Bücherstapel 04/05: Neuerscheinungen aus der Region

FREITAG, 1. MAI 2026, NüRNBERG

#Ars Vivendi, #Bücher, #Lucas Fassnacht, #Neuerscheinungen

Von wichtigem Sachbuch bis poetisches Jugendbuch: Autor:innen aus der Region veröffentlichen ständig tolle Bücher. curt hat ein Auge drauf.

Roxanne Narz (geschichte für alle): Vergessene Nachbarn
Wenn im curt oder sonstwo von Gostenhof die Rede ist, geht es häufig um die erfreulichen Dinge: MUZ, Gostner, Kiosk, Kneipen. Ein vielfältiges, lebendiges Viertel des Nebeneinander unterschiedlichster Anlaufstellen und Akteure. Dieser Charakter ist nicht neu, sondern seit dem Mittelalter gewachsen. In Gostenhof trafen barocke Gärten auf Pestfriedhof auf Eisfabrik, Landwirtschaft, Handwerk, Gastgewerbe und später die Eisenbahn. Von allem lassen sich lebendige und verwitterte Spuren finden. Schwieriger wird es, wenn es um die jüdische Geschichte des Viertels geht. Dabei spielten Jüdinnen und Juden für Wirtschaft und Handel in Gostenhof schon seit dem 16. Jahrhundert eine entscheidende Rolle. Warum gerade hier? Weil die Nürnberger Juden über die Jahrhunderte immer wieder Pogromen ausgesetzt waren und schließlich vor die Tore der Stadt verbannt wurden. 
Roxanne Narz, wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Geschichte für alle e.V., hat sich der Geschichte der jüdischen Gostenofer:innen angenommen. Viele fanden hier eine Heimat, eine Stelle, eine Nachbarschaft, schlossen Freundschaften und gingen Beziehungen ein – ein soziales Netz, das nach 1933 systematisch zerstört wurde. Narz Buch Vergessene Nachbarn zeichnet einerseits die Geschichte der Juden in Gostenhof im Allgemeinen nach und taucht in Lebenswelten voller spannender Gegensätze ein. Andererseits fokussiert sie auf fünf individuelle Schicksale: Ida Herz, die nach einer Begegnung mit dem Schriftsteller in der Nürnberger Straßenbahn, eine der größten Privatsammlungen zum Werk Thomas Manns anlegte, ein gefährlicher Schatz. Rabbiner Abraham Klein, der 1939 nach Jerusalem fliehen konnte. Der Hopfenhändler und Kulturmäzen Ludwig von Gerngroß, dessen Leistungen von den Nazis antisemitisch umgedeutet wurden. Alexander Abusch, später Kulturminister der DDR, der am Jamnitzerplatz aufwuchs. Bernhard Kolb, ein ausgezeichneter Veteran des Ersten Weltkriegs, der nach Dachau und ins Ghetto Theresienstadt verschleppt wurde. Er hinterließ unmittelbar nach dem Krieg eine akribische Dokumenation der Verfolgungsgeschichte: „Die Juden in Nürnberg“. Und zuletzt Leo Katzenberger, ein erfolgreicher Schuhgroßhändler, der, denunziert von seinen eigenen Nachbarn 1942 zum Tode verurteilt wurde. Ihre Geschichten stehen exemplarisch für Verfolgung und Entrechtung, aber auch für die gesellschaftlichen und industriellen Entwicklungen, die ohne die Juden in Gostenhof undenkbar gewesen wären. Roxanne Narz wird all diesen Komplexen seriös gerecht und versteht es, die Historie fesselnd zu erzählen. 
Sandberg Verlag, 144 Seite, zahlreiche Abbildungen, 24,80 Euro // www.sandberg-verlag.de

Lucas Fassnacht: Pipeline
Es ist sein siebtes Buch in vier Jahren, mindestens. Lucas Fassnacht ist der fleißigste Autor der Region und das geht weder auf Kosten der Qualität noch des Umfangs seiner Veröffentlichungen. Nach Sachbuch, Krimi und Science Fiction bespielt er mit Pipeline wieder das Thriller-Genre. Fassnacht nimmt uns mit nach Südfrankreich: Weil die Rhone immer weniger Wasser führt, droht den Atomkraftwerken dort die Kühlung zu versagen. Ein deutscher Milttelständler soll eine Kühlwasser-Pipeline vom Mittelmeer ins Landesinnere bauen, Bauernverbände, Umweltorganisationen und die lokale Politik protestieren aus unterschiedlichen Gründen. Und aus Deutschland reist die Kommunikationsexpertin Cecilia Thoma, um die brodelnde Stimmung zu beruhigen. Sie wird selbst zur Zielscheibe und stößt auf Geheimnisse in der eigenen Firma. 
ars vivendi, 352 Seitem. 18 Euro  // www.arsvivendi.com

Ulla Schuh: ich in 100 Teilen
Mit 48 Jahren veröffentlicht die Forchheimer Germanistin und Lehrerin ihr Debüt – und erhält prompt den Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis. Ich in 100 Teilen handelt von zwei Jugendlichen, die ihren Platz im Leben suchen: Niko outet sich als trans, die Ich-Erzählerin erfährt, dass ihr Vater nicht ihr leiblicher Erzeuger ist. Schuh erzählt von Freundschaft, Mut und sexueller Identität und hat dafür eine besondere Form gefunden: Miniatur-kurze Kapitel in lyrischer und dennoch erzählender Versform, die viel Platz für die eigenen Gedanken und Gefühle lässt. Ein besonderer Roman ab 14 Jahren.   
Beltz & Gelberg, 144 Seiten, 15 Euro  // www.beltz.de

Kilian Sörgel: Was bleibt, wenn nichts mehr muss
25 Jahre lang leitete Kilian Sörgel ein mittelständisches Familienunternehmen. Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung machte er sich als Change Manager und Berater selbstständig. Seither berät er einerseits Gründer:innen, andererseits Unternehmer:innen im Loslösungsprozess: Die Lebenswerk-Beratung. Aus dieser Arbeit ist ein Buch entstanden, das von Wendepunkten und innerer Freiheit erzählt. Mit all seiner Erfahrung, aus der Arbeit und eigenem Erleben, beschreibt Sörgel, wie Führungskräfte Übergänge gestalten und richtet sich damit vor allem an diejenigen, denen ein ähnlicher Schritt in der Biografie bevorsteht.  
Selbstverlag, 172 Seiten, 19,90 Euro // www.lebenswerk.jetzt




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#Ars Vivendi, #Bücher, #Lucas Fassnacht, #Neuerscheinungen

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PRESSECLUB NüRNBERG. The hardest working man in Literaturbetrieb Lucas Fassnacht haut den nächsten hochspannenden, hochaktuellen und auch brisanten Roman raus: Pipeline erzählt von einer deutsch-französischen Rettungsaktion und ihren Folgen. Weil die Rhône von Jahr zu Jahr weniger Wasser führt, droht bei den südfranzösischen Atomkraftwerke die Külung zu versagen. Der deutsche Mittelständler Vogt wird beauftragt eine Pipeline für den Kühlwassertransport zu bauen. Bauernverbände, Umweltorganisationen und die lokale Politik laufen aus ihren jeweiligen Gründen Sturm gegen das Projekt. Eine Pumpstation geht in Flammen auf und die Kommunikationsexpertin Cecilia Thoma wird nach Avignon beordet. Als sie selbst mit dem Tod bedroht wird, beginnt sie zu recherchieren und stößt auf Feinde des Projekts in den eigenen Reihen. Am 12.03., 19 Uhr stellt Lucas Fassnacht (zuletzt: Reichswald, Die innere Führung) seinen neusten Thriller im Presseclub Nürnberg vor.   >>
NüRNBERG. Luisa Stömer, Eva Wünsch: Schwellenangst
Das schreibende und gestaltende Duo aus Gostenhof did it again: Mit einem außergewöhnlichen Buch schaffen es Luisa Stömer und Eva Wünsch, einen neuen Zugang zu einem tabuisierten Thema zu finden. Schwellenangst versammelt Annäherungen an den Tod, bzw. nicht ganz richtig: Annäherungen an einen anderen Umgang mit Sterben, Tod und Trauer. Denn genau darum geht es den beiden, um die Frage, ob es möglich sein könnte, die Verdrängung hinter uns und eine neue Offenheit zuzulassen. Gestorben wird heute sehr allein und davor tanzen wir ein Leben lang um das Thema herum, als gäbe es ihn nicht, den Tod. „Sterben ist eine Schwelle. Und der Tod ist der Raum jenseits der Fußmatte“, heißt es so schön banalpoetisch im ersten Text des Buches. Luisa und Eva schaffen eine neue, entdämonisierte Form der Sensibilität, indem sie sich dem Tod von allen Seiten nähern: von biologischen Prozessen des Sterbens, der Auflösung eines Körpers, bürokratischen Hürden und Schlupflöchern, über Trauer, die sich allen Phasenmodellen entzieht, und Wachstumsschmerzen bis hin zu unkonventionellen Bestattungen und gesellschaftlichen Ungleichheiten, die über den Tod hinausreichen.
Ein Buch, in dem vier Jahre Auseinandersetzung mit dem Ende stecken und das Orientierung und vielleicht auch Trost spenden kann – und natürlich so aufwendig, wie schön gestaltet ist.
 
Kunstmann Verlag, 288 Seiten, 34 Euro  // www.kunstmann.de


Lisa Krusche, Jenny Schäfer: Die Anrufung der Riesin
Mit 13, 14, 15 hatte sie, schreibt Lisa Krusche, die patriarchalen Ansprüche an ihren Körper längst verinnerlicht. Aus der Distanz von heute diagnostiziert die Autorin: eigentlich wollte sie verschwinden, immer dünner und zarter werden. Die Anrufung der Riesin, erschienen im Fürther starfruit Verlag und herausgegeben vom Institut für moderne Kunst, ist ein Essay, der von der Suche nach einem „Woanders“ erzählt, einem verschollenen Ort, an dem weiblich gelesene Menschen so sein können, wie sie sind. Der Text mäandert dabei zwischen wiederentdecktem Teenager-Tagebuch, Bestandsaufnahme der Weiblichkeit im Spätkapitalismus, analytischer, fußnotenreicher Selbstbefragung und dem Verfolgen der Spur der titelgebenden mythologischen und literarischen Figur. Durchsetzt ist er von den Bildern von Jenny Schäfer, deren fotografischer Blick in Gesteinsoberflächen mystische Landschaften findet. Ein offenherziges und aufwühlendes Kleinod von einem Buch.

Starfruit Publications, 128 Seiten, 24 Euro // www.starfruit-publications.de


Susanne Reiche: K0mmissar Kastner und das perfekte Weihnachtsdinner
Fränkische Krimifans was habt ihr euch vom Christkind gewünscht? Natürlich einen Weihnachtskrimi, im Idealfall auch noch mit Susanne Reiches Ermittler Kommissar Kastner. In Susanne Reiches neustem Roman schickt sie ihren kulinarisch nicht ambitionierten Helden in die Endausscheidung des Wettbewerbs franken kocht – als Ersatz-Beikoch für einen Kollegen. Einer jedoch überlebt das Wettkochen nicht, ein allzu strenger Juror, über dessen Leiche Kastner im Kühlraum stolpert. Geschickt nutzt Kastner seine Rolle beim kulinarischen Wettbewerb für Nachforschungen aus – und wächst gleichzeitig auch als Koch über sich hinaus.

Ars Vivendi, 143 Seiten, 14 Euro // www.arsvivendiverlag.de  >>
NüRNBERG. Elli Kolb: 9 Grad
Nicht nur das hat die Fürther Autorin Elli Kolb mit ihrer Protagonistin Josie gemeinsam: Sie ist Literaturwissenschaftlerin. Beide haben außerdem das Eisbaden für sich entdeckt. Josie befindet sich in einer Lebensphase, die viele, die mal Mitte-Ende-20 waren, mehr oder weniger gerne erinnern: Sie weiß nicht, was nach dem Studium aus ihr werden soll, sie sucht auf Online-Plattformen die große Liebe. Hinzu kommt eine eher schlecht verdrängte Essstörung und die bedrohliche Erkrankung ihrer besten Freundin Rena. Als Josie Lee kennenlernt, glimmt ein bisschen Hoffnung auf, doch Lee leidet an Depressionen und zieht sich immer wieder zurück. Hört sich nach einem schwer verdaulichen Brocken an? Gar nicht! Elli Kolb schreibt mit viel Leichtigkeit und hat ein behutsam emotionales, aber nie kitschiges Debüt vorgelegt. Ein beeindruckendes, sehr eigenständiges Buch, das der Verlag mit Titel und Cover zu Unrecht und unnötigerweise in die Caro-Wahl-Nachfolge-Ecke stellt.
 Lübbe, 256 Seiten, 24 Euro

Tanja Kinkel: Im Wind der Freiheit
Die Bamberger Großmeisterin des historischen Romans hat mal wieder einen Wälzer rausgehauen und sich natürlich sofort einen orangenen Sticker damit verdient: Spiegel Bestseller. Tanja Kinkel ist eine Bank, wenn es um Page Turner geht, die Lesende in eine sauber recherchierte Zeit zurückversetzen. Diesmal begeben wir uns in die Mitte des 19. Jahrhunderts. Wind der Freiheit ist ein Buch über die Folgen der Revolution von 1848. Während in Deutschland das zarte Pflänzchen der Demokratie sich zaghaft aus der Erde schiebt, finden zwei ungleiche Frauen zueinander: Die arbeits- und mittellose Susanne, die sich auf einen gefährlichen Auftrag eingelassen hat, und die fest in ihren Idealen verankerte Demokratin Louise Otto.  
Hoffmann und Campe, 480 Seiten, 26 Euro

Stefan Hümmer: Pausenstübla – Bambergs letzte Gaybar
Edmund, Kunibert, Raul, Jeremy, Florian und Manfred sind Stammgäste – im Pausenstübla, einer angestaubten Schwulenbar im katholischen Bamberg. Fast täglich treffen sie sich dort und warten auf die große Liebe. Doch das Pausenstübla hält keine großen Abenteuer mehr für sie bereit und Wirtin Mary verweigert jede Form von Veränderung. Also schmieden die sechs den Plan, eine eigene Gastwirtschaft zu eröffnen. Während sich die Immobiliensuche als schwierig erweist, bekommt Mary Wind von dem Plan und erteilt ihren langjährigen Gefährten Hausverbot. Die sechs stehen vor dem Nichts. Stefan Hümmer widmet jedes Kapitel seines Romans einer seiner Figuren und ordnet ihr eine der Farben des Regenbogens zu. Pausenstübla ist ein schwuler Schwank, ein heiteres Rührstück und ein herzerwärmendes Plädoyer für Buntheit und Vielfalt in der katholischen Provinz.
Guide Media Verlag, 292 Seiten, 16,90 Euro
CURT verlost drei Exemplare – schreibt eine Mail, Stichwort Pausenstübla“ an gewinnen@curt.de

Emily Rudolf: Das Dinner
Sie ist der neue Stern der deutschsprachigen Thriller-Szene: Mit ihrem Debüt Die Auszeit ist Emily Rudolf direkt ein riesen Erfolg gelungen, jetzt liegt ihr zweites Buch vor: In Das Dinner erzählt die bei Leipzig geborene, mittlerweile in Nürnberg ansässige, junge Autorin von einem Wiedersehen alter Freunde in einem abgelegenen Restaurant in der Eifel. Nur Marias Platz bleibt frei, sie ist vor fünf Jahren eines nachts spurlos verschwunden. Die Gruppe beginnt ein Krimi-Dinner, doch das Spiel verschmilzt allzu schnell mit der Realität: Wer lügt hier für seine Rolle und wer für sich selbst? Ist Maria vielleicht noch am Leben? Sitzt ein Mörder an diesem Tisch? Das Dinner ist ein klassischer Locked-Room-Thriller, der mit waghalsigen Wendungen arbeitet und auf ein Ende zusteuert, das einem den Atem raubt. Emily Rudolfs nächster Bestseller, Respekt!
S. Fischer Verlage, 464 Seiten, 18 Euro  >>
MAGAZIN  28.08.2024
NüRNBERG. STEPHANIE MEHNERT: DAS FLIMMERN KLEINER LICHTER
In Nürnbergs Leseszene schon lange keine Unbekannte mehr, dürfen sich Stephanie Mehnerts feinfühlige Gedankenströme nun endlich auch in heimischen Bücherregalen einnisten. Mit ihrem Debütroman „Das Flimmern kleiner Lichter“ entführt die Wahlnürnbergerin in eine Welt, die das Dunkel des Lebens weder romantisiert noch ausklammert – und dabei kraftvoll stets das Licht hochhält: Ronja, Pflegehilfskraft in St. Pauli, wohnt in einer Datsche am Elbstrand. Traumatische Erfahrungen holen Ronja immer wieder ein und ihr Leben gerät letztlich aus den Fugen, als sie ihre zwangseingewiesene Lieblingspatientin aus der Klinik entführt, um deren Suizid zu verhindern. Alte Wunden brechen auf. Doch unerwarteten Rückhalt findet Ronja in einer Familie, von deren Existenz sie noch gar nichts ahnte. Ein Gesellschaftsroman über Identitätssuche, Hoffnung und Zwischenmenschlichkeit. Dabei so melancholisch schön, dass es auf jeden Fall entsteht: das zuversichtliche, gute Gefühl. 
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Ulrike Helmer Verlag, 144 Seiten, 20 Euro  // www.ulrike-helmer-verlag.de

INGRID ARTUS & NADJA BENNEWITZ: WIR KOMMEN AUS DEM KAMPF HERAUS
Das politische Leben und Wirken der Nürnberger Antifaschistin Berta Backof erzählen und beleuchten die Erlanger Professorin für Soziologie Prof. Dr. Ingrid Artus und die Historikerin Nadja Bennewitz in ihrem neuen gemeinsamen Buch „Wir kommen aus dem Kampf heraus“. Mit 17 lässt sich Berta Backof gegen den Willen ihrer Mutter einen Bubikopf schneiden. Ihre Mitgliedschaft in der Sozialistischen Arbeiterjugend verstärkt den Gegenwind, doch es bestärkt auch ihre Politisierung in der Weimarer Republik. Sie protestiert gegen die Aufrüstung der deutschen Marine und tritt der Sozialistischen Arbeiterpartei (SAP) bei. Nach der Machtergreifung der Nazis geht sie in den Untergrund und wird als KPD-Mitglied schließlich Teil des Widerstands. Ein literarisches Porträt über eine fränkische Frau, deren Leben ein Schlaglicht auf die hiesige antifaschistische Arbeiter:innengeschichte von den 1920er-Jahren bis in die Nachkriegszeit wirft. 
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PapyRossa Verlag, 180 Seiten, 18 Euro  // www.papyrossa.de

MAGDALENA KRATZER: AM PLUTO VORBEI, DANN LINKS
Um eine innerliche wie äußerliche Reise dreht sich Magdalena Kratzers erster Selfpublishing-Roman, der die Lesenden mit nach Südfrankreich nimmt und dabei die Zufallsbegegnung zwischen den beiden Hauptprotagonist:innen Saniel und Anka erzählt. Beide kämpfen mit kürzlich erlebten schwierigen Ereignissen, beide suchen Halt im jeweils anderen. Sie beschließen, gemeinsam in die Provence zu reisen, um dort ausgesetzte Hunde zu retten. Doch ihre verdrängten Sorgen und Herausforderungen schleichen sich natürlich direkt mit ins Gepäck. Eine Geschichte über gegenseitige Inspiration und Wachstum. 
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BoD – Books on Demand, 244 Seiten, 11,99 Euro  // www.buchshop.bod.de

FITZGERALD KUSZ: DER BESTE KUSZ
Seine schönsten Gedichte der letzten 50 Jahre versammelt das Nürnberger Urgestein Fitzgerald Kusz nun eigens kuratiert in seinem neusten Werk Der beste Kusz. Bereits seit vielen Jahrzehnten zählt der Sprachkünstler zu den wohl bedeutendsten fränkischen Mundart-Lyrikern im gesamtdeutschen Raum und bereichert uns dank seines satirischen Blickes regelmäßig mit unterhaltsamsten Zeilen über Absurditäten des Lebens sowie politische Machenschaften im Weltgeschehen. 
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ars vivendi verlag, 256 Seiten, 20 Euro // www.arsvivendi.com  >>
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