NüRNBERG. Den ersten Platz in den Bestseller-Listen scheint er abonniert zu haben. Auch der neue Roman „Fünf Sechs Sieben Acht“ (DuMont Verlag) landete dort. Ewald Arenz, Frankens erfolgreichster Gegenwartsschriftsteller mit dem Gespür fürs Zwischenmenschliche, bevorzugt dennoch die Bodenhaftung. Lebt in der vermeintlichen Provinz (im Landkreis Fürth), ist weiterhin Gymnasiallehrer in Teilzeit (in Nürnberg) und bleibt beweglich. Mit dem Fahrrad, als Radiomoderator für Bayern 2, als Organisator der Fürther „Stadtparklesungen“, aber besonders als Autor quer durchs Revier der Unterhaltungsliteratur. Kolumnen für DIE ZEIT, Reiseverführer, Erzählungen, Musicals, als nächstes auch ein Kinderbuch. Andreas Radlmaier sprach mit ihm über Sturheit, Erfolg und das Älterwerden. >>
Aus dem Menschenkopf sprießt Haar in unterschiedlichster Form und Ausprägung. Farblich-konsistenztechnisch von afrorastawollig über fuchsienrot, alabasterglatt und weltraumschwarz bis keltischblond und weißbrotgelb sowie am Ende graumetallic oder knochenweiß. Raspelkurz, ellenlang, gefärbt, gelockt, geplättet, kahl. Wirklich alles ist drin. Als die Natur sie schuf, waren Sinn und Zweck der Frisur zweierlei. Erstens dient das Kopfhaar als wichtigstes primäres Signalzeichen an andere Menschen (welches Geschlecht auch immer willkommen sei). Die Federhaube des Kakadus, das Pfauenrad, der Hahnenkamm, der Rochenflügel, die Froschohren – sie sind uns näher verwandt, als manchem lieb ist. Zweitens ist die menschliche Haartracht ein unerschöpfliches Thema für ein Life-Style-Magazin wie den CURT.
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