Klezmer - und noch viel mehr: Das Jewish Music Today Festival

8. MäRZ 2024 - 17. MäRZ 2024, FüRTH

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Jewish Music Today“ in Fürth – das höre ich zum ersten Mal!, werden einige von euch sagen. Und trotzdem ist es korrekt, dass das Festival bereits zum 19. Mal stattfindet. Hört sich komplizierter an, als es ist: Das „Internationale Klezmer Festival Fürth“ hat sich einen neuen Namen verpasst. Schließlich bildet es schon lang viel mehr ab als nur ein Genre der jüdischen Musik. Vom 8. bis 17. März findet diese großartige multikulturelle, internationale Feier der Musik von Klezmer-Fusion bis Kabbala-HipHop in diesem Jahr statt. curt sieht ausschnittsweise ins Programm.

In diesen bitteren Tagen des Krieges und des wiedererstarkten Antisemitismus, auch in Deutschland, wird es sich vermutlich um ein Festival unter besonderen Vorzeichen handeln. Dieses Festival hat es sich seit jeher zur Aufgabe gemacht, die jüdische Kultur zu vermitteln, und jetzt um so mehr: eine Botschaft des Friedens und Miteinanders in die Welt zu tragen. Die israelische Musikerin Hadar Maoz, die zur Eröffnung am 08.03. spielt, steht wie kaum eine Zweite für diese Botschaft. Maoz inhaliert 2.500 Jahre israelisch-persischer Musikhistorie und verpasst ihr den Pop-Appeal und die Energie der Gegenwart. Eine elektrisierende Performance! 
 



Auch wenn das Festival nicht mehr „Klezmer“ im Namen trägt, die traditionelle Musik der Ostjuden hat nach wie vor seinen Platz im Programm. So auch mit Michael Winograd, einem der umtriebigsten Klezmer-Klarinettisten und seiner Band. Oder dem jungen österreichischen Duo The Klezmer Brothers, die mit ihrer Musik bereits die Carnegie Hall ausverkauft haben. Höchste Zeit für Fürth also! Beide Gigs am 09.03. 
 
 


Mit Ola Bilinska kommt eine Musikerin aus Polen, die sich seit vielen Jahren intensiv mit dem traditionellen jüdischen Liedgut auseinandersetzt. Libelid ist ein Zyklus aus durchaus bekannten Liedern, die sie mit keltischer Harfe und Loopstation sehr innovativ umsetzt (am 12.03.). Bilinskas Vorgängeralbum wurde in Polen Folk-Album des Jahres. Maximal international wird der Auftritt von Halva, der belgisch-britisch-deutsch-griechisch-türkisch-israelischen Band rund um Nicolaas Cottenie, der die Verbindungen zwischen traditioneller jiddischer Musik und der sie umgebenden Kulturen untersucht. Die Band kommt mit Cello und der orientalischen Zither, Qanun (am 13.03.).
 
 


Ganz und gar unbestuhlt wird der Abend des 15.03. im Kulturforum Fürth. Zuerst spielt das Orkestar Kriminal, eine zehnköpfige Powerband aus Kanada, die schönsten uralten Ganovenlieder. Dann treiben Kommuna Lux aus der Ukraine mit wildem Balkan-Klezmer das Gangster-Thema auf die Spitze. 
2020 musste sie coronabedingt absagen, aber Fürth ist geduldig und freut sich jetzt umso mehr auf die Godmother of Kabbala-HipHop, straight outta Jerusalem: Victoria Hanna! Hanna kombiniert uralte religiöse Texte mit fetten Beats, zerkaut Konsonanten, dehnt die Vokale, schießt mit Lauten um sich ... Kurz: Eine High-End-Performerin in ihrer eigenen Liga. Am 16.03.
 

Und noch einmal Gäste aus Polen: Bei Kroke handelt sich um eine lebende Legende, die seit über 30 Jahren Klezmer, Jazz, Tango und einiges mehr auf höchstem Niveau miteinander verweben. Dagegen wirken Haze‘evot, die im Kunstkeller spielen werden, wie frisch geschlüpft: eine all-female Discopunk-Band, die bereits auf einigen europäischen Festivals das Publikum aufgemischt hat. Beide Konzerte am 17.03.
 
 

Hinzu kommt nicht nur eine Reihe mit Kneipenkonzerten im Babylon-Kino, der Bistro-Galerie, der Kaffeebohne und dem Kulturort Badstraße (am 08.03.), sondern natürlich auch das nahezu ausufernde nicht-konzertante Rahmenprogramm. Im Kino Uferpalast laufen über den gesamten Festivalzeitraum aktuelle Filme mit Bezug zur jüdischen Kultur. In den unterschiedlichen Workshops lernen die Teilnehmer:innen zum Beispiel jiddische Tänze, Victoria Hanna herself und Yuriy Gurzhy komponieren mit jungen Musiker:innen der Region zwischen 16 und 21 Jahren einen neuen Soundtrack für Fürth und im Jüdischen Museum findet Aufklärungsarbeit zum Thema Antisemitismus und Verschwörungstheorien statt. Und auch der Geschichte für alle e.V. und die Touristinformation beteiligen sich mit einem differenzierten Führungsprogramm, das uns die jüdische Geschichte der Stadt Fürth noch einmal nahe bringt. 
Wir sagen: wichtiges, tolles Festival, jetzt mehr denn je, L‘Chaim!

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Jewish Music Today
vom 8. bis 17. März im Kulturforum Fürth und an vielen anderen Orten in Fürth. 
Alle Infos, alle Acts HIER


Retterspitz Äußerlich Flasche auf einer Gitarre


Abtanzen x Retterspitz Äußerlich
Das Nachtleben praktzierende curt-Leser:innen wissen es: eine wild durchtanzte Nacht, ein hart mitreißendes Konzert oder eine Hebe-figur können schnell zu Zerrung und Prellung führen. Um so besser, wenn man weiß, wie man sich nach jeglicher Tanzekstase wieder fit macht und in Form bringt. Wir wissen, wovon wir reden! Retterspitz Äußerlich unterstützt bei der Linderung von Blessuren. Physikalische Therapien wie Wickel oder Nasse Strümpfe beschleunigen die Stoffwechselvorgänge und die Durchblutung, wirken abschwellend und lindern Schmerzen. Gut behandelt ist weiter getanzt! 
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KULTUR.LOKAL.FüRTH. Am Abend des 23. August 1989 hielten sich rund zwei Millionen Menschen aus Estland, Lettland und Litauen an den Händen. Die Menschenkette reichte von der Nordküste Estlands bis in den Südosten Litauens, 600 Kilometer weit. Eine regimefeindliche Demonstration unter hohem persönlichen Risiko der Beteiligten. Bis spät in die Nacht sangen die Menschen gemeinsam alte Volkslieder, als singende Revolution ging der Protest in die Geschichte ein. Die Fürther Künstlerin Gesa Will bringt eine Vesammlung nach diesem Vorbild im Miniaturformat ins kultur.lokal.fürth: Miniaturmenschen aus Ton stehen für Freiheit und zivilen, friedlichen Widerstand. Nur ein Teil von Wills Ausstellung Die singende Revolution, die vom 08. bis 19.01. im kultur.lokal.fürth zu sehen ist. Eine Reihe an Kunstwerken ruft vor dem Hintergrund der kriegerischen Auseinandersetzungen unserer Gegenwart die Friedensbotschaften wieder in Erinnerung – und dass sich auch ohne Gewalt die Welt bewegen lässt. 

Zur Vernissage am 8. Januar, um 19 Uhr gibt es passend zum Titel der Ausstellung Gesang von Anna und Markus Simon. Am 16. Januar lädt der Autor Leonhard F. Seidl   zu einer friedensbewegten Lesung. 

 
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