BAYERN. Im vergangenen Jahr war die Stiftung Sozialidee nominiert, schnupperte am Gewinn und bekam jede Menge Aufmerksamkeit, in diesem Jahr könnte eure Initiative beim Wettbewerb für gesellschaftliches Engagement dabei sein. 

Für die Aktion Gutes Beispiel sucht Bayern2 wieder Menschen, die sich für eine bessere Gesellschaft einsetzen: ehrenamtlich, nachbarschaftlich, vielleicht übersehen. Zu gewinnen gibt es Preisgelder in Höhe von insgesamt 15.000 Euro. Neu ist der Bayern2 Kultur Impuls in Höhe von 2.500 Euro. 2025 ging der erste Preis an das ehrenamtlich betriebene Kino Lila in Lam, Lkrs. Cham. 2024 gewann das Zukunftshaus in Würzburg, ein Projekt zur Förderung nachhaltigen Konsums.
Die beiden Beispiele illustrieren ganz anschaulich, wie weit die Spanne dessen ist, was gesellschaftliches Engagement alles sein kann. Bewerben können sich Einzelpersonen und Teams, Initiativen, Organisationen, Vereine, Start-ups und Social Businesses, solange das jeweilige Projekt schwerpunktmäßig in Bayern durchgeführt wird. Bewerbungsschluss ist der 23.02. 
www.br.de/radio/bayern2/gutes-beispiel  >>
THEATER ERLANGEN. Das Erlanger Theater hat sich zum fünften Mal auf die Suche nach spannenden Regiekonzepten von jungen Regiesseur*innen begeben. Diesmal zum sehr zeitgemäßgen Thema “Bühne digital”. Die 1993 in Kronach geborene Anika Paulina Stauch hat den Regienachwuchswettbewerb mit ihrem interaktivem Twitch-Theaterstück trail_thielx auf der Basis von Gerhard Hauptmanns Bahnwärter Thiel für sich entschieden. Sie gewinnt eine digitale Uraufführung am 28. Mai. Der Bahnwärter ist in Stauchs Stück im übrigen selbst ein Gamer, der in endlos verkifften Nächten eine virtuelle Bahnstrecke nach der anderen baut. Hört sich fast so an wie aus unserem Leben gegriffen. Thielx vereinsamt über dieser Tätigkeit jedoch, anderen Menschen kann er sich nur noch via Chat mitteilen, die reale Realität bleibt ausgesperrt, seine verstorbene Frau Minna ist bloß noch ein Social-Media-Profil.

Die Jury begründet ihre Wahl mit der klugen und geschickten Verwerbung, mit der Stauch einen klassischen Stoff in einen digitalen Ausspielkanal integriert und damit eine größere gesellschaftliche Veränderung sichtbar macht.
Anika Paulina Stauch war bis 2021 Regieassistentin am Staatstheater Meiningen, wo sie mit der Romanadaption Im Herzen der Gewalt von Édouard Louis auch als Regiesseurin debütierte. Derzeit arbeitet sie als Regieassistentin an der Berliner
Schaubühne.
Videos, digitale Umsetzung und Ausstattung kommen von der in Hannover lebenden Marie Liebig, die als Kostümbildnerin unter anderem für das Schauspiel Hannover und das Deutsche Schauspielhaus Hamburg tätig war.

Theater Erlangen
Theaterstr. 1, Erlangen  >>
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