Theaterwegweiser im Oktober

DIENSTAG, 1. OKTOBER 2019

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Wieder mal Zeit für Broadway-Souvenirs im Opernhaus – Ein total verrückter König regiert am Stadttheater – Das Böse immer und überall zwischen Robinson und Trollwut beim Licht.blicke-Festival.

ANLAUF FÜR DEN WITWEN-WETTKAMPF VON FÜRTH,
NÜRNBERGER LIEBESERKLÄRUNG AN DIE TÜRKEI
DIE WENDE OHNE ENDE IN ERLANGEN


Es muss nicht immer Straßenmarathon der Massen sein, man kann auch stellvertretend Witwen rennen lassen. Wer demnächst beim Flanieren durch die dafür bekanntlich besonders geeignete Stadt Fürth eine weltweit als Stimmungskanone anerkannte Dame mit dem gewissem Hüftschwung zur spitzen Stimme und dem vielseitig verwendbaren Neid- und Kosenamen „Die lustige Witwe“ doppelt sieht, muss das nicht zwangsläufig auf eigenen Champagner-Missbrauch zurückführen. Die millionenschwere Madame aus versunkenen Zeiten der Entertainment-Imagination ist tatsächlich  vor Ort vorübergehend eine Zwiefache, und trainiert als solche für den ersten inoffiziellen Witwen-Wettkampf der Region. Neben ihrem soeben frisch eroberten Charme-Parkplatz in der vergleichsweise intimen Comödie (allgegenwärtig noch bis Ende Januar zu erleben)  sind zum Jahresbeginn 2020 gleichzeitig vier Auftritte von ihr mit ganz anderer Entourage samt Ballett und Orchester von Thalia Theater Wien und Kammeroper Prag als Konkurrenz im großen Stadttheater fest eingeplant. Am Horizont erscheinen Fürther Lehár-Zufallsfestspiele. Jetzt aber auf den anderen Bühnen der Region erst mal in den nächsten Wochen der offene Blick nach draußen, neu bearbeitete Dramatik aus Istanbul, Manhattan, Norwegen und Frankreich sowie ein europäisches Jugendtheater-Festival mit Gastspielen auch aus Dänemark, Frankreich, Belgien, den Niederlanden und der Schweiz. Da muss jeder für sich sortieren.  


STAATSTHEATER NÜRNBERG

PREMIERE   Der nachträglich in eine Lücke des Saisonprogramms gehievte Titel weist trotz Bezug auf den 24. Dezember weder zum Krippenspiel noch auf eine schöne Bescherung, verspricht wohl eher explosives Wortfeuerwerk als milden Kerzenschein bei silbrigem Lametta. Der Bestseller-Autor Daniel Kehlmann („Die Vermessung der Welt“), dessen oft etwas unglücklich wirkende kritische Liebe zum Theater derzeit weithin mit der Bühnenfassung seines aktuellen Wälzers „Tyll“ geprüft wird, hat 2017 mit HEILIG ABEND ein konzentriertes Dialog-Duell fürs Wiener Josefstadt-Theater geschrieben. Ausgerechnet zur Stillen Nacht lässt er einen Polizei-Ermittler und eine mutmaßliche Terroristin einsam wachend im Verhörraum wortkämpferisch gegeneinander antreten, um in letzter Sekunde das befürchtete große Unglück zu verhindern. Es geht um eine Bombe, die irgendwo um Mitternacht detonieren soll. Was Kehlmann nach eigener Angabe an seinem Projekt besonders reizte, ist die Echtzeitsituation, denn die 90 Minuten dauernde Aufführung gibt sich als abgebildete Liveübertragung ohne künstliche Dramenwirkungsstoffe, Bio-Thriller sozusagen. In den aktuellen Spielplan geriet das Wortgefecht auf dem Spannungsfeld von Freiheit und Sicherheit vermutlich auch, weil zwei passende Ensemble-Mitglieder, noch dazu profilierte aus dem früheren Stamm, nach der Basisplanung der Saisoneröffnung zur Verfügung standen. In der Inszenierung von Mirjam Loibl ist Adeline Schebesch die linksradikale Philosophie-Professorin unter Verdacht und Thomas Nunner attackiert sie als personifizierte Staatsgewalt mit Hang zu verbaler Dienstwillkür.
Premiere: 2. Oktober in der 3. Etage Schauspielhaus. Weitere Aufführungen am 13., 19. Oktober, dann wieder 16., 27. November.

PREMIERE   Ein Waschsalon in der türkischen Metropole, sicher kein uneingeschränkt wunderbarer, ist der Agitations- und Solidarisierungstreffpunkt für fünf junge Leute, die auf die beängstigende gesellschaftliche Entwicklung ihrer Heimat demonstrativ nicht mit Fluchtreflex antworten wollen. In Ceren Erkans Stück I LOVE YOU, TURKEY!, das beim Internationalen Theaterfestival in Istanbul 2017 als Bühnenessay mit klarer Haltung gefeiert wurde, geht es voller Wut und Energie um das Problem, das eigene Land weiterhin zu lieben, obwohl die Macht der Politik offensichtlich jeden Individualismus niederwalzen will. Ein Stoff, der den lang anhaltenden Konflikt in der Türkei aus der Perspektive von Betroffenen reflektiert, aber eben auch für die Außenansicht von Bedeutung ist. Realität – wütend, liebevoll, mit spielerischer Wucht eingekreist. Ob das auch die türkischen Nürnberger berühren, womöglich sogar aktivieren wird? In deutscher Erstaufführung inszeniert von Selen Kara, die 2018 beim klingenden Nürnberg-Porträt „Die Musik war schuld“ Regie führte. Ein junges Ensemble tritt zur zweiten Saison an: Süheyla Ünlü, Lisa Mies, Lea Sophie Salfeld, Amadeus Köhli, Nicolas Frederick Djuren.
Premiere: 5. Oktober. Weitere Vorstellungen 9., 25. Oktober sowie 7., 16., 30. November in den Kammerspielen.

PREMIERE   Kino-Gigant Steven Spielberg bereitet grade die Neuverfilmung von Leonard Bernsteins Musical WEST SIDE STORY vor, da läutet auch das Nürnberger Opernhaus eine zweite Runde für das außergewöhnliche Bühnenstück zwischen Tragödie, Musik und Tanz ein. 1972 war hier Deutschland-Premiere der kurz vorher in Wien erstmals gewagten deutschsprachigen Übersetzung von Opern-Fan und Musical-Förderer Marcel Prawy, also elf Jahre nach der ersten Kinofassung, die damals  zehn Oscars abräumte (siehe auch Kommentar Seite ….). Davor und auch wieder lange Zeit danach hatten die Bühnenrechte-Inhaber aus New York exklusiv die Aufführung von Europa-Tourneen nach Original-Modell gestattet. Inzwischen sind die Gebote gelockert, für Nürnberg 2019 ist die Choreographin Melissa King (die früher selber die vitale Anita im Stück spielte, dann eine neue, preisgekrönte Bernstein-Choreographie schuf und am Opernhaus gastierend zuletzt für geordnetes Tanztemperament in „Singin´ in the Rain“ und „Catch Me if you Can“ sorgte) auch für Regie zuständig. Die musikalische Leitung des emotionsprallen Stückes hat Philharmoniker-Vize Lutz de Veer, der parallel dann bald auch eine Serie von Puccinis ähnlich gefühliger Oper „La Bohème“ an gleicher Stelle übernimmt.
Premiere: 26. Oktober. Weitere Aufführungen 28., 31. Oktober und 10., 17. November im Opernhaus.

PREMIERENFRISCH   Am Wiener Burgtheater wird das Stück seit Mitte September auf sechs riesigen Laufbändern mit vielköpfigem Ensemble im Marschtritt exekutiert und braucht viereinhalb Stunden. In Nürnberg ist es auch „großes Theater“, aber doch deutlich entspannter. Der meistgespielte deutsche Gegenwartsautor Autor Roland Schimmelpfennig, mit seinen Stücken „Arabische Nacht“, „Besuch bei dem Vater“ und „Der Goldene Drache“ schon sehr unterschiedlich erfolgreich in Nürnberg erprobt, hat die zeitlos durch tausende Jahre Theatergeschichte zirkulierenden „Bakchen“ des Euripides mit Doppel-C zu „Bacchen“ umgetauft neu in deutsche Kunstsprache übertragen und schickt sie unter dem Krawall-Titel DIE BESESSENEN in eine weitere Untergangsrunde. Der Himmel fällt auf die Erde, Weltchaos changiert zwischen kalter Vernunft und übermütiger Lust, Happy End ist nicht zu haben. Regisseur Jan Philipp Gloger knüpft damit an seine höchst respektablen „Troerinnen“ des Euripides vom Oktober 2018 an. Gezeigt wird eine beispielhaft schreckensreiche Gesellschaft, die mit festem Prinzipien-Griff von Pentheus und seiner Mutter (es spielen Sascha Tuxhorn, Ulrike Arnold) auf Kurs gehalten wird, radikal in der Trennung zwischen Männern und Frauen, unnachsichtig im tyrannischen Klassenbewusstsein, auf Machterhalt und Systembestätigung  getrimmt. Doch Anarchist Dionysos (Cem Lukas Yeginer) und sein Fanclub der Mänaden (Annette Büschelberger, Anna Klimovitskaya) durchbrechen die scheinheilige Ordnung mit funkelnder Bosheit und lärmendem Lustgewinn. Der tonnenschwere Gedanken wälzende Stoff liegt im Trend, in München war Tanz-Größe Wim Vandekeybus dran, in Wien soeben Bühnenmaschinenstürmer Ulrich Rasche. Nun also die Aufnahme in Nürnbergs neue Antikenwelle. Erst 2016 gab es in Basel die Uraufführung der ursprünglich 2009 für den im gleichen Jahr verstorbenen genialen Theatermacher Jürgen Gosch entstandenen Textfassung von Schimmelpfennig. Alleinstellungsmerkmal am Schauspielhaus ist jetzt der knallige Titel für die sprachlich ausnüchternde Überschreibungspoesie.
Aufführungen:  1., 3., 5., 9., 17., 19., 25. Oktober, 10., 15., 27. November im Schauspielhaus.

PREMIERE   Er gehört seit etlichen Jahren zu den vielseitigsten und quirligsten Regisseuren des deutschen Gegenwartstheaters, pendelt von größtmöglicher Oper (Wagners „Ring“ in München, Verdis „Simon Boccanegra“ in Salzburg), zu verblüffend artistischer Kafka-Interpretation und oft bestaunter Schauspielklassik, steht inzwischen wohl auf der Wunschliste fast jedes Intendanten. Dem Publikum, das seine Arbeiten aktuell auch in Dresden (da wurde grade seine Premiere  von Tschechows „Kirschgarten“ gefeiert), Hamburg, Berlin, Frankfurt erleben kann, ist der vielseitige Andreas Kriegenburg wohl dennoch nur der diffuse Begriff eines mobilen Phantoms. Jetzt steht erstmals Nürnberg auf seinem langen Reiseplan, offenbar hat ein guter Draht des Herrn Direktors geholfen. Für Henrik Ibsens „Puppenheim“-Drama NORA ist Kriegenburg Regisseur und gleichzeitig Bühnenbildner. In der Titelrolle der dramatisch aus Konventionen der Männerwelt ausbrechenden Frau spielt Pauline Kästner, die in ihrer ersten Saison u.a. die wie ein Modell für Alexa funktionierende Roboter-Puppe Olimpia im „Sandmann“ von E.T.A. Hoffmann war.  
Premiere: 2. November. Weitere Aufführungen 3., 7., 14., 16., 22. November im Schauspielhaus.

PREMIERENFRISCH   Schillers streng denkwürdige deutsche Dramatik auf Verdis emotional hochwirbelnden italienischen Klangwellen für den weiträumig gesteckten französischen „Grand Opera“-Rahmen. Das war und ist äußerste Herausforderung für alle beteiligten Interpreten. „Sie hat mich nie geliebt“, wehklagt der alte König in tiefstem Bassistenschmerz. Herzergreifend schmettern Infant Carlos und sein treuer Gefährte Rodrigo im Herren-Duo Tenor/Bariton ihr schmachtendes Ehrenwort. Im Klassik-Wunschkonzert waren das immer Favoriten. Schillers Schicksalsspiel DON CARLOS um die Verknotung von Privatleben und Staatsaktion (der Thronfolger im Wartestand  hat seine Verlobte plötzlich als Stiefmutter und bei oder vor Hofe steigt das politische Verlangen nach Menschenrechten) hat im Lebenswerk des genialen Musikers Giuseppe Verdi gewaltigen Raum eingenommen. Die Opern-Adaption des Dramas, in zwei Jahrzehnten gärend, die er in mehreren Fassungen und zwei Sprachen mit vielen Korrekturen hinterließ, war auch die Herausforderung der eigenen Erfolgskonvention und gilt trotz beifallumrauschter Aufführungsserien den Kennern als ewig „Unvollendete“, deutlich entfernt von den Selbstläuferkassenschlagern des Komponisten. Die Neuinszenierung, mit der die junge Dirigentin Joana Mallwitz in Nürnberg die erste, aber in ihrem steilen Karrierejahrzehnt nach „Macbeth“, „Aida“ und „Rigoletto“ insgesamt bereits vierte Verdi-Oper einstudiert, beruft sich auf die französische Urfassung in fünf Akten. Nur mit „großen Leidenschaften“ sei das in dieser Breite zu bewältigen, warnte damals ein kundiger Chronist. Dem Manne konnte geholfen werden. Verdi hat das genregemäß auf Libretto-Dimension verkürzte Werk Schillers mit großen Arien, überwältigenden Duetten und leuchtenden Orchesterfarben neu aufgeladen. Verdi-Regisseur Jens-Daniel Herzog hatte sein Nürnberg-Debüt schon 2009 als Gast mit einer umstrittenen „Aida“-Regie. Nur Nicolai Karnolsky (jetzt der alternde König Philipp) ist vom damaligen Ensemble noch im Einsatz. Tadeusz Szlenkier, der 2018 in Puccinis „Madama Butterfly“ hier seinen höhensicheren Einstieg feierte, singt die Titelpartie, Sangmin Lee  als Rodrigo alias Marquis Posa profilierte sich im ersten Nürnberger Jahr schon bestens als durchschlagend heldischer Bariton („Krieg und Frieden“ und „Lohengrin“). Ein Damen-Duell von Wagners „Lohengrin“ (Ortrud gegen Elsa) wird für Verdi/Schiller wiederbelebt: Martina Dike ist die dunkle Prinzessin Eboli und Emily Newton, die Königin zwischen Vater und Sohn, gilt unter den neuen Stamm-Stimmen des Hauses bereits als Frau für alle Fälle.
Aufführungen: 4., 8., 13. Oktober, 1., 4., 7., 11., 16., 22. November im Opernhaus.

DAUERLÄUFER   Die gespenstische Novelle DER SANDMANN aus dem „Schauerroman“-Zyklus von 1816 gehört zu den bedeutendsten Werken des vielseitigen E.T.A. Hoffmann, nicht nur mit besonderem Appetit von Jaques Offenbachs Oper „Hoffmanns Erzählungen“ geschluckt, auch bis in die jüngste Vergangenheit als Stoff für Musical, Film, Schauspiel, Ballett und Popkultur einschließlich Rabiat-Rock von Rammstein ausgewertet. Schauerliche Poesie, die den kleinen Nathanael bis ins Liebesleben verfolgt: Die beruhigende Bürgertochter Clara und der erregend puppige Automat Olimpia umschlingen ihn konkurrierend. Letztere ist in der Nürnberger Neuproduktion der jungen Regisseurin Clara Weyde die mechanische Schwester der Internet-Begleiterin Alexa, also was zum An- oder Ausknipsen. Fürs große Schaudern reicht das wie an einer Wäscheleine schaukelnde Bildertheater aus mehr oder weniger originellen Szenenkompositionen nicht, für den kleinen Aha-Effekt durchaus. +++ Seit 2012 gibt es diese Inszenierung von Jan Philipp Gloger, seit 2018 mit personellen Korrekturen in Nürnberg. DAS DING von Philipp Löhle, Bericht von der aufschlussreichen Weltreise einer Baumwollflocke, hatte Uraufführung als Produktion des Schauspielhauses Hamburg bei den Ruhrfestspielen und der Regisseur brachte den Dramatiker in seine erste Direktion als „Hausautor“ mit. Ergänzt mit dem neuen Stück AM RAND (EIN PROTOKOLL), einer mild schaurigen Grenzland-Groteske. Mit „Andi Europäer“ wird im Januar ein weiteres, herausfordernd „Völkerschau“ genanntes Löhle-Stück uraufgeführt.  Womit er der erste Dramatiker sein dürfte, der in Nürnberg gleichzeitig drei Produktionen im Spielplan hat.
Aufführungen: Der Sandmann am 2., 6., 12., 26. Oktober, 8., 13. November im Schauspielhaus. +++ Das Ding am 13. Oktober, Am Rand am 11., 18. Oktober, 9., 23. Nov. in den Kammerspielen.

ES DARF GELACHT WERDEN   Auf inhaltliche Wendungen kommt es beim Pointen-Schleudern der sehr britischen KOMÖDIE MIT BANKÜBERFALL ebenso wenig an wie auf den Verbraucherschutz gegen würgend kalauernde Dialoge. Es wird dahingejuxt, was man in Abwehrhaltung nervend oder schenkelklopfend lustig finden kann. Die Quote an der Abendkasse war bislang überragend, der Nonsens-Regisseur Christian Brey darf ab Januar neben einer weiteren Haudrauf-Comedy, diesmal mit Elvis-Imitator und  Drag-Queen, nahtlos auch nebenan im großen Opernhaus eine (übrigens britische) Operette inszenieren. Jetzt erst mal wieder sein Urknall am Tresor.  +++  Eigentlich wollte der legendäre Münchner Theatermacher Dieter Dorn (83) für sein spätes Nürnberger Debüt gerne Becketts gedanken-reiches Sandkastenspiel „Glückliche Tage“ mit dem seltener aufgeführten Grotesken-Einakter HERZLICHES BEILEID von Georges Feydeau kombinieren. Becketts allzeit strenge Erben untersagten die originelle Idee, man konzentrierte sich zwangsläufig auf den giftigen Spaß des französischen Komödianten und lässt in dieser Klamauk-Kleinkunst einen Hauch von Beckett-Absurdität ahnen. Legitim, denn der „Godot“-Schöpfer war, im Gegensatz zu seinen Erben, ein Feydeau-Verehrer. Ulrike Arnold, Thomas Nunner, Yascha Finn Nolting und Süheyla Ünlü treffen sich zum nächtlichen Disput am Bett, wo die Botschaft vom plötzlichen Tod der Schwiegermutter in Schadenfreudentänze mündet. „Ein kleines Juwel ringt um Fassung“ stand über der Kritik.
Aufführungen: Komödie mit Banküberfall am 8., 16., 27. Oktober +++ Herzliches Beileid am 11., 18. Oktober, 9., 24. November im Schauspielhaus.

COMEBACK   Eine doppelte Spezialität der Intendanz von Peter Theiler war die energische Zuwendung für die in Deutschland lange Zeit eher zurückhaltend realisierten Werke der Belcanto-Zauberer Donizetti und Rossini sowie die Pflege der gern in die Gegenwart deutenden und Kopfstand wagenden Comedy-Talente von Choreographin Laura Scozzi als Regisseurin für deren grell schillernden Witz. Für immerhin sechs Vorstellungen wird nun die letzte Frucht dieser Blüte, Gioacchino Rossinis DIE ITALIENERIN IN ALGIER, aus der Reserve gelockt. Koloratur-Artistik nach Maß, abgefedert mit viel Ironie. Mehrere neue Stimmen bei der Wiederaufnahme im Einsatz (Almeria Delic in der Hauptrolle), aber Tenor Martin Platz bleibt tapfer bereit zum Kampf mit den akustischen Schnörkeln. Eros-Wrestling mit Strapsdekor und Fleischbeschau gehört auch in dieser Runde wieder dazu. Wer aus dem breiten Scozzi-Sortiment lieber „Die Reise nach Reims“ nochmal gesehen hätte, muss nach Dresden reisen. An der Semper-Oper lässt Theiler ein Duplikat fertigen. Algier gibt´s nur hier!
Aufführungen:  6., 12. Oktober, dann noch 3., 5., 8., 24. November im Opernhaus.

COMEBACK   Reines Männerballett, reines Frauenballett, eine souverän über Grenzen hinweg gemischte Compagnie. Mit KYLIAN / GOECKE / MONTERO, aus drei Choreographien mehrerer Jahrzehnte zur überzeitlichen Behauptung der Gender-Trilogie zielsicher für den heutigen Blick montiert, gehört zu den bedeutendsten Erfolgen der Direktion von Goyo Montero. Weltklasse der Tanz-Regie trifft in der nachträglichen Mixtur auf schlüssige Gedanken und glänzende Umsetzung durch die bestens trainierte Compagnie der Solisten. Muss man sehen!
Aufführungen: 11., 14., 19., 27., 29. Oktober, dann noch 2., 9. November im Opernhaus.

STAATSTHEATER NÜRNBERG
Richard-Wagner-Platz 2-10, Nbg
staatstheater-nuernberg.de


GOSTNER HOFTHEATER

JUBILÄUMS-REVUE   Das Theater ist stolze 40 Jahre alt, wühlte in den Abenteuer-Chroniken der eigenen Geschichte, streuselte Anekdoten nach Langzeitgedächtnisstütze drüber und feiert mit einer maßgeschneiderten Revue DIE 40TY EVER YOUNG GOSTNER SHOW von Christine Mertens und Rebecca Kirchmann das Jubiläum. Als Hommage an die jüngere Stadtgeschichte, musikalisch von Budde Thiem angefeuert, kann das nebenbei auch goutiert werden. Neben den beiden Autorinnen und Helwig Arenz (Rollenzuweisung: zwei Moderatorinnen und ein smarter Assistent) hat Regisseur Gerd Beyer einen „Bürgerchor“ auf der Bühne, wo Showtreppe und Talksofa für Glamour-Möblierung stehen. Versprochen sind auch „Ausschnitte aus Highlight-Produktionen“, als man mit der Straßenbahn zur Literatur-Tour fuhr oder am Imbissstand dramatisch rezitierte, und dazu gibt es schatzgräberisch gehobene Anekdoten aus dem sorgsam gehüteten Geheimarchiv.
Aufführungen: 2., 3., 4. und 8., 9., 10., 11. Oktober im Gostner.

GOSTNER HOFTHEATER
Austr. 70, Nürnberg
gostner.de


HUBERTUSSAAL

GASTSPIELE   Die faltenden Hände von ENNIO MARCCHETTO waren zunächst mal überrumpelnder Theaterzauber mit unerwarteten Mitteln und stiegen im Lauf der Zeit auf zur immer wieder sehnlich erwarteten Dauerschleife einer selbstbewusst urkomischen Ästhetik zwischen Figurentheater und Papier-Comedy. Bei der neuesten Edition von THE LIVING PAPER CARTOON (5. Oktober im Hubertussaal)  gehen Gedankenspiele und Handgriffe wieder neue Partnerschaften ein. „Flaches Papier mit ganz viel Tiefgang”, schrieb ein Kritiker zu Beginn der Tournee.

FESTIVAL LICHT.BLICKE   Für das Jugendtheater-Festival licht.blicke ist der Hubertussaal Gibitzenhof mit dem Mutterhaus „Gostner“ die leitende Veranstalter-Adresse – aber dieser Taifun hat sowieso unheimlich viele Augen. Die eingeladenen Gastspiele schwärmen aus etwa zur Tafelhalle, Mummpitz-Theater, Salz&Pfeffer, Z-Bau, Kammerspiele, Auf AEG und (für die passende Atmosphäre der Jubiläumsparty) in den Musikclub Hirsch.  Auslese ohne Altersbeschränkung nach oben aus dem internationalen Angebot der Abendveranstaltungen im freien Verkauf: NOTHING TWICE von der Schauburg München (15.10. Hubertussaal), DSCHABBER vom Grips-Theater Berlin (16.10., Z-Bau), CIRCUS FESTUS vom Sofie Krog Teater (17.10. Gostner), SOLO FÜR NAS & JIM vom Maas Theatre & Dance (18.10. Hirsch), WILDE REISE DURCH DIE NACHT vom Puppentheater Magdeburg (19.10. Hubertussaal), WHAT WE ARE LOOKING FOR vom Jungen Theater Basel (20.10. Tafelhalle), CALIGULA UND DAS MÄDCHEN AUF DER TREPPE vom Gostner (22. und 23.10. Gostner), LES FOLLES von La Mue/tte (22. und 23.10. im Theater Salz&Pfeffer), LES MISÉRABLES von der Compagnie Karyatides (23.10. im Theater Mummpitz/Kachelbau), TROLLWUT von Pulk Fiktion (23.10. Kammerspiele), ROBINSON CRUSOE vom Theater an der Parkaue Berlin (24.10. Hubertussaal).

HUBERTUSSAAL
Dianastr. 28, Nürnberg
gostner.de


TAFELHALLE

COMEBACK   Die britische Tänzerin und Choreografin Susanna Curtis gehört seit langem zum Nürnberger Kulturinventar, ist immer auf der Suche nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten und verlässt selten das Zentrum ihrer eigenen Projekte. Ihre Reihe DANCE AFFAIRS ist der zeitgenössischen Bewegungs-Art gewidmet und verbindet diese Kunst stets mit Humor. Das Solo DO YOU CONTEMPORARY DANCE? ist dauerhaft auf Tour durch Deutschland und kehrt wieder mal an den Startpunkt Tafelhalle (Koproduktionspartner) zurück.
Aufführungen: 8. Oktober (in deutscher Sprache), 9. Oktober (englisch) in der Tafelhalle.

GASTSPIEL   Auf Ich-Suche ist der belgische Choreograf Ives Thuwis mit sieben Jugendlichen auf Zeitgeistforschung unterwegs. Im unausweichlichen Anpassungsdruck und der latenten Sehnsucht, „etwas Besonderes“ zu sein, sucht das Stück WHAT WE ARE LOOKING FOR nach der stabilen Selbstverwirklichungswahrheit. Das JUNGE THEATER BASEL hatte damit großen Erfolg. „Mitreißend, die Verschwendungslust“, stand in der Schweizer Premierenkritik, und „Aufregend, dieser Furor“. Das Nürnberg-Gastspiel beim licht.blicke-Festival dürfte alle Generationen ergreifen.
Aufführung: 20. Oktober in der Tafelhalle.

TAFELHALLE
Äußere Sulzbacher Str. 62, Nbg
tafelhalle.de


THEATER PFÜTZE

NÜRNBERGER PREMIERE   Nach der Aufführungsserie im Fürther Kulturforum kommt die musikalische Fabel DIE BESSEREN WÄLDER auch ins Stammhaus des Theater Pfütze. Eine Wolfsfamilie wird auf der Flucht erschossen, nur der Junior überlebt ausgerechnet als Adoptivkind eines Schafspaares – und wird zum Modellschaf Ferdinand erzogen. Aber ist er wirklich gegen seine Natur friedlich geblieben? Kann man Wölfen trauen? Eine durchgebissene Kehle lässt Vorurteile rasen. Eigentlich scheint Martin Baltscheits Erzählung wie für die Disney-Fabrik gemacht, aber mit Dominik Vogls Sound (der Komponist befehligt live sieben Musiker*innen als Klangrahmen für das Spiel) entsteht in Jürgen Deckes Inszenierung ein eigener Livestil. Akteure des Fürther Theaters und des Theater Pfütze spielen gemeinsam.
Premiere: 9. Oktober. Weitere Aufführungen am 11., 12., 13., 15., 16., 17., 18., 19., 20. Oktober.

THEATER PFÜTZE
Äußerer Laufer Platz 22, Nbg
theater-pfuetze.de


THEATER ERLANGEN

PREMIERENFRISCH   Eine TV-Show direkt aus dem Dschungel Vietnams, mit Popstar-Format, wie es in Deutschland mit ausgelaufener Ur-Patenschaft von Xavier Naidoo bei VOX unter „Sing meinen Song – das Tauschkonzert“ weiter durchgenudelt wird. Hier auf der Bühne ist der Anspruch deutlich höher. Eine Ansammlung von Hitparaden-Idolen versucht sich in der Revue BOMBEN-HITS ´68 – REVOLTE, RAUSCH UND LIEDERTAUSCH an Ruhm-Mehrwert auf Gegenseitigkeit, indem jeder die Erfolge der Konkurrenten neu anders interpretiert.
Aufführungen: 3., 4., 5., 6. Oktober im Markgrafentheater.

WEITER IM SPIELPLAN   Sechste Saison für den Spielplan-Dauerläufer, den Regisseur Eike Hannemann hinterlassen hat. Max Mehlhose-
Löffler ist jetzt (dritte Besetzung) der Melancholiker in Goethes tragischem Briefroman DIE LEIDEN DES JUNGEN WERTHER. Das junge Publikum und/oder die an ihre jungen Jahre zurückdenkenden Deutschlehrer bleiben dran. +++  Als „ein Scherbengericht“ ist Kleists Lustspiel-Klassiker DER ZERBROCHNE KRUG in der Erlanger Inszenierung von Intendantin Katja Ott angelegt. Wie der korrupte Dorfrichter Adam die eigenen Verfehlungen vertuschen und nach Gewohnheitsrecht „bauernschlau“ manipulieren will. Ein zertrümmerter Krug, eine blutige Schürfwunde, viele Ausreden – und der zweifelhafte Sieg des Guten durch den Eingriff „von oben“. Man kann die Bruchstellen in Keramik, Moral und Rechtsprechung aus nächster Nähe betrachten, denn das Komödienkunstwerk wird mit nachgerücktem Publikum wie eine intime Verhandlung auf der Hinterbühne gespielt. Ralph Jung gibt den Adam, der die Eve nicht verführen kann. +++ Als vorweggenommener Beitrag zur „#MeToo“-Debatte hat David Mamets OLEANNA derzeit Spielplan-Ehrenrunden an etlichen Theatern. Die Erlanger Aufführung gilt als gelungener Beweis für die Haltbarkeit des zeitgenössischen Dramas um echte oder vermeintliche sexuelle Belästigung auf Universitätsebene. Am 8. und 9. Oktober wird wieder in der Garage Diskussionsstoff ausgerollt. +++ Livetheater als Kinosimulation, Aufführungsrealität in der Fake-Dramatik von Dreharbeiten. Für die Inszenierung von Orwells FARM DER TIERE, dieser klassenkämpferischen Fabel mit der unvergesslichen Zeichentrick-Umsetzung, versucht die Erlanger Regie von Klaus Gehre eine eigene Version von Livefilm-Inszenierung. Die Tiere, die gegen die ständige Ausbeutung durch Menschen eine Rebellion wagen, haben nichts mit „Bambi“-Niedlichkeit zu tun. Schweine sind hier besonders klug, und der theoretische Menschheitstraum von der besseren Welt rückt dem Kampf-Slogan „Alle Tiere sind gleich“ samt der angewachsenen Pervertierung „… aber manche sind gleicher“ sehr nah. +++ Ein Sololauf gegen die Depression: In Duncan Macmillans ALL DAS SCHÖNE erzählt ein Mann, wie er gegen die dunklen Seiten des Lebens systematisch in Stellung geht. Familiärer Krisen trotzend hält er die Hoffnung hoch, indem er „die schönen Dinge“ des Alltags aufschreibt, bis die Liste lang genug ist für Konsequenzen. Schauspieler Ralph Jung und Regisseurin Katja Ott, das Team vom „Krug“, zeigen hier andere Seiten, den Optimismus als Haltung.
Termine: DER ZERBROCHENE KRUG am 10., 11., 19., 20. Oktober +++ FARM DER TIERE am 15., 16. Oktober im Markgrafentheater +++ OLEANNA am 8., 9. +++ ALL DAS SCHÖNE am 12., 13. Oktober +++ „DIE LEIDEN DES JUNGEN WERTHERS am 23., 24. Oktober in der Garage

PREMIERE  Das Schlagwort für den Erlanger Saison-Spielplan lautet „Umbrüche“, ein aktuell entstehendes „Ost-West-Festival“ zum 30. Jahrestag des Mauerfalls soll im November im Städtegroßraum unter Beteiligung vieler Kultursparten den Anlass aus der Gedenkreden-
Umklammerung befreien. Die passende Stückentwicklung des Erlanger Theaters, die in diesen Oktober-Wochen ihre Form findet, hantiert mit dem provokativ schnoddrigen Titel WELCHE WENDE? Das Team um Regisseurin Franziska-Theresa Schütz und das Schauspieler-Duo Ralph Jung/ Alisa Snagowski soll in der Verarbeitung persönlicher Erfahrungen, wissenschaftlicher Untersuchungen und literarischer Auseinandersetzungen den 30-jährigen Sieg des Systems über die abgehobene Hoffnung der Reformer durchforsten. Auch als Nabelschau (Unterabteilung: „Ossis in Erlangen“), aber vor allem wie ein Modellfall, der nicht mit der Phrasen-Dreschmaschine über „blühende Landschaften“ rattert, sondern wissen will, was die Mauerfall-Nacht vom 9. auf den 10. November 1989 mit dem ein Jahr später offiziell wiedervereinigten ganzen Deutschland denn nun bis heute mit uns gemacht hat.
Premiere: 7. November in der Garage.

THEATER ERLANGEN
Theaterplatz 2, Erlangen
theater-erlangen.de


THEATER FÜRTH
 
PREMIERE   Wiedersehen am „Stammhaus“ macht Freude bei einer so vielseitigen Künstlerin, die mit eigenen Tanzstücken, Musical-Inszenierungen sowie einem tatsächlich lachbaren Schiller-Lustspiel in bester Erinnerung blieb, nachdem sie in Nürnberg das Opernhaus-Ballett und das „Tanzwerk“-Experiment inspirierte: Regisseurin/Choreographin Jean Renshaw kehrt im großen Gastier-Bogen über Wien und Köln zurück nach Fürth und inszeniert dort Alfred Jarrys schrille Groteske KÖNIG UBU, die als Katapult fürs moderne Theater gilt. Der schreckliche Titelheld, das Abziehbild eines dreisten Tyrannen, wird zum mobilen Stellvertreter in der Galerie der gierigen Macht-Monster, die Spießer und Diktatoren in Personalunion sind. Erst in der Kriegsschlacht gehen sie (vielleicht) unter. Vier Livemusiker um Norbert Nagel geben bei Renshaws spartenübergreifender Interpretation des schrägen Schauspiels fürs Ensemble den Ton an.  
Premiere: 11. Oktober, weitere Aufführungen 12., 13., 15., 16., 17., 18., 19. Oktober im Fürther Theater.  

STADTTHEATER FÜRTH
Königstr. 116, Fürth
stadttheater.de


COMÖDIE FÜRTH

OPERETTE TOTAL   Der Startschuss im Fürther Witwen-Verfolgungsrennen ist gefallen, bis 26. Januar bleibt DIE LUSTIGE WITWE in Fürth stationiert: In der von Thilo Wolf für seine Combo jazzig-akzentuierten Aufführungsserie der dialektfreudigen Comödien-Bearbeitung nahezu durchgehend im Zentralhaus der Spaßmacher, vom 8. bis 11. Januar dann jeweils doppelt am gleichen Abend per Konkurrenz einer konventionellen Tourneeproduktion nach Originalvorlage mit Orchester und Ballett am Stadttheater. Die Lust auf Operette, groß oder klein, hat die Fürther Komiker Heißmann & Rassau seit ihren Nürnberger Opernhaus-Auftritten zwischen „Die Fledermaus“ und „Im weißen Rössl“ nicht mehr losgelassen. Nun stürzen sie sich tollkühn auf Franz Lehár, auf das denkbar größte, melodienstabilste und bedeutungssüchtigste Vehikel der fragmentarisch populär gebliebenen Sparte, das sie mit Mundart-Rahmenhandlung in Umlauf setzten. Die Hannah Glawari springt in dieser bekennend fürtherischen Neufassung von der Uraufführung 1905 ein halbes Jahrhundert in die 1960er-Jahre, wo Bandleader Thilo Wolf mit Klangextrakt nach Ohrwurm-Originalen wie „Ja das Studium der Weiber ist schwer“ wartet. Der Massenstreicherschluchzer „Lippen schweigen, ´s flüstern Geigen“ ist nun elektronisch gestützt. Volker Heißmann lenkt seinen beliebig ausdehnbaren Kleeblatt-Charme auf Danilo, den Frankenprovinzler auf Maxim-Besuch und Martin Rassau übernimmt die arienfreie Komiker-Rolle des eben-falls bodenständigen Njegus. Kerstin Ibald (sie schnurrte schon bei „Cats“ auf der Luisenburg Wunsiedel) schreitet divamäßig durch die Titelpartie.  
Aufführungsserie: 1.-5., 10.-12. Oktober, dann wieder ab 22. November mit kleinen Terminlücken immer weiter bis 26. Januar 2020.

COMÖDIE FÜRTH
Comödienplatz 1, Fürth
comoedie.de


DEHNBERGER HOF THEATER

PREMIERE   Von einem Requisiteur, der wegen Schauspielerausfall unerwartet vor dem Publikum stehen muss und den Zuschauern endlich mal offen sagen kann, was da los ist mit der Bühnenkunst. Aus seiner Sicht! Das war auch mit Rainer Lewandowskis „Heute weder Hamlet“ ein Dauererfolg (hundertfach in Nürnberg), aber in der etwas anderen Version DIE STERNSTUNDE DES JOSEF BIEDER wurde das Thema noch populärer, weil diesen Text der legendäre Otto Schenk aus Österreich über Jahrzehnte zur autobiografisch aufgepolsterten Solo-Show machte. In Dehnberg schwingt sich der Bamberger Komödiant Arnd Rühlmann aufs Anekdoten-Karussell der Wiener Schule.
Premiere: 4. Oktober, auch am 5. und 17. Oktober.

DEHNBERGER HOF THEATER
Dehnberg 14, Lauf/Pegnitz
dehnberger-hof-theater.de


 




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