Leerstand vorbeugen in Fürth: Citymacher

DIENSTAG, 30. JUNI 2026, FüRTH

#Citymacher, #Fürth, #Gründer, #Leerstand, #Open Call, #Wettbewerb

In Nürnberg, wo ihr diesen Text mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit lest, ist vor allem der Leerstand bei Gewerbeimmobilien ein Problem, das auch im Wahlkampf immer wieder zum Thema wurde. Wie es in der City ausschaut, das bewegt die Menschen. Nebenan, in Fürth nämlich, ist dieses Problem wesentlich kleiner, bis eigentlich nicht existent. Das liege, sagt die Verwaltung, eben auch daran, dass man in Fürth nicht erst handelt, wenn es zu spät ist, sondern vorbeugend. Und setzt deshalb ein neues kompetitives Programm auf, dass Leerständen begegnen soll: Citymacher.

Anlass für das neue Programm ist aber tatsächlich ein zukünftiger Leerstand. Nicht wegen Schließung, sondern wegen eines Umzugs: die Ober Scharrer Augenklinik zieht in ein Gebäude am Bahnhof, die Flächen in der Moststraße werden somit im Laufe des Jahres peu a peu frei werden. Der Wettbewerb Citymacher richtet sich nun an alle, die innovative Ideen haben und zur Umsetzung Räume brauchen. Inhaltlich kann das erstmal alles sein. Ein Laden, ein Café, ein technologisches Angebot, ein kreatives Projekt. Immer her damit!, sagen die CITYMACHER. 

Die drei besten, tragfähigen Konzepte bekommen von Citymacher Fürth ein umfassendes Unterstützungspaket: u.a. mit einem Jahr Mietfreiheit, Unterstützung bei Ladenbau und -planung, Startkapital und Werbekostenzuschüsse, Mentoring und Gründungsberatung. Gesamtwert dieses Preises: 150.000 Euro! Um euch dafür zu qualifizieren, sollten eure Ideen wirtschaftlich tragfähig, innovativ realistisch umsetzbar und in der Lage sein, die Innenstadt zu beleben. Die Geschäftsidee muss neu, bzw. die Gründung in Planung sein. Das heißt: Wer sein Geschäft bereits in Fürth betreibt, kommt nicht in Frage. Beste Chancen hat man übrigens, wenn die Jury im Konzept einen klaren Bezug zur Fürther Innenstadt erkennen kann. 

Aber auch wenn ihr noch nicht das fertige, umsetzbare Konzept in der Schublade habt, sondern nur eine coole Idee im Hinterkopf, könnte Citymacher der richtige Ansprechpartner sein. Gesucht werden nämlich auch Ideen und Impulse oder einfach Wünsche für die Innenstadt. Diese sollen reichweitenstark geteilt werden, um andere, die vielleicht das Knowhow oder gar Kapital haben, zur Umsetzung zu motivieren. 

Der dritte Weg ist eine Kombination aus beiden genannten: Während des Wettbewerbszeitraums bietet Citymacher verschiedene Workshop- und Netzwerkformate in Zusammenarbeit mit der Gründerinitiative Fürth an, die sich an Menschen richten, die aus ihrer Idee ein bewerbungsreifes Konzept machen möchten. Inhaltlich geht es da dann z.B. um Preiskalkulation, Zielgruppen-analyse oder Marketing. So entsteht dann vielleicht und hoffentlich ein fertiges Konzept, das ihr beim Wettbewerb einreichen könnt. Clever gelöst! 

Die Teilnahme an diesen Terminen ist kostenfrei, die Termine werden auf der Homepage bekannt gegeben. Der Bewerbungszeitraum endet am 30. Juni, noch ist also alles machbar!
 
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Citymacher Fürth – Gründen und Leerstand beleben
Wettbewerbsschluss am 30.06.2026




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#Citymacher, #Fürth, #Gründer, #Leerstand, #Open Call, #Wettbewerb

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Kunst & Design  17.10.-18.10.2026
FüRTH. Manchmal haben die Künstler:innen das ja nicht so gerne, wenn man ihnen beim Schaffen ständig über die Schulter schaut und neugierige Fragen stellt. Die Türen zu den Ateliers sind deshalb meistens zu. Nicht so beim Gastspiel Wochenende des Kulturring C in Fürth. 

Seit fast 30 Jahren gibt es diese zwei Tage der offenen Ateliers. Rund 35 Räume sind in diesem Jahr für interessierte Besucher:innen geöffnet. Und das heißt einerseits: Künstler:innen kennenlernen und entdecken, was die da eigentlich so treiben. Und andererseits auch: Malerische und versteckte Orte der hübschen Kleeblattstadt aufstöbern.

Auch in diesem Jahr sieht das Konzept eine kooperative Besonderheit vor, denn: Die jeweiligen Gastgeber:innen laden sich für dieses Wochenende noch weitere kunstschaffende Personen mit ein. So entstehen temporäre Gruppenausstellungen zeitgenössischer Positionen. Zum Beispiel mit Malerei von Karin von Beyer und Skulpturen von Sandra Zenk in der Lagerstraße. Oder Druckgrafik von Franz Janetzko mit Malerei von Wolf Sakowski im Atelier Janetzko. Oder Zeichnungen von Anders Möhl mit Malerei von Max Hanisch in der A.theke. Auch Kulturorte wie jener in der Badstraße 8 oder die Auferstehungskirche beteiligen sich am Programm. Eine Karte mit allen Gastspiel-Locations kann man auf der Seite durch Kulturring C herunterladen, ausdrucken, einlaminieren und los geht‘s! 

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Gastspiel – Offene Ateliers in Fürth
Samstag, 17.10., 14–21 Uhr  /  Sonntag, 18.10., 11–18 Uhr 
www.kulturringc.net  /  www.senf.xyz  >>
Kultur  15.10.-15.11.2026
DR.-KONRAD-ADENAUER-ANLAGE. Das StadtLesen kommt wieder nach Fürth! Heißt was genau? Wir treffen uns in der Konrad-Adenauer-Anlage und lassen die Federballschläger ausnahmsweise mal daheim, weil wir diesmal nur zum Schmökern da sind. Die wundergrüne Parkanlage wird mit herrlichen bequemen Sitzsäcken möbliert und mit Regalen ausgestattet, in der ihr ausgesucht gute Literatur findet – für Kinder und Erwachsene. Ein Lesewohnzimmer im Grünen für alle, so einfach das Konzept, so gut. 
Das Kulturamt Fürth erweitert diese Veranstaltung mit einem eigenen Programm: Die Literatour – buchstäblich Fürth am Donnerstag macht die literarischen Spuren in der Stadt sichtbar, am Freitag präsentieren Migrant:innen in der Konrad-Adenauer-Anlage ihre Ergebnisse eines Schreibworkshops, am Samstag kommen hier die Verbände zum Zug mit Lesungen der Wortkünstler Mittelfranken, des AutorenVerbands Franken und des Verbands deutscher Schriftsteller:innen (mit Lucas Fassnacht und Anja Gmeinwieser!), am Abend liest der Fürther Autor Leonhard F. Seidl aus der von ihm herausgegebenen Krimi-Sammlung Tatort Alpen. Und, echt wahr: Am Sonntag kommt der curt-Heini Andi Thamm in die Anlage, lässt sich auf der Picknickdecke nieder und liest gleich drei Mal aus seinem Kinderbuch Ich und alle meine Ichs. 
Zum Abschluss bietet der Kulturschock e.V. Poetry-Slam-Spaziergänge durch Fürth an. Das wird insgesamt sehr schön! 
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Stadtlesen Fürth
18. bis 21. Juni, in der Konrad-Adenauer-Anlage und an anderen Orten.
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STADTTHEATER FüRTH. Nach einigen spektakulären Gastspielen, hat das Stadttheater Fürth im April nun die nächste Eigenproduktion für uns fertig geprobt. Es ist vielleicht die deutsche, klassische Komödie schlechthin: Heinrich von Kleists Der zerbrochne Krug. Richter Adam in Huisum sitzt einen Verfahren vor, bei dem er selbst der Angeklagte ist: Er hat die junge Eve bedrängt, wurde fast erwischt und flüchtete aus dem Fenster. Mehr muss man eigentlich gar nicht wissen, um zu verstehen, wie aktuell dieser Stoff gerade jetzt wieder ist: eine Posse über männliche Machtausübung, Täter-Opfer-Umkehr und Nötigung im Amt. Inszeniert wird der Kleist von Sebastian Sommer, 2014 bis 2017 Hausregisseur am Berliner Ensemble unter Claus Peymann. Das ist mal eine Hausnummer im Lebenslauf! Premiere am 10. April. 

Die nächste Premiere probiert formal etwas anderes aus, sie ist ein Live-Hörspiel: In Heimsuchung von Jenny Erpenbeck werden die Stimmen eines Hauses lebendig. Ein Architekt, der in den 50ern in den Westen flieht, ein jüdischer Tuchhändler, eine Schriftstellerin. 100 Jahre an einem märkischen See unter den Augen des Gärtners, der die Zeiten überdauert. Ein Roman, der Geschichte durch individuelle Schicksale erfahrbar macht, auf die Bühne gebracht von Anna-Lena Kühner, Dramaturgin am Haus. Premiere am 8. Mai. 

Am 12. und 13. Mai gibt es die Gelegenheit, eine Inszenierung des Wiener Volkstheaters zu sehen: Meisterklasse Marie Callas von Terrence McNally. Die weltberühmte und als Diva verschriene Sopranistin kehrt in ihre Geburtsstadt New York zurück. Ein Meisterwerk des biografischen Theaters, das die krasse Diskrepanz zwischen einer öffentlichen Figur und privaten Person umkreist. Die Inszenierung mit Andrea Eckert als ungnädige, verletzliche Diva sahen allein am Wiener Volkstheater rekordverdächtige 170.000 Besucher:innen im Laufe von zwölf Jahren. Ein Theaterereignis! 

Und zuletzt: Die Vodkagespräche mit den TV- und Bühnen-bekannten Karoline Eichhorn und Catrin Striebeck als Schwestern Eddy und Freya, die nach dem Tod ihres Vaters in seiner Villa am Bodensee zusammensitzen. Der Vater hat sein Vermögen einer AfD-nahen Stiftung vermacht und so kreisen die Gespräche um Politik und Religion, Deutschland und das Ende der Demokratie. Ein Stück von Arne Nielsen, inszeniert von Karoline Eichhorn. Zu sehen am 16. Mai.  
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Stadttheater Fürth  >>
STRAßE DER MENSCHENRECHTE. Der degrin e.V. für Begegnung und Bildung in Vielfalt beteiligt sich an den Nürnberger Wochen gegen Rassismus mit einem besonderen Format: BIS WOHIN … UND NICHT WEITER! ist eine interdisziplinäre, interaktive Stadtführung, die sich mit sichtbaren und unsichtbaren Grenzen auseinndersetzt. An mehreren künstlerisch gestalteten Räumen und in der Öffentlichkeit sollen mit den Mitteln von Tanz, Musik, Wort, Bild und konzeptueller Kunst Fragen nach Haltung und Verantwortung erfahrbar gemacht werden. Inhaltlich werden Ausgrenzung, Menschenrechte und Zivilcourage thematisiert, die Moderation und Begleitung durch Jana Michel und Alisa Leyzerovich lädt die Teilnehmenden dazu ein, über die Beiträge ins Gespräch zu kommen. 

Die aktuell bereits fixierten Beiträge kommen aus den Bereichen Textkunst, Graffiti, Streetdance und Gesang. Noch bis zum 28. Februar könnt ihr euch mit eurer Kunst bewerben und selbst Teil von Bis wohin … und nicht weiter! werden. Gesucht werden speziell Fotografien (1-5 Fotos) und Poetry Slams (5-10 Minuten), die sich mit den Themen Menschenrechte, Zivilcourage, Ausgrenzung, Zuschauen, Schweigen, Handeln auseinandersetzen. Die Leitfragen lauten: Bis wohin schaust du zu … und nicht weiter? Bzw: Bis wohin bleibst du still … und nicht weiter? 

Die Präsentation/Führung findet statt am 28.03., einmal um 13.45 und einmal um 14.45 Uhr, Treffpunkt am Eingangsbogen zur Straße der Menschenrechte. 

Alle Infos: www.degrin.de

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KULTUR.LOKAL.FüRTH. Am Abend des 23. August 1989 hielten sich rund zwei Millionen Menschen aus Estland, Lettland und Litauen an den Händen. Die Menschenkette reichte von der Nordküste Estlands bis in den Südosten Litauens, 600 Kilometer weit. Eine regimefeindliche Demonstration unter hohem persönlichen Risiko der Beteiligten. Bis spät in die Nacht sangen die Menschen gemeinsam alte Volkslieder, als singende Revolution ging der Protest in die Geschichte ein. Die Fürther Künstlerin Gesa Will bringt eine Vesammlung nach diesem Vorbild im Miniaturformat ins kultur.lokal.fürth: Miniaturmenschen aus Ton stehen für Freiheit und zivilen, friedlichen Widerstand. Nur ein Teil von Wills Ausstellung Die singende Revolution, die vom 08. bis 19.01. im kultur.lokal.fürth zu sehen ist. Eine Reihe an Kunstwerken ruft vor dem Hintergrund der kriegerischen Auseinandersetzungen unserer Gegenwart die Friedensbotschaften wieder in Erinnerung – und dass sich auch ohne Gewalt die Welt bewegen lässt. 

Zur Vernissage am 8. Januar, um 19 Uhr gibt es passend zum Titel der Ausstellung Gesang von Anna und Markus Simon. Am 16. Januar lädt der Autor Leonhard F. Seidl   zu einer friedensbewegten Lesung. 

 
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