Staatstheater: science-Fiction und nachkriegs-Sprachgewalt

19. FEBRUAR 2026 - 27. FEBRUAR 2026, STAATSTHEATER

#neue Stücke, #Staatstheater, #Theater

Mit Bunbury *, Arad Dabiris Druck und insbesondere mit Kleiner Mann, was nun? ** sind der neuen Leitung des Staatstheater-Schauspiels drei echte Knüller gelungen. Eine kleine Erfolgswelle. Findet auch das stehend ovationierende Publikum. Geht's so weiter? Zumindest premierenreich wird das Frühjahr!

Drill Baby Drill, Premiere: 19.02. 
Mal wieder ein dramatischer Blick in die Zukunft: In einer postfossilen Welt, in der der letzte Tropfen Öl verbraucht ist, pumpen die Menschen das CO2 zurück in den Boden. Als ein Loch im Boden auftaucht, macht sich eine Geologin und Bodybuilderin auf die Mission, eine mögliche Energiequelle der Zukunft zu finden. Sie dringt immer tiefer ins Innere der Erde, bis zum mystischen Erdkern. Die Schweizer Autorin Sarah Calörtscher, Kleistförderpreisträgerin für Herz aus Polyester, hat als Auftragsarbeit für das Staatstheater eine poetische Science-Fiction geschrieben. Drill Baby Drill wird inszeniert von Ariane Kareev, die sich insbesondere mit spektakulären Inszenierungen an der Deutschen Oper Berlin einen Namen gemacht hat. 

Die größere Hoffnung, Premiere: 20.02.
Die österreichische Schriftstellerin Ilse Aichinger hat einen großen Namen, aber nur einen einzigen Roman hinterlassen: Eine größere Hoffnung, die Geschichte der elfjährigen Ellen, die verzweifelt ihre Mutter sucht, die jedoch bereits nach Amerika ausgereist ist. Ihre Großeltern sind "falsch", ihr Freunde dürfen nicht auf Parkbänken sitzen. Ellen wächst unter dem Terror der "Nürnberger Gesetze" auf. Aus den Trümmern einer Kindheit wächst die größere Hoffnung: Freiheit. 1947 erschienen war dieser sprachgewaltige, erschütternde Text ein Tabubruch und gilt heute als Meilenstein der Nachkriegsliteratur. In Nürnberg wird Die größere Hoffnung erstmals in Deutschland aufgeführt. Regie führt Salome Schneebeli, die vom Tanz und der Choreografie herkommt. 

Kurz&Nackig, Premiere: 27.02.
Kaum haben sich Lia und Tom an den Gedanken gewöhnt, jetzt Eltern zu sein, hagelt es neun Monate lang unerwünschte Ratschläge. Die Komödienspezialistin Caroline Stolz inszeniert Jan Neumanns Familienpanorama im Wahnsinn zwischen kontaminierten Kuscheltieren, angemalten Louboutins und Chillichips zum Frühstück.

Nachtetage: Als Fernsehen noch geholfen hat, 27.02.
Kurzer Einschub in quasi eigener Sache: curt-Redakteur Andi Thamm ist zu Gast bei Tim Steinheimer in der Nachtetage. Die Mission: Verteidigung des Fernsehens ausgerechnet im Theater. Aus großen Fernsehmomenten werden kleine Mikrodramen mit Mitgliedern des Ensembles. 

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Staatstheater Nürnberg 
www.staatstheater-nuernberg.de




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Erst Hermann, der sich seine Anlage ausborgt und dann die Scheiß-Spießer von Greenpeace, die ihm sein Lama wegnehmen. Das war diesem Gospodin, ein Mann im Schlabberlook mit dezent verwildertem Bart, so etwas wie wie seine Lebensgrundlage. Der Keller, sagt er, ist noch voll mit Heu und Futter. Das meiste über den Helden von Phillipp Löhles Genannt Gospodin in der Regie des Nürnberger Noch-Schauspieldirektors Jan-Philipp Gloger erfährt man aus dem Mund der ihm nahe Stehenden.  >>
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