Akrobatik und Werkstatt für Steinbühl: Die KommVorZone startet Kultur 20.05.2026 MELANCHTHONPLATZ. Der Melanchthonplatz, machen wir uns nix vor, wäre bis vor Kurzem noch kein Ziel eures Sommer-Freizeit-Kalenders gewesen. Die KommVorZone, Nürnbergs mobiler Kulturladen, hat das von Grund auf geändert. Mit einem charmanten, niedrigschwelligen, kostenfreien Programm aus Kultur, Bewegung und Kreativität. In diesem Jahr an jedem Mittwoch vom 20. Mai bis zum 29. Juli. >>
Ein Schloss und sein Dorf: 40 Jahre Kultur-laden in Almoshof Ausstellung 17.05.-16.08.2026 KULTURLADEN SCHLOSS ALMOSHOF. Es war schon abgebrannt und wieder aufgebaut, Notunterkunft für ausgebombte Familien, dann gepachtet vom Rechtsextremen Karl-Heinz Hoffmann. Seit 1986 ist das Schloss Almoshof ein Nürnberger Kulturladen und hat damit seine beste Bestimmung gefunden. In der unvergleichlichen Atmosphäre des Barockschlösschens finden Kunstausstellungen, Literatur- und Musikveranstaltungen statt. Und natürlich die regelmäßigen Flohmärkte. Gerade durch die Zusammenarbeit mit Vereinen und Initiativen ist der Kulturladen eng mit seiner Nachbarschaft im Nürnberger Norden verbunden. Jetzt, anlässlich der 40-Jahr-Feier schaut man in Almoshof einmal mehr zurück: Auf eindrucksvolle Veranstaltungen und prägende Momente. Der zweite Teil der Ausstellung lässt die Almoshofer:innen selbst kuratieren: Bei „Wohnzimmerkunst aus Almoshof“ präsentieren sie private Kunstwerke aus ihren eigenen vier Wänden. ___ Ein Schloss und sein Dorf – 40 Jahre Kulturladen Schloss Almoshof Vernissage am 17.05, ab 15 Uhr Ausstellung läuft bis 16.08. >>
curt präsentiert und vergibt Tickets: Let's Play Show-masters CURT präsentiert 16.05.-17.05.2026 KüNSTLERHAUS IM KUKUQ. Irgendwie wie ein Stream, aber im Theater. Während Gamemasterin Greta Călinescu den (eher mittelguten) Zocker Tim Steinheimer durch kuratierte Spielwelten jagt, die der Spielende selbst allerdings gar nicht kennt, improvisiert eine vierköpfige Live-Band den Soundtrack in Echtzeit. Das Ergebnis ist ein hybrides Late-Night-Spektakel aus Videospielen, Sketchen und absurden Showelementen. Das preisgekrönte Format aus Hildesheim ist weit mehr als eine reine Zocker-Runde: Das Publikum stimmt live über Entscheidungen ab und wird Teil einer interaktiven Messe des digitalen Wahnsinns. Spektakulär und einzigartig, was Tim Steinheimer und Team da auf die Beine stellen, diesmal im Festsaal des Künstlerhauses. Achtung: curt vergibt 2x2 Tickets via Insta und Mail: gewinnen@curt.de, Stichwort Steinheimmasters (bitte dazu schreiben, ob ihr die Show am 16. oder 17.05. besuchen wollt). ___ Let’s Play Showmaststers mit den Spielen Time Flies und Reanimal, 16.05., 20 Uhr (ab 18 Jahren) und 17.05., 18 Uhr >>
Museum schaut auf den Menschen: Jahresthema Körper im GNM Kultur 14.05.-11.04.2027 GERMANISCHES NATIONALMUSEUM. Jeder hat einen, kaum einer kann ihn so bewegen wie curt-Chef Lampe: Körper. Das Germanische Nationalmuseum widmet sich im Themenjahr 2026 unserer sichtbaren Erscheinungsform. Die Dauer- und Sonderausstellungen des GNM werden auf das Köperbild und seinen Wandel mit der Zeit Bezug nehmen. Was ist Schönheit, wie gehen wir mit dem eigenen und anderen Körpern um, wie nehmen wir ihn wahr? Ein kulturhistorisch höchst spannendes Vorhaben. >>
Nürnberger Kulturpreise: Bis 15. Mai Vorschläge einreichen! Kultur 04.05.-15.05.2026 NüRNBERG. Fünf Kulturpreise hat die Stadt Nürnberg dieses Jahr zu vergeben. 30.000 Euro befinden sich insgesamt im Topf, der an Akteur:innen der regionalen Kultur ausgeschüttet wird. Die Besonderheit dieses Preises: die Vorschläge kommen aus der Bevölkerung! Für uns alle heißt das jetzt: mal in uns gehen: Wer prägt auf besondere Weise die Kultur dieser Stadt, wer ist präsent, macht gute und vielleicht sogar wichtige Sachen, erfreut und bespaßt uns, erweitert unseren Horizont, ist ein Garant, eine Garantin für Qualität? 2026 können bis zu fünf KULTURPREISE, dotiert mit insgesamt 20.000 Euro, vergeben werden. Sie können in gleichen Teilen an bis zu fünf Personen oder Gruppen verliehen werden als Anerkennung ihrer künstlerischen Leistungen, die im Kulturleben der Stadt herausragende Akzente setzen. Die Personen oder Gruppen müssen durch Geburt, Leben oder Werk mit Nürnberg oder der Region verbunden sein. Der GROSSE KULTURPREIS DER STADT NÜRNBERG wird im zweijährigen Turnus verliehen, jetzt wieder. Er kann an Persönlichkeiten in Anerkennung ihres herausragenden künstlerischen Schaffens vergeben werden, die in Franken geboren sind, hier leben oder deren Werk mit Franken verbunden ist. Dieser Presi ist dotiert mit 10.000 Euro. Eure Vorschläge könnt ihr ab sofort und bis 15. Mai bei der Stadt einreichen, postalisch oder digital. Die Nachricht sollte, soweit verfügbar, folgende Angaben zu den zur Preisverleihung empfohlenen Persönlichkeiten oder Gruppen enthalten: Vor- und Zuname beziehungsweise Name der Gruppe oder deren Ansprechpartner, Geburtstag und Geburtsort, Wohnungsanschrift, Telefonnummer, E-Mail-Adresse, Internetadresse, Lebenslauf, Beruf und Tätigkeit, genaue Bezeichnung der Leistung oder des Schaffens und Begründung des Vorschlags. Mal sehen, ob auch dieses Jahr wieder jemand aus dem curt-Team unter den Preisträger:innen sein wird – das hat ja schon fast Tradition! Die feierliche Preisverleihung findet dann am 16. November 2026 in der Tafelhalle statt, wir werden natürlich vor Ort sein. Alle Informationen zum Kulturpreis findet ihr auf den Seiten der Stadt Nürnberg. Zu den aktuellen Preisträger*innen. >>
The New Paragone – Zur Verein-zelung der Künste Kunst 01.05.2026 NüRNBERG. Jüngst machte sich Oscar-Kandidat Thimothée Chalamet in einem Interview lustig über die Oper und das Ballett und schoss damit wohl ein ziemliches Eigentor. Denn plötzlich trendete in allen Medien die Leidenschaft und Solidarität für beide Kunstformen, die laut Hollywoods „Golden Boy“ angeblich niemanden mehr interessierten. Ein Kunstkommentar von Silvan Wilms >>
Neuer Kulturort: Die Wieder-belebung des Rio Kinos? Kino 21.04.2026 RIO PALAST. Das wäre die Vision: Ab 10 Uhr öffnen sich die Tore zum Rio. Man betritt das dreistöckige, denkmalgeschützte Foyer. Das Café unten wird vom Bistro West betrieben. Ein Konsumzwang herrscht nicht. Menschen kommen und gehen, verabreden sich auf ein Stück Kuchen oder einfach nur, um sich die Architektur anzuschauen. Weiter oben trifft sich ein Gesprächskreis. Es finden Beratungsangebote sozialer Einrichtungen statt. Um 18 Uhr schließt das Rio – aber nur kurz, um den Abend vorzubereiten, wenn das Gostner Hoftheater seine neueste Produktion im Saal zeigt. Oder die MUZ ein Konzert veranstaltet. >>
Ethische Abseitsfallen: Premiere des FCN-Stücks am Staatstheater Kultur 19.04.2026 STAATSTHEATER. Gelungene Uraufführung: Das Fußballstück „Heulen mit den Wölfen“ von Maren Zimmermann und Ron Zimmering in den Nürnberger Kammerspielen Von Andreas Radlmaier >>
Staatstheater-Premierenkritik: Auf ins gelotste Land! Theater, Kultur 18.04.-16.07.2026, STAATSTHEATERVon A. Radlmaier
Kunst trifft Technologie: Leonardo zeigt Ergebnisse des Open Calls Kunst, Ausstellung 17.04.-30.04.2026 OHM INNOVATION CENTER. Nürnberg ist ja eine Stadt mit vielen kreativen Studierenden, die sie immer wieder mit ihren Ideen füttern. Das Leonardo Zentrum bringt die Orte der kreativen Ausbildung als Hochschulverband zusammen: Akademie der Künste, Hochschule für Musik und Technische Hochschule. Wenn diese drei Disziplinen zusammenwirken, können tolle Dinge geschehen. Genau das soll der Leonardo Open Call initiieren. Drei interdisziplinäre Projekte, die sich im Wintersemester durchgesetzt haben, werden nun der Öffentlichkeit vorgestellt. >>
Die Menschheit am Ende – oder doch nicht? Theater4: Anschluss Theater 10.04.-14.04.2026 KüNSTLERHAUS IM KUKUQ. Ankündigung von Walter Grzesiek Die Spieler des Theater4 haben ein Händchen für philosophisch-komische Gegenwartsstücke, die in der Region noch nicht zu sehen waren. Jetzt hat Regisseur Reinhard Weirauch das Endzeit-Stück Anschluss entdeckt, das der tschechische Autor Jaroslav Rudis fürs Staatsschauspiel Dresden schrieb. In einem abgehängten Grenzland-Kaff warten vier Übriggebliebene vor verschüttetem Tunnel und toten Gleisen auf den Anschluss an die weite Welt. Theater4 abstrahiert von dieser Szenerie, die Bühne ist nur ein aus Bierkästen zusammengezimmerter Wartesaal. Dort vertreiben sich drei Frauen und ein Mann die endlose Wartezeit mit Rückschauen in die weite Vergangenheit (auch Jesus kam einst hier vorbei). Sie ignorieren den Stillstand und den drohenden Kollaps des Planeten mit Geplapper, Schweigen oder pseudophilosophischen Durchhalteparolen. Die Menschheit steckt in der Sackgasse, ohne Zukunft, ohne Strategien für ein sinnvolles Weiterleben. Aber wir machen mal einfach weiter. Aus solchen deprimierenden Ausgangslagen dennoch mit viel Spielwitz und Sinn fürs Schräge unterhaltsames und kluges Theater zu machen, ist die vielfach bewiesene Stärke des Theaters aus dem Nürnberger Land. Regisseur Weirauch verspricht: „Wir baden mal wieder in absurden Bildern, verlassen uns auf die Kraft der Sprache und hoffen, dass das Konzept des endzeitlichen Humors aufgeht.“ Das knallige Ende wird nicht verraten. ___ Theater4: Anschluss 10. bis 14. April im Künstlerhaus. >>
Stadttheater Fürth: Meisterliche Meisterklasse Theater 10.04.-16.05.2026 STADTTHEATER FüRTH. Nach einigen spektakulären Gastspielen, hat das Stadttheater Fürth im April nun die nächste Eigenproduktion für uns fertig geprobt. Es ist vielleicht die deutsche, klassische Komödie schlechthin: Heinrich von Kleists Der zerbrochne Krug. Richter Adam in Huisum sitzt einen Verfahren vor, bei dem er selbst der Angeklagte ist: Er hat die junge Eve bedrängt, wurde fast erwischt und flüchtete aus dem Fenster. Mehr muss man eigentlich gar nicht wissen, um zu verstehen, wie aktuell dieser Stoff gerade jetzt wieder ist: eine Posse über männliche Machtausübung, Täter-Opfer-Umkehr und Nötigung im Amt. Inszeniert wird der Kleist von Sebastian Sommer, 2014 bis 2017 Hausregisseur am Berliner Ensemble unter Claus Peymann. Das ist mal eine Hausnummer im Lebenslauf! Premiere am 10. April. Die nächste Premiere probiert formal etwas anderes aus, sie ist ein Live-Hörspiel: In Heimsuchung von Jenny Erpenbeck werden die Stimmen eines Hauses lebendig. Ein Architekt, der in den 50ern in den Westen flieht, ein jüdischer Tuchhändler, eine Schriftstellerin. 100 Jahre an einem märkischen See unter den Augen des Gärtners, der die Zeiten überdauert. Ein Roman, der Geschichte durch individuelle Schicksale erfahrbar macht, auf die Bühne gebracht von Anna-Lena Kühner, Dramaturgin am Haus. Premiere am 8. Mai. Am 12. und 13. Mai gibt es die Gelegenheit, eine Inszenierung des Wiener Volkstheaters zu sehen: Meisterklasse Marie Callas von Terrence McNally. Die weltberühmte und als Diva verschriene Sopranistin kehrt in ihre Geburtsstadt New York zurück. Ein Meisterwerk des biografischen Theaters, das die krasse Diskrepanz zwischen einer öffentlichen Figur und privaten Person umkreist. Die Inszenierung mit Andrea Eckert als ungnädige, verletzliche Diva sahen allein am Wiener Volkstheater rekordverdächtige 170.000 Besucher:innen im Laufe von zwölf Jahren. Ein Theaterereignis! Und zuletzt: Die Vodkagespräche mit den TV- und Bühnen-bekannten Karoline Eichhorn und Catrin Striebeck als Schwestern Eddy und Freya, die nach dem Tod ihres Vaters in seiner Villa am Bodensee zusammensitzen. Der Vater hat sein Vermögen einer AfD-nahen Stiftung vermacht und so kreisen die Gespräche um Politik und Religion, Deutschland und das Ende der Demokratie. Ein Stück von Arne Nielsen, inszeniert von Karoline Eichhorn. Zu sehen am 16. Mai. ___ Stadttheater Fürth >>
Matthias Egersdörfer: Neutral wie die Schweiz Kultur 01.04.2026Von M. Egersdörfer JüDISCHES MUSEUM FüRTH. Der Michael Jordan saß Ende Februar fast jeden Tag im Schauspiel Erlangen. Dort wurde das Stück „Brauner Schnee über Franken“ geprobt. Er zeichnete, was auf der Bühne stattfand und schrieb dazu etwas, was er an Sprache hörte. Einige selbst gebundene Bücher sind dabei entstanden, die sehr sehenswert sind. Den Egersdörfer lockte der Ausstellungstitel „Shitstorm“ in das Jüdische Museum Franken nach Fürth. An einem Tag hat er sich die Dauerausstellung im Altbau angesehen und an einem anderen die aktuelle Präsentation. Kurze Zeit darauf besuchten dann der Egersdörfer und der Jordan Daniela Eisenstein, Historikerin und derzeitige Direktorin des Museums. >>
Kindertheater: Liebgewonnene Favoriten Theater 01.04.-31.05.2026 NüRNBERG. Drei Häuser und etliche Klassiker, die uns in April und Mai von wundersamen Schmetterlingen und schlechtgelaunten Dachsen, besonders knusprigen Broten und einem frechen Kater erzählen. >>
Lesungen April und Mai – empfohlen von curt Kultur 01.04.-31.05.2026 Nü, Fü, ERL. Von der Meinungsfreiheit, von der Fernsehbranche, von Franken in den 60er-Jahren, von Roadtrips und der Liebe erzählen die Autorinnen und Autoren, die in April und Mai in der Region zu Gast sind. >>
Von der ganz bunten Sorte: Vielfalt in den Nürnberger Kulturläden Konzert, Lesung, Ausstellung, Festival 01.04.-29.05.2026 NüRNBERG. Die Nürnberger Kulturläden, Home of Soziokultur in eurer Nachbarschaft, verpassten sich im vergangenen Jahr ein Motto: 12xDA, also 12 mal präsent und vor Ort, aber auch 12 mal Demokratiearbeit. 2026 bekommt das Motto ein Add-on: "12xDA. Gemeinsam für Vielfalt" heißt es nun. Ein Thema für die maximal diverse Stadtgesellschaft in Nürnberg – und für zahlreiche Veranstaltungen von der ganz bunten Sorte! Kulturladen-like: Die Inhalte kommen nicht von oben, sondern von den Leuten. >>
Theater Rote Bühne/Julia Kempken: Eine unverbesserliche Optimistin Theater, Interview 01.04.2026 ROTE BüHNE. Ein Südstadt-Souterrain im Hinterhof: Lampen aus buntem Glas über der Theke, rotes Plüsch, ein Sofa in Satin, ein Hauch vergangener Zeiten. Und: eine Bühne. Hier wird seit 20 Jahren Kleinkunst gemacht, getanzt, gezaubert, Kabarett und Theater veranstaltet. Maßgeblich von Julia Kempken, der Gründerin und ersten Vorsitzenden dieses versteckten Juwels: des Theaters Rote Bühne. Interview von Andreas Thamm >>
Im Künstlerhaus: Mit den Omas gegen Rechts die Demokratie feiern Kultur 21.03.2026 KüNSTLERHAUS IM KUKUQ. Die Omas gegen Rechts Nürnberg laden zu ihrem 2. Demokratiefest ins Künstlerhaus ein. Zwei Wochen nach der Kommunalwahl bringt das pralle Programm bei freiem Eintritt von 14 bis 23 Uhr auf die Bühne, was die Mehrheit der Stadtgesellschaft ausmacht – kreativ, gemeinsam und optimistisch Haltung zeigen. Am 21. März, dem Internationalen Tag gegen Rassismus, ist die mehr denn je gefragt. Text: Ilse Weiss >>