SOFT SPOT. QUADE kommen aus Bristol und bestehen aus Barney Matthews, Matt Higgins, Tom Connolly und Leo Fini. Was sie machen in eine Schublade zu stecken, ist fast unmöglich – die Band selbst nennt es augenzwinkernd „Doomer Sad-Boy, Ambient Dub, Folk, Experimental Post-Rock“. Klingt wild, passt aber ziemlich genau. Kein Wunder also, dass sie bei AD 93 gelandet sind, einem Label, das für spannende Grenzgänger-Sounds steht und auch Acts wie MOIN, YHWH NAILGUN oder HOLY TONGUE im Katalog hat. Am 18. April erscheint ihr zweites Album „The Foel Tower“, aufgenommen in den Nannerth Ganol Studios in Mittelwales. Der titelgebende Turm ist ein Wahrzeichen der Region – und irgendwie auch ein passendes Bild für die Musik: monumental, geheimnisvoll und voller Ecken, in denen man sich verlieren kann. Die Songs sind intim und detailverliebt, gleichzeitig aber groß und weit aufgespannt – perfekt für alle, die gerne in Klanglandschaften abtauchen. Fans von Bark Psychosis, Godspeed You! Black Emperor, The For Carnation oder Deathcrash dürften hier ziemlich glücklich werden. >>
DESI. Die ERICH WEINERT STUDIO BAND ist kein klassisches Bandprojekt, sondern eher ein offenes Kollektiv, in dem die Rollen ständig wandern. Mal schreibt jemand den Text, mal liefert jemand anderes die Melodie oder den Rhythmus – alles bleibt flexibel. Zusammenfinden tut man sich im gleichnamigen Studio, wo Drummer Ed Rich ohnehin schon in verschiedensten Formationen Musik auf Band bringt. Heraus kommen dabei Songs, die melancholisch sind und trotzdem tanzbar bleiben. Fixpunkte sind der klare, leuchtende Gesang von Lydia Pfefferkorn, das pointierte, würzige Klavierspiel von Fabian Skodda, die unverwechselbar beseelte Mundharmonika von Coward Harpendale und schließlich der vielseitige Gitarrist F.S. Blumm, der mittlerweile auch am Bass neue Wege einschlägt. Ihr Sound bewegt sich irgendwo zwischen poetischen Alltagsbeobachtungen und zeitloser Popmusik. >>
Konzert 11.11.2025, MEISTERSINGERHALLE
Z-BAU. Vor zehn Jahren fing alles ziemlich unscheinbar an: ein paar Leute mit viel Liebe für tiefe Frequenzen, dicke Boxen und die Idee, die Bass-Community in Nürnberg zusammenzubringen. Aus dieser Energie wurde .bass – und inzwischen ist die einst kleine Veranstaltung zu einer festen Größe in der deutschen Bass-Szene geworden. Über die Jahre haben nicht nur lokale Crews an den Turntables gestanden, sondern auch internationale Größen wie MALA, FLOWDAN, KAHN, DJ MARKY, ALIX PEREZ, MUNGOS HIFI oder DUBKASM. 2025 ist es jetzt soweit: .bass feiert sein zehnjähriges Jubiläum – und das gleich ein ganzen Wochenende lang. Mit dabei sind internationale Headliner wie S.P.Y., SICARIA, AN DANNSA DUB und JAHTARI feat. DOC DRESSLA aus Leipzig. Dazu kommen über 15 lokale Crews und jede Menge Special Guests. Drei Floors, massiver Sound, keine Genre-Schubladen und null BPM-Limit. Von Dub und Reggae über Drum & Bass, Dubstep, Trap und Garage bis hin zu Grime und Baile: Das Line-up ist ein vibrierender Ritt durch alles, was Bassmusik zu bieten hat. >>
Z-BAU. Der Z-Bau wird zur Manege, wenn BABYLON CIRCUS mit einem letzten großen Tanz einmarschieren. Kein stilles Tschüss, sondern ein buntes, wildes Spektakel aus Bläsern, Stimmen und Beats. Seit 2024 sind sie unterwegs, um ihre jahrzehntelange Reise zu verabschieden.
Drei Jahrzehnte voller Chaos, Liebe, Schweiß und Abenteuer stecken in dieser Band. Logisch, dass beim Auftritt ein Kloß im Hals dabei ist – aber genauso klar ist: Sobald die ersten Akkorde knallen, bleibt dafür kein Platz. BABYLON CIRCUS haben beschlossen, das Kapitel nicht leise zuzuklappen, sondern es in Flammen aufgehen zu lassen. >>
E-WERK. Mal ehrlich: Optimismus zu leben war schon mal leichter. Klimakrise, Kriege, Kapitalismus-Kater – die Welt stolpert. Genau das thematisiert KAFVKA auf ihrem vierten Album "Kaputt". Die Berliner Band spricht Armut, Ungerechtigkeit, Kämpfen, Scheitern, Depression und Wut frontal an – und zeigt, wie eng persönliche Krisen und politischer Frust zusammenhängen. Sänger Jonas Kakoschke schrieb viele Texte in einer Phase, in der er selbst tief unten war. Trotzdem koppelt die Band Schmerz mit Energie, Wut mit Empathie und schafft Songs, die aufrütteln und motivieren. Musikalisch: Rap mit Autotune, fette Gitarrenwände, Punk, Pop, ein Hauch Schlager und Bassgeballer. Das Album ist ein Mix aus Moshpit-Hymnen, dunklen Momenten und überraschend poppigen Hooks, aufgenommen in analogen Jam-Sessions. KAFVKA haben es von Subkultur-Clubs auf große Festivalbühnen geschafft, ohne sich je dem Mainstream anzubiedern. Ihr Hit "Alle hassen Nazis" läuft millionenfach. Die Welt mag kaputt sein, aber verloren ist sie noch lange nicht.
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E-WERK. Was jahrelang wie ein schöner Traum klang, wird 2025 Realität: IRIE RÉVOLTÉS steigen nochmal auf die Bühne – laut, politisch und komplett on fire. Acht Jahre nach dem Abschiedskonzert, das tausende in Mannheim sprachlos gemacht hat, kommt jetzt das große Comeback: IRIEUNION – eine einmalige Tour, ein letztes Aufdrehen, ein Festival der Energie. curts Helene ist aus dem Häuschen! Zwischen 2000 und 2017 haben IRIE RÉVOLTÉS alles zerlegt, was man zerlegen kann: Clubs, Festivals, Sprachgrenzen, Erwartungen. Über 500 Shows in mehr als 25 Ländern, 5 Alben, jede Menge politischer Aufruhr – kein Wunder, dass die Leute nie ganz aufgehört haben zu hoffen, dass da nochmal was kommt. Jetzt ist es soweit: Die Band geht auf Tour durch Deutschland, Schweiz, Tschechien, und zum Grande Finale nochmal in die Maimarkthalle Mannheim. Der Kreis schließt sich. Mit Wucht.
Wer jemals bei einem ihrer Konzerte war, weiß: Da steht keine Band auf der Bühne, da entfesselt sich eine Bewegung. Es wird getanzt, geschwitzt, geschrien. Es wird mitgesungen und mitgekämpft. Ihre Mischung aus Reggae, Ska, Dancehall, Punk, Rap und Elektro kommt nicht nur in die Beine, sondern direkt ins Herz – und manchmal auch in den Magen, wenn's gegen Rassismus, Ungerechtigkeit und Ignoranz geht. Denn IRIE war nie nur Party – IRIE war immer auch Protest.
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