Deutscher Kabarettpreis 2026: Schlachtfest in der Gemütlichkeit

SAMSTAG, 10. JANUAR 2026, TAFELHALLE

#Christian Ehring, #Deutscher Kabarettpreis, #Matthias Egersdörfer, #Prof. Dr. Julia Lehner, #Tafelhalle

Matthias Egersdörfer prägte die Verleihung des 35. Deutschen Kabarettpreises – obwohl er kein Preisträger war. Von Andreas Radlmaier. 

Draußen vor der Tafelhalle lauerte die berühmte mittelfränkische Schneehölle (1 cm! Chaos!). Aber das war gar nichts verglichen mit dem 20minütigen Wintersturm, den Matthias Egersdörfer während der Verleihung des 35. Deutschen Kabarettpreises im ausverkauften Saal entfachte. Als Vorjahrsgewinner des Hauptpreises war er traditionell Moderator mit eigenem Redeanteil. Den nutzte er zu einem Schlachtfest inmitten satirischer Gemütlichkeit. Die Temperatur sank, es fröstelte. Da zog mancher den Rollkragen höher. Im Zentrum der Abrechnung: „Nürnbergs erste und letzte Kulturbürgermeisterin“ Professor Dr. Julia Lehner und ihr ebenfalls anwesender Mann, Immobilien-Mogul Gerd Schmelzer. Das katapultierte den Abend vom Status „unverfänglich“ in „unvergesslich“.

Eingangs hatte Julia Lehner auf der Bühne (letztmals) als Vertreterin der Stadt, die seit jeher die Preisgelder stiftet, noch eine tagesfrische Anekdote vom Neujahrsempfang des Bayerischen Ministerpräsidenten in der Münchner Residenz erzählt, wo sich jemand über die Verleihung des Deutschen Kabarettpreises in Nürnberg (und nicht in Berlin) mokiert habe, weil man doch hier wenig zu lachen habe. Lehners Konter gegenüber dem Aufschneider, es komme nicht darauf, wie häufig man, sondern „an welcher Stelle man lacht“. Ein Bumerang, der bei Egersdörfer landete und Lehner auf die Füße fiel. Denn seine ätzende Attacke konnte man beim besten Willen nicht weglächeln. Sie ging zielgerichtet über Scherzgrenzen hinweg, als unversöhnlicher Kommentar, wie er früher im kritischen Lokaljournalismus seinen Platz fand.

Also haute der grimmige Satiriker erst mal dem Insta-Kanal des Bürgermeisters und der „homöopathischen Schlauheit der Filmchen“ eins drauf und schwenkte dann rasch weiter zu den beiden „Edelsteinen im Stadtbild“, Lehner und Schmelzer. Kommt vom „Geschäft unter Freunden in diesen hartumkämpften Zeiten“, gemeint ist das an den Freistaat vermietete Zukunftsmuseum im Augustinerhof-Areal, zu weiteren „Monopoly“-Spielzügen wie den Tilly-Studios und landet in der Kongresshalle des ehemaligen Reichsparteitagsgeländes, wo die „Kulturpäpstin“ als Stiftungs-Präsidentin ihr Vermächtnis sieht. Das „Diktatur-Übrigbleibsel zum Wohlfühlen“ sei ein „idealer Ort“ für Kindermalerei, auch für „permanenten Exorzismus“: „Es kann auch ein Genuss sein, den Teufel an die Wand zu malen.“

Verwundert stellt er fest, dass deutsche Leitmedien Kommunal-Wahlkampf für die CSU machen, wenn sie „Deutschlands heikelste Baustelle“ hochjazzen, und hängt als Hohoho-Effekt die 2028 zu erwartenden Feierlichkeiten um Dürer und Führer zusammen. Da seien die Nürnberger „Führer der guten Unterhaltung“ dann traut vereint. Wumms! Provokation als Sprengstoff.

Vorher und nachher zeigte sich der Spott störungsfrei. Hauptpreisträger Christian Ehring, im Öffentlich-Rechtlichen zwischen „Extra 3“ und „Heute-Show“ für die Aufbereitung des Wochen-Wahnsinns zuständig, lieferte Polit-Kabarett im abgesicherten Modus. Der Schleudergang der Tagesthemen als Lernzielkontrolle. Trump, Merz, Putin – unfassbar, diese Buben! Auch bei Frauen (was die für Tampons zahlen müssen – Frechheit!), bei BILD und Boomern (wer sonst soll denn bitte noch die SPD wählen?) – Ehring und wir stehen auf der richtigen Seite. Dass er die 6.000 Euro Preisgeld für Ärzte ohne Grenzen spendet, ist nur logisch. Dass man ihm im Düsseldorfer Kommödchen, seiner ersten Großkarrierenadresse, Schreine der Verehrung gebaut hat, ist allerdings wohl nur ein listiger Einwurf von Egersdörfer.

Auch der satirische Nachwuchs, vor der Pause im Einsatz (wie Ehring auch singend), wollte nicht verstören. Das Hannoveraner Duo „Das Geld liegt auf der Fensterbank, Marie“ frotzelt sich apart durchs immergrüne Revier der reizbaren Zweisamkeit und erkennt mit „Always look on the bright side of life“ die Bibel-Festigkeit des Publikums.


Die 30jährige Fee Brembeck, ein Multitalent aus München, arbeitet sich an mental overload und mansplaining ab, kassiert aber in ihrem glitzernden Operetten-Fummel am meisten Lacher, wenn sie - ausgebildete Sopranistin ist sie ja auch - mit Purzelbaum und Liegestütz die stimmkraftverstärkende Wirkung von vollem Körpereinsatz vorführt.
Auf die belebende Wirkung von Streitkultur und Meinungsfreiheiten verweisen alle Ausgezeichneten an diesem quotengerechten Abend. Matthias Egersdörfer hat diesen Aufruf, Meinungen auszuhalten, vorgeführt. Mit überzeugendem Ergebnis: Im Tafelhallen-Café war nach der Preisverleihung seine Attacke das bestimmende, heiß diskutierte Gesprächsthema. Satire kann das, Satire darf das. Wer den Spott hat, braucht für den Schaden nicht zu sorgen. Oder, um mit Egersdörfer zu resümieren, „kein schlamperter Abend“.
 
Wo man die Preisträgerinnen und Preisträger demnächst in der Region live erleben kann:
Das Geld liegt auf der Fensterbank, Marie: 18. und 19. September, Burgtheater Nürnberg
Christian Ehring: 30. Mai, Comödie Fürth
Matthias Egersdörfer: 21.Januar, Kunst- und Kurhaus Katana; 22.Januar, Galerie Bernsteinzimmer; 24.Januar, Luna Theater Weißenburg; 31. Januar,Theaterbühne Fifty-Fifty Erlangen; 4.März, Café Belfiore Nürnberg; 7.April, Gostner Hoftheater; 10. April, Bürgersaal Wilhermsdorf
 




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#Christian Ehring, #Deutscher Kabarettpreis, #Matthias Egersdörfer, #Prof. Dr. Julia Lehner, #Tafelhalle

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TAFELHALLE. Es ist ja nicht so, als ob der feine Herr Matthias "Egi" Egersdörfer in der Vergangenheit von den Preisjurys ignoriert und übergangen worden wäre. Das nicht selten unflätige Gebaren dieses grob wirkenden Mannes wird seit 2007 mit verblüffender Regelmäßigkeit ausgezeichnet: Hamburger Comedy Preis, Kabarett Kaktus, Passauer Scharfrichterbeil, Stuttgarter Besen, Böblinger Fingerhut, Hassfurter Warentrenner, Göppinger Beutel, ... Einer fehlte! Und nunmehr endlich hat unser Achill den Olymp erklommen und darf sich den, noch dazu von seiner Geburtsstadt gestifteten und vom dort ansässigen Burgtheater vergebenen, Deutschen Kabarettpreis in seine stets penibel polierte Preisvitrine stellen. Er ist mit 6.000 Euro dotiert, was für einen A-Prominenten aber zweitrangig sein dürfte und wahrscheinlich mittlerweile automatisch an ein Witwen- und Waisenhaus überwiesen wird.
Aber im Ernst! Der curt ist mehr als stolz über ein Wort, das nur aus fünf Buchstaben besteht, weil wir das sagen dürfen: UNSER Egi gewinnt den Deutschen Kabarettpreis 2024. Er ist nicht nur, auch das dürfen wir hoffentlich sagen, ein Freund des Hauses, er ist auch, denn einige Gesichter hat der curt bereits kommen und gehen sehen, er ist, das dürfte korrekt so sein, unser langjährigster Schreiber, der seit hunderten und hunderten von Ausgaben unser schönes Heft einleitet. Der Herr Egersdörfer ist einer, der nicht nur, wie es die Jury beschreibt, mit Mut, Vielseitigkeit und Beharrlichkeit seinen Platz in deutschen Kabarettszene erobert hat und mit seinem Bühnenego auf manchmal verstörende Weise Schmerzgrenzen auslotet, nein, er ist auch einer, der sich trotz hallenfüllender Tourneetätigkeit landauf, landab und einem Millionenpublikum im Öffentlich Rechtlichen Fernsehen, nicht zu schade ist, mit absoluter Verlässlichkeit sein Textchen für die kleine Kulturpostillenklitsche in der Heimat abzuliefern. Damit unsere Leser:innen sich in jedem Heft wenigstens für die zwei bis vier Seiten auch mit Literatur mit Anspruch auseinandersetzen dürfen. "Im deutschsprachigen Kabarett gehört Matthias Egersdörfer zu den ganz großen Geschichtenerzählern" – und im Nürnberger Kulturmagazinjournalismus erst recht!
Vielen Dank, Matthias, und herzlichen Glückwunsch! Er trifft bestimmt nicht den Falschen, dieser Preis.
www.egers.de

Förderpreis LARA ERMER
Der Förderpreis des Deutschen Kabarett-Preises für das Jahr 2024, dotiert mit 2000 Euro, vergeben vom nürnberger burgtheater, geht an LARA ERMER, geboren in Fürth, mittlerweile leider abgewandert, aber immer noch auf den hiesigen Bühnen zu sehen. Lara Ermer besitzt die Gabe aktuelle Zeitgeistthemen so zu beleuchten, dass daraus absurd-komische Miniaturen entstehen. Thematisch führt sie dabei souverän die satirische Pionierarbeit ihrer Vorgängerinnen fort. Den jungen Frauen im Kabarett gibt Lara Ermer eine starke Stimme. Bitte mehr davon!
www.laraermer.com

Sonderpreis SEBASTIAN 23
Sebastian Rabsahl, auf der Bühne bekannt als Sebastian 23, ist ein Pionier der Poetryslam-Szene. Er verbindet gekonnt und zeitgemäß Wortspiel, Musik, literarische Kurzformen und Politik. Mit seinem kabarettistischen Schaffen bespielt er alle aktuellen Formate der öffentlichen Präsenz gleichermaßen. So überwindet er virtuos die Genregrenzen und erweitert den Spielraum für seine Themen.
www.sebastian23.org

Der Verleihung, moderiert von Luise Kinseher, findet am 11.01. in der Tafelhalle statt.
www.burgtheater.de

Am 24.01. präsentiert der Herr Egi dann sein neues Programm im Gutmann am Dutzendteich:
www.gutmann-nuernberg.de  >>
TAFELHALLE. Es gibt ein neues Kunstkollektiv in Town, das einen tatsächlich sehr radikal eigenen Ansatz der Performance wählt: roams (wohl bekannt aus der Nürnberger Szene: Harald Kienle, Michaela Pereira Lima, Veith von Tsotzhousn und Maria Trunk) verbinden bildende und darstellende Kunst in einem drei Tage andauernden Tanz ums Holz.

Konkret handelt sich bei der Aufführung roams: adventures um ein Bühnenstück mit einem wachsenden Bühnenbild, das selbst Kunstwerk und Protagonist ist. Dieses Bühnenbild von Harald Kienle wiederum setzt sich aus Klanghölzern zusammen, die von Veith Michel bespielt werden, gibt also auch einen Sound ab und verändert sich unterm Einfluss der Choreografie der Performenden Pereira Lima, Markl und Bess. Inhaltlich dreht sich das experimentelle Stück um das Ursprüngliche, das die Gesellschaft zusammenhält, symbolisch verbildlicht im Holz. Das Spiel drum herum ist auch eines mit dem Risiko, die Performenden setzen ihr eigenes Bühnenbild aufs Spiel: Wird es zusammenkrachen wie ein Jenga-Turm? “Das Fallen, das Zusammenkrachen, das Ungeplante ist stets Teil des Prozesses”, sagt Maria Trunk aus dem Produktionsteam. 

Die drei Aufführungen von roams_adventures bauen aufeinander auf und funktionieren jeweils für sich. Sie sind sind in allen Sprachen, Kulturen und Generationen verstehbar. Das Publikum wird Teil eines skuplturalen Erlebens und eines Dialogs zwischen Raumkörpern, Menschen, Hölzern und Klängen. 

Spannendes Projekt, alle Infos hier:

roams: adventures
20.-22.11., Tafelhalle


Konzept, künstlerische Leitung & Produktionsleitung: Michaela Pereira Lima & Harald Kienle
Regie: Nicole Schymiczek
Soundkunst: Veith von Tsotzhousn
Performance: Michaela Pereira Lima, Miriam Markel, Barbara Bess
Video: Linda Havenstein
Lichtdesign: Gunnar Tippmann und Saša Batnozic
Grafik: Steffi Probst
Klangstapler:innen: Moritz Kienle, Natacha Cayrol, Chan Bess, Lola Pereira Lima
Ground Control: Maria Trunk
Coaching: Katharina Tyllack
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GOSTNER. Den Spielzeit-Auftakt besorgt immer der künstlerische Leiter selbst: Laurent Gröflin führt Regie bei Graham Greens Unser Mann in Havanna, einer irren Agenten-Satire über einen britischen Staubsaugervertreter, der auf Kuba vom Geheimdienst angeworben wird, aus Geldsorgen zusagt und anfängt Kollegen und Nachrichten zu erfinden.Läuft noch bis zum 11.10.! Die zweite Premiere im Herbst wird dann, Gostner-typisch, eine Stückentwicklung: Nina Vieten, (2021: I Do The Same Job Bleeding) kümmert sich diesmal mit ihrem Schauspielerinnen-Team um das gesellschaftliche Phänomen der unsichtbaren, unterbewerteten und unbezahlten Art von Arbeit, die größtenteils von Frauen erledigt wird: Care Arbeit. [Ver]Kümmern feiert Premiere am 13.11. 
Aber auch drum herum ist gewohnt viel los am Gostner, insbesondere unten im Loft, das freitags und samstags Barbetrieb hat und unter der Woche einer der besten Orte ist, um der regionalen Szene von Musik über Literatur bis Theater in wohnzimmerlicher Atmosphäre auf die Pelle zu rücken. Am 04.11. steht hier endlich Tim Steinheimer auf der SuppKultur-Bühne beim Nachhol-Termin des Kwiss – Das Quiz für Dumme! Neu sind sind zwei Formate im Wechsel In guter Gesellschaft und 33 1/3
Bei beiden wird ein Thema vorgegeben (33 1/3 am 14.10.: Fernweh). Besuchende sollen Songs zum Thema mitbringen, die zusammen gehört und besprochen werden. In guter Gesellschaft macht das Selbe mit Texten (und auch anderen Hosts und Themen).

Am 28.10. kehrt die Soap zurück, der improvisierte wilde Ritt durch den Gehirnfasching regionaler Schauspieler:innen. In der fünften Staffel, Im Schatten der Dämmerung, geht es um eine nachaktive und blutdürstende Familie aus Nürnberg. Und zahlreiche Bands und Solo-Künstler:innen spielen auf, unter anderem die Hamburger Singer/Songwriterin Hannah Grosch am 22.10. oder der Egersdörfer mit seiner Boyband Fast zu Fürth am 31.10. Bitte ruf mich nie wieder an! heißt das Programm dieser vier unwirschen Herren, die orgelnd, brodelnd und tanzend ein Feuerwerk des geistreichen Wahnsinns entzünden werden.
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Gostner Hoftheater


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Kultur  11.10.-23.11.2025
TAFELHALLE. Zwei Mal Heiß, zwei Mal Blumenroth. Hä? Das musikalisch-literarisch-geistreiche ensemble Kontraste hat nach 30 Jahren erstmals eine neue Leitung! Namentlich: Luise Heiß (Gesang), Philipp Heiß (Klavier), Jeany Park-Blumenroth (Violine) und Hendrik Blumenroth (Cello). Das Konzept heißt natürlich weiterhin Kammermusik und genreübergreifende Formate, dafür gab es 2020 den großen Kulturpreis der Stadt Nürnberg. Innerhalb dieser Idee hat sich die neue Leitung vorgenommen, auch neue Akzente zu setzen und relevante Gegenwartsthemen mit den Mitteln der klassischen Musik aufzugreifen. Das eK-Spielzeitmotto Upon Weightless Wings verspricht eine gewisse Leichtigkeit und Vogelperspektive. Los geht's für das eK am 11.10. mit dem Anstoß: Wir hören zwei Oktette, einmal, inspiriert vom Südtiroler Weingut Lageder, von Gregor A. Mayrhofer, einmal romantisch und geheimnisvoll von Franz Schubert. Im Anschluss wird stilecht mit Lageder-Wein angestoßen. Am 19.10. wird die beliebte eK-Reihe Dichtercafé fortgesetzt: Der Österreichische Autor, Schauspieler und Regisseur Oliver Karbus liest Robert Seethalers Ein ganzes Leben. Eine Geschichte vom Überleben im Bergdorf. Dazu Musik von Alfred Schnittke und dem in Auschwitz ermordeten jüdischen Komponisten Viktor Ullmann. Am 16.11. folgt dann ein Kammermusik-Abend als epische Klangreise: Nikolai Kapustin löst mit seinem Klavierquintett die Grenzen zwischen Jazz und Klassik auf, Erich Wolfgang Korngold, zwei Mal Oscar-prämiert, erweist sich in seinem frühen Klavierquintett als farbintensiver Romantiker und Johannes Brahms zeigt mit seinem Klavierquartett, was komplexe Tonkunst ist. Leidenschaft! Pathos! Rhythmus! heißt das Programm. 

Den Kulturpreis, wie gesagt, hat das ensemble Kontraste schon. Am 10.11. holen die diesjährig Ausgezeichneten ihre Preise im Rahmen der großen Kulturpreis-Gala in der Tafelhalle ab, Unter anderem mit dem Orchester Ventuno und dem Literaturhaus. Spektakulär kündigt sich das dreitägige, experimentell-theatrale Projekt roams_adventures von Michaela Pereira Lima, Harald Kienle und Nicole Schymiczek an. Ab 20.11. entsteht ein Bühnenbild aus Holz, dem von Michael Veith Töne abgerungen werden, die von Tänzeri:innen wiederum in Bewegung übersetzt werden. Die Zuschauenden können ihre Perspektive und die Dauer ihres Zuschauens selbst wählen. 

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Tafelhalle  
   

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TAFELHALLE. Wir haben Tim Steinheimer schon in vielen Rollen gesehen: Als Moderator, als Quizmaster, als curt-Außenreporter, als Musiker. Überall ist er top, in einer Sache, nach Selbstaussage, hingegen mittel: als Gamer. Jetzt wagt er sich in genau dieser Rolle im Kontext von The Showmasters auf die Bühne der Tafelhalle.

Let's Play Showmasters ist ein ausgefuchstes theatrales Konzept mit Fun-Garantie. Die Moderatorin und Gamemasterin Greta Calinescu begleitet ihren unwissenden Kandidaten Tim in ihm bislang unbekannte Gaming-Welten. Die Redaktion wählt im Vorfeld Spiele bzw. Spielabschnitte aus, die sich durch kreatives Gameplay, visuelle Ästhetik oder erzählerische Raffinesse auszeichnen. Während Tim sich also mit irgendwelchen grauenerregenden Viechern rumärgert oder halsbrecherische Rennen fährt, wird das Geschehen live von Greta kommentiert. Dazu improvisiert die Liveband, bestehend aus Julia Fischer, Ferdinand Roscher, Dominik Back und Luna Burkert, den Soundtrack zum Game. Das Publikum wird in Entscheidungen, die Tim treffen muss, mit einbezogen und darf sich lautstark mit Tipps und Fachwissen einmischen. Gäste, Studiospiele, Sketche und Albernheiten machen dieses Late-Night-Let’s-Play-Show-Spektakel komplett. Das ist ein Konzept, das einen wilden und ziemlich unterhaltsamen Abend verspricht.

Das Showmasters-Kollektiv arbeitet seit 2017 an der Schnittstelle zwischen Theater, Medien und Gaming und wurde 2019 mit dem Deutschen Multimediapreis ausgezeichnet. Die DATEV ermöglicht Let's Play Shomasters mit einem exklusiven Titel-Sponsoring.

Let's Play Showmasters
am 15. (FSK 12) und 16. (FSK 16) Mai in der Tafelhalle

Achtung: curt vergibt 3x2 Tickets online und via Insta! Schreibt eine Mail Stichwort Show Me Showmasters! an gewinnen@curt.de!  >>
20251201_Staatstheater
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