Marktschwärmer: Der Biomarkt auf Bestellung

FREITAG, 7. AUGUST 2020, PARKS, NüRNBERG

#Bio, #Essen / Trinken, #Markt / Messe, #Marktschwärmer

Das Prinzip Marktschwärmer kennen Bio-Freund*innen möglicherweise aus Erlangen, wo das Ganze schon seit Längerem sehr gut funktioniert: Wer für gute Biolebensmittel aus der Region schwärmt, kann diese direkt beim Erzeuger bestellen. Einmal pro Woche kommen die Bauern und Bäuerinnen und Hersteller*innen dann in die jeweilige Schwärmerei und liefern, wie von euch bestellt. Jetzt hat auch Nürnberg endlich seine eigene Schwärmerei, im Parks nämlich.

Das Wichtigste vorneweg: Wer Brot, Milch, Käse und Co. haben will, bestellt bis Dienstag früh um 3 Uhr. Die Verteilung bzw. Ausgabe im Stadtpark findet dann immer mittwochs von 17.30 bis 19 Uhr statt. Marktschwärmer bietet keinen offenen Markt an. Die Erzeuger*innen bringen nur mit, was im Vorfeld bestellt wurde. Mit jeder Bestellung unterstützt man die regionale Landwirtschaft und tut damit der Region, der Umwelt und natürlich auch sich selbst etwas Gutes.
Aliza und Insea vom Parks sind eure Gastgeber in der neuen Schwärmerei. Ihnen ist es gelungen, eine Vielzahl regionaler Betriebe für das Prinzip zu gewinnen, sodass man mit einer Bestellung bei Marktschwärmer eigentlich den ganzen Wocheneinkauf abdecken kann. Einen besonders kurzen Lieferweg hat beispielsweise Setia Nugraha vom Sojahaus Setia aus Nürnberg. Tofu ist eine feine Sache, wenn man sich fleischlos ernähren mag, umso feiner, wenn bio und aus bayrischen Bohnen, so wie in diesem Fall. Setia bringt außerdem Crispy Fried Tempeh in die Schwärmerei, dabei handelt es sich um nach indonesischer Art fermentierte Sojabohnen. Mega gesundes Zeug.
Es gibt aber auch traditionellere Sachen, echt fränkische Kirschen von Südhangobst, z.B. In Igensdorf am Rande der Fränkischen Schweiz, pflanzt Thomas Gebhardt Sorten an, die man nicht einfach so im Supermarkt findet. Fleischlos muss man übrigens auch nicht sein, um mitschwärmen zu dürfen. Es gibt ja auch in jeder Hinsicht vertretbare Varianten des Fleischkonsums. Man kann sich sein Rehsteak oder seinen Wildfleischburger zum Beispiel direkt von Thomas Veit abholen, der ein 850 Hektar großes Gebiet nahe Neustadt/Aisch bejagt und die Tiere im eigenen Betrieb zerlegt und verarbeitet. Zusammen mit seiner Frau Silke betreibt er außerdem einen Bio-Hof mit ca. 30 Mutterschafen, die ausschließlich Futter von eben diesem Hof bekommen. Vom Lamm kann man sich Steaks und Innereien bestellen, außerdem gegerbte Felle.  
Eine besonders breite Produktpalette bietet Thomas Wehr von der Konditorei Wehr aus Berg bei Neumarkt an. Natürlich gehören dazu Bio-Brote, beispielsweise ein Ciabatta mit Röstzwiebeln oder ein Hanf-Roggenbrot, aber auch Käsekuchen mit Kirschen oder eine Gemüsequiche. Man kann Mehl und Korn zum Selberbacken bestellen. Alle Zutaten stammen, natürlich, aus der Region. Noch allumfasender ist der Demeterhof Mondel aufgestellt. Beate und Helmut bewirtschaften 50 Hektar in Unterstrahlbach, nach biodynamischen Richtlinien leben Tiere, Pflanzen und Menschen hier in einem funktionieren Organismus zusammen. Nach Nürnberg bringen die Mondels aus diesem funktionierenden Organismus gewonnene Produkte wie den Aischtaler Scamorza-Käse, das Filet vom Rind, oder einfach ein Überraschungspaket.

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Marktschwärmer.
in Nbg im Parks (Mi. 17:30–19), in Erlangen im Gummi Wörner (Di. 18-19:30) und bald auch im Café Mainheim.
www.marktschwaermer.de

 




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