Museum schaut auf den Menschen: Jahresthema Körper im GNM
#Germanisches Nationalmuseum, #Jahresthema, #Körper
Jeder hat einen, kaum einer kann ihn so bewegen wie curt-Chef Lampe: Körper. Das Germanische Nationalmuseum widmet sich im Themenjahr 2026 unserer sichtbaren Erscheinungsform. Die Dauer- und Sonderausstellungen des GNM werden auf das Köperbild und seinen Wandel mit der Zeit Bezug nehmen. Was ist Schönheit, wie gehen wir mit dem eigenen und anderen Körpern um, wie nehmen wir ihn wahr? Ein kulturhistorisch höchst spannendes Vorhaben.
Los geht der Körperkult im Museum im Mai mit der Sonderausstellung Genie, Idol, Star. Verehrung im 19. Jahrhundert. Warum wollen wir Genies, Stars, Idole verehren? Und welche Rolle spielt dabei ihre äußere Erscheinung? Das 19. Jahrhundert definiert das Museum als Blütezeit des Geniekults. Die großen Namen der Zeit haben bis heute nur wenig von ihrer Strahlkraft eingebüßt, die Liste reicht von Shakespeare und Albrecht Dürer über Goethe und Schiller bis zu Königin Luise und Napoleon. Anhand von 170 Werken – Gemälden, Zeichnungen, aber auch Alltagsgegenständen und Erinnerungsstücken – beleuchtet die Sonderausstellung diese explosionsarige Entwicklung. Zu sehen vom 14. Mai bis 06. September.
In der großen Jahresausstellung des Germanischen Nationalmuseums ab Oktober geht es dann um Darstellungen des menschlichen Körpers und das Verhältnis vom Körper zu seiner Umgebung: Body. Aspekte des Körperlichen zeigt mit rund 200 hochkarätigen Gemälden und Arbeiten auf Papier ab der Mitte des 20. Jahrhunderts einige Highlights aus der Stiftung Spengler, die vor zwei Jahren als Dauerleihgabe ans GNM ging. Die Werke erzählen von Schönheit und Schmerz, Tod und Sex. Die Malerin Anke Doberauer dreht den traditionell Frauen objektifizierenden Blick um auf den nackten Mann. ie bekommt eine Sonderschau in der Schau. Gemälde von Rupprecht Geiger oder Raimund Girke entfalten eine besondere Wirkung auf die menschlichen Sinne und die Werke der Zero Gruppe lösen optische Reize aus. Der Museumsbesuch wird in diesem Kontext zu einer gesamtkörperlichen Erfahrung. Zu sehen vom 15. Okt 2026 bis 11. April 2027.
www.gnm.de
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