Macht´s halt besser! curt lädt euch ein zum Mitgestalten

MITTWOCH, 23. FEBRUAR 2022, N/F/E

#Beschwerde, #Beschwert euch halt, #Kritik, #Leserbriefe, #Lob, #Machts halt besser

Jetzt noch mal ganz in aller Ruhe: Wir wissen ja, dass wir eure Lieblingspostille sind, und das schon seit Jahrzehnten, mindestens. Aber selbst das beste Heft kann ja immer noch besser werden, denn auch in unserer Redaktion haben die meisten Mitarbeitenden nur zwei Augen, um Mails zu lesen und das Stadtgeschehen zu beobachten und alle Kalender und alle Macher*innen dieser Region im Auge zu behalten. Und so könnte es doch möglicherweise sein, dass uns manchmal was entgeht und durchrutscht. Dass wir was übersehen oder uns gar ein Fehlerchen unterläuft ... !?

Wenn dem so sei: Hier ist eure Gelegenheit! Bereits in der vergangenen Ausgabe haben wir euch darum gebeten, ihr möget euch doch bitte beschweren. Uns Rückmeldung geben. Uns auf die Fingerchen klopfen. Und die Meinung geigen und den Marsch blasen. Und tatsächlich sind wir mit einigen von euch hernach in Kontakt getreten, was unter anderem dazu geführt hat, dass das Thema Fahrrad jetzt schon (wieder) ganz oben auf unserer Agenda steht. Auch auf euren Wunsch.

Und so soll das weitergehen. Nur mehr bitte, bitte noch mehr. Mehr Lob, mehr Kritik, vor allem mehr Lob, aber gerne auch mehr Kritik, mehr Ausfälligkeiten und Beschimpfungen, mehr verbale Keilerei. Nur mit dem Versuch, uns in politische Diskussionen zu verwickeln, müsst ihr uns nicht unbedingt behelligen, wenn es sich denn vermeiden lässt. Dafür fehlt uns leider doch die Zeit. Ihr wisst es ja: Wir sind gegen Rechts, fürs Impfen und fürs Gendern. Und alles, was man noch wissen muss, klären wir am liebsten bei einem Bier. Aber hier geht es uns um Themen, Typen, tolle Dinge, die in den curt reingehören. Weil: wo sonst?

Also: Beschwerde-Mails einfach daheim ausdrucken, zusammenknüllen und in den Papiermüll stopfen ... oder aber an Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, du musst Javascript aktivieren, damit du sie sehen kannst senden. Oder noch niedrigschwelliger: Einfach eine kurze, knackige Nachricht bei Insta, geht auch. Wir lesen wahrscheinlich, peut-être, vielleicht alles – versprochen!

Nur schon mal für die Zukunft, damit ihr an dieser Stelle schon mal besänftigt seid: Am Fahrrad bleiben wir dran, das Thema begleitet uns bis zum Winter. Ebenso ab der nächsten Ausgabe: Grünes aller Art. Urban Gardening, der einmalige und voll liebe CURT WANDERBAUM. Weitere grüne Ideen, bei den wir investigativ oder oberflächlich angreifen sollen? Immer her damit!

Klar, die Freiluftsaison wird es möglich machen: Konzerte, Festivals, Flohmärkte, Biergarten-Action aller Art. Die wirklich guten Events werden von uns präsentiert, denn curt ist dort, wo es schön ist, sagt man ja. Klingt vernünftig, streiten wir daher nicht ab.
Weiterhin NICHT im Heft: Schwurbelkacke, Verschwörungsmist, rechter Dreck. Und: Beschissene Bands, doofe Menschen, schlechte Vibes.

Haut rein!
Eure curt-Gäng, Euer Beschwerdebeauftragter Andi,
voll empathisch




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#Beschwerde, #Beschwert euch halt, #Kritik, #Leserbriefe, #Lob, #Machts halt besser

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NüRNBERG.

Liebe curt-Leserinnen und curt-Leser,

liebe Fans,

ein weiser Mann sagt einmal: Für eure scheiß Stimmung, da seid ihr doch dafür verantwortlich. Aber wie ist die Stimmung überhaupt. Da draußen. In den Lesestuben und Büros, auf den WG-Klos und in den Partykellern?

curt ist da, immer noch, für immer. curt liegt bei euch rum, zerlesen und angegrabbelt von euren Fettfingerchen. Ihr habt euch das alles reingefahren, die Veranstaltungshinweise und die Kolumnen, das Gschmarri vom Fuchs und vom Egersdörfer, die Selbstbeweihräucherung der Redaktion.

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THEATER MUMMPITZ. Man kann ja nie früh genug mit der Gruppen-Therapie der German Angsthasen und ihrer immerwährenden Vollkasko-Mentalität anfangen. Also schickt das Nürnberger Theater Mummpitz zum Auftakt in die 46. Saison die Generation 6+ mit der hausgemachten Uraufführung Schlimm Schlimm aufs heilende Chaka-Karussell zwischen Schießbude und Geisterbahn. Ja, wenn’s hilft, lautet die sanft blinkende Botschaft.

Der Plüsch-Angsthase erobert symbolisch die Kulisse und Aufmerksamkeit, noch bevor nostalgischer Schallplatten-Sound, wie von Geisterhand in Gang gesetzt, durch die fahle Kinderzimmer-Szenerie knistert. Am Ende überlistet die trostreiche Absicht dieses durchweg leichtfüßigen Mutmachwerks doch glatt die Logik der Wirklichkeit. Dann ist der ganze Spuk in der Geisterbahn Schlimm Schlimm vorbei. Und mit ihr die Ängste, die die neunjährige Luzie mit Vorliebe im Bett umstellen. Ob Mörder, Monster oder Marder, Nacktschnecken oder schlechte Noten, Phantasie-Monster oder Schulflegel – das Gruselige ist immer und überall: Lauert unterm Teppich und dem Bett, als Skelett im Bühnen-Hintergrund oder als handfester Raufbold auf dem Pausenhof.

Meist hilft da eine Stinkbombe oder ein Handkantenschlag zur Bereinigung der bedrohlichen Situation. Manchmal aber auch, den Angstgegner einfach wegzuzwinkern. Weiß die schnelle Eingreiftruppe aus den Erinnerungsfetzen der Filmgeschichte, die mit allen Ticks und Tricks arbeitet und dem Mädchen zur Seite steht. Die Geisterjäger, die man rief, leisten denn auch ganze Komödiantenarbeit. Judy Punk (Sabine Zieser im fließenden Rollentausch zwischen Kraft-Punk und Luzie-Leidensdruck), CoolCool7 (Michael Schramm im James-Bond-Smoking mit Schuhtelefon und Cocktailglas) und Herr Dutschke (Özgür Kantar als schlappohriger Gefühlsanker) treiben diese Suche nach dem Selbstvertrauen voran. Lustigsein verscheucht die Monster in uns und macht gute Laune.

Regisseurin Andrea Maria Erl hat mit dem Trio und Bühnenbildnerin Maria Pfeiffer ein typisches Mummpitz-Stück geschaffen, das Musik und Moral, Humor und Bildwitz vereint. Luzies Bett mutiert zur Riesenrad-Gondel, dient als Schießbude oder fährt als Geisterbahn-Wagen durch den Kleiderschrank. Die Inszenierung setzt mit Schlagzeug, Gitarre und Sax auf den Charme des Dilettantischen und kitzelt auch sonst an den Nerven, legt sie aber nicht blank. Da gerät auch der Schrecken der Geisterbahn zum Schauplatz einer Verwandlung und macht aus Luzie einen ganz neuen, mutigen Menschen. Das Leben könnte so einfach sein. Man müsste einfach mehr auf den Rummelplatz gehen. Diese Besuche sind bekanntlich immer Mutproben.

Die Mummpitz-Gemeinde feierte die Schlimm Schlimm-Premiere jedenfalls. Auch wenn dieses Mal das Ergebnis hinter der Idee zurückblieb. Glanzleistung hin oder: Illusionen dürfen sich weiter lohnen. 

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Theater Mummpitz: Schlimm, schlimm (6+)

Termine

Di 13.10.2026, 10:00 Uhr
Mi 14.10.2026 10:00
Do 15.10.2026 10:00
Fr 16.10.2026 10:00
Sa 17.10.2026 16:00
So 18.10.2026 15:00
Di 20.10.2026 10:00
Mi 21.10.2026 10:00
Do 22.10.2026 10:00
Fr 23.10.2026 10:00
Sa 24.10.2026 16:00
So 25.10.2026 15:00
Mo 26.10.2026 10:00
Di 27.10.2026 10:00
Mi 28.10.2026 10:00
Do 29.10.2026 10:00

Eine Wiederaufnahme ist für Mai 2027 geplant.

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