curt präsentiert: Bei Egersdörfers unterm Sofa Kultur 16.05.2018 OPERNHAUS. Vorhang auf und hereinspaziert! Zum vierten Mal rücken Matthias Egersdörfer und seine devote Carmen – im echten Leben Autorin und Regisseurin Claudia Schulz – samt Möbelpacker im Opernhaus an und schlagen ihr Lager mitten auf der Bühne auf. >>
So ein Theater ... Kultur 01.04.2018Von Dieter Stoll Von der fleißigen deutschen Dramatikerin Rebekka Kricheldorf (44), die seit 2003 zwischen Kassel, Jena, Hamburg, Berlin und Freiburg rund 30 Stücke in den Kultur-Kreislauf injizierte, wollten Theatermacherim Großraum Nürnberg bislang noch nie vi el wissen – und jetzt werden innerhalb von fünf Tagen hier gleich zwei ihrer Dramen Premiere haben. >>
Siegfrieds Sofa zwischen Sturm und Gemetzel Kultur 02.04.2018Von Dieter Stoll Zwei Hitparaden-Behauptungen zum Ende einer Ära in den Häusern des Staatstheaters Nürnberg – Die offiziellen letzten warmen Worte schwimmen vorerst noch im Erhitzungssud der Buchstabensuppe, aber es abschiedet nun doch schon hochgradig am Richard-Wagner-Platz. >>
Bernd Alois Zimmermann: Die Soldaten Kultur 17.03.-23.04.2018Von Dieter Stoll OPERNHAUS. Das Ende der Menschheit oder bloß ein Herzinfarkt? Der dokumentierte Atompilz, den der trendfreie aber empörungsfähige Avantgarde-Komponist Bernd Alois Zimmermann vor knapp 60 Jahren wie einen vorweggenommenen Videobeweis des entsetzlichen Fortschritts in den Szenenanweisungen als finales Vernichtungs-Menetekel seiner Oper „Die Soldaten“ festgeschrieben hatte, wird in der Nürnberger Neuinszenierung dieses nur noch bedingt umstrittenen Jahrhundert-Werks wieder nicht gezündet. >>
Residenztage Bayreuth 2018 MAGAZIN 17.04.-29.04.2018 BAYREUTH. Gewöhnlich schicken wir unsere Leserschaft erst im September zu den Residenztagen ins und ums markgräfliche Bayreuth, um sich dort im Neuen Schloss, auf der Burg Zwernitz, im Felsengarten Sanspareil, im Schloss Fantaisie, der Eremitage und im Hofgarten beim Picknick, schönen Klägen und Spielen dem Müßiggang hinzugeben. >>
Lieblingslieder bis zur Höllenfahrt Kultur 01.03.2018Von Dieter Stoll Am Nürnberger Staatstheater beginnt eine Endrunde: wie die scheidenden Chefs von Oper, Orchester und Schauspiel ihren Nachruhm sortieren, während der Ballettdirektor schon die nächste „Dekade“ ansteuert. >>
Theater Wegweiser März Kultur 01.03.2018Von Dieter Stoll Das Nürnberger Schauspiel-Ensemble von Klaus Kusenberg holt erst mal tief Luft für den Endspurt, aber Gastspiele in Fürth und Erlangen springen gerne mit zwei Stücken der französischen Star-Autorin Yasmina Reza in die Premieren-Lücke. Es gibt wahlweise auch einen hochqualifizierten „Wut“-Anfall der nobelpreisgekrönten Elfriede Jelinek in Gostenhof oder die letzte Zigarette für „Die Jungfrau von Orleans“ am Richard-Wagner-Platz. >>
Wolfgang A. Mozart: Idomeneo Kultur 12.02.-28.04.2018Von Dieter Stoll OPERNHAUS. Schon vor dem ersten Ton wedelt auf dem Vorhang ein virtueller Octopussy mit seinen Fangarmen, offenbar bewohnt er das Firmen-Logo der Strand- und Glaubensgemeinschaft Nettuno. Deren Übervater Poseidon wird wenig später mit göttlicher Willkür, die unter Gläubigen als Ratschluss gelten mag, das eigentlich grade mal zum Jubeln aufgelegte Volk der Kreter ins Unglück stürzen. Den Sohn des Königs will er als Schlachtopfer im Gegengeschäft, weil er kurz mal am Schicksalsrad gedreht und den Kriegsheimkehrer Idomeneo vor der Vernichtung im Sturm bewahrt hat. >>
Theater Wegweiser Februar Kultur 01.02.2018Von Dieter Stoll Sieben Premieren und zwei dutzend Repertoire-Produktionen verdienen unsere besondere Aufmerksamkeit: antike Grösse im Opernformat neben russischer Weltliteratur auf kleinster Bühne und legendäre Kriegsheimkehrer-Dramatik von 1945 im Blick von 2018 – dazu der ewig faszinierende Jugendwahn aus der Geheimratsecke: mit Mozarts „Idomeneo“, Tolstois „Auferstehung“, Borcherts „Draussen vor der Tür“ und Goethes „Werther“ schlägt das Staatstheater Nürnberg im Februar in drei Häusern einen gewaltigen Bogen über die Hochkultur. >>
Musical-Revue: Nur Sahnetörtchen, keine Tortenschlacht Kultur 29.12.-13.04.2018Von Dieter Stoll OPERNHAUS. Zwei Dutzend Musicals an einem einzigen Abend, wo gibt´s denn sowas? In Nürnberg, denn da geht es derzeit im gestreckten Galopp durch die Legende von Swinging New York: „The Lights of Broadway“. Highlights oder Zwielicht, das wäre eine gute Frage. >>
Spät auf dem Hund gekommen: "Dürer's Dog" Kultur 09.12.-09.12.2018Von Dieter Stoll OPERNHAUS. Der unerwartete Blickkontakt mit einer forschend guckenden Randfigur aus Albrecht Dürers „Geißelung Christi“-Kupferstich der „Passion“-Serie und deren diskrete Wiederkehr in etlichen anderen Werke des Maler-Genies hat den Nürnberger Ballettchef Goyo Montero so fasziniert, dass er dieser vierbeinig kuscheligen Irritation den Titel seiner neuesten großen Opernhaus-Uraufführung samt apartem Apostroph-Überfluss reservierte: „Dürer´s Dog“. >>
Nürnbergs erste Kultur-"Generalin" Kultur 18.11.2017Von Dieter Stoll Wie die spektakuläre Berufung der jungen Staatstheater-Chefdirigentin die radikale Trennung von bis zu 70 Ensemble-Mitgliedern überstrahlt – weil es natürlich viel bessere Stimmung macht. >>
Theater Wegweiser Kultur 01.12.-31.01.2018Von Dieter Stoll Über die Jahresgrenze hinweg suchen die Bühnen der Region die passenden Titel für die besonderen Bedürfnisse an familiären Feiertagen: zu Weihnachten etwas fürs Gemüt, zu Silvester das Rahmenprogramm für den Champagner, von Neujahr bis Dreikönig der Dreivierteltakt als Wegweiser zum Klatschmarsch. Das bleibt an der Schwelle zwischen 2017 und 2018 diesseits und jenseits wieder so wie immer. Nur auf „Hänsel und Gretel“ (Oper) und „Lametta“ (Schauspiel) muss diesmal auf dem Spielplan-Gabentisch verzichtet werden. Dafür begleitet uns der „Messias“ von Gostenhof bis kurz vors Krippenspiel oder umgekehrt! und wer sich „Wie im Himmel“ fühlen möchte, muss halt nach Fürth. Es gibt aber jenseits aller organisierten Gefühlsausbrüche auch sehr irdische Angebote mit Überraschungspotenzial. >>
Rosenkavalier Philharmonisch NEWSTICKER 15.11.2017 Nach dem in den letzten Jahren Charlie Chaplin zur Musik der Staatsphilharmonie Nürnberg über die Leinwand watschelte, macht dieses Jahr in der Reihe „Stummfilm Philharmonisch“ zweimal ein richtiger Rosenkavalier seine Aufwartung. Der Klassiker von Robert Wiene aus dem Jahr 1925 nach der gleichnamigen Oper von Richard Strauss ist in vielerlei Hinsicht bemerkenswert. >>
Nürnberger Operette: Karl Marx trifft die Lustige Witwe Kultur 05.11.-24.02.2018Von Dieter Stoll OPERNHAUS. Zwei zentrale Fragen werden bei dieser weißnichtwievielten Nürnberger Neuinszenierung von Franz Lehárs „Die lustige Witwe“ bei geschlossenem Vorhang und noch vor der Ouvertüre aufgeworfen. Erstens: Wie viele Nullen braucht so ein zahlungsunfähiger Staat, damit er in geordneten Bahnen weiterwursteln kann. Zweitens: War Karl Marx womöglich auf Recherche für „Das Kapital“, als er in Paris nebenberuflich Saxophon gespielt hat? Antworten? Die läppischen 20 Millionen aus dem Erbe der Hanna Glawari reichen dem Operettenland Pontevedro zur Insolvenzverschleppung, aber der rauschebärtig als wandelndes Melodienmotiv-Gebläse durch Botschaft und Ballsaal tourende Salonmusikant mit der unverwechselbar haarigen Physiognomie behält das Geheimnis seiner besonderen Beziehung zu den gebündelten Ohrwürmern für sich. Proletarier aller Länder, vergnügt euch! Und dabei hatten wir bislang doch immer nur von „Hitlers Lieblingsoperette“ gehört. Egal, es dauert kaum mehr als fünf Minuten, bis Regisseur Thomas Enzinger das Wort „Lügenpresse“ in die Dialoge eingefädelt und den Baron-Botschafter mit dem Schlachtruf „Pontevedro first“ munitioniert hat. Danach sind alle ziemlich erschöpft von so viel aktueller Gesellschaftskritik in einer einzigen Szene und erholen sich dankbar auf dem Polster traditioneller Gaga-Gags. >>
Die wahre Kunst gibt's nur im Sechser-Pack Kultur 27.10.2017Von Dieter Stoll Wie in Nürnberg die Angst vor der „besonderen Oper“ bewältigt wird: Aller Anfang ist schwer, alles Ende ist schnell für „Die Trojaner“ und „Die Soldaten“. Spurloses verschwinden ist keine Kulturpolitik. >>
Auf geht's zum Fi-na-le Kultur 01.10.2017Von Dieter Stoll „Addio“ oder „Glück gehabt“? Wie drei Nürnberger Theatergrössen ihr Endspiel organisieren – und zwei Nachfolger schon mal aus der Ferne winken. Peter Theiler, Klaus Kusenberg und Marcus Bosch proben den Abschiedsrausch. Versuch eines Durch- und Überblicks von Dieter Stoll >>
Opernball NEWSTICKER 11.09.2017 Den 15. September sollte man sich in den Kalender eintragen, denn der nächste Opernball steht an. Wer noch keine Karte hat, sollte sich sputen, so wie diejenigen, die bereits auf der Suche nach der perfekten Robe sind. >>
So ein Theater ... im September Kultur 01.09.2017Von Dieter Stoll Nach der grossen Bühnensommerpause mit unfreiwilliger Fastenkur für Theaterfreunde ist das Publikumsbauchgefühl jedes Jahr um diese Zeit für Aufbaukost empfänglich. Am Opernhaus wird vorsichtig mit Koloratur-Pralinen, dem „Norma“-Naschwerk der vorigen Saison angefüttert, das Nürnberger Schauspiel und das Fürther Theater proben lieber noch ein wenig hinter verschlossenen Türen. Dafür haben das Gostner Hoftheater und die Tafelhalle wieder mit den ersten ambitionierten SaisonPpremieren die Nase vorn, gefolgt von zwei neuen Produktionen des Erlanger Theaters, wo Friedrich Dürrenmatts Zwangsjacken für Wissenschaftler vom Garderobenständer der klassischen Moderne gelüftet werden. Es bleibt zuvor genug Freizeit, um schon mal begehrliche Blicke hochrechnerisch auf die vermutlichen Highlights der kommenden zehn Monate zu werfen. >>
Opernball Vorverkauf NEWSTICKER 15.09.2017 OPERNHAUS. Am 15. September lädt das Nürnberger Opernhaus wieder zum großen Opernball. Im ganzen Gebäude wird dann auf vier Etagen wieder schick getanzt, diniert, sinniert und flaniert. Als Gastgeber führt der TV-bekannte Moderator Jörg Pilwa durchs Programm. Show-Highlight ist der Auftritt der Eurovision Songcontest-Gewinnerin LENA, die Tanzmusik kommt von der Thilo Wolf Big Band. >>