Curts Quarantäne-Koller 3: Was tun, Leo, Jan?

FREITAG, 20. MäRZ 2020

#Bands, #Corona, #coronasucks, #Kultur, #Literatur, #Quarantäne

Für die einen ist es Homeoffice, für die anderen Zwangsurlaub oder die lange Durstrecke. So oder so: Corona zwingt uns alle, daheim zu bleiben. Und teilweise sogar, uns selbst zu beschäftigen. Es ist vielleicht das Positive an der Krise: Dass wir Zeit bekommen, uns Kulturprodukten zu widmen, die seit Jahren ganz unten im Bücherregal verstauben. Oder so. Wir fragen bei Leuten nach, die sich auskennen mit Kultur: Was soll ich mir jetzt reinziehen?

Leonhard F. Seidl (Homepage, Patreon), Schriftsteller, empfiehlt:

- Zum Lesen: Franzobel: Das Floß der Medusa. “Bei der Lektüre stellt man bitterlachend fest, dass für die meisten Menschen die derzeitige Situation ein all-inclusive Club Urlaub ist.”

- Zum Glotzen: Marvel (Netflix): Jessica Jones. “Starke Frau, die nichts so schnell umhaut und sich schon mal präventiv mit Whiskey gegen das Virus gewappnet hat.”

- Und Leonhard kocht: “Falafel mit Hummus, eine leckere, vegane Eiweißbombe. Weil man den Kichererbsen beim Kichern zuhören kann, wenn sie ins kalte Wasser geworfen werden. Hummus sowohl von Arabern als auch von Juden und mittlerweile von Menschen auf der ganzen Welt gegessen wird. Und sich beim Zerschredern Inhalt und Form auflösen, etwas Neues ensteht, also fast schon zu Literatur wird.”
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Jan Bratenstein (Bandcamp), Musiker empfiehlt:

- Zum Lesen: Tom Waits on Tom Waits. “Mehrere Jahrzehnte Interviews mit einem sehr interessanten, klugen Quacksalber.”
  Und Jeff Tweedys: Let’s go (So We Can Get Back)

- Zum Glotzen: “Die beste Serie aller Zeiten bleibt selbstverständlich Fargo. Ein Star-Trek-Marathon bietet sich auch an, für kulturhistorisch Interessierte. Star Trek hört nie auf. Mein letzter Film zum Abfeiern war Marriage Story, obwohl es quasi eine RomCom ist. Ich werde aber auch alles daran setzen, während Corona den James Bond-Marathon durchzumachen.
 

- Und grundsätzlich: “Die Website der Stunde ist Bandcamp (und nicht Spotify!), weil man hier die Möglichkeit hat, struggelnde Bands und Künstler direkt und sinnvoll zu unterstützen.




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NÜ/FÜ/ER. Es begann in Fürth. Im April, als das ganze Lockdown-Ding noch neu und frisch für uns war, hörte man auf einmal, in der Kleeblattstadt geschehe Unglaubliches: Konzerte. Vor Publikum. Die Initiative Kultur vor dem Fenster, ins Leben gerufen von Katja Lachmann und Marc Vogel, brachte und bringt seither Menschen in Fenstern und auf Balkonen mit ihren Lieblingskünstler*innen zusammen. Es dauerte nicht lange, bis sich auch Nürnberg dem Kultur-Fensterln anschloss.   >>
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