen Zwangsarbeit für Siemens leisten mussten. Norbert Schneider vom Geschichte für alle e.V. gibt Einblicke und erzählt die Geschichten zwei Inhaftierten. 

Fr. 18:00 + So. 16:00 / Kofferweise Kunst – Das Kulturareal Kofferfabrik
Austausch, Diskurs, Ateliers, Livemusik, Theater, Gastronomie – unfassbar, dass all das in eine(n) Koffer passt. Peter Fidel führt über ein für Fürth unverzichtbares Gelände. 

Fr. 19:00 / Legendäre Clubkultur
Wer erinnert sich ans One, die Wax Lounge und den Stereo Deluxe Club? Anfang der 90er erlebte Nürnberg den Beginn einer innovativen Clubkultur. DJ Tobias führt mit jeder Menge Anekdoten im Gepäck zu ausgewählten Orten. 

Fr. + Sa. + So. 19:00 / Das Wirtshaus der Zukunft
Die Menschen wollen sich in echt begegnen, nicht nur im Virtuellen. Dafür braucht es ein zukunftsfähiges Wirtshaus. Wie soll das aussehen? Diskussionsrunde der Fürther FreiZeit. 

Fr. 19:15 / Maria Clara Eimmart und die Kartografie des Mondes
Sie gilt als bedeutendste weibliche Astronomin Nürnbergs: Im 17. Jahrhundert fertigte Maria Clara Eimmart 250 Gemälde der Mondoberfläche an. Gabriele Strauß begibt sich mit euch vom Sebalder Platz bis zum Burggraben im Licht des aufgehenden Mondes auf ihre Spuren. 

Fr. 19:30 / Im Namen der Justiz – der Henker von Nürnberg
Was machte der Henker eigentlich, wenn er nicht henkte? Wo und wie lebte er? Der Geschichte Für Alle e.V. widmet seinen Rundgang einem verrufenen Beruf und seinem berühmtesten Vertreter Frantz Schmidt. 

Fr. + Sa. 19:30 Uhr / Der Nachtgieger an der Bengerz
Vom Hallertürlein führt der Weg am Fluss entlang bis zur Insel Schütt. Der Nachtgieger erzählt von Ertrunkenen, Dieben und Gesindel, aber auch vom Kaiser. Eine Führung des Altstadtfreunde e.V. 

Sa., 11:00 + 13:00 / Die Geschichte des Komm
Manche sagen K4, andere Komm, gemeint ist immer das jetzige Künstlerhaus im Herzen der Stadt. Werner Pregler erklärt, warum dieser Ort einer kulturpolitischen Revolution gleichkam. 

Sa. 13:30 / Ludwigskanal, Schnellstraße, Frankenröhre?
Einst gab es hier einen Kanalhafen, jetzt ist die Gegend zwischen St. Leonhard und Gostenhof ein Unort. Holger Meinhardt vom BauLust e.V. zeigt auf, welche Spuren von früher noch sichtbar sind und erläutert, wie sich das Gebiet zwischen Rothenburger Straße und Rampen durch den Frankenschnellwegausbau verändern wird. 

Sa. + So. 14:00 / Der Kinderacker Gebersdorf
Der Kinderacker am Main-Donau-Kanal in Gebersdorf ist ein wunderbarer Treffpunkt und Lernort. Bio-Pionier Hubert Rottner Defet stellt ihn vor und bereitet mit seinen Gästen im Anschluss Leckereien aus frisch geerntetem Gemüse zu. 

Sa. + So. 14:00 / 39 Jahre Radio Z
Ein richtiges Piratenschiff, ein echtes Community-Radio. Radio Z ist Kult und seit der ersten Stunde Teil der Stadt(ver)führugen. Kommt ins Radio – am Kopernikusplatz! 

Sa + So. 14:00 / FreiLuft Galerie 6 – Fahrradtour
Zum 6. Mal ist ganz Fürth eine Galerie. Lutz Krutein radelt mit euch an 17 Orte und zu 17 Installationen, Wandmalereien und Skulpturen.   

Sa. 14:15 / Kindheit in Langwasser 1949 bis 1960
Wo einst Baracken für Vertriebene standen, ist heute ein dicht bebautes Wohngebiet. Vera Weisbach erinnert sich an das Lager im Südosten Langwassers.

Sa. 15:00 / 10 Jahre Heizhaus – zwischen Utopie und irgendwas
Das Heizhaus wird 10 Jahre alt (curt berichtete natürlich). Aus einem Industrieort ist eine Mischung aus Atelier, Werkstatt, Veranstaltungsfläche und vielem mehr geworden. 

Sa. 16:45 + 18:15 / Das Gostner Hoftheater – Hinterhauskultur seit ´79
Das freiste Theater Nürnbergs: Im Hinterhaus der Austraße 70 wird seit 49 Jahren gespielt und getanzt und gefeiert. Joachim „Radi“ Rader schaut mit uns hinter die Kulissen. 

Sa. 17:00 / Hollywood in St. Sebald
Der anstehende Hollywood-Film „The Uprising“ spielt zwar im England des 14. Jahrhunderts, gedreht wurde aber u.a. in der Sebaldkirche. Pfarrer Dr. Martin Brons erzählt vom Dreh. 

So. 11:00 / Das Sterngassenviertel
Rund um den Klarissenplatz treffen Clubs und Ateliers auf Altenstift. Ein lebendiges, urbanes Viertel und auch Gedenkort für die vom NS Regime verfolgten Homosexuellen und den rechtsterroristischen Oxner-Anschlag. Verena Osgyan, Landtagsabgeordnete Bündnis 90/Die Grünen, führt durch das Sterngassenviertel.

So. 11:30 / Der Superblock in Gostenhof
Gostenhof erprobt, wie man die Straßen den Menschen zurückgeben kann und erlebt eine Aufwertung durch Spiel und Spaß und Aufenthaltsqualität. Holger Meinhardt stellt die Maßnahmen des Superblocks im Einzelnen vor. 

So. 13:00 / 50 Jahre Kinogeschichte(n) im Casablanca
In diesem Jahr feiert das Casa 50. Geburtstag, Helfried Gröbe nimmt uns mit durch die bewegte Geschichte dieses Hauses. 

So. 14:00 / Hinter den Kulissen des Atelier- und Galeriehaus Defet
2026 wäre das Stifterehepaar Defet 100 Jahre alt geworden. Auch von ihnen erzählen die Künstler:innen Verena Waffek, Annette Oechsner und Martin Turner, wenn sie durch dieses wichtige Atelierhaus führen. 

So. 14:00 / Die wilde Natur und das Tierbeobachtungshaus am Mettingweiher
In Zabo fühlt kann man sich wie in der Wildnis fühlen, obwohl man doch in der Stadt ist. Zumindest am Mettingweiher, wo der BUND Naturschutz das Tierbeobachtungshaus vorstellt und zum Tiere beobachten einlädt.

So. 14:00 / Queeres Leben zwischen Zukunft und Rollback  
Yes! Noch nie gab es so viele Rechte für queere Menschen wie heute. Aber: Angriffe und Ablehnung nehmen wieder zu. Der Fliederlich e.V. eröffnet queere Perspektiven auf die Stadt, los geht‘s am Magnus-Hirschfeld-Platz.

So. 15:30 / Von Post, Paketen und Radiowellen
60 Jahre Post- und Technikgeschichte mit dem Ex-Fernmeldeamtmann Rainer Eck. Wo einst Briefe sortiert wurden und der Grundstein für den Rundfunk gelegt wurde, übernachten heute Gäste. Treffpunkt am Eingang des Verkehrsmuseums. 

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Stadtverführungen
18. bis 20. September überall in Nbg
Achtung, für manche Führungen ist eine extra Anmeldung nötig! 
 




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#Führungen, #Projektbüro, #Stadtverführungen, #Zeitfenster

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