An die Arbeit: Jugendberufsagentur

MITTWOCH, 8. MAI 2019

#Arbeit, #Beruf, #Bildung, #Business

Niemand soll zurückgelassen werden. Deshalb haben Jugendamt, Jobcenter und Arbeitsagentur sich zusammengetan, um jungen Menschen, die sich auf dem Arbeitsmarkt schwer tun, mit vielen starken Händen unter die Arme zu greifen. Am 17. Mai geht dann die neue Jugendberufsagentur an den Start und nimmt ihrerseits die Arbeit auf. Wir haben mit Projektleiter Peter Preißinger darüber gesprochen. 

CURT: An wen richtet sich das Angebot der JBA und mit welchen Anliegen kann man kommen?

Frau Preissinger: Die Jugendberufsagentur Nürnberg ist die richtige Adresse für alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen unter 25 Jahren.  
Viele Jugendliche haben mitunter Fragen zur beruflichen Zukunft oder stehen vor der Entscheidung, welcher Beruf für sie der Richtige ist und welche Möglichkeiten es überhaupt gibt. Auch finanzielle Schwierigkeiten oder Probleme in der Ausbildung oder der Schule können ein Thema sein. Manche/r Jugendliche/r hat auch Zweifel, ob eine Ausbildung oder Schule überhaupt das Richtige für ihn oder sie sind.

Was macht die JBA anders als das Jobcenter/Arbeitsagentur? Was kann sie besser leisten?

Die Frage ist berechtigt, die Antwort simpel. In der Jugendberufsagentur arbeiten verschiedene Institutionen Tür an Tür zusammen. So handelt es sich nicht um eine Einrichtung der Agentur für Arbeit Nürnberg, sondern vielmehr um eine Anlaufstelle von einem Netzwerk an Ansprechpartnern. Das bedeutet wiederum kurze Wege für unsere Kundinnen und Kunden und eine übergreifende Hilfe vor Ort. Zu den Partnern gehören die Agentur für Arbeit Nürnberg, das Jobcenter Nürnberg-Stadt und die Jugendhilfe der Stadt Nürnberg. Wir kooperieren aber auch mit zahlreichen Akteuren am Übergang Schule–Beruf, wie dem städtischen Übergangsmanagement, den allgemeinbildenden und beruflichen Schulen, den Kammern, kommunalen Fördermaßnahmen wie SCHLAU, Quapo oder Perspektiven im Quartier sowie weiteren Beratungsstellen.

Hat Nürnberg im Vergleich zu ähnlich großen Städten ein Problem mit Jugendarbeitslosigkeit?

Nein, das kann man so nicht sagen. Die Jugendlichen, die bereits arbeitslos gemeldet sind, erhalten ein umfassenden Beratungs- und Unterstützungsangebot durch die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter. Mit der Jugendberufsagentur geht es nun insbesondere darum, auch denjenigen Jugendlichen ein Hilfsangebot auf dem Weg ins Berufsleben zur Verfügung zu stellen, die unsere Angebote bisher noch nicht nutzen oder die wir nicht an den Schulen erreichen – diese Situation ist in vergleichbaren Städten nicht anders; nur gibt es noch nicht überall eine Jugendberufsagentur. 

Was ist das wichtigste Werkzeug in der Arbeit der JBA?

Ein offenes Ohr für die Belange der Jugendlichen, die ihren Weg in den Beruf noch nicht gefunden haben. Ohne weitere Wege, ohne Termin – das zeichnet die Jugendberufsagentur aus. Das Leistungsspektrum von uns und unseren Partnern ist dabei so vielseitig wie die individuelle Situation der Jugendlichen. Zusammen bieten wir Berufs- und Studienorientierung, Berufsberatung, Ausbildungs- und Arbeitsvermittlung sowie finanzielle Förderung und Hilfsangebote.

Was tun, wenn mein Kind Stadtmagazinschreiber werden will?

Ganz einfach – zu uns kommen und beraten lassen; ganz ohne Termin zu folgenden Öffnungszeiten: Mo– Mi von 9–16, Do von 9–18 und Fr von 9–12 Uhr in der Sandstraße 45, Nürnberg.  Oder eine kurze E-Mail an Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, du musst Javascript aktivieren, damit du sie sehen kannst .




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#Arbeit, #Beruf, #Bildung, #Business

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