ZUKUNFTSMUSEUM: Menschen wie wir, nur in schlau

DIENSTAG, 3. SEPTEMBER 2024, DEUTSCHES MUSEUM NüRNBERG – ZUKUNFTSMUSEUM

#Ameca, #Ausstellung, #Deutsches Museum Nürnberg, #KI, #Roboter, #Zukunftsmuseum

Im Zukunftsmuseum begrüßt uns jetzt ein richtig heißes Gerät: AMECA, ein super moderner humanoider Roboter. Das Girl (oder der Typ?) ist eines der fortschrittlichsten ihrer Art und gibt uns einen spannenden Blick in die Zukunft. Mit ihrer Technik wirkt sie beunruhigend menschlich und lässt uns darüber nachdenken, was es bedeutet, Mensch zu sein. Das Zukunftsmuseum in Nürnberg hat AMECA jetzt fest im Bestand und macht damit einen enormen Sprung in der Robotikausstellung.

Engineered Arts hat den AMECA Roboter erstmals im Dezember 2021 als Prototyp gezeigt, und im Mai 2022 hatte er dann seine Europa-Premiere im Zukunftsmuseum. Die Besucher:innen waren begeistert, fasziniert und vielleicht auch ein wenig schockiert. Denn mit hochkomplexen neue KI-Schnittstellen kann AMECA menschliche Mimik erkennen und deuten. Und da die Anzahl der Motoren für die eigene Mimik von elf auf 27 erhöht wurden, kann AMECA auch selbst menschliche Mimik imitieren. So fällt es gefährlich leicht, Vertrauen zu ihr aufzubauen. Ihre Gespräche basieren auf dem Wissen von ChatGPT-4o und werden durch ein spezielles System im Museum gesteuert, das verschiedene Varianten für unterschiedliche Situationen bietet. AMECA plaudert locker mit den Gästen – und zwar in allen gängigen Sprachen. Sie/er informiert, motiviert und wirkt mehr als nur die Summe der 2.500 Einzelteile. AMECA wird als aktives, vertrauenswürdiges Gegenüber wahrgenommen.

Es scheint, als würde die Vision von Engineered Arts wahr werden: die Beziehung zwischen Maschine und Mensch humaner zu gestalten. Weg von der Tastatur und dem Bildschirm, der uns eine Distanz aufzeigt zwischen Metall, Kabeln und Lötstellen. AMECA ist so gebaut, dass Entwickler:innen immer weiter verbessern können und so der Roboter immer menschlicher wird. 
AMECA kann in verschiedenen Rollen eingesetzt werden – als Begrüßungsroboter, für entspannte Plaudereien oder Fachgespräche. Sie/er kann frech, elegant, ironisch oder sogar mit Weltbeherrschungsfantasien auftreten – und kann alles sein, was wir uns vorstellen, so Susanne Grube, die für Programme, Bildung und Labore im Zukunftsmuseum verantwortlich ist. Für das Museum sind erstmal eine Roboter-Show und ein Yoga-Programm geplant.

Neben AMECA gibt es noch eine ganze Reihe von anderen Robotern: KUKA LBR iiwa ist ein Industrie-Roboter, der direkt mit Menschen arbeitet. Telemax EVO pro wird in Kriegsgebieten eingesetzt, und die Therapie-Robbe Paro wird in Altenheimen geschätzt. Harmony ist eine Sexpuppe mit Roboterkopf. Faszinierend und verblüffend und sicher bald in jedem gut geführten Haushalt anzutreffen, diese pfiffigen und empathischen Roboter. 

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Zukunftsmuseum / Deutsches Museum Nürnberg
Augustinerhof 4, 90403 Nbg




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KRAKAUER HAUS. Seit 30 Jahren stärkt das Krakauer Haus mit seinem Programm den kulturellen Austausch zwischen Nürnberg und Krakau. Besonders voll ist daher in diesem Sommer das Programm. 

Ganz neu im Krakauer Haus ist die Hinwendung zum Format Comic. Die seit Mai laufende, erstmals vergebene COMIC Residenz verwandelt das Haus in ein lebendiges Atelier, zu Gast war die Künstlerin Marianna Serocka ist zu Gast. Die nächste Residency folgt auf dem sprichwörtlichen Fuße, sie wird bereits zum dritten Mal vergeben: STUDENT in Kooperation mit der Jan Matejko Akademie der Bildenden Künste in Krakau. Die ausgewählten Künstler:innen bekommen die Möglichkeit, ihre Kunst in Nürnberg weiterzuentwicklen und ihre Prozesse öffentlich zu machen. 

Die Feierlichkeiten zum 30. Geburtstag finden rund um die alljährliche Inselkunst vom 09. is 11.07. statt. Zunächst eröffnet am 09.07. aber nicht auf der Insel, sondern in der
Kreis Galerie eine Gruppenausstellung von Krakauer und Nürnberger Künstler:innen zum Thema Zeichnen. Am 10.07. geht’s dann open air weiter. Die Inselkunst verwandelt die Insel Schütt zum neunten Mal in ein künstlerisches Feld für Skulptur und Klang. In diesem Jahr befragen Arbeiten von Filip Rybkowski (PL) und Michael Akstaller (DE) den Stadtraum hinsichtlich seiner Qualitäten als Träger von Erinnerung, Bedeutung und Wahrnehmung. Zur Vernissage gibt es ab 18 Uhr diverse Klanginterventionen von Michael Akstaller, Paulina Owczarek, Peter Orins und Talaj Szőke. Von Artist in Residence Piotr Urbaniec kommt ein audiovisuelles Projekt, eine Aktion für Kinder von Stephan Schwarzmann. Die Ausstellung bespielt neben der Insel selbst den Hohen Steg, den Andreij-Sacharow-Platz, die Fischergassen, die Steubrücke und das Krakauer Haus und ist bis zum 20.09. zu sehen.

Das Jubiläum des Krakauer Hauses ist auch der Startschuss des projekts PORTAL: eine Plattform für die Zusammenarbeit zwischen Galerien und Off-Spaces aus Krakau und Nürnberg. In Nürnberg nehmen das Heizhaus und die Kreis Galerie an der ersten Ausgabe teil. Zwischen 18.09. und 27.09. wird es von den neu vernetzten Künstler:innen Performances und spontane künstlerische Aktionen zwischen Krakauer Haus, Kunstvilla und Heizhaus geben.

Alles sehr spannend, und hier im Blick zu behalten:
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