FAU Studiportrait #19: Können-Lernen-Plattform

DIENSTAG, 31. MAI 2016

#FAU, #Studium

Wie wäre es, abends etwas zu können, das man morgens noch nicht drauf hatte? Ziemlich gut! Das dachten sich auch die beiden FAU-Studenten Flo und Torben und betreiben seit einem halben Jahr Skillduck, eine Online-Plattform für Die Vermittlung von Kursen von A (bstrakter Kunst) bis Z (weite Stimme improvisieren).

Schon Daniel Düsentrieb wusste, dem Ingeniör ist nichts zu schwör. Die beiden angehenden Wirtschaftsingenieure Flo und Torben waren dennoch irgendwann am Ende ihres Könnens angelangt, aber sie wussten sich zu helfen. Wenn über das Internet Schlafplätze, Mitfahrgelegenheiten, Lebensmittel et cetera geteilt werden, warum dann nicht auch Fähigkeiten? „Wir haben die Share Economy quasi um einen weiteren Punkt ergänzt. Egal, ob Hemden bügeln, Lasagne kochen oder Autos reparieren. Es gibt immer Menschen, die etwas besonders gut können und Spaß daran haben, ihr Können an andere weiterzugeben, es zu teilen“, erläutert Flo die Idee hinter Skillduck und Torben ergänzt: „Es gibt so viele Dinge, die man einfach erlernen kann, man muss es nur einmal gezeigt bekommen.“ Das unterscheidet Skillduck von der Nachbarschaftshilfe, man lernt etwas, um es dann beim nächsten Mal selber machen zu können.

Die Idee ist ebenso schlicht wie genial: Skillduck ist ein Community-Marktplatz, über den Menschen alle erdenklichen Fähigkeiten anbieten, die andere dann erlernen können. Beispielsweise eine Baby-Pumphose nähen. Klar könnte man sich dazu auch einfach ein bis viele Video-Tutorials angucken, aber das ist eben unpersönlich, man kann keine Fragen stellen, wenn man mal nicht weiter weiß. Und für den klassischen VHS-Kurs, der über mehrere Wochen geht, fehlt einem vielleicht die Zeit. Denn genau das ist der Vorteil von Skillduck: Die beiden Plattform-Gründer haben festgelegt, dass die Kurse nur wenige Stunden, maximal einen Tag dauern dürfen und man persönlich angeleitet wird. Entweder über Videochat oder bei einem Treffen vor Ort. Die Anmeldung bei Skillduck ist kostenlos, erst für die gebuchten Kurse fallen Kosten an. Die Preise legen die Kursanbieter selbst fest, wird ein Kurs gebucht, zahlen die Anbieter eine geringe Gebühr an die beiden Betreiber der Plattform.

„Anfangs haben wir im Freundeskreis gefragt, wer Kurse anbieten möchte und haben uns so einen Grundstock geschaffen. Dank Kontakten, die wir in unseren Auslandssemestern während des Studiumsgeknüpft hatten, haben wir bei Skillduck auch Kurse in Frankreich, England und Finnland im Angebot“, sagt Flo, der aktuell an seiner Masterarbeit schreibt. Der FAU-Student hat auch selber schon Kurse über Skillduck gegeben, derzeit hat jedoch der erfolgreiche Abschluss seines Studiums Vorrang. „Ab August werden sowohl Torben, der seine Masterarbeit bereits abgegeben hat, und ich uns in Vollzeit der Plattform widmen und dann hoffentlich unser Kursangebot deutlich ausweiten.“ Zu den zurzeit rund 40 Kursen sollen noch viele mehr hinzukommen und die Wunschliste ist lang, von eine Mütze häkeln, über Feuer machen ohne Feuerzeug und Google richtig benutzen bis hin zu Longboard fahren, ist aus allen Lebensbereichen was dabei.

Wer sich jetzt berufen fühlt, sein Können (egal ob von der Wunschliste oder nicht) mit der Welt zu teilen, der sollte sich umgehend auf
www.skillduck.de anmelden. Und wer etwas Neues lernen will, schaut sich dort einfach mal um.




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