"...und so ziehen wir in die Bundesliga ein ..." Unser Club, Teil 1

DIENSTAG, 19. AUGUST 2008



… „und so hart wie aus Granit“ waren zum Saisonauftakt des FCN nur die Schädel der gegnerischen Augsburger. Lest hier, warum das für den Club aber total spitze war und auch, was sonst noch so geschah.

1 Tor für den Gegner, aber 2 Buden selber gemacht, somit die 3 Punkte in Nürnberg behalten und 4-zigtausend im proppenvollen Frankenstadion (und damit absolut erstligataugliche Stimmung) – das sind die blanken Zahlen zum Saisonauftakt.
Für die weitere fachliche Analyse des Geschehens empfehlen wir die Experten-Kollegen von kicker, NN und die FCN-Homepage, wie unser firmeneigener Waldi-Hartmann-Ersatz – Redaktionspfiffikus Tim Öse – das Spiel bewertet, erfahrt Ihr hier:

„Gleich mal das erste Zweitliga-Problem vorneweg: Sonntagsspiel! 14 Uhr, das ist für einen Redaktionspfiffikus trotz Unterkunft Nähe Luitpoldhain nicht bis ins Stadion zu schaffen. Was der Stimmung dort offensichtlich keinen allzu großen Abbruch tat. Nürnberg ist sogar ohne mich auch aufs Fußball-Unterhaus heiß, um die 40.000 hatten sich ins Frankenstadion aufgemacht.
Bezüglich des Aufmachens reicht’s bei mir aber wie gesagt leider nur für die Aspirin-Dose, das sonntägliche Schädelbrummen ist gewaltig und das hat mal gar nichts mit Fußball zu tun. Ich hoffe jedenfalls inständig auf den von vielen prognostizierten Durchmarsch des Club, den dann gibt’s hoffentlich möglichst viele Montags-(Top-)Spiele und da könnt sogar ich es mal rechtzeitig ins Stadion schaffen.

Nun denn, dank Pay-TV verwandelt sich dann eben mein Sofa zum Stadion. Oder doch eher zum „Warsteiner“-Fußballstammtisch, ich stelle mit meinen Ende Zwanzig beim Blick in den Spiegel jedenfalls eine frappierende optische Ähnlichkeit mit Udo Lattek fest.
Egal, schnell zur Einstimmung noch einem mir bekannten Fußballhasser „die Legende lebt“ ins Telefon tiriliert, Konterbier und Zigaretten bereitgelegt und ein Sport-Sonntag ganz nach meinem Geschmack kann beginnen.

Gleich zu Spielbeginn bin ich schwer verwirrt, ich sehe keine Augsburger auf dem Platz. Das liegt zwar zum Teil an meinem noch immer leicht verschwommenen Blick, scheint aber wohl auch der Versuch einer schwäbischen Finte zu sein, die Burschen laufen nämlich in rasenfarbenen Tarntrikots auf. Damit irritieren sie aber – abgesehen von mir – nur sich selbst. Da knocken sich Torhüter und Verteidiger wie seinerzeit Hulk Hogan und der Ultimate Warrior mit einem unglaublichen Double-Headbutt aus. Später werde ich erfahren, dass die beiden „nur“ mit Gehirnerschütterungen (und einer Platzwunde) davonkamen, also schäme ich mich nicht allzu sehr über meine Schadenfreude, dass nun noch jemand einen Brummschädel wie ich hat. Die größere Freude aber im gleichen Moment ist der Abstauber von Last-Minute-Neuzugang Boakye. Ein Spiel, ein Tor – wenn der die Quote über die ganze Saison halten kann, dann passt das.
Nach der Halbzeitpause noch mal eine Wrestling-Einlage der Grünen, über die Zwischenstation eines Eckballs gibt’s einen Foulelfmeter für den Club … 2:0
Ich mache mich daran, mich in Siegessicherheit entspannt zurückzulehnen, aber dann: Postwendender Anschlusstreffer, verletzungsbedingtes Ausscheiden der Nürnberger Burg – Käpt’n Andi Wolf – wackelige Nürnberger und einige brenzlige Situationen vor Raphael Schäfers Kasten … ich zehre auf meinem Stadion-Sofa nervös von bereits erwähntem Zigaretten- und Konterbier-Repertoire. Dabei muss ich aus irgendeinem Grund an einen Banner-Spruch aus dem Frankenstadion denken: „Solange unsere Fahnen weh’n, wird der Club nicht untergeh’n!“
Nun denn, die Punkte bleiben letztendlich doch in Nürnberg. Alles ist gut!

Obwohl, alles ist leider doch nicht gut, denn die Ärzte diagnostizieren bei Andi Wolf einen Kreuzbandriss. Bedeutet mindestens 6 Monate Pause und damit eine klaffende Lücke in der Abwehrreihe, die es zu schließen gilt. Wir wünschen an dieser Stelle bestmögliche Genesung und vielleicht hat Andi somit wenigstens die Zeit, um mal bei curts Schanzenbräu-Fußballstammtisch vorbeizuschauen. Hierzu sei er hiermit herzlich eingeladen.

Abschließendes Resümee: Ein fahriger Start, trotzdem gewonnen, wenn so der Aufstieg raus springt, soll’s uns allen recht sein. Für Zauberfußball können ja notfalls auch Mäusi Joppke und meine Wenigkeit demnächst beim Cup der Angst sorgen.

Beste Grüße
Tim Öse“



[tg]




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