Comedy + Kabarett im Februar und März
#Comedy, #Kabarett
2026 ist da und alle nur so Yeah? Natürlich nicht, aber den Kopf einzuziehen und sich nicht mehr vor die Haustüre zu trauen ist auf keinen Fall eine Option. Geht raus, feiert und habt Spaß. Hier ein paar selektive Tipps um einen schönen Abend voller Humor zu verleben.
Michael Frowin – Das wird ein Vorspiel haben
7. Februar / Burgtheater Nürnberg
Seit über drei Jahrzehnten ist Michael Frowin als Künstler tätig. Er ist Autor, Songwriter, Opernlibrettist und Kabarettist. Er schreibt für andere und natürlich für sich selbst. Sein aktuelles Bühnenprogramm lebt von seinen Beobachtungen. In diesen Zeiten muss man ja nicht allzu langen nach dem Absurden suchen. Er beobachtet das große Politische aber auch im kleinen Zwischenmenschlichen.
Die Menge an Information ist schier unüberschaubar und die Einordnung in wahr, fake, sinnvoll und unnütz kaum noch gegeben. Ohne erhobenen Zeigefinger versucht er sich a einer Einordnung und muss sich dennoch fragen, ob seine Parameter richtig justiert sind.
Ach ja, das macht er sehr unterhaltsam und richtig lustig.
Alfred Dorfer – GLEICH erstmal aus meinem Alter
26. Februar / Tafelhalle Nürnberg
40 Jahre auf der Bühne und keine Spuren im Gesicht? – Das gibt’s doch gar nicht. Ich glaub der hat was machen lassen. Alfred Dorfer aus Österreich ist mit dem Herrn Hader sicherlich das Beste, was die Alpenrepublik zu bieten hat und auch im gesamten deutschsprachigen Raum Teil der Speerspitze des politischen Kabaretts. So ein Jubiläum ist ja meist ein guter Zeitpunkt für ein kleines Zwischenresümee. Es geht natürlich ums Alter und um den persönlichen, aber auch gesamtgesellschaftlichen Wandel dieser Tage. Da ist natürlich der Klimawandel, der Rassismus und der anscheinend große Wunsch nach Diktatoren ein Thema. Alfred Dorfer wird aber im Alter nicht minder zynisch und auch seinen bitterbösen Humor hat er nicht verloren. Pflichttermin.
Tina Häussermann – Happy Konfetti
27. März / Burgtheater Nürnberg
Auch Tina Häussermann feiert ihr Bühnenjubiläum und 25 Jahre ist dafür ein guter Anlass. Inhaltlich geht es um das kleine und große Scheitern im Alltag und darum den eigenen Humor nicht zu verlieren. Das bezieht sich mal auf ihr privates Leben, aber auch auf die
Bühnenfigur. Das Altern ist ihr Thema und das macht sie auf eine überaus charmante Weise ohne dabei die gängigen Klischees zu bedienen. Tina Häussermann kann aber auch den momentan absurden Zeiten etwas abgewinnen und wenn sie nur der eigenen Unterhaltung dienen – auch ein Ansatz, der einen zumindest vorm Durchdrehen bewahrt. Viele Themen werden in kleine Liedchen verpackt, was dem Inhalt die Schwere nimmt. Auf die nächsten 25 Jahre.
Christian Springer – Leider
5. Februar, Gutmann Nürnberg
Christian Springer war Autor für Otis Schlachthof und schreibt auch für den Kollegen Schleich. Zusammen mit Michael Altinger hat er die Moderation für die BR Kabarettsendung Schlachthof übernommen. Er ist aber auch sozial mit seinem Verein Orienthilfe engagiert und redet so schnell, dass man schon dem Bayerischen mächtig sein muss, um zu folgen. Er nimmt nie ein Blatt vor dem Mund und meint zu seinem neuen Programm, dass sich die Aktualität aus seiner Biografie bedienen würde. Er bringt die Dinge auf dem Punkt und seine Haltung speist sich nicht aus dem Zeitgeist, sondern steht stabil und nie ausgrenzend im Wind – zumindest, wenn es nicht um dem Ministerpräsidenten geht. Und obwohl er schon auch anklagt, wird er selten persönlich. Ein kluger Künstler, dem seine Lebenserfahrung zu Gute kommt.
Sarah Bosetti – Make Democracy Great Again!
20. Februar / Redoutensaal Erlangen
Sarah Bosetti hat 2024 den Grimme- und den Deutschen Fernsehpreis gewonnen. In ihrem Buch, das dem Auftritt zu Grunde liegt, sucht sie nach einer Verbindung zwischen dem AfD-Wähler:innen und denen, die mit ihrer Meinung genau auf den anderen Seite stehen und da, wo die einen Angst vor Krieg und Klimawandel haben, habe die anderen Angst vor der Wokeness und dem Gendern. Was uns also zu einen scheint ist die Angst, die Angst vor einer düsteren Zukunft. Was hilft? Nur die Demokratie mit all ihren guten und auch nicht so guten Eigenschaften. Wir alle müssen uns wieder auf Kompromisse einlassen, denn die sind nun mal grundlegend in einer Demokratie.
Sarah Bosetti ist definitiv in der Lage zumindest sehr gute Ansätze zu liefern und diese überaus unterhaltsam vorzutragen.
Laura Brümmer – Hochgestapelt
29. März, Theater Fifty Fifty
Laura Brümmer ist relativ neu am Start und macht bei ihrer ersten Tour Halt im Fifty Fifty. Sie ist eine ehemalige Musical-Darstellerin und die Bühnenerfahrung merkt man ihr auf jeden Fall an. Die Dame ist eine Rampensau. Inhaltlich erzählt sie aus ihrem Leben. Geschichten mit ihrer Mutter und auch kleine Anekdoten aus ihrem Musical-Alltag. Ihr Auftritt ist ein wenig überdreht, was aber auch eine gute Energie liefert. Ich finde, Laura hat eine Chance verdient, und darum würde ich einen Besuch unbedingt empfehlen. Neue und frische Gesichter braucht Comedy-Deutschland.
Volle Möhre – Improkabarett
28. März / Rote Bühne Nürnberg
Wie immer eine gute Idee, dem Improkabarett Volle Möhre einen Besuch abzustatten. Zum einen weil wir unsere lokale Künstler:innen unterstützen sollten und natürlich, weil diese Kunstform einiges Können voraussetzt. Denn spontan lustig, hintergründig oder auch bitterböse satirisch zu sein, ist schon was Anderes, als jeden Abend die gleichen Gags abzureißen.
#Comedy, #Kabarett

















