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Umgebaut und erneuert: Das Dokuzentrum ist wieder geöffnet

FREITAG, 22. MAI 2026, DOKUMENTATIONSZENTRUM REICHSPARTEITAGSGELäNDE

#Dokuzentrum, #Museum, #Nationalsozialismus, #Reichsparteitagsgelände

Fünf Jahre lang wurde saniert und umgebaut, jetzt ist Nürnbergs vielleicht wichtigstes Museum wieder geöffnet: Die Ausstellung Nürnberg und die Reichsparteitage im Dokuzentrum läuft seit 22.05. im Probebetrieb, mit neuen Inhalten und zeitgemäßen Präsentationsformen. Die Erzählung führt vom Ende des Ersten Weltkriegs über die NS­-Zeit und die Verbrechen im Zweiten Weltkrieg bis in die Gegenwart. Auch das Haus selbst wurde angepasst, z.B. durch einen neuen barrierefreien Haupteingang im Sockelgeschoss und mit dem Auditorium gibt es einen gänzlich neuen Veranstaltungssaal. Probebetrieb heißt, dass bestimmte Aspekte der Ausstellung wie Medienstationen, Leitsysteme und die Barrierefreiheit im laufenden Betrieb getestet werden müssen. Schon jetzt ist aber alles da. Die feierliche Eröffnung des erneuerten Dokuzentrums findet dann am 04.11. zum 25-jährigen Bestehen des Hauses statt. 

www.museen.nuernberg.de/dokuzentrum




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GERMANISCHES NATIONALMUSEUM. Ein komplett aus Silber gefertigtes, einen Meter hohes Relief, das die Beweinung Christi zeigt, ist die spektakulärste Neuerwerbung des Germanischen Nationalmuseums seit Jahren. Vom 03. März bis 03. Mai wird die Pietá des römischen Goldschmieds Luigi Valadier kostenfrei in einer Interimsausstellung zu sehen sein. Valadier galt in seiner Zeit des Spätbarock als europaweit führender Goldschmied, seine Arbeit zeigt nicht nur die Trauer um den am Kreuz gestorbenen, sondern, mit Engelglorie am Himmel, auch die Hoffnung auf Erlösung. 1786 hatte Papst Pius VI. das Prunkstück der Pfalzgräfin Pfalzgräfin Maria Anna von Pfalz-Zweibrück (Ugroßmutter Sisis) zur Geburt ihres Sohnes, ebenfalls Pius, geschenkt. Als Objekt erzählt das Relief mithin auch eine politische Geschichte: Der Papst wollte sich die Unterstützung der katholischen Wittelsbacher gegen Bestrebungen sichern, seine Macht zu beschneiden. Für das Germanische Nationalmuseum füllt das Relief einerseits eine Lücke im Bestand, andererseits bietet es durch seine Geschichte die Möglichkeit, von einer weiblichen Lebenswelt im 18. Jahrhundert zu erzählen. Mit dem Erwerb geht ein Forschungsvorhaben einher, dass sich den Herstellungstechniken des besonders feinen, detailreichen Reliefs widmen wird. Auch zum Hintergrund der Schenkung und der Rolle Maria Annas sollen Archivquellen befragt werden. 2027 wird die Arbeit in die Dauerausstellung in den Bereich “Kirchliche Kunst im Barock” integriert und im Kontext sakraler Kunstwerke unterschiedlicher Gattungen aus dem 17. und 18. Jahrhundert zu sehen sein.

Die Ernst von Siemens Kunststiftung unterstützt den Ankauf mit 1 Million Euro, die Kulturstiftung der Länder mit 700.000,- Euro.


www.gnm.de  >>
KONGRESSHALLE. Die Kongresshalle bleibt für immer eine Immobilie, mit der es die Stadt nie leicht haben wird. Ein unvollendeter Nazibau, Fanal des Massenmords, Ruine, Gedenkort, Aufgabe: Aus dem Jahr 2021 stammt der Beschluss, diesen Ort zu einem Kulturort zu machen – mit Ateliers und Proberäumen und dem Interim des Staatstheaters. Eine Entscheidung, die auch immer wieder von komplexen Diskussionen begleitet wurde (die curt zusammen mit Stabsstellenleiter Hajo Wagner begleitete). Die Medienwerkstatt Franken hat sich dem Komplex zuletzt 2017 gewidmet, mit einem Porträt der Mieter:innen, die bereits da sind und waren, die Symphoniker zum Beispiel oder der Kanuverein, der sich gegen die städtische Kündigung wehrt. Was bedeuten die aktuellen Baumaßnahmen für die Menschen, die das Areal bisher genutzt haben? Was muss passieren, damit die freie Szene hier arbeiten kann? Und wie weit sind die Bauarbeiten? Der neue Film der Medienwerkstatt geht in vielen Gesprächen mit städtischen Vertreter:innen, Künstler:innen, Mieter:innen diesen Fragen nach. Zu sehen in der Mediathek: Vom Unding zum Kulturort – Perspektiven für das Kolosseum.  >>