Staatstheater: Von Wölfen und Brüdern

DIENSTAG, 27. APRIL 2021, STAATSTHEATER



Kaum vorstellbar, wie es dem Heer der Schauspieler*innen gehen muss, die so lange kein Publikum mehr erfreuen durften und immerzu noch Texte aufsagend, aber ziellos durch die Stadt streunern. Und dennoch: Hinter den Kulissen des verschlossenen Nürnberger Staatstheaters regt sich immer wieder etwas und immer neue digitale Formate entstehen und landen im Digitalen Fundus. Untätigkeit ist nicht vorgesehen. Vielmehr: Flexibilität – immer weitermachen, aber anders.

Über den Wolf
So heißt das Stück, das Ballettdirektor Goyo Montero für diese Spielzeit auf Basis von Peter und der Wolf entwickelt hat. Extra entwickelt, geprobt und alles – und dann kann man keine Premiere feiern. Aber Über den Wolf soll nicht ungesehen bleiben und so wurde aus dem Bühnenstück ein Ballett-Film. Darin trifft der Peter nicht unbedingt Tiere im Wald, sondern vielmehr Stimmen in seinem Kopf. Der Protagonist ist von Isolation traumatisiert – das Stück verwertet Motive, die uns aus dieser Zeit wohlbekannt sind.
Das Konzept für den Film entwickelte Montero gemeinsam mit Hans Hadulla, Regisseur beim BR. Hier geht’s zum Film im Digitalen Fundus.

Erste Staffel. 20 Jahre Großer Bruder
ist wiederum eine Produktion, die im Prinzip gleich zu Beginn des ganzen Pandemieschlamassels als Online-Zerstreuung zur Verfügung stand. Das Stück von Boris Nikitin, das sich anlässlich des 20. Geburtstags der ersten Staffel von Big Brother mit Privatheit und einer neuen Art des Fernsehens beschäftigt, konnte adäquat in eine Webserie transformiert werden, ebenfalls zu finden im Digitalen Fundus. Nun freut sich das Staatstheater über eine renommierte Auszeichnung: Erste Staffel wurde zum „Heidelberger Stückemarkt“ eingeladen, einem der traditionsreichsten Theaterfestivals im deutschsprachigen Raum.
Zum ersten Mal in seiner Geschichte findet der Stückemarkt in diesem Jahr rein digital statt. Das heißt: Am 03.05. um 20.30 Uhr ist das Stück so wie es eigentlich einmal gedacht war, noch einmal als Livestream auf der Homepage des Festivals zu sehen und bleibt danach noch für 24 Stunden dort abrufbar. Im Anschluss findet ein Nachgespräch statt, gesendet aus Nürnberg und Heidelberg.

Gefühle und Geld
In Zusammenarbeit mit Radio Z entstand diese Podcast-Reihe aus dem Hause Staatstheater. Das Projekt geht zurück auf Sex-Arbeit, das Theater-Rechercheprojekt, das kurz vorm ersten Lockdown Premiere feierte. Während der Pandemie haben die Schauspielerinnen Anna Klimovitskaya, Lisa Mies und Adeline Schebesch den Kontakt zu den Sexarbeitenden und Aktivist*innen der Branche wieder aufgenommen. Diese kommen in der Podcast-Reihe in fünf Teilen zu Wort. Die Folgen erscheinen im 14-tägigen Rhythmus und sind online abrufbar – ihr wisst, wo

Staatstheater Nürnberg
Richard-Wagner-Platz 2-10, Nürnberg




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